Kritik und Selbstkritik im Dialog Christen-Juden

Paulus spricht von Israel nicht so, als ob sein Verhältnis zu seinen Mitjuden ungetrübt sei. Er spricht von Israel aber auch nicht so, als ob Israel für Christen „abzuhaken“ wäre. Heute müssen wir im Dialog auch lernen, Kritik zu üben, ohne zu verdammen und ohne die Selbstkritik zu vergessen.

Die Menora und das Kreuz als Symbol für Juden und Christen

Ohne Bereitschaft zu Kritik und Selbstkritik ist kein Dialog möglich (Bild: pixabay.com)

#predigtGottesdienst zum Israelsonntag am 1.8.1982 (8. Sonntag nach Trinitatis) in Weckesheim und Reichelsheim

Herzlich willkommen zum Gottesdienst in unserer Kirche! Wie in jedem Jahr einmal steht dieser Gottesdienst unter der Thematik „Christen und Juden“. Ein oft unbehagliches Thema – und dennoch ein Thema, das uns nicht loslassen wird und das wir nicht verdrängen dürfen.

Lied EKG 232 (EG 325), 1-2:

1. Sollt ich meinem Gott nicht singen? Sollt ich ihm nicht dankbar sein? Denn ich seh in allen Dingen, wie so gut er’s mit mir mein‘. Ist doch nichts als lauter Lieben, das sein treues Herze regt, das ohn Ende hebt und trägt, die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, also hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm bedeckt, alsobald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat! (Psalm 33, 12)

Herr, wir wollen vor dir unsere Schuld bekennen. Du hast dein Volk Israel erwählt, aber wir meinen als Christen über den Juden zu stehen. Du hast auch uns, Menschen aus allen Völkern, durch Jesus Christus in deine Gemeinde hinein erwählt, aber wir lieben diese unsere Kirche viel zu wenig. Wir kritisieren mit Recht manches, was der Staat Israel tut, aber tun wir es aus Liebe auch zu den Juden? Wir kritisieren mit Recht manches, was Vertreter unserer Kirchen tun, aber tun wir es aus Liebe zu unserer Kirche? Wir haben Grund, um dein Erbarmen zu bitten. Herr, erbarme dich!

Mit großer Liebe hast du uns geliebt, Ewiger, unser Gott, großes, reiches Erbarmen hast du uns erwiesen. Unser Vater, gib in unser Herz, zu begreifen und zu verstehen alle Worte deiner Lehre.

Mit einem jüdischen Gebet wollen wir zu Gott sprechen: Ich rufe zu dir, denn du erhörst mich! Gott, neige dein Ohr zu mir, vernimm mein Wort! Ich vertraue auf dich, Ewiger, ich spreche: Du bist mein Gott. Zu dir, Ewiger, rufe ich, zu meinem Herrn bete ich. Lass dein Angesicht über deinem Knechte leuchten, hilf mir mit deiner Gnade. Höre, Ewiger, und sei mir gnädig, Ewiger, sei mein Helfer! Amen.

Lesung – Lukas 19, 41-48 – über Jesus und die Stadt Jerusalem:

41 Und als er nahe hinzukam, sah er die Stadt und weinte über sie

42 und sprach: Wenn doch auch du erkenntest zu dieser Zeit, was zum Frieden dient! Aber nun ist‘s vor deinen Augen verborgen.

43 Denn es wird eine Zeit über dich kommen, da werden deine Feinde um dich einen Wall aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten bedrängen,

44 und werden dich dem Erdboden gleichmachen samt deinen Kindern in dir und keinen Stein auf dem andern lassen in dir, weil du die Zeit nicht erkannt hast, in der du heimgesucht worden bist.

45 Und er ging in den Tempel und fing an, die Händler auszutreiben,

46 und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: »Mein Haus soll ein Bethaus sein«; ihr aber habt es zur Räuberhöhle gemacht.

47 Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Angesehensten des Volkes trachteten danach, dass sie ihn umbrächten,

48 und fanden nicht, wie sie es machen sollten; denn das ganze Volk hing ihm an und hörte ihn.

Lied EKG 207 (EG 246), 1-4:

1. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ, weil es nun Abend worden ist; dein göttlich Wort, das helle Licht, lass ja bei uns auslöschen nicht.

2. In dieser schwern, betrübten Zeit verleih uns, Herr, Beständigkeit, dass wir dein Wort und Sakrament behalten rein bis an das End.

3. Herr Jesu, hilf, dein Kirch erhalt, wir sind arg, sicher, träg und kalt; gib Glück und Heil zu deinem Wort, schaff, dass es schall an allem Ort.

4. Erhalt uns nur bei deinem Wort und wehr des Teufels Trug und Mord. Gib deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Geduld.

Gottes Gnade sei mit uns allen. Amen.

Wir hören den Predigttext aus dem Brief des Paulus an die Römer 9, 1-5:

1 Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht, wie mir mein Gewissen bezeugt im heiligen Geist,

2 dass ich große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlass in meinem Herzen habe.

3 Ich selber wünschte, verflucht und von Christus getrennt zu sein für meine Brüder, die meine Stammverwandten sind nach dem Fleisch,

4 die Israeliten sind, denen die Kindschaft gehört und die Herrlichkeit und der Bund und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheißungen,

5 denen auch die Väter gehören, und aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit. Amen.

Liebe Gemeinde!

Der Staat Israel ist in den letzten Wochen in die Schlagzeilen der Weltpresse und ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Selbst Freunde Israels wie Heinrich Albertz und Helmut Gollwitzer haben das Verhalten der israelischen Regierung im Krieg gegen den Libanon und gegen die palästinensische Befreiungsbewegung scharf verurteilt. Gerade ein Volk mit den Erfahrungen, die Israel hinter sich hat, sollte doch zwischen legitimer Selbstverteidigung und einem brutalen Krieg gegen die Zivilbevölkerung in Libanon, nur um die heimatlosen Palästinenser entscheidend zu treffen, unterscheiden können. Ob Jesus heute ein zweites Mal zu Israel sagen würde, wie er es damals zu Jerusalem gesagt hatte (Lukas 19, 42):

Wenn doch auch du erkenntest zu dieser Zeit, was zum Frieden dient! Aber nun ist‘s vor deinen Augen verborgen.

Wir hier in Deutschland haben Schwierigkeiten mit Israel und den Juden. D. h. Schwierigkeiten dann, wenn jemand auf sie zu sprechen kommt. Denn eigentlich sind sie uns gleichgültig. Wir kennen sie aus der Bibel, aus dem Geschichtsunterricht, die Älteren kennen Erfahrungen von früher, die Jüngeren kennen Judenwitze – aber wir haben keinen lebendigen Kontakt mit Juden in unserem Land. Während die einen dazu raten, die Beziehung der Deutschen zu den Juden in der Vergangenheit möglichst zu vergessen, sprühen andere die Parole „Nur tote Juden sind gute Juden“ an eine Wand unweit der neuen Krefelder Synagoge. In dieser Situation kann berechtigte Kritik an der israelischen Regierung Wasser auf die Mühlen derer leiten, die vom Antisemitismus im Grunde immer noch nicht geheilt sind.

Aber warum müssen wir überhaupt auf die Juden zu sprechen kommen?

Erstens weil wir lernen müssen, Kritik zu üben, ohne zu verdammen. Nur wenn wir Israelis und Palästinensern das Lebensrecht in einem eigenen sicheren Staat im Nahen Osten zugestehen, hat unsere Kritik Sinn. Nur wenn wir sehen, dass es auch in Israel selbst Stimmen gegen den maßlosen Krieg gibt, die Friedensbewegung „Frieden jetzt“, werden wir vermeiden, zu verallgemeinern. Nur, wenn wir nicht beschönigen, was Deutsche den Juden angetan haben, können wir auch den Israelis abverlangen, dass sie nicht beschönigen, was sie den Libanesen und Palästinensern antun. Nur wenn wir unsere Einstellung gegenüber den Ausländern in unseren Land überprüfen, können wir den Israelis ihre Einstellung gegenüber den Arabern in ihrem Land vorhalten. Kritik wird also immer auch mit Selbstkritik verbunden sein.

Und zweitens müssen wir auf die Juden zu sprechen kommen, ob es uns gefällt oder nicht, weil wir als Christen mit dem Volk der Juden in einer einzigartigen Weise verbunden sind. Das Volk Israel ist Gottes erwähltes Volk, das hat mit Jesus nicht aufgehört, und davon spricht Paulus in dem Abschnitt, den ich vorgelesen habe. Er spricht von Israel nicht so, als ob sein Verhältnis zu seinen Mitjuden ungetrübt sei. Er spricht von Israel aber auch nicht so, als ob es für Christen nicht mehr wichtig wäre, „abzuhaken“ wäre, wie man heute sagt.

Die Mehrheit der Juden hat Jesus nicht als den erwarteten Messias anerkannt, das ist es, was Paulus traurig macht und was ihn von den Juden trennt. Es macht ihn um so trauriger, als er all die vielen Dinge sieht, die er als Christ mit den Juden gemeinsam hat. Ja, er kann sich sein Christsein gar nicht vorstellen, ohne dass es auf den Verheißungen an Israel und auf dem Gesetz Israels aufbaut. Denn letztendlich war Jesus selbst Jude, und sein Reden und Wirken wäre ohne seine Eingebundenheit in die Überlieferungen seines Volkes, des von Gott erwählten Volkes, gar nicht denkbar gewesen. Nicht umsonst heißt es im Matthäusevangelium, dass Jesus das Gesetz des Mose, also die Gebote Gottes, auf gar keinen Fall abschaffen wollte, sondern vielmehr erst erfüllen wollte.

Paulus ist also traurig, weil der Weg seiner Mitjuden und sein eigener auseinandergehen; Jesus hatte ebenso über Jerusalem geweint, weil es sich ihm als Messias verschloss. Wir heute hätten zusätzlich Grund, traurig zu sein und es schmerzlich zu empfinden, dass auch durch die Überheblichkeit der Christen die Trennung der Wege von Juden und Christen vertieft worden ist. Paulus hätte um der Rettung der Juden willen sogar seine eigene ewige Trennung von Christus auf sich genommen. Schämen muss sich unsere Kirche dafür, dass so viele Christen keineswegs sich selber verfluchten Israel zugute, sondern ihre jüdischen Schwestern und Brüder dem Fluch der Verfolgung und Vernichtung überlassen oder tätig oder untätig ausgeliefert haben.

Wo wir nicht zu dieser Trauer, diesem Schmerz, dieser Scham, dieser Buße fähig sind, wo das alles uns zu unbehaglich wird, da wird sich unser Gefühl umwandeln in Gleichgültigkeit oder Verhärtung, in überhebliches Hinweggehen über die Leiden und Erinnerungen anderer, in selbstgerechte Kritik und Verurteilung dessen, was die anderen tun, und zum mindesten in ein unterschwellig wirksames schlechtes Gewissen, das, wenn wir es auch an der Oberfläche abstreiten, uns doch nicht frei und aufrecht gehen lässt.

Heute erst beginnen einige Christen, wieder auf die Juden zuzugehen, und zu schauen, ob wir nicht über das Trennende hinweg auch etwas voneinander lernen können. Allein die Existenz des Volkes Israel (nicht unbedingt des Staates) über zwei Jahrtausende der Zerstreuung und Verfolgung hinweg zeigt, dass Gott zu der Erwählung dieses Volkes steht – nicht weil dieses Volk es besonders verdient hätte, nicht weil die Juden bessere Menschen wären als die Menschen anderer Völker, nicht weil Israel Gott niemals enttäuschen würde – nein: Gott steht zu diesem Volk, weil er hält, was er einmal zugesagt hat, weil er treu ist, auch wenn der Auserwählte die Treue bricht, weil er vergeben kann, auch wenn die Schuld des Bundespartners groß ist. Nur auf die gleiche Weise, weil Gott uns ebenfalls noch hinzuerwählt hat, werden nun auch wir als Christen in den Segen einbezogen, den Gott einst Abraham verheißen hat. Wir haben ebensowenig wie das Volk Israel ein Verdienst daran, dass Gott uns liebt.

Und dass Gott zu seinem Volk steht und auch zu uns als christlicher Gemeinde steht, hat auch eine Kehrseite. Diese Kehrseite ist das Gesetz Gottes. Gott verlangt von seinem Volk und von uns die Einhaltung seiner Gebote. Dass Juden, wo sie ihren Glauben praktizieren, so viel Wert auf das Gesetz legen, ist eine Mahnung an uns, dass wir uns ernsthaft fragen sollten, was unser Glaube denn in unserem Leben für Konsequenzen hat. Was Jesus den Pharisäern vorwarf, war ja nicht, dass sie versuchten, nach dem Gesetz zu leben, sondern dass sie meinten, sich dadurch das ewige Leben verdienen zu können.

Und auch dabei sollten wir uns fragen, wieviel wir uns auf unseren persönlichen Einsatz einbilden und auf unsere überlegenen Einstellungen, ehe wir auf die Juden herabblicken. Wir sind nur dann glaubwürdige Christen, wenn wir uns nichts auf uns einbilden, wenn wir uns im Glauben an die Auferstehung Christi uns von Christus vergeben und uns umbilden lassen. Wozu umbilden? Um nichts anderes zu tun, als das, wonach auch die Juden streben, wenn sie es ernst meinen: nach den Geboten Gottes menschlich zu leben. Darin besteht wie gesagt kein grundsätzlicher Unterschied zwischen Juden und Christen. Nur, dass Christen daran glauben, durch Jesu Auferstehung und Vergebung erst den Zugang zum Gesetz Gottes zu finden.

Und wie ist es mit der Gesetzlichkeit im Judentum und der Pflicht, so viele kleine Gebote beachten zu müssen? Rabbi Simla sagte um das Jahr 300 n. Chr.:

Mose, der das Gesetz gegeben hat, schrieb auf den Willen Gottes hin den Israeliten 613 Gebote vor.

David fasste sie in 11 zusammen (Psalm 15): „Ewiger, wer darf weilen in Deinem Zelte, wer darf wohnen auf Deinem Heiligen Berg? Der ohne Makel wandelt (1) und das Rechte tut (2), Wahrheit sinnet in seinem Herzen (3) und nicht verleumdet mit seiner Zunge (4), dem Freunde nichts Böses antut (5) und seinen Nächsten nicht schmäht (6), den Gottlosen für gering hält (7) und die ehrt, die den Herrn fürchten (8), der seinen Schwur nicht ändert, auch wenn es sein Schaden ist (9), der sein Geld nicht auf Wucher leiht (10) und wider den Unschuldigen sich nicht bestechen lässt.“

Der Prophet Jesaja fasst sie in 6 zusammen (Kap.33): „Wer in Gerechtigkeit wandelt und die Wahrheit spricht, wer Gewinn durch Bedrückung verschmäht, wer seiner Hand wehrt, nach Bestechung zu greifen, wer sein Ohr verstopft, damit es nicht Mordpläne anhöre, und seine Augen schließt, um Böses nicht einmal anzusehen.“

Der Prophet Micha führt sie auf 3 zurück (Kap. 6): „Was gut ist, ist dir gesagt worden, o Mensch! Was der Herr von dir fordert: das Recht tun, Milde lieben und in Demut wandeln vor deinem Gott.“

Der Prophet Jesaja verbessert noch einmal und kommt nur noch auf zwei (Kap. 56): „Beobachtet das Recht und tuet Liebe.“

Der Prophet Amos führt sie auf eins zurück (Kap. 5): „So spricht Gott zum Hause Israel: Suchet mich und lebt.“

Ein Gelehrter merkte dazu an: aus dieser Stelle könnte man schließen, man solle Gott suchen durch die Erfüllung aller Gebote. Achtet darum auf den Propheten Habakuk, der sie alle auf eins zurückführt (Kap. 2): „Der Gerechte wird durch den Glauben leben.“

Wo wir uns als Christen dazu von den Juden anregen lassen, unseren Glauben an Christus konsequent zu leben, da haben wir es nicht mehr nötig, die Juden zu vergessen oder herabzusetzen. Da können wir uns auch auf die Beziehung mit anderen Menschen offen einlassen, mit denen wir uns schwertun – auch wenn so eine Offenheit unbequem ist und schmerzliche Erfahrungen mit sich bringt. Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.
Lied EKG 276, 4-7 (nicht im EG):

4. O Wunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb!

5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte hinauf zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, dass jeder Tag sein Zeugnis gibt: Gott hat mich je und je geliebt.

6. Wer bin ich unter Millionen der Kreaturen seiner Macht, die in der Höh und Tiefe wohnen, dass er mich bis hierher gebracht? Ich bin ja nur ein dürres Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat.

7. Ja, freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmherzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Vater, selbst nicht mein, dein bin ich, Herr, und bleibe dein.

Gelobt seist du, Ewiger, unser Gott und Gott unserer Väter, König, Helfer, Retter und Schild! Du bist mächtig in Ewigkeit, Herr, belebst die Toten, bist stark zum Helfen. Du ernährst die Lebenden mit Gnade, stützest die Fallenden, heilst die Kranken, befreist die Gefangenen und hältst Treue denen, die im Staube schlafen. Du bist heilig, und dein Name ist heilig, und die Gemeinde der Heiligen preist dich jeden Tag. Du begnadest den Menschen mit Erkenntnis und lehrst den Menschen Einsicht: begnade uns von dir mit Erkenntnis und Einsicht! Führe uns, Vater, zurück zu deiner Lehre und lass uns in Umkehr zu dir zurückkehren! Vergib uns, Vater, denn wir haben gesündigt! Gelobt seist du, Ewiger, der du gnädig immer wieder verzeihst. Schaue auf unsere Not! Streite du für uns, erlöse uns bald um deines Namens willen. Heile du uns, so sind wir geheilt. Hilf du uns, so ist uns geholfen. Segne dieses Jahr und seine Erträge, gib Speise allen, die hungern. Höre unsere Stimme, Ewiger, und erhöre uns! Habe Wohlgefallen an deinem Volk und seinem Gebet, dir zu Willen sei sein Dienst. Friedensfülle gib deinem Volk, denn du bist der Herr allen Friedens. Gelobt seist du, Ewiger, der du dein Volk segnest mit Frieden!

Vater unser und Segen

Der unsere Väter gesegnet, der segne diese ganze heilige Gemeinde. Der Heilige, gelobt sei er, halte jede Krankheit von ihnen fern, verzeihe all ihre Schuld und gebe Segen und Gelingen in all ihr Werk. Darauf sprechen wir: Amen.

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