Zu meiner Biographie: 1971 bis 1976 Studium der evangelischen Theologie in Bethel, Mainz und Bochum, 1981 bis 1986 psychotherapeutische Zusatzausbildung beim Institut für Transaktionsanalyse und Integrative Tiefenpsychologie Kassel, 1979 bis 1989 Gemeindepfarrer in Reichelsheim und Heuchelheim in der Wetterau, 1989 bis 1998 Krankenhauspfarrer in Alzey / Rheinhessen, 1998 bis 2016 Pfarrer der evangelischen Paulusgemeinde in Gießen, seit Mai 2016 Pfarrer im Ruhestand. Als Pfarrer der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau habe ich auch die meisten auf dieser Seite veröffentlichten Gottesdienste gehalten. Für die Inhalte der Bibelwelt bin ich jedoch allein verantwortlich. Falls Sie sich über etwas ärgern, was Sie bei mir lesen, machen Sie bitte dafür nicht meine Landeskirche verantwortlich, sondern wenden Sie sich persönlich an mich! Noch mehr freue ich mich natürlich über positive Rückmeldungen und über Ihre Anregungen und Fragen. Mailen Sie mir einfach an die Adresse kontakt@bibelwelt.de!

Israel Finkelstein und das vergessene Königreich Israel

Wie kam es historisch zur Entstehung Israels? Es ging nicht, wie es die Bibel beschreibt, aus Nachkommen Abrahams hervor, die in Ägypten zu einem Volk heranwuchsen und nach Exodus und Wüstenwanderung das Land Kanaan gewaltsam einnahmen. Israel Finkelstein beschreibt als biblischer Archäologe die Entwicklung verschiedener Staatsgebilde im Norden Palästinas, die bereits lange vor dem südlichen Königreich Juda erhebliche Macht entfalteten.

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David und Salomo – wie die Geschichte ihr Bild formte

Durch ihr Buch „Keine Posaunen vor Jericho“ wurden Israel Finkelstein und Neil Asher Silberman im Jahr 2001 einem breiten Publikum bekannt. Fünf Jahre später entschlüsseln die Archäologen in einem weiteren gemeinsamen Buch über „David und Salomo“ den Mythos dieser biblischen Könige und seine Entwicklung von den historischen Wurzeln durch die Jahrhunderte des Königreichs Juda hindurch bis in unsere Zeit.

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Hagar erlebt Ostern: „Du bist ein Gott, der mich sieht!“

Am Tag zwischen Karfreitag und Ostern teile ich mit Freunden und Bekannten per Mail und jetzt auch hier mit allen Interessierten ein paar Gedanken über eine Frau, die in der Bibel eher am Rande steht. Sie heißt Hagar, und ihr Sohn Ismael hat in der islamischen Tradition eine viel größere Bedeutung als bei Juden oder Christen. Neugierig geworden?

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Ist es so neu, die Evangelien als Heide zu lesen?

Der katholische Bibelwissenschaftler Marius Reiser liest die Anfänge der Evangelien mit den Augen des römischen Schriftstellers Plutarch als vier miteinander zusammenstimmende Lebensbilder des Gottessohnes Jesus. Unter Berufung auf Andreas Bedenbender, Frans Breukelman und Ton Veerkamp plädiere ich dafür, endlich den jüdischen Hintergrund des Neuen Testaments ernst zu nehmen, da die Evangelien lange genug einseitig heidenchristlich ausgelegt worden sind.

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Gerufen zum Durchblick – Jesu blinder Jünger Bartimäus

Bild: Helmut Schütz

Jesus bleibt stehen, auf der Durchreise durch Jericho nach Jerusalem, wo er über den Jordan seines Leidens gehen muss: So ernst nimmt er den erblindeten, verelendeten Bar-Timäus. Aber warum hilft er nicht sofort, spricht ihn nicht an, geht nicht auf ihn zu? Warum lässt er ihn, der zwei Mal zu ihm als dem Davids-Sohn geschrieen hat, erst zu sich rufen?

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An Heiligabend über Hesekiel 37, 24-28 predigen?

Ist es sinnvoll, an Heiligabend über einen Text aus dem Buch Hesekiel zu predigen, der mit den Worten beginnt: „Und mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie alle…“? Der Leserbriefschreiber Klaus Nürnberger hält die von Hesekiel proklamierten Gottesworte für völlig überholt, für zementierte Tradition. Ich widerspreche ihm meinerseits in einer Zuschrift ans Deutsche Pfarrerblatt.

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Lichtschein von oben wie ein Weihnachtsbaum

In einem vorweihnachtlichen Brief an Weggefährtinnen, Freunde und Interessierte an meinen Neuigkeiten meditiere ich über ein Bild des chinesischen Künstlers He Qi. Auf den ersten Blick erinnert mich das kegelförmige Licht, das vom Himmel über vier Personen herunterstrahlt, an einen Weihnachtsbaum. Ein verschneiter Tannenwald im Hintergrund scheint ebenfalls weiße Weihnachten anzudeuten. Dabei stellt das Bild eigentlich gar keine Weihnachtsszene dar.

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Jesus wa(h)r menschlich. Irrtümer im Neuen Testament?

Ein Buch von Walter-Jörg Langbein regt dazu an, sich mit Irrtümern auseinanderzusetzen, die angeblich oder wirklich im Neuen Testament vorhanden oder aber ihm als Bibelkritiker unterlaufen sind. Jesus verkörpert jedenfalls auch als Mensch, der irren konnte, die wahre Menschlichkeit, nach der Gott uns alle zu seinem Ebenbild der Liebe erschuf, ist er doch wahrer Gott UND wahrer Mensch zugleich!

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Lichtschwerter in vorgerückter Nacht

Paulus fordert uns nicht auf, wörtlich genommen mit blauen oder grünen Lichtschwertern gegen die roten Lichtschwerter des Bösen vorzugehen. Er fordert schlicht, dass wir „dem Nächsten Böses NICHT antun“. Alle Bestimmungen der heiligen Wegweisung Gottes sind für Paulus erfüllt, wenn wir nur das Böse, unter dem unser Nächster leidet, NICHT bewerkstelligen. Doch was tun wir an Bösem: unbewusst und unabsichtlich?

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Die Reue des Judas und der Töpferacker

Mitten in die Leidensgeschichte Jesu schiebt der Evangelist Matthäus eine knappe Erzählung von Verrat und Reue und ihren Folgen ein und lässt erahnen, in welche Welt von Unrecht, Gewalt, Schuld und Verzweiflung Jesus als Befreier hereingekommen ist. Dabei verweist er zwischen den Zeilen auf Worte der Propheten Israels, die die Hoffnung nicht aufgeben, dass Menschen zur Umkehr fähig sind.

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