Der Mensch aus Gartenerde im Garten Gottes

Niemand weiß, was Leben ist. Warum kann ich mich bewegen, fühlen, denken? Warum bin ich mir bewusst, dass ich hier bin und dass die Außenwelt da ist? Irgendwann werde ich nicht mehr sein, selbst das weiß ich – Leben ist ein Wunder und absolut nicht selbstverständlich. Es ist zum Staunen: einfache Gartenerde wird zum Bild für den Ursprung des Menschen.

Jemand liegt auf der Erde, man sieht nur die Schuhe, auf deren Unterseite Gartenerde klebt

Gartenerde, die an Schuhen klebt – ein Bild für den Ursprung des Menschen (Foto: pixabay.com)

direkt-predigtErntedankgottesdienst am Sonntag, den 10. September 2000, um 10.00 Uhr beim Erntedankfest des Kleingartenvereins „Gartenfreunde“ Waldbrunnenweg e. V.

Herzlich willkommen in diesem etwas ungewöhnlichen Gottesdienst!

Ohne Frau Biedenkopf, Ihre neue Vorsitzende, wäre er nicht zustandegekommen, Sie kam nämlich auf die Paulusgemeinde zu und fragt an, ob es nicht schön wäre, dieses Fest des Kleingartenvereins „Gartenfreunde“ Waldbrunnenweg mit einem Erntedankgottesdienst zu beginnen.

Es ist ein Gottesdienst im ökumenischen Geist, auch wenn heute kein katholischer Pfarrer hier vorne steht. Es ist leider noch so, dass die katholische Amtskirche etwas dagegen hat, um zehn Uhr am Sonntagmorgen ökumenische Gottesdienste zu feiern, ab elf wäre es möglich gewesen, aber wir konnten die Uhrzeit nicht mehr ändern, als wir das erfuhren. Trotzdem, Pfarrer Mäurer, der zur Zeit in der eigenen Kirche die Messe hält, ist mit seinen guten Wünschen bei uns, und ich denke, am wichtigsten ist, dass wir in den Gemeinden nicht aufhören, als katholische und evangelische Christen gut miteinander auszukommen. Ausdrücklich begrüße ich daher zu diesem Gottesdienst heute Menschen aller Konfessionen!

Wir singen zu Beginn das Lied 447, 1-3 und 6-7:

1) Lobet den Herren alle, die ihn ehren; lasst uns mit Freuden seinem Namen singen und Preis und Dank zu seinem Altar bringen. Lobet den Herren!

2) Der unser Leben, das er uns gegeben, in dieser Nacht so väterlich bedecket und aus dem Schlaf uns fröhlich auferwecket: Lobet den Herren!

3) Dass unsre Sinnen wir noch brauchen können und Händ und Füße, Zung und Lippen regen, das haben wir zu danken seinem Segen. Lobet den Herren!

6) O treuer Hüter, Brunnen aller Güter, ach lass doch ferner über unser Leben bei Tag und Nacht dein Huld und Güte schweben. Lobet den Herren!

7) Gib, dass wir heute, Herr, durch dein Geleite auf unsern Wegen unverhindert gehen und überall in deiner Gnade stehen. Lobet den Herren!

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. „Amen.“

Wir beten mit Worten aus den Psalmen 145, 15-16, und 104, 10.12-15.27-30:

Frau Biedenkopf:

15 Aller Augen warten auf dich, Gott, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.

Herr Klauke:

16 Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.

Frau Valentin:

10 Du lässt Wasser in den Tälern quellen, dass sie zwischen den Bergen dahinfließen,

11 dass alle Tiere des Feldes trinken und das Wild seinen Durst lösche.

Herr Löffler:

12 Darüber sitzen die Vögel des Himmels und singen unter den Zweigen.

Pfarrer Schütz:

13 Du feuchtest die Berge von oben her, du machst das Land voll Früchte, die du schaffest.

14 Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, dass du Brot aus der Erde hervorbringst,

15 dass der Wein erfreue des Menschen Herz und sein Antlitz schön werde vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke.

27 Es warten alle auf dich, dass du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit.

28 Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt.

29 Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst du weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder Staub.

30 Du sendest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und du machst neu die Gestalt der Erde.

Amen.

Gott, wenn unser Tisch gedeckt ist, gab es Menschen, die ihn gedeckt haben, die eingekauft und gekocht haben. Wir essen und genießen, und wir arbeiten auch dafür.

Wenn wir einkaufen im Supermarkt oder bei Aldi, dann zahlen wir mit Geld, das wir verdient haben. Wir kaufen dafür Dinge, die wir zum Leben brauchen oder uns einfach gönnen wollen.

Was wir kaufen, ist bereits durch viele Hände gegangen, Landwirte, Fabrikarbeiter, Händler und andere haben dazu beigetragen, dass wir für unser Geld etwas bekommen.

Doch alles, was wir kaufen und verkaufen, was wir ernten, was unsere Hände bearbeiten, das hätten wir nicht ohne Dich, Gott.

Denn Du, Herr, schenkst uns die Erde mit allem, was auf ihr wächst und mit allen Rohstoffen, aus denen wir Menschen so viele Dinge herstellen.

Wenn wir eigenes Gemüse im Garten ernten, wenn wir uns freuen an Blumen und Pflanzen, dann erfahren wir, wie die Arbeit unserer Hände zusammenwirkt mit dem, was wir nicht uns selbst verdanken.

Gott, du schenkst uns alles: die Erde und die Ernte, den Garten und das Wachsen der Pflanzen, das Leben und die Begabungen, die wir haben.

Und wenn wir Kraft haben, etwas zu tun, dann kommt auch diese Kraft von dir. Dafür danken wir dir heute. Amen.

Wir singen Nr. 508, 1-2:

1) Wir pflügen, und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand: der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

2) Er sendet Tau und Regen und Sonn- und Mondenschein, er wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot: es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

Gott gebe uns Worte für unser Herz und ein Herz für sein Wort. Amen.

Liebe Festbesucher, liebe Gemeinde! Es ist herrlich, Erntedankfest hier draußen in der Natur zu feiern, zwischen den Gärten in der Wieseck-Aue. Wie Gott die Welt wunderbar geschaffen hat und dass wir schon von daher ihm alles verdanken, auch das, was wir ernten, dieser Gedanke kommt einem hier wie von selbst.

Ich erzähle Ihnen eine Geschichte nach, die 3000 Jahre alt ist. Kein wissenschaftlicher Bericht, sondern Bilder des Staunens, aus dem 1. Buch Mose – Genesis 4b-9 und 15:

4 Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte.

Wörtlich steht da im hebräischen Urtext: „An dem Tag“ des Erschaffens. So fängt das Staunen an. Ich stelle mir vor, Gott nimmt sich einmal etwas ganz besonderes vor. Wie ein Gartenfreund, der einen ganz besonders schönen Garten anlegen möchte und sich dafür einen ganzen Tag von allem anderen frei hält. Ich weiß heute von der Wissenschaft, dass das Weltall aus einem Urknall heraus entstanden ist. Die Entwicklung der Milliarden Sterne hat dann Milliarden von Jahren gedauert. Aber das sind Erklärungen für meinen Kopf. Mein Herz möchte staunen. Staunen, dass diese Welt überhaupt da ist, Staunen, wie wunderbar sie ist, Staunen über Gott, dem unsere Welt so wichtig ist wie einem Gärtner sein Lieblingsgarten.

Ich stelle mir also diesen Tag vor, als Gott Erde und Himmel macht und sozusagen die Ärmel hochkrempelt, um einen wunderschönen Garten anzulegen.

Die Erde ist schon da, aber sie ist eine Wüste – der Alptraum jedes Gärtners, ohne Wasser, ohne jeden Pflanzenwuchs, öde und trostlos:

5 Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute;

6 aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.

Die Erde vor der Schöpfung, eine Welt ohne Gott, wie ein Garten ohne Pflanzen, ohne Regen, ohne Gärtner. Die Erde ist eine Wüste, wo nichts wächst, kein wildes Naturgesträuch, kein Urwald, und erst recht keine kultivierten Feldpflanzen, denn den Menschen gibt es noch nicht.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es: Nebel, der von der Erde aufsteigt, „aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar“. Diese Nässe macht den Wüstenstaub feucht und knetbar. Lehm entsteht – Urstoff für den Schöpfer, der sich nun als Töpfer betätigt:

7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.

In diesem einfachen Bild fasst die Bibel zusammen, was zum Staunen ist: dass wir Menschen Kinder der Erde sind, von Erde genommen, zu der wir wieder werden sollen. Erdlinge sind wir; im Hebräischen ist das Wort für Mensch – Adam – abgeleitet vom Wort für die Erde: adamah.

Das Material, aus dem unser Körper besteht, stammt nur von der Erde, doch ungeheuer kunstvoll zusammengesetzt, gesteuert von unzähligen Genen, die in jeder Zelle unseres Körpers ihr unablässiges Werk tun. In Millionen von Jahren sind aus niederen Lebewesen nach und nach immer höhere Lebensformen entstanden, bis schließlich der Mensch die Welt der Tiere hinter sich gelassen hat. Und doch besteht der Mensch immer noch aus den gleichen Stoffen, aus denen auch die Tiere bestehen: Kohlenstoffverbindungen, komplizierte Eiweiße. Wenn wir sterben, bleibt von unserem Körper nur tote Materie übrig, Erde, Staub, Asche.

Und warum leben wir? Warum sind wir keine leblose Statue oder Puppe? Auch darauf höre ich staunend eine Antwort: Gott haucht uns seinen eigenen Atem ein, Odem des Lebens.

Niemand weiß ja, was das eigentlich ist, Leben. Warum kann ich mich bewegen, fühlen, denken? Warum bin ich mir bewusst, dass ich hier bin und dass die Außenwelt da ist? Irgendwann werde ich nicht mehr sein, selbst das weiß ich – Leben ist ein Wunder und absolut nicht selbstverständlich.

Es ist zum Staunen: einfache Gartenerde wird zum Bild für den Ursprung des Menschen. Zur Erde muss nur Gottes Atem hinzukommen, und der Mensch wird eine „lebendige Seele“. Menschen aus Fleisch und Blut können fühlen und haben ein Bewusstsein von sich selbst. Erdgebunden und sterblich sind wir und dennoch von Gott mit Leben beschenkt.

Bevor ich noch einen zweiten Teil predige, singen wir gemeinsam das Danklied 321:

1) Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge tut an uns und allen Enden, der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an unzählig viel zugut bis hierher hat getan.

2) Der ewigreiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort.

3) Lob, Ehr und Preis sei Gott dem Vater und dem Sohne und Gott dem Heilgen Geist im höchsten Himmelsthrone, ihm, dem dreiein’gen Gott, wie es im Anfang war und ist und bleiben wird so jetzt und immerdar.

Liebe Gemeinde, vielleicht hat es Sie überrascht, eine der biblischen Schöpfungsgeschichten einmal etwas anders zu hören. Wir Menschen, geformt aus Gartenerde – belebt durch den Atem Gottes. Sie als Gartenfreunde wissen ja, wieviel die Gartenerde hervorbringen kann, sie eignet sich als Bild für das wunderbare Werk, das Gott an uns Menschen vollbringt.

Aber die Geschichte geht noch weiter. Nicht nur ist der Mensch von Erde genommen – er braucht auch zum Leben, was auf der Erde wächst, sonst würde er gleich wieder sterben. Gott schenkt uns die Erde als einen wunderbaren Garten:

Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.

In den Göttersagen anderer Völker gibt es auch Gärten, die von Göttern angelegt werden. Aber die bleiben nur für die Götter reserviert. In der Bibel ist Gott nicht egoistisch: die Erde ist ein Nutzgarten und ein Lustgarten für alle Menschen.

Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen,

und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.

Das meiste im Garten ist verlockend und zugleich gut zu essen, es verspricht Genuss ohne Reue. So ist die von Gott geschaffene Welt, ein Paradiesgarten, in dem kein Mangel herrscht.

So könnte es jedenfalls sein – wenn wir Menschen nicht aus dem Paradiesgarten einen Alptraum machen würden. Auf diese dunkle Wahrheit weisen die beiden geheimnisvollen Bäume hin, die mitten im Garten stehen, der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis. Eigentlich ist es ein und derselbe Baum, wenn wir Menschen ihn stehen lassen als das Symbol für das Leben, das Gott uns schenkt. Aber wenn wir Menschen Gott misstrauen, wenn wir die Früchte vom Baum des Lebens auf eigene Faust erobern wollen, dann wird der Baum des Lebens für uns unerreichbar. Er wird uns zum Baum der Erkenntnis – und zwar der Erkenntnis unserer Sünde, unserer Trennung von Gott. Sünde heißt: ohne Gottvertrauen leben, ohne Liebe leben, das Gegenteil von Dankbarkeit.

Wer aber dankbar lebt, wer Gott vertrauen kann, der erfährt die Erde als Paradiesgarten – den Garten Eden:

Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.

Ein Schlaraffenland ist die Erde nicht. Jeder Garten muss bebaut werden, damit er Frucht bringt, schon der Garten Eden. Der Mensch soll nach seinen Kräften die Erde bebauen und kultivieren, säen und ernten, das Geerntete verarbeiten und zubereiten, damit er satt wird und glücklich leben kann. Ganz wichtig ist auch das Bewahren der Erde, damit aus dem Bebauen des Paradiesgartens kein Raubbau wird.

Wir wissen, dass überall auf der Erde der Mensch diesem Rat nicht gefolgt ist. Da gibt es Raubbau statt Bewahrung der Schöpfung. Umweltzerstörung statt Erhaltung unserer Lebensgrundlagen. Den Egoismus der einen, die auf Kosten der anderen leben. Wir Menschen haben aus dem Paradiesgarten eine Ellbogengesellschaft und einen Kriegsschauplatz gemacht.

Ein Zeichen der Hoffnung ist es, wenn es trotz allem auch heute noch und wieder Menschen gibt, die innehalten und danken. Halt! wir verdanken uns nicht nur uns selbst. Halt! da ist ein Schöpfer, der uns beschenkt. Halt! da ist etwas zum Staunen: wie wunderbar Gott die Welt geschaffen hat und uns mitten drin als die kunstvollsten Geschöpfe mit Verstand und Gefühl und Gewissen. Sie als Kleingärtner verstehen besonders viel davon, was es bedeutet, mit Hingabe zu pflanzen und mit Geduld wachsen zu lassen.

Und in einem Kleingartenverein darf noch mehr wachsen als Blumen und Gemüse – da wachsen noch andere Pflanzen im menschlichen Miteinander: zum Beispiel Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft. Man redet miteinander, wenn man sich im Garten sieht, man feiert zusammen. Einer hilft dem andern, so dass man den Garten nicht unbedingt aufgeben muss, wenn die Kräfte anfangen nachzulassen. So bauen wir gemeinsam am Garten Eden, wenn wir Liebe säen und Hoffnung ernten, wenn Vertrauen unter uns wächst. Amen.

Gottes Friede bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.

Wir singen Nr. 508, 3-4:

3) Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her, der Strohhalm und die Sterne, der Sperling und das Meer. Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst von ihm, das schöne Frühlingswetter und Schnee und Ungestüm. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

4) Er lässt die Sonn aufgehen, er stellt des Mondes Lauf; er lässt die Winde wehen und tut den Himmel auf. Er schenkt uns so viel Freude, er macht uns frisch und rot; er gibt den Kühen Weide und unsern Kindern Brot. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn.

Gott, wir danken dir für Brot und Arbeit, Begleitung und Trost, Liebe und Vertrauen. Und indem wir danken, bringen wir auch unsere Bitten vor dich:

Wir bitten dich, Gott, für Menschen, die in Haushalt und Büro, in der Fabrik und im Garten ihre Arbeit leisten. Dass ihre Tätigkeit sinnvoll ist und dass ihnen die Arbeit nicht über den Kopf wächst.

Wir bitten dich auch für die Arbeitslosen, dass sie ihre Selbstachtung behalten und bei der Arbeitssuche nicht den Mut verlieren.

Wir bitten dich, Gott, für alte Menschen, die Mühe haben, die heutige Welt zu verstehen. Dass Jüngere ihnen Respekt entgegenbringen, dass sie aber auch Verständnis aufbringen für die Jugend.

Wir bitten dich, Gott, für Kinder und Jugendliche, die es oft auch nicht leicht haben in unserer Zeit. Dass sie Zeit und Raum haben für Spaß und Spiel, dass sie Anleitung und Orientierung finden für ihr Leben, dass sie Rücksicht nehmen auf andere.

Schließlich bitten wir dich auch, Gott, für die Menschen, die krank und behindert sind. Dass sie Hilfe finden, dass niemand sie lächerlich macht, dass sie spüren: Ich bin trotz allem ein wertvoller Mensch.

Stille und Vater unser

Wir singen das Lied 322:

1) Nun danket all und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt, dem, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeld’t.

2) Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge tut;

6) Er lasse seinen Frieden ruhn auf unserm Volk und Land; er gebe Glück zu unserm Tun und Heil zu allem Stand.

Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen.
Der Herr sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen.
Der Herr sei hinter dir, um dich vor Bösem zu bewahren.
Der Herr sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst.
Der Herr sei in dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist.
Der Herr sei um dich herum, um dich zu beschützen, wenn andere über dich herfallen.
Der Herr sei über dir, um dich zu segnen. Amen.

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