…Trauerfeier für eine Frau, die schweres Leid hat durchmachen müssen und deren Lieblingslied die Sehnsucht nach dem himmlischen Jerusalem, nach ewigem Frieden, ausdrückte.

Texte und Themen rund um das meist gelesene Buch der Welt
Texte und Themen rund um das meist gelesene Buch der Welt

…Trauerfeier für eine Frau, die schweres Leid hat durchmachen müssen und deren Lieblingslied die Sehnsucht nach dem himmlischen Jerusalem, nach ewigem Frieden, ausdrückte.

…Gott macht uns fähig, durch seinen Geist, dass unsere Lippen gute Früchte hervorbringen: Worte, die aufbauen und nicht verletzen, die nicht verbergen, sondern Wahrheit aussprechen. So macht er uns heil – so kann überwunden werden, was zerrissen ist: die einzelne Menschenseele und die zerstrittene Menschheit. Es ist ein Unterschied, ob unsere Lippen verletzende Worte sagen oder Worte, die gut tun.

Als in der Tat höchst irritierend müssen die in jüngster Zeit zu vernehmenden Äußerungen „christlicher“ Politiker, die noch unlängst unter Berufung auf die Bergpredigt für eine konsequent gewaltfreie Politik eintraten, empfunden werden, wenn sie angesichts des Kosovo-Krieges plötzlich den Bombenhagel der NATO als durchaus zu rechtfertigende Maßnahme zur Beendigung der Menschenrechtsverletzungen durch Milošević verteidigten.…

…In der Botschaft des Propheten Micha ist Bethlehem, zu deutsch: Haus des Brotes, der Ort, an dem der Hunger unserer Seele gestillt wird. Zunächst aber scheint es, als ob Micha uns den Weg nach Bethlehem madig machen wollte. Er nennt Bethlehem mit einem zweiten Namen Efrata – Aschehaufen, nicht besonders schmeichelhaft.

…Es klingt paradox. Erinnern, um zu vergessen? Aus der Seelsorge weiß ich, dass das Vergessen und Verdrängen keine seelischen Wunden heilt. Nur der verarbeitete Schmerz heilt. Wer sich erinnert, wer sein Herz ausschüttet, wer Trauer und Angst, Zorn und Schuld nicht in sich vergräbt, der bleibt mit seiner Qual nicht allein, und alte Wunden können vernarben.

…Ein Legionär in voller Rüstung braucht fünf Dinge zu seinem Schutz, nämlich Gürtel, Brustpanzer, Stiefel, Schild und Helm, und außerdem das Schwert als Waffe zum Kämpfen. Ein Christ trägt die Wahrheit als Gürtel, als Tiefschutz, als Schutz der empfindlichsten Stelle. Sein Brustpanzer ist die Gerechtigkeit, sein Schild der Glaube, und er trägt Stiefel des Friedens.

…Spüren wir in uns Gottes Liebe? Oder halten wir uns für unfähig und wertlos? Ist unsere Seele ein Platz für belastende innere Kämpfe? Aus dem Tempel, in dem es Liebe als Geschenk gibt, wird ein Kaufhaus, wo man Liebe zu kaufen versucht, oder eine Räuberhöhle, in der man sich vom Leben etwas erzwingen will.

…Wie tröstet dieser Tröster, der Heilige Geist? Er tröstet, indem er lehrt und erinnert, als guter Erzieher oder Pädagoge. Wenn ich gute Erfahrungen mit dem Glauben mache, mich bei einem anderen Christen aussprechen kann, mich bei Gott geborgen fühle, mich erinnere und anrühren lasse durch die Geschichten von Jesus, dann ist der tröstende Geist in mir und bei mir.

…Auf einem Auto sah ich einen Aufkleber mit dem englischen Spruch: „God is dead“. Das heißt eigentlich auf Deutsch: „Gott ist tot“. Aber in dem Wort „dead“ war das „e“ durchgestrichen, und der traurige Satz bekam eine völlig andere Bedeutung: „God is Dad“ – „Gott ist Papa“ – Gott ist für uns da wie ein Vater, der seine Kinder liebhat.

…Wenn wir nicht Liebe spüren würden, könnten wir nicht lieben. In jedem Menschen, dem wir begegnen, kann Jesus selbst uns seine Nähe schenken. Zum Guten tüchtig werden können wir nur, wenn wir das von Gott, von Jesus, von anderen Christen lernen, so wie Kinder in der Familie von den Eltern angeleitet werden, so wie sich Erwachsene gegenseitig ermutigen und anspornen.