Klage im Gottvertrauen

Versteck dich nicht mehr vor mir, sagt David zu Gott, so wie er sich nicht vor Gott versteckt. „Mir ist angst“; das traut man sich oft nicht zu sagen; wer Angst zeigt, hat schon verloren. Vor Gott muss man sich nicht verstecken; vor Gott darf man so sein, wie man ist. So bringt David auch viele Klagen vor Gott.

König David mit Krone und Harfe

König David mit Krone und Harfe (Bild: pixabay.com)

Gottesdienst am Freitag, 19. Oktober 2012, um 10.30 Uhr im Ensemble-Pflegeheim Gießen

Guten Morgen, liebe Gemeinde!

Wieder feiern wir gemeinsam Gottesdienst miteinander. Heute beten wir den Psalm 69 miteinander, und ich werde ihn in der Predigt auslegen. Dieser Psalm ist ein Gebet des Königs David und handelt von Bedrängnissen, die ihn schwer belasten. Alles, was ihn bewegt, bringt er vor Gott und gibt uns auf diese Weise ein Beispiel, wie auch wir beten können.

Lied 611:

1. Harre, meine Seele, harre des Herrn; alles ihm befehle, hilft er doch so gern. Sei unverzagt, bald der Morgen tagt, und ein neuer Frühling folgt dem Winter nach. In allen Stürmen, in aller Not wird er dich beschirmen, der treue Gott.

2. Harre, meine Seele, harre des Herrn; alles ihm befehle, hilft er doch so gern. Wenn alles bricht, Gott verlässt uns nicht; größer als der Helfer ist die Not ja nicht. Ewige Treue, Retter in Not, rett auch unsre Seele, du treuer Gott!

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

Einen Psalm des Königs David werden wir gleich hören. Dieser David stammte nicht selber aus einem Königshaus. Er war der Sohn eines einfachen Bauern und kam an den Hof des Königs Saul von Israel, weil er schöne Lieder kannte und gut auf der Harfe spielen konnte. Von dieser Geschichte hören wir aus 1. Samuel 16, 14-23:

14 Der Geist des HERRN aber wich von Saul, und ein böser Geist vom HERRN ängstigte ihn.

15 Da sprachen die Großen Sauls zu ihm: Siehe, ein böser Geist von Gott ängstigt dich.

16 Unser Herr befehle nun seinen Knechten, die vor ihm stehen, dass sie einen Mann suchen, der auf der Harfe gut spielen kann, damit er mit seiner Hand darauf spiele, wenn der böse Geist Gottes über dich kommt, und es besser mit dir werde.

17 Da sprach Saul zu seinen Leuten: Seht euch um nach einem Mann, der des Saitenspiel kundig ist, und bringt ihn zu mir.

18 Da antwortete einer der jungen Männer und sprach: Ich habe gesehen einen Sohn Isais, des Bethlehemiters, der ist des Saitenspiels kundig, ein tapferer Mann und tüchtig zum Kampf, verständig in seinen Reden und schön gestaltet, und der HERR ist mit ihm.

19 Da sandte Saul Boten zu Isai und ließ ihm sagen: Sende zu mir deinen Sohn David, der bei den Schafen ist.

20 Da nahm Isai einen Esel und Brot und einen Schlauch Wein und ein Ziegenböcklein und sandte es Saul durch seinen Sohn David.

21 So kam David zu Saul und diente vor ihm. Und Saul gewann ihn sehr lieb, und er wurde sein Waffenträger.

22 Und Saul sandte zu Isai und ließ ihm sagen: Lass David mir dienen, denn er hat Gnade gefunden vor meinen Augen.

23 Sooft nun der böse Geist von Gott über Saul kam, nahm David die Harfe und spielte darauf mit seiner Hand. So wurde es Saul leichter, und es ward besser mit ihm, und der böse Geist wich von ihm.

Eins der Lieder, die David damals gespielt hat, wollen wir jetzt hören und beten. Wir können es leider nicht singen, weil wir keine Noten davon haben. Im Psalm 69 bringt David alles vor Gott, was andere Menschen ihm angetan haben, aber auch die Dummheiten, die er selber gemacht hat. Manches, worüber David seine Klage erhebt, kennen wir vielleicht auch aus unserem eigenen Leben, oder wir haben gehört, dass es anderen Menschen, die wir kennen, so ähnlich ergangen ist.

Skulptur von König David mit goldener Krone und goldener Harfe

König David mit Krone und Harfe (Bild der Skulptur: pixabay.com)

1 [Ein Psalm] von David, vorzusingen, nach der Weise „Lilien“.

2 Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.

3 Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist; ich bin in tiefe Wasser geraten, und die Flut will mich ersäufen.

4 Ich habe mich müde geschrien, mein Hals ist heiser. Meine Augen sind trübe geworden, weil ich so lange harren muss auf meinen Gott.

5 Die mich ohne Grund hassen, sind mehr, als ich Haare auf dem Haupte habe. Die mir zu Unrecht feind sind und mich verderben wollen, sind mächtig. Ich soll zurückgeben, was ich nicht geraubt habe.

6 Gott, du kennst meine Torheit, und meine Schuld ist dir nicht verborgen.

7 Lass an mir nicht zuschanden werden, die deiner harren, Herr, HERR Zebaoth! Lass an mir nicht schamrot werden, die dich suchen, Gott Israels!

8 Denn um deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande.

9 Ich bin fremd geworden meinen Brüdern und unbekannt den Kindern meiner Mutter;

10 denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.

11 Ich weine bitterlich und faste, und man spottet meiner dazu.

12 Ich habe einen Sack angezogen, aber sie treiben ihren Spott mit mir.

13 Die im Tor sitzen, schwatzen von mir, und beim Zechen singt man von mir.

14 Ich aber bete zu dir, HERR, zur Zeit der Gnade; Gott, nach deiner großen Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.

18 Verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte, denn mir ist angst; erhöre mich eilends.

22 Sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken für meinen Durst.

30 Ich aber bin elend und voller Schmerzen. Gott, deine Hilfe schütze mich!

31 Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und will hoch ehren mit Dank.

32 Das wird dem HERRN besser gefallen als ein Stier, der Hörner und Klauen hat.

33 Die Elenden sehen es und freuen sich, und die Gott suchen, denen wird das Herz aufleben. Amen.

Gott, unser guter Hirte, du willst uns auf rechter Straße führen und uns anleiten, deine Gebote zu hören und zu beachten. Du schenkst uns dein Wort zur Orientierung, Wegweisung und Ermutigung. Du willst, dass wir uns gegenseitig mit Psalmen und Lobgesängen ermuntern, so wie David, als er selber noch nicht König war, seinem König Saul mit Psalmen die niederdrückende Schwermut vertreiben wollte. Lass uns in der Predigt den Psalm Davids verstehen und schenke auch uns Trost und Ermutigung. Darum bitten wir dich im Namen Jesu Christi, unseres Herrn. „Amen.“

Lied 612: Fürchte dich nicht, gefangen in deiner Angst

Liebe Gemeinde!

„Von David“.

So beginnt Psalm 69. Wir wissen nicht, wann ihn David betet, ob er ihn König Saul vorsingt oder ob er bereits selber König ist. Er schüttet sein Herz aus vor Gott: zum Beispiel, was er persönlich durchmacht oder was seinem Herrn, dem König Saul, auf der Seele liegt.

„Von David, vorzusingen, nach der Weise »Lilien«“.

Eigentlich sollten wir das singen, was wir gehört haben. Aber wir kennen die „Lilien“-Melodie nicht mehr, die David damals für den Psalm komponiert hat. Darum singen wir heute andere Lieder, und den Text des Psalms lassen wir ohne Musik zu uns sprechen.

„Gott, hilf mir!“

So fängt David sein Gebet an. Wie ein Stoßseufzer klingt das. Gott wird angerufen, weil Hilfe nötig ist. Und zwar dringend:

„Das Wasser geht mir bis an die Kehle.“

Ich begegne hin und wieder jemanden, dem es genauso geht, als müsse er ertrinken, als schaue er gerade noch mit dem Kopf aus dem Wasser, als sei er schon fast verloren. So ruft einer, der Angst vor dem Tod hat, aber auch wer nicht weiß, wie er die nächste Miete oder die Zuzahlung im Krankenhaus bezahlen soll.

Weiter betet David:

„Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist; ich bin in tiefe Wasser geraten, und die Flut will mich ersäufen.“

So kann man sich fühlen, wenn man einen geliebten Menschen verloren hat; als hätte man keinen Boden mehr unter den Füßen, als müsse man im Schlamm oder im tiefen Wasser versinken, als werde man von einer Flut überrollt. Oder es überfällt einen eine abgrundtiefe Lebens- oder Todesangst, in der man versinken kann, oder eine Flut von Schmerz und Verzweiflung, die Menschen in den Tod zu treiben droht.

Lohnt es sich, so vor Gott zu klagen? David betet:

„Ich habe mich müde geschrien, mein Hals ist heiser.“

Schreien tun wir eigentlich nicht beim Beten. Aber müde werden wir doch einmal dabei, können uns kaum auf Gott konzentrieren, auf das, was wir ihm sagen wollen. Hört Gott überhaupt zu?

„Meine Augen sind trübe geworden, weil ich so lange harren muss auf meinen Gott.“

Manche kennen das, wenn die Augen immer schlechter werden; aber besonders schlimm ist es, wenn trübe Augen nicht einmal mehr das Lichtlein der Hoffnung sehen können, das von irgendwoher noch kommen soll, wenn alles um uns herum finster aussieht.

Dann erzählt David konkret, was ihn selbst belastet. Er muss sich in Acht nehmen vor dem König Saul, den er doch zu trösten versucht, denn Saul ist misstrauisch gegen David, weil er denkt, der will ihm seinen Thron streitig machen. Einmal zieht König Saul mit einer ganzen Armee von Soldaten hinter David her, um ihn töten zu lassen. Über solchen ungerechten Hass klagt David in unserem Psalm:

„Die mich ohne Grund hassen, sind mehr, als ich Haare auf dem Haupte habe. Die mir zu Unrecht feind sind und mich verderben wollen, sind mächtig.“

David wehrt sich gegen Vorwürfe, die zu Unrecht gegen ihn erhoben werden:

„Ich soll zurückgeben, was ich nicht geraubt habe.“

Aber das nützt alles nichts; König Saul ist eifersüchtig auf Davids Ruhm, seitdem der den Riesen Goliath besiegt hat, und nimmt an, er wird ihn bei nächster Gelegenheit als König absetzen wollen.

Dabei weiß David: Auch er war nicht immer ein Engel oder Heiliger in seinem Verhalten. Auch er hat Schuld auf sich geladen. Nicht gegenüber König Saul. Gegen ihn war er immer loyal, gegen ihn übte er keine Rache und Vergeltung, obwohl er es mehrfach gekonnt hätte. Aber David bildet sich nicht ein, ein perfekter Mensch zu sein. Und das wird ihm in der Bibel hoch angerechnet, dass er um Vergebung bitten kann. Das tut er auch in diesem Psalm:

„Gott, du kennst meine Torheit, und meine Schuld ist dir nicht verborgen.“

Beides bekennt David: Torheit und Schuld. In der Torheit tut man etwas Dummes und weiß gar nicht recht, was man tut; herausreden will er sich trotzdem nicht.

„Lass an mir nicht zuschanden werden, die deiner harren, Herr, HERR Zebaoth! Lass an mir nicht schamrot werden, die dich suchen, Gott Israels!“

Wenn Menschen, die an Gott glauben, kein gutes Vorbild sind, tragen sie vielleicht dazu bei, dass andere Schwierigkeiten haben, auf Gott zu vertrauen. Daran will David nicht schuld sein, und so bittet er Gott, dass niemand an seinem Verhalten Anstoß nimmt.

Und dann redet David richtig leidenschaftlich:

„Der Eifer um dein Haus hat mich gefressen, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.“

David liebt das Haus Gottes, die Sorge um die, die zu Gott gehören, frisst ihn auf. Wer gegen Gott eine Lästerung ausspricht, der trifft auch David. Das erinnert mich an Menschen, die den Glauben anderer verspotten oder andere verfolgen, nur weil sie einer anderen Religion angehören.

„Um deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande. Ich bin fremd geworden meinen Brüdern und unbekannt den Kindern meiner Mutter.“

Es ist schlimm, wenn man überall nur verspottet und ausgelacht wird und wenn sogar die eigene Familie nicht mehr zu einem hält. Zeitweise hat sogar unser Herr Jesus das erfahren, bis seine Mutter und seine Brüder dann doch erkannt haben, dass der Weg Jesu der richtige war.

David klagt weiter, dass man ihn sogar in der Öffentlichkeit bloßstellt und auslacht:

„Ich weine bitterlich und faste, und man spottet meiner dazu. Ich habe einen Sack angezogen, aber sie treiben ihren Spott mit mir. Die im Tor sitzen, schwatzen von mir, und beim Zechen singt man von mir.“

Was soll einer machen, der so tief im Elend steckt? Von Sorgen zerfressen, voller Angst, niemand versteht ihn. Doch David bringt alle diese Klagen vor Gott und lässt in seinem Gebet nicht locker:

„Ich aber bete zu dir, HERR, zur Zeit der Gnade; Gott, nach deiner großen Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.“

David geht einfach davon aus, dass es nach all den schlimmen Dingen, die er erfahren hat, auch wieder eine Zeit der Gnade geben wird. Er vertraut darauf: Gott denkt noch an ihn, Gott verlässt ihn nicht. Jetzt ist die Zeit der Gnade, denkt David. Jetzt will er endlich wieder spüren, dass Gott ihm hilft.

Darum bittet er noch einmal: Gott, zeig dich wieder! Er will nicht sehen, wie Gott aussieht, das weiß er, dass Gott unsichtbar ist. Er will Gottes Hilfe sehen!

„Verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte, denn mir ist angst; erhöre mich eilends.“

Versteck dich nicht mehr vor mir, sagt David zu Gott, so wie er sich nicht vor Gott versteckt. „Mir ist angst“; das traut man sich oft nicht zu sagen; wer Angst zeigt, hat schon verloren. Vor Gott muss man sich nicht verstecken; vor Gott darf man so sein, wie man ist.

Vor manchen Menschen muss man sich dagegen in Acht nehmen. Besonders vor solchen, die nur nach außen stark wirken, innen drin aber ganz arme Würstchen sind. Sie vergreifen sich an Schwächeren und freuen sich, wenn sie einen, der sowieso schon am Ende ist, noch mehr quälen können. Davon weiß auch David ein Lied zu singen:

„Sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken für meinen Durst.“

Tausend Jahre nach David spielt dieser Satz in der Geschichte von Jesus noch einmal eine Rolle. Als Jesus am Kreuz hängt, leidet er in der Mittagshitze quälenden Durst, und man bietet ihm ein Getränk an, das seine Qualen nur noch verschlimmern würde: Essigwein mit Galle. Der Sohn Gottes selber muss erleiden, was David hier beklagt.

Im Schicksal Jesu wiederholen sich übrigens auch andere Einzelheiten aus unserem Psalm: zum Beispiel, dass seine Familie ihn zuerst nicht versteht und ablehnt. Ich finde das tröstlich. Was David damals erleidet, was wir selber erleiden müssen, das war und ist nicht nur unser privates Problem, mit dem wir ganz allein fertig werden müssten. Unser menschliches Leid geht Gott direkt an, Gott selber spürt es hautnah am eigenen Leibe.

„Ich aber bin elend und voller Schmerzen.“

Jeder, der so weit ist, dass er das von sich sagen muss, ist also nicht allein mit diesen Schmerzen; schon David hat so vor Gott geklagt, und sogar der Sohn Gottes weiß, wie sich eine so verzweifelte Situation anfühlt. Trotzdem verzweifelt David nicht, trotzdem verliert Jesus nicht sein Gottvertrauen; beide vertrauen im tiefsten Elend auf Gottes Hilfe:

„Gott, deine Hilfe schütze mich!“

Wunderbar ist: David erfährt wirklich Hilfe von Gott. Es wird nicht beschrieben, wie ihm geholfen wird. Anscheinend spürt er, dass er doch nicht allein ist. Es mag ihm bewusst werden, dass er nicht nur Feinde hat, sondern dass Gott ihm auch Freunde schenkt. Oder er kann Vergebung annehmen. Vielleicht hilft ihm schon, dass er sich nicht schämen muss, schwach zu sein, sondern dass er ruhig seine Klage aussprechen darf.

Auch Jesus, der am Kreuz klagt: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen!“, erfährt offenbar gerade so die Nähe seines Vaters im Himmel, denn er sagt am Ende: „Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände.“ So können auch wir in größter Not uns Gott anvertrauen; wir sind niemals allein, sogar in unserer Verzweiflung nicht.

Weil David die Hilfe Gottes spürt, kann er am Ende seines Psalms Gott loben:

„Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied und will hoch ehren mit Dank. Das wird dem HERRN besser gefallen als ein Stier, der Hörner und Klauen hat.“

Mit Liedern und Dankgebeten dankt König David Gott für seine Hilfe, nicht mit den damals üblichen Tieropfern. Gott mag keinen frommen Krampf, den man ihm vorzuweisen versucht, um ihn zu beeindrucken: Sieh her, was für ein toller Mensch ich bin! Nein, Gott freut sich über dankbare Menschen. Über Menschen, die im Vertrauen auf ihn ein getrostes, zufriedenes, von Liebe erfülltes Leben führen. Und das gilt nicht nur für Menschen, die ein glückliches Leben führen, nein, getrost und zufrieden kann man auch werden mitten in schweren Zeiten. David betont das ausdrücklich:

„Die Elenden sehen es und freuen sich, und die Gott suchen, denen wird das Herz aufleben.“

Das Herz wird auch uns aufleben, wenn wir Gott suchen und spüren, dass Gott schon lange auf der Suche nach uns gewesen ist. Gott kommt uns entgegen, wenn wir unsere Sorgen vor ihn bringen, wenn wir vor ihm unser Herz ausschütten. Gott liebt uns, hört uns, vergisst uns nicht. Amen.

Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben. Amen.
Lied 618:

1. Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl, das macht die Seele still und friedevoll. Ist’s doch umsonst, dass ich mich sorgend müh, dass ängstlich schlägt das Herz, sei’s spät, sei’s früh.

2. Du weißt den Weg ja doch, du weißt die Zeit, dein Plan ist fertig schon und liegt bereit. Ich preise dich für deiner Liebe Macht, ich rühm die Gnade, die mir Heil gebracht.

3. Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht, und du gebietest ihm, kommst nie zu spät. Drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug, du weißt den Weg für mich, das ist genug.

Großer Gott, lass auch uns unser Herz ausschütten vor dir wie König David. Lass uns beklagen, was uns auf der Seele liegt, unsere Traurigkeit und unser Angst, unsere Schuld und unseren Zorn über so viel Bosheit in der Welt. Lass uns auch das Danken nicht vergessen, denn du schenkst uns so viel unser Leben hindurch und an jedem neuen Tag. Bewahre uns die schönen Erinnerungen und hilf uns, die schweren Zeiten, die hinter uns liegen, loszulassen.

In der Stille bringen wir vor Gott, was wir ganz persönlich außerdem auf dem Herzen haben:

Gebetsstille und Vater unser
Lied 533: Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand

Empfangt Gottes Segen:

Der Herr segne euch und behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch seinen Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

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