Wenn wenig da ist, dankbar sein!

Jesus sagt nicht: Ach, das ist aber wenig! Sondern er dankt Gott, seinem Vater. Und aus diesem Vertrauen heraus, aus diesem Dank heraus, wächst dann das Wunder: alle haben reichlich zu essen, alle werden satt, und es bleibt sogar noch etwas übrig. Und Jesus fordert auf, die Reste sorgfältig einzusammeln, damit nichts verdirbt. Eine eindrückliche Mahnung für unsere Wegwerfgesellschaft.

Wer für wenig dankbar ist, kann auch teilen: Drei Kinder sitzen nebeneinander und teilen etwas miteinander

Wer für wenig dankbar ist, kann auch teilen (Bild: aamiraimer – pixabay.com)

#predigtGottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitatis, 21. Juli 1985, um 9.30 Uhr in Beienheim und um 10.30 Uhr in Heuchelheim und um 13.00 Uhr in Dorn-Assenheim

Im Gottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitatis begrüße ich Sie und Euch herzlich in unserer Kirche! In diesem Gottesdienst geht es um den Hunger nach dem Brot des Lebens.

Lied EKG 233 (EG 326), 1-3:

1. Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der alle Wunder tut, dem Gott, der mein Gemüte mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt. Gebt unserm Gott die Ehre!

2. Es danken dir die Himmelsheer, o Herrscher aller Thronen; und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre!

3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit seiner Güte walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht, ist alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre!

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

Jesus Christus spricht (Johannes 6, 35):

Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste, wie es war von Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Gott, du bietest uns das Brot des Lebens an, aber wir fragen: Was ist das für ein Brot? Du sagst: Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern! und wir denken: Wir haben doch sowieso genug zu essen. Du sagst: Wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten! und wir zweifeln: Kann der Glaube wirklich unseren ganzen Lebensdurst stillen? So jedenfalls sprichst du, Gott, zu uns durch Jesus Christus: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit.“

Gott, lass uns klar werden, dass und wie wir dich brauchen. Zeige uns, dass du die Antwort auf unsere Fragen weißt, dass du unseren Hunger nach Leben stillen kannst – vielleicht nicht wie wir wollen, sondern wie es nach deinem Willen gut für uns ist. So vertrauen wir uns dir an durch Jesus Christus, unseren Herrn. „Amen.“

Wir hören die Lesung aus dem Evangelium nach Johannes 6, 1-15 (GNB):

Danach fuhr Jesus über den See von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie erlebt hatte, wie er die Kranken heilte. Jesus stieg auf einen Berg und setzte sich mit seinen Jüngern. Es war kurz vor dem Passafest. Jesus blickte auf und sah die Menschenmenge auf sich zukommen. Er wandte sich an Philippus: „Wo können wir genügend Nahrung kaufen, damit alle diese Leute satt werden?“ Das sagte er, um Philippus auf die Probe zu stellen. In Wirklichkeit wusste er schon, was er tun würde. Philippus antwortete: „Man müsste für über zweihundert Silberstücke Brot kaufen, wenn jeder wenigstens eine Kleinigkeit erhalten sollte.“ Andreas, ein andrer Jünger, der Bruder von Simon Petrus, sagte: „Hier ist ein Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische. Aber was hilft das bei so vielen Menschen?“ „Sorgt dafür, dass die Leute sich setzen“, sagte Jesus. Sie setzten sich in das dichte Gras, das dort den Boden bedeckte. Es waren ungefähr 5000 Männer. Jesus nahm die Brote, dankte Gott und verteilte sie an die Menge. Mit den Fischen tat er dasselbe, und alle hatten reichlich zu essen. Als sie satt waren, sagte er zu seinen Jüngern: „Sammelt die Brotreste auf, damit nichts verdirbt.“ Sie taten es und füllten zwölf Körbe mit den Resten. So viel war von den fünf Gerstenbroten übriggeblieben. Als die Leute sahen, was Jesus vollbracht hatte, sagten sie: „Das ist bestimmt der Prophet, der in die Welt kommen soll!“ Jesus wusste, dass sie nun bald an ihn herantreten würden, um ihn mit Gewalt zu ihrem König zu machen. Deshalb zog er sich ganz allein wieder auf den Berg zurück.

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja! „Hallelula, Halleluja, Halleluja!“

Lied EKG 227 (EG 320) 1-6:

1. Nun lasst uns Gott dem Herren Dank sagen und ihn ehren für alle seine Gaben, die wir empfangen haben.

2. Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein uns geben; dieselben zu bewahren, tut er nie etwas sparen.

3. Nahrung gibt er dem Leibe; die Seele muss auch bleiben, wiewohl tödliche Wunden sind kommen von der Sünden.

4. Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben; Christus, für uns gestorben, der hat das Heil erworben.

5. Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl dient wider alles Unheil; der Heilig Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen.

6. Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, geschenkt das Leben. Im Himmel solln wir haben, o Gott, wie große Gaben!

Gnade und Friede sei mit uns allen von Gott, unserem Vater, und Jesus Christus, unserem Herrn. Amen.

Zur Predigt hören wir einige weitere Verse aus Johannes 6, 25-27 (GNB). Am nächsten Tag machen sich die Leute auf die Suche nach Jesus:

Sie fanden Jesus tatsächlich auf der anderen Seite des Sees und fragten ihn: „Wann bist du hierhergekommen?“ Jesus antwortete: „Ich weiß genau, ihr sucht mich nur, weil ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid. Doch ihr habt nicht verstanden, dass meine Taten Zeichen sind. Bemüht euch nicht um Nahrung, die verdirbt, sondern um Nahrung, die für das ewige Leben vorhält. Diese Nahrung wird euch der Menschensohn geben, denn Gott, der Vater, hat ihn dazu ermächtigt.“

Liebe Gemeinde!

Das wäre eine Schlagzeile für die BILD-Zeitung gewesen, wenn es damals schon eine gegeben hätte: „Jesus macht Brot für 5000 Mann!“ Und als Untertitel: „Jetzt muss Jesus König werden!“ Ein Wunder, das Jesus getan hat, wurde von der Menschenmenge als Sensation aufgenommen; Jesus wurde als Führer bejubelt, der den Massen Brot gibt und dann ebenso gut auch die Römer, die verhassten Unterdrücker, verjagen könnte.

Aber als Jesus die Absicht des Volkes merkt, ihn zum König machen zu wollen, da zieht er sich zurück. Sie laufen ihm dennoch nach, finden ihn auch und fragen ihn ganz unverfänglich: „Wann bist du hierhergekommen?“ Aber Jesus möchte jetzt nicht mehr um den heißen Brei herumreden und spricht sie direkt auf Ihr Missverständnis an: „Ihr habt nicht verstanden, dass meine Taten Zeichen sind.“

Auch wir missverstehen Jesus, wenn wir in ihm nur den großen Brotmacher, den Wundertäter, den Zauberkünstler sehen. Dann müssten wir uns automatisch fragen, warum er dann nicht alle Menschen, die hungern, auf die gleiche Weise satt nacht, warum er so ein Wunder nur ein oder zweimal getan hat.

Wir verstehen auch die ganze Geschichte von der Speisung der 5000 nicht, wenn wir als moderne Menschen auf die Frage fixiert bleiben: Kann dieses Wunder so geschehen sein oder nicht? Für den Evangelisten Johannes ist es keine Frage: Jesus, als Sohn des allmächtigen Gottes, kann solche Wunder tun. Aber interessanterweise legt er gar keinen besonderen Wert auf das Wunder als solches. Er betont vielmehr, dass die Leute dieses Wunder ja gerade missverstehen. Es kommt also alles darauf an, diese Tat Jesu als ein Zeichen zu verstehen. Aber wie?

Einen allgemeinen Hinweis finden wir in der Erläuterung Jesu zu seinem Wunder: „Bemüht euch nicht um Nahrung, die verdirbt, sondern um Nahrung, die für das ewige Leben vorhält.“ Dieses Wort erinnert an ein anderes Wort Jesu (Matthäus 4, 4):

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jedem Wort, das Gott aus dem Mund Gottes geht.

Wenn Jesus also dort am See Tiberias 5000 Leute satt macht, ist das ein Zeichen dafür, dass Jesus Menschen noch auf eine ganz andere Art satt machen kann. Die Bibel ist der Überzeugung, dass Jesus den geistlichen Hunger aller Menschen stillen kann.

Menschen, die sich fragen, wozu sie auf der Welt sind. Menschen, die innerlich leergebrannt sind. Menschen, die in seelischen Nöten nicht aus noch ein wissen. Menschen, die zusammenbrechen unter ihren Lasten. Menschen, die einsam sind und sich zu nichts mehr nütze fühlen; Menschen, die sich von den anderen beiseitegedrängt und verachtet vorkommen. Alle diese Menschen haben Hoffnung durch Jesus. Warum ausgerechnet durch ihn?

Weil Jesus der Sohn Gottes ist. Das ist das eigentliche Wunder an der Geschichte Jesu; Jesus ist nicht nur ein Mensch, einer von Fleisch und Blut wie wir, einer zum Anfassen, einer, der geboren wurde und sterben musste. Jesus ist zugleich auch – Gott. Einer, der das Wesen Gottes vollkommen widerspiegelte, der deswegen nicht von Sünde und Schuld korrumpiert wurde, der darum die Liebe vollkommen leben konnte und dem kein einzelnes Menschenschicksal gleichgültig war.

Menschen, die vielleicht gar nichts davon wissen wollen, dass ihre Lebensprobleme mit ihrem Verhältnis zu Gott zusammenhängen, werden durch Jesus mit Gott selbst konfrontiert. Menschen, die sich Gott vielleicht in bestimmter fester Weise vorgestellt haben, werden durch Jesus damit konfrontiert, dass Gott nicht nur oben, sondern auch unten, unter den Menschen sein kann.

Darum geht‘s in der Bibel, um dieses eine, wirkliche Wunder geht es immer wieder: dass Jesus zugleich wahrer Mensch und wahrer Gott ist und dass wir an ihm ablesen können, was ist ein wahrer Mensch? was ist unsere Bestimmung als Menschen, die wirklich menschlich leben wollen? und zugleich auch: wer ist unser wahrer Gott? wem dürfen wir wirklich vertrauen im Leben und im Sterben?

Das ist eine allgemeine Antwort auf die Frage: Wofür ist das Wunder Jesu ein Zeichen? Diese Antwort würde wohl für jedes Wunder Jesu gelten: dass in der Person Jesu Gott selbst zu uns kommt und sein Lieben zeigt – als annehmende und anspornende Liebe, als Liebe auch im heiligen Zorn und in der Vergebung.

Was kann uns nun das Speisungswunder im Besonderen über Jesus sagen – zeichenhaft – über das hinaus, was die Menschenmenge in Jesus sieht: den Wundertäter, den Führer der Massen, der allen Brot gibt? Was wird in dieser Geschichte über das Wesen Jesu deutlich, dieses Menschen, der zugleich ein ganzer Mensch ist und zugleich auch ganz wahrer Gott?

Folgendes fällt mir in der Geschichte auf: Zuerst, dass Jesus das leibliche Wohlergehen der Menschen nicht gleichgültig ist. Es geht ihm zwar, wie er später sagt, darum, dass ihr Hunger nach ewigem Leben gestillt wird, aber er spielt diesen geistlichen Hunger nicht gegen den leiblichen Hunger aus. Jesus ist vielmehr ein lebendes Beispiel dafür, wie Leib und Seele zusammengehören. Während die Jünger sich Sorgen machen, ob eine so große Menschenmenge versorgt werden kann, während sie Angst haben um ihr Geld, das gar nicht reichen wird für so viele, vertraut Jesus gelassen darauf, dass durch Gott, seinen Vater im Himmel, schon gesorgt ist auch für so viele Menschen.

Es gibt eine Erklärung für dieses Wunder, die mir sehr einleuchtet, obwohl Johannes ganz bestimmt an eine übernatürliche Brotvermehrung denkt. Wenn jemand erst einmal den Anfang damit macht, keine Angst mehr um sein eigenes Geld zu haben und stattdessen zu teilen, dann bleibt es auch nicht bei dem einen Jungen, der seine Brote und seine Fische herausrückt. Dann sind viele unter den 5000 bereit, ihre Proviantsäcke hervorzuholen und mit denen zu teilen, die nichts dabei haben.

Wichtig ist dabei auch, dass Jesus dankt für die Brote und die Fische. Er sagt nicht: Ach, das ist aber wenig! Sondern er dankt Gott, seinem Vater. Und aus diesem Vertrauen heraus, aus diesem Dank heraus, wächst dann das Wunder: alle haben reichlich zu essen, alle werden satt, und es bleibt sogar noch etwas übrig.

Und jetzt wird wieder nicht so reagiert, wie wir es heute im Überfluss häufig tun: „Wir haben‘s ja! Jetzt gehn wir in die Vollen! Jetzt brauchen wir nicht mehr zu sparen!“ Sondern Jesus fordert auf, die Reste sorgfältig einzusammeln, damit nichts verdirbt. Eine eindrückliche Mahnung für unsere Wegwerfgesellschaft, angesichts eines Überflusses, der uns mehr und mehr langweilt, statt uns zu befriedigen, angesichts von Müllbergen und Umweltproblemen, die uns über den Kopf wachsen.

Wenn wenig da ist – dankbar sein! Das ist in unseren Verhältnissen vielleicht eine Mahnung, die hilfreich sein kann für unser geistliches Leben. Wenn wenige in der Kirche sind – nicht jammern: ach, nur so wenig! Sondern Gott danken für jeden einzelnen, der nach Gott fragt. Und so wie sich bei der Speisung die Leute ins Gras setzen, wahrscheinlich in kleinen Gruppen, in kleinen Tischgemeinschaften, so kann es auch kleine Tischgemeinschaften, Gesprächs- und Gebetsgemeinschaften in unserer Gemeinde geben, um geistlich satt zu werden.

Und wenn viel da ist, können wir sammeln und teilen. Sammeln zum Beispiel für Brot für die Welt, teilen mit den Hungernden in den armen Ländern der Erde. Die Fernsehanstalten und die Rockmusikszene haben uns in diesem Jahr vorgemacht, wieviel Hilfsbereitschaft zu wecken ist z. B. für Afrika, wenn man nur davon überzeugt ist, dass Hilfe nötig ist und dass keine Ausrede zählt.

Der Schriftsteller Heinrich Böll, der in diesen Tagen gestorben ist, hat in dieser Hinsicht große Hoffnungen auf die 800 Millionen Christen auf dieser Erde gesetzt. Er schrieb einmal: „Unter Christen ist Barmherzigkeit wenigstens möglich, und hin und wieder gibt es sie: Christen; wo einer auftritt, gerät die Welt in Erstaunen. 800 Millionen Menschen auf dieser Weit haben die Möglichkeit, die Welt in Erstaunen zu setzen… Ich glaube an Christus, und ich glaube, dass 800 Millionen Christen auf dieser Erde das Antlitz dieser Erde verändern könnten.“ So weit Heinrich Böll.

Ich glaube, wir kommen nicht darum herum, uns ganz ernsthaft zusammenzutun und uns zu fragen: was ist eigentlich mit uns los, mit uns Christen? Missverstehen wir Jesus auch – als mehr oder weniger langweiligen Religionsführer?

Jesus will uns als Menschen, die lernen, Gott zu danken, auch für Weniges. Die lernen, zu empfangen, angewiesen zu sein auf seine Liebe. Die lernen, mit Überfluss so umzugehen, dass auch andere etwas davon haben. Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.
Lied EKG 233 (EG 326), 4-6:

4. Ich rief zum Herrn in meiner Not: »Ach Gott, vernimm mein Schreien!« Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre!

5. Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre!

6. Wenn Trost und Hilf ermangeln muss, die alle Welt erzeiget, so kommt, so hilft der Überfluss, der Schöpfer selbst, und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre!

Lasst uns beten!

Gott, im Überfluss zu danken, ist vielleicht schwerer als in Notzeiten. Denn wir sind häufig verwirrt darüber, was wirklicher Reichtum und wirkliche Armut ist. Manches, was zu viel ist, tut uns und unseren Kindern nicht gut, und in materiellem Wohlstand kommt unsere Seele häufig zu kurz. Darum lass uns danken für das, was wir wirklich brauchen und auch immer wieder bekommen: ein hilfreiches Wort, die Stunde des Spiels mit den Kindern, das Telefongespräch, das uns weiterbringt, das Essen, dass wir mit Genuss verzehren, die Predigt, die uns einen guten Gedanken ins Herz setzt, und vieles andere mehr.

Und um solche Erfahrungen bitten wir auch, jeden Tag. Vor allem auch um den Mut, auf andere Menschen zuzugehen – sei es mit gefüllten, sei es auch mit leeren Händen. Zeig uns, dass wir aufeinander angewiesen sind, dass wir uns nicht voreinander verstecken müssen, auch nicht, wenn wir Sorgen haben. Um den Mut zum Gespräch bitten wir dich – in unserer Gemeinde, in den Familien, in der Nachbarschaft, im Verein, im Kollegenkreis. Wir brauchen den Mut, uns viel öfter auch mit unseren Sorgen oder Sehnsüchten zu zeigen, weil wir sonst verhärtet werden und einsam bleiben. Alles, was uns heute in diesem Gottesdienst noch bewegt, bringen wir im Gebet vor dich, indem wir mit den Worten beten, die Jesus uns gelehrt hat:

Vater unser
Lied EKG 227 (EG 320), 7+8:

7. Wir bitten deine Güte, wollst uns hinfort behüten, uns Große mit den Kleinen; du kannst’s nicht böse meinen.

8. Erhalt uns in der Wahrheit, gib ewigliche Freiheit, zu preisen deinen Namen durch Jesus Christus. Amen.

Abkündigungen und Segen

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