Jesus – transparent für Gottes Liebe

Was Gott für uns übrig hat und was er von uns verlangt: Liebe.

Es geht im Glauben an Jesus nicht um einen Personenkult. Da wird kein Mensch vergöttert. Ein Mensch wird transparent für das Licht Gottes, das durch ihn hindurchscheint. Darum sieht man Gott selbst, wenn man Jesus ansieht: Man sieht in ihm die Liebe Gottes.

Durchscheinende stilisierte Figur in einem Kirchen- oder Tiffany-Fenster

Durchscheinende Figur (Foto: pixabay.com)

direkt-predigtGottesdienst an Silvester, Sonntag, den 31. Dezember 2006, um 10.00 Uhr in der evangelischen Pauluskirche Gießen

Guten Morgen, liebe Gemeinde!

Ich begrüße Sie am letzten Tag des Jahres 2006 mit dem Bibelwort aus Psalm 103, 8:

„Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte.“

Am Ende eines Jahres besinnen wir uns auf Gott, der die Zeit in seinen Händen hält, und auf seinen Sohn Jesus Christus, der uns den Weg zum Leben zeigt.

Wir singen aus dem Lied 64 die Strophen 1 und 4 bis 6:
Der du die Zeit in Händen hast, Herr, nimm auch dieses Jahres Last und wandle sie in Segen
Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

Gott hat die Zeit in seinen Händen. Ein weiteres Jahr, das er uns anvertraut hat, liegt nun fast hinter uns. In dieser Stunde feiern wir Gottesdienst und beten gemeinsam zu Gott mit dem Psalm 121. Er steht im Gesangbuch unter der Nr. 749. Lesen Sie bitte die linksbündigen Verse, ich lese die nach rechts eingerückten Verse:

Der Herr behütet dich.

1 Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?

2 Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.

3 Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.

4 Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.

5 Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand,

6 dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.

7 Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.

8 Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

Kommt, lasst uns Gott anbeten! „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Gott, nicht an alles denken wir gerne, wenn wir zurückblicken auf das Jahr 2006. Vieles ist passiert, was wir nicht ändern konnten, aber manches haben auch wir selber falsch gemacht. Nicht alles, was wir uns vorgenommen haben, konnten wir auch in die Tat umsetzen. Und jetzt stehen wir da und können die Vergangenheit nicht ungeschehen machen. Wir bitten dich: Hilfe uns ertragen, was wir nicht mehr ändern können. Vergib, was wir falsch gemacht haben. Hilf uns heute und im Neuen Jahr, dir zu vertrauen und auf dich zu hören. Wir rufen zu dir:

Herr, erbarme dich! „Herr, erbarme dich, Christe, erbarme dich, Herr, erbarm dich über uns!“

Dankbar sind wir für die Zeit, die du uns anvertraut hast, jedes Jahr neu. Danke für 365 Tage im Jahr 2006 und dass keiner dieser Tage ohne deine Liebe war! Danke für alles, was uns geschenkt wurde, und für die Liebe, die wir in diesem Jahr weitergeben konnten.

Lasst uns dankbar Gott lobsingen! „Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist gross Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende“.

Der Herr sei mit euch „und mit deinem Geist.“

Großer Gott, schenke uns nun offene Ohren für dein Wort und offene Augen für das Licht deiner Liebe. Hilf uns, dass wir das alte Jahr getrost beenden und in deine Hände zurücklegen. Hilf uns, dass wir das neue Jahr mit Zuversicht und neuer Energie beginnen. Darum bitten wir dich im Namen Jesu Christi, unseres Herrn. „Amen.“

Wir hören den Text zur Predigt aus dem Evangelium nach Johannes 12, 44-50:

44 Jesus aber rief: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat.

45 Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.

46 Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.

47 Und wer meine Worte hört und bewahrt sie nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette.

48 Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht an, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage.

49 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll.

50 Und ich weiß: sein Gebot ist das ewige Leben. Darum: was ich rede, das rede ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja. „Halleluja, Halleluja, Halleluja!“

Glaubensbekenntnis

Am Sonntag nach Weihnachten singen wir aus dem Lied 73 die Strophen 1, 3, 5 und 8:

1. Auf, Seele, auf und säume nicht, es bricht das Licht herfür; der Wunderstern gibt dir Bericht, der Held sei vor der Tür, der Held sei vor der Tür.

3. Gib acht auf diesen hellen Schein, der aufgegangen ist; er führet dich zum Kindelein, das heißet Jesus Christ, das heißet Jesus Christ.

5. Halt dich im Glauben an das Wort, das fest ist und gewiss; das führet dich zum Lichte fort aus aller Finsternis, aus aller Finsternis.

8. Hier ist das Ziel, hier ist der Ort, wo man zum Leben geht; hier ist des Paradieses Pfort, die wieder offen steht, die wieder offen steht.

Gott gebe uns ein Herz für sein Wort und Worte für unser Herz. Amen.

Liebe Gemeinde, der Übergang von einem Jahr zum andern ist für viele der Anlass, um einmal so richtig Krach zu machen. Es wird geböllert und geknallt, nicht nur am Silvesterabend, sondern auch an den Tagen davor und danach. Die meisten tun das wahrscheinlich einfach, weil es ihnen Spaß macht; früher steckte auch noch die Absicht dahinter, mit all dem Heidenlärm die bösen Geister zu vertreiben. Aber an die glauben wir ja als aufgeklärte Menschen des 21. Jahrhunderts nicht mehr, oder etwa doch?

In der Kirche wird am Jahresende ein eher stiller Gottesdienst gefeiert. Er ist ein guter Anlass, um sich klarzumachen, wem unsere Zeit wirklich gehört und wer sie uns schenkt und anvertraut. Wir haben ja erst vor ein paar Tagen das Fest der Geburt Jesu gefeiert, in Jesus ist Gott ist Mensch geworden, und wenn wir das ernst nehmen, dann ist Jesus für uns der wichtigste Mensch auf der Welt.

Aber es ist eine Sache, Weihnachten zu feiern und zu sagen: „Das Kind in der Krippe ist Gottes Sohn!“ und eine ganz andere Sache zu sagen: „Diesem Sohn Gottes, diesem Jesus, vertraue ich mein Leben an.“ Wie soll das gehen, abgesehen von aller Weihnachtsstimmung, sich auf Jesus einzulassen und in ihm Gott zu finden und ihm nachzufolgen?

Wir haben einen Text aus dem Johannesevangelium gehört, in dem Jesus selbst erklärt, in welcher Beziehung er zu Gott im Himmel steht:

44 Jesus aber rief: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat.

45 Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.

Es geht im Glauben an Jesus also nicht um einen Personenkult. Da wird kein Mensch vergöttert. Sondern ein Mensch wird sozusagen transparent für das Licht Gottes, das durch ihn hindurchscheint – so ähnlich wie bei den Martinslaternen oder bei manchen Adventskalendern. Jesus ist ganz wahrer Mensch, aber ein Mensch, der ganz in seiner Aufgabe aufgeht, von Gott in die Welt gesandt zu sein. Jesus ist voll und ganz von Gottes Liebe erfüllt. Darum sieht man Gott selbst, wenn man Jesus ansieht: Man sieht in ihm die Liebe Gottes. Und wer diese Liebe nicht nur sieht, sondern sie auch in sein Leben aufnimmt, der fasst Vertrauen zu Jesus und damit auch zu Gott.

Das Wort „glauben“ heißt hier nicht „meinen“ oder „nicht genau wissen“. Es bedeutet schlicht das Gleiche wie „vertrauen“. Wer an Jesus glaubt, der vertraut ihm, der verlässt sich auf Gott. Jesus sagt daher:

46 Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.

Gemeint ist hier, dass Menschen ohne Liebe in einer Finsternis leben, die man mit keinem Scheinwerfer dieser Welt hell bekommen kann. Diese Finsternis kann viele Namen haben: Sinnlosigkeit, Schuldgefühle, Verzweiflung, Leben ohne Hoffnung. Manche nennen ihre Finsternis auch Hölle oder sie fühlen sich bereits hier auf der Erde so, als seien sie tot. Für Menschen, die in solcher Finsternis leben oder von ihr bedroht sind, ist Jesus in die Welt gekommen. Denn er bringt Gottes Liebe in die Welt für alle, die im Licht dieser Liebe leben wollen.

Eigentlich klingt das ganz einfach. Doch vielen Menschen fällt es schwer, sich auf dieses Licht einzulassen. Trotzdem sagt Jesus:

47 Und wer meine Worte hört und bewahrt sie nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette.

Vorher war vom Vertrauen und vom Sehen die Rede gewesen. Wer Jesus sieht, kann in ihm Gottes Liebe erkennen, kann ihm vertrauen. Jetzt ist vom Hören die Rede, also auch von uns. Wir können Jesus ja nicht mehr direkt sehen, er lebt ja nicht mehr sichtbar auf der Erde. Aber seine Worte stehen in der Bibel, die können wir lesen, die können wir uns sagen lassen, auf die können wir hören. Und zwar im doppelten Sinne hören: Mit den Ohren zuhören und auch tun, was Jesus sagt. Das nennt Jesus: die Worte bewahren, sich auf sie einlassen, mit ihnen leben. Wer Worte der Liebe hört und annimmt, gibt auch Liebe an andere weiter. Wer getröstet wird, kann auch andere in den Arm nehmen und trösten. Wer selber weiß, wie weh einem böse Worte tun können, der wird hoffentlich auf Jesus hören, wenn er sagt (Lukas 6, 31):

Wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!

Doch Jesus weiß, dass es auch Menschen gibt, die seine Worte zwar kennen, aber nicht bewahren. Er ist traurig darüber, aber offenbar kann nicht einmal er das ändern. Jesu Liebe ist ohne Grenzen, aber wenn jemand für diese Liebe nicht aufgeschlossen ist, dann ist selbst Jesus machtlos: Er kann seine Liebe einem Menschen nur anbieten, nicht aufzwingen. Er hört allerdings nicht auf zu lieben. Wer seine Liebe nicht annimmt, den richtet er ihn; er gibt ihn nicht auf; er will jeden Menschen aus seiner Finsternis retten.

Auch wir sind von Jesus gefragt: Wollt ihr im Licht der Liebe leben oder lieber in der Finsternis des Bösen bleiben? Selbst wenn Jesus uns nicht richten, sondern retten will, es kann böse Folgen haben, seine Worte in den Wind zu schlagen und die Liebe Gottes zu verachten. Irgendwann kann es in unserem Leben zu spät sein, um noch etwas zu ändern (Johannes 12):

48 Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht an, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage.

Der Jüngste Tag, das ist der letzte Tag. Meist versteht man darunter den letzten Tag, bevor die Welt untergeht und Gott eine neue Welt schafft; vielleicht kann man darunter aber auch den letzten Tag verstehen, an dem wir noch die Wahl haben, etwas an unserem Leben zu entscheiden, so oder so. Sehr ernst klingen Jesu Worte: Er redet uns ins Gewissen: Es ist wirklich nicht egal, wie wir mit unserem Leben umgehen. Am Ende zählt nur die Liebe, die wir empfangen und verschenkt haben, alles andere geht verloren. Die Bibel sagt: Was nicht Liebe ist, ist schon gerichtet, steht unter dem Gericht Gottes. Gott will das einfach nicht, dass wir mit bösen Worten Menschen weh tun. Und es tut ihm in der Seele weh, wenn wir uns nicht helfen lassen wollen und deshalb denen Schaden zufügen, die uns am nächsten stehen. Es kommt ein Tag, der letzte Tag, an dem das Wort, das Jesus geredet hat, uns den Spiegel vorhält: „Was hast du nur getan?!“ Was geschehen ist, ist geschehen, ist nicht ungeschehen zu machen. Im Gericht Gottes werden wir das schmerzlich spüren, wird es uns die Seele zerreißen. Ich vertraue darauf, dass die Liebe von Jesus Christus uns auch dann nicht aufgibt, dass er auch dann noch mit offenen Armen vor uns steht, um uns zu vergeben und seine Liebe zu schenken. Aber um den Schmerz der Erkenntnis, was wir uns und anderen damit antun, wenn wir hier auf Erden seine Liebe nicht annehmen, kommt niemand herum.

Vielleicht fragt einer immer noch: Was hat uns Jesus eigentlich zu sagen? Darauf antwortet Jesus vollkommen klar und deutlich:

49 Ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll.

Von einem Gebot redet Jesus, das er von ganz oben bekommen hat. Der Vater im Himmel selbst hat ihm gesagt, und zwar nicht als Vorschlag, sondern als verbindlichen Auftrag, was er tun und reden soll. Allerdings ist dieses Gebot kein Befehl, dem sich Jesus nur widerwillig unterwirft, sondern er akzeptiert es voll und ganz. Denn Jesus sagt:

50 Und ich weiß: sein Gebot ist das ewige Leben. Darum: was ich rede, das rede ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.

Schon für die Juden waren die Gebote Gottes in den Fünf Büchern Mose, die sie Tora nannten, kein unangenehm drückendes Gesetz, sondern die Wegweisung Gottes zum Leben. Jesus bestätigt das. Und er räumt alle Missverständnisse und Hindernisse aus dem Weg, als ob das Gesetz Gottes unbarmherzig sei und als ob nur der gerettet werde, der alle Gebote Gottes aus eigener Kraft befolgen könne. Nein: das Gebot Gottes ist seine Liebe und in dieser Liebe ist das Angebot seiner Vergebung inbegriffen. Du bist geliebt von Gott, darum gilt (Levitikus 19, 18):

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR.

Darin liegt alles, was Gott uns schenkt und aufträgt. Der Apostel Paulus hat dasselbe etwas anders formuliert (Galater 6, 2):

Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen!

So einfach ist es, was Gott für uns übrig hat und was er von uns verlangt: Liebe. Amen.

Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben. Amen.

Wir singen aus dem Lied 441 die Strophen 1 bis 7:

1. Du höchstes Licht, du ewger Schein, du Gott und treuer Herre mein, von dir der Gnaden Glanz ausgeht und leuchtet schön so früh wie spät.

2. Das ist der Herre Jesus Christ, der ja die göttlich Wahrheit ist, mit seiner Lehr hell scheint und leucht‘, bis er die Herzen zu sich zeucht.

3. Er ist das Licht der ganzen Welt, das jedem klar vor Augen stellt den hellen, schönen, lichten Tag, an dem er selig werden mag.

4. Den Tag, Herr, deines lieben Sohns lass stetig leuchten über uns, damit, die wir geboren blind, doch werden noch des Tages Kind‘

5. und wandeln, wie’s dem wohl ansteht, in dessen Herzen hell aufgeht der Tag des Heils, die Gnadenzeit, da fern ist alle Dunkelheit.

6. Die Werk der Finsternis sind grob und dienen nicht zu deinem Lob; die Werk des Lichtes scheinen klar, dein Ehr sie machen offenbar.

Lasst uns beten.

Gott, der du immer warst und immer sein wirst, begleite uns auf dem Weg durch die Zeit. Lass uns auf die Worte deines Sohnes Jesus Christus hören und in ihnen deine Wegweisung zum Leben erkennen und ihr nachfolgen.

Schenke uns deine Liebe. Wir brauchen sie, damit wir den Weg zu den anderen finden und uns nicht voreinander verstecken, damit wir uns in die Augen blicken und nicht übereinander hinwegsehen, damit wir miteinander reden und uns nicht nur um uns selbst drehen.

Führe uns zueinander, dass wir füreinander da sind, dass wir Hilfe annehmen und Hilfe geben, dass wir über Probleme reden und uns auch etwas sagen lassen.

Sei barmherzig mit denen, die im Herzen verletzt und in ihrer Seele wund sind, weil sie mit all ihrer Liebe einem geliebten Menschen nicht helfen konnten. Heile du die schlimmen Wunden und lass sie Trost suchen und annehmen.

Lass uns das Neue Jahr aus deiner Hand nehmen wie jedes Jahr. Gib, dass wir uns nicht unerreichbare Ziele setzen. Hilf uns, die Herausforderungen zu bewältigen, die für uns dran sind.

Wir beten besonders für Frau …, die im Alter von 42 Jahren gestorben ist. Lass sie bei dir im Himmel in Geborgenheit und im Frieden leben und gib ihrem Mann und ihren Kindern alle Hilfe, die sie brauchen, um den Weg der Trauer gehen zu können und ihr Leben zu meistern. Amen.

In der Stille bringen wir vor Gott, was wir außerdem auf dem Herzen haben:

Gebetsstille und Vater unser

Wir singen aus dem Lied 58 die Strophen 11 bis 15:

11. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, lass Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen.

12. Sei der Verlassnen Vater, der Irrenden Berater, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe.

13. Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen.

14. Und endlich, was das meiste, füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe.

15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christen Schare zum sel’gen neuen Jahre.

Abkündigungen

Geht mit Gottes Segen in den Tag und das Neue Jahr:

Der Herr segne euch und er behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch seinen Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

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