Markusbrief: „Vom Glauben als Vertrauen“

Eine Einladung von Markus an Demas, den befreienden Gott der Bibel kennenzulernen. Auf einen fiktiven Demasbrief, den ein am christlichen Glauben zweifelnder Freund an den Apostel Paulus schrieb, antworte ich mit einem Markusbrief. Ich gehe auf die Zweifel des Demas ein, indem ich meine Gedanken aus der Situation des Evangelisten Markus heraus (so, wie ich sie mir vorstelle) formuliere.

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Berufung auf den radikalen Weg der Liebe

Nachdem Frank-Tilo Becher am 28. Oktober 2018 als Direktkandidat der SPD in den Hessischen Landtag gewählt und von seinen Pflichten im kirchlichen Dienst entbunden wurde, gab er in seiner Abschiedspredigt als Dekan des Evangelisches Dekanats Gießen eine spannende Antwort auf die Frage, ob er damit seiner Berufung zum Pfarrer untreu werde oder einer neuen Berufung folge.

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Perfekt wie Gott im Himmel?

Jesus ruft zum faustlosen Widerstand auf. „OK, du  willst, dass ich dir dein Zeug eine Meile weit trage? Ist wohl zu schwer für dich. Komm her, ich geh mit dir sogar zwei Meilen weit.“ Behandle also den, der dich zwingt, so, als hätte er dich um Hilfe gebeten. So zu handeln, kommt mir stärker vor, als wenn man einfach zurückschlägt.

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„Völlig ausgetan“? Auf Diamanten bauen!

Wir können „völlig ausgetan“ sein, zu keinen Taten mehr fähig. Unsere alten Kräfte, unser alter Stolz, die alten Baumaterialien unseres Lebens haben versagt. Neue Kräfte werden frei, wenn wir nicht alles ohne Hilfe ganz allein schaffen müssen. Es mögen nur kleine Kräfte sein, aber sie sind wie Diamanten, die auch klein, aber viel wertvoller sind als Holz, Heu oder Stroh.

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Nappi und die Feindesliebe

Bild: Helmut Schütz

Handpuppenszene im Stuhlkreis der Kita-Kinder im Kinder- und Familienzentrum der Evangelischen Paulusgemeinde Gießen. Nappi: Hallo, Kinder, ich will euch auch mal besuchen! Wisst ihr, wer ich bin? * * * Ich bin Nappi. Eigentlich gehöre ich zur Familie der Schnappis, aber als ich klein war, konnte ich Sch-nappi nicht aussprechen und hab Nappi gesagt, darum heiße ich nur Nappi.

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Kain und Abel im Dialog der Religionen

Im christlichen Kommentar zu Kain beginnt der Teufel seine dunkle Existenz in uns zu fristen, wo wir finster unseren Blick senken und uns Gott und unserem Nächsten gegenüber verschließen. Im Koran zeigt Gott dem Kain durch einen Raben, dass er dem getöteten Bruder wenigstens die letzte Ehre erweisen und so den ersten Schritt auf dem Weg der Reue gehen kann.

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Opfer?

Zur Opferhand mit dem Victory-Zeichen meinte ein Pfarrer-Kollege: Viele Jugendliche würden das Wort „Opfer“ nur noch als Schimpfwort kennen. Dass das Bild etwas mit dem Tod Jesu am Kreuz zu tun haben soll, könne man nur begreifen, wenn man zehn Semester Theologie studiert hätte. Aber unsere Konfis haben bewiesen, dass man auch ohne Theologiestudium etwas mit diesem Bild anfangen kann.

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In Gedanken, Worten, Taten „sauber“ bleiben

Der Epheserbrief warnt vor Unzucht, Unreinheit und Habsucht. Unzucht heißt, einen anderen Menschen nur wie einen Gegenstand zu benutzen, seine Würde mit Füßen zu treten. Unreinheit ist die Beschmutzung der eigenen Seele durch Unehrlichkeit und Hintergedanken und durch die Beleidigung anderer. Das Thema Habsucht ist aktuell, weil unser ganzes Wirtschaftssystem darauf aufbaut, dass jeder möglichst viel verdienen will und soll.

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Mit ungeteiltem Herzen

Bild: Helmut Schütz

Vollkommen sein heißt nicht, perfekt und ohne Fehler zu sein. Das würde uns überfordern. Jesus meint mit „vollkommen“ das Gleiche wie „thammim“ oder „schalem“ im Alten Testament: Wir sind als Person „ganz“ und dürfen „im Frieden“ leben, nicht zerrissen zwischen egoistischen Wünschen und fremden Ansprüchen. Aufrecht dürfen wir gehen auf Gottes Wegen, denn Gott traut uns zu, barmherzig zu sein.

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Israel und Jesus: erstgeboren und eingeboren

Israel ist der erstgeborene Sohn Gottes. Jesus ist Gottes „eingeborener“ Sohn, denn er verkörpert in einzigartiger Weise den Namen des Gottes Israels – als Erstgeborener einer neuen Schöpfung inmitten aller anderen Geschöpfe Gottes. In diesem Gottesdienst findet auch ein Totengedenken für Frau Kluger statt: „In Ostpreußen geboren, in Pennsyvania gestorben“.

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