Fliehen und wohnen – jubeln und still werden!

Die Landkarte des Geschehens im Sacharja-Buch ist mir im vergangenen Jahr näher gerückt. Das Land des Nordens liegt in der Richtung nach Syrien bis in den Irak; die herrschenden Völker in dieser Gegend wechselten häufig: damals die Assyrer, Babylonier, Perser, Griechen, Römer. Zuletzt die Osmanen, westliche Kolonisatoren, arabische Diktatoren bis hin zu Assad und zum selbst ernannten „Islamischen Staat“.

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Erinnern und Loslassen

Erinnerung spielt eine zentrale Rolle in unseren Trauerfeiern. Wir gedenken der Verstorbenen, wir rufen uns ihre Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit ins Gedächtnis, wir betonen, dass wir sie, die wir geliebt haben, nicht vergessen werden. Der Liederdichter Andreas Gryphius meinte: Nur dieser Augenblick gehört uns, dann ist unsere Zeit schon wieder verflogen. Aber im Vertrauen auf Gott vergehen wir nie.

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Kein Ort wie jeder andere

Am „Tag des Friedhofs“ gehen wir über den Friedhof in dem Bewusstsein, dass dieser Ort uns an den Zusammenhang von Leben und Tod erinnert – nicht, um uns zu ängstigen, sondern zu trösten, nicht um uns in depressive Stimmung zu versetzen, sondern mit Dankbarkeit zu erfüllen. Denn an diesem Ort wird erkennbar, dass das Leben ein unendlich kostbares Geschenk ist.

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Durch Christus reich gesegnet

Ich dachte, ich lobe einfach Gott. Und plötzlich merke ich: In diesem Lobpreis komme ich selber vor. Ich, Sie, wir alle, wir gehören zu Gottes großem Plan der Einheit für seine Welt. Wir sind gefordert und werden ermutigt, Konflikte zu lösen, Vorurteile abzubauen, Gespräche über Grenzen hinweg zu führen und bei alldem die Wahrheit nicht zu verschweigen.

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Redende Steine

Wohl denen, die vor Gott in Heiligkeit wandeln. Wandeln, das tun wir heute buchstäblich, indem wir Stationen auf dem Friedhof ansteuern. Wir machen an einigen Grabsteinen Halt – zum Hören, zum Singen und zum Beten. „Redende Steine“, so lautet heute das Thema. Denn die in Grabsteine eingravierten Symbole und Worte können ebenso zu uns reden wie manche der Steine selbst.

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Predigt in der Räuberhöhle

Ob Jeremia zu hart mit den Menschen damals umgeht? Er nennt sie Diebe, Mörder, Ehebrecher, Meineidige und Götzendiener. Mindestens die Hälfte aller Gebote übertreten sie. Jeremia klingt sehr modern. Denn heute hält sich doch kaum noch jemand an die Zehn Gebote. Der Ehrliche gilt als der Dumme, der Seitensprung als fast normal, und mit Steuerhinterziehung kommt manch einer durch.

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Lob der Zweisamkeit

Die Frage: „Wie kann ein einzelner warm werden?“ entsteht in einer Gesellschaft, in der traditionelle Strukturen zerfallen und soziale Kälte entsteht. Da ist es wichtig, Orte zu finden, wo man zusammenrückt und Wärme erlebt, und Menschen, die einen tröstend in den Arm nehmen, wenn man Trauer und Unrecht zu verarbeiten hat, oder die zuhören, wenn man sein Herz ausschütten will.

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Der schlafende und der wache Jesus im Sturm

Das ist die eigentliche Göttlichkeit dieses Menschen Jesus: sein Vertrauen zum Vater im Himmel ist so unendlich groß, dass er selbst durch das aufgewühlteste Meer hindurch Gottes Hand spürt, die ihn trägt, dass er selbst mit der größten Todesangst im Herzen, die er in Gethsemane zu spüren bekommen wird, sein Gottvertrauen nie verliert.

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Das Gebet des Jabez

„Und Gott ließ kommen, was er erbeten hatte.“ Jabez bittet: „Segne mich!“ Ohne Sinn für falsche Bescheidenheit. So gut geht es ihm einfach nicht. Er braucht Gottes Segen. Warum bittet er nicht: „Gib mir, was ich will“? Er lässt offen, auf welche Weise das Gute zu ihm kommt. Er vertraut darauf, dass Gott besser weiß, was gut für ihn ist.

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