Lebt nur, wer an Jesus glaubt?

„In Jesus haben wir das Leben.“

Der einzige Weg, aus der Botschaft von Jesus keine Keule zu machen, ist, dass wir bei uns selbst anfangen, uns etwas zu erlauben. Wenn Jesus uns frei macht, können wir doch keinen Druck auf andere ausüben. Also: Erlauben wir es Jesus, uns anzunehmen, wie wir sind! Und nehmen wir seine Erlaubnis an, aufzuatmen!

Ein stilisiertes Portrait von Jesus

Lebt nur, wer an Jesus glaubt? Was kann der 1. Johannesbrief mit dieser Aussage meinen? (Bild: pixabay.com)

#predigtAbendmahlsgottesdienst am 2. Sonntag nach Weihnachten, den 4. Januar 2004, um 10.00 Uhr in der evangelischen Pauluskirche Gießen

Guten Morgen, liebe Gemeinde!

Ich begrüße alle herzlich zum ersten Abendmahlsgottesdienst im Neuen Jahr mit dem Wort zur kommenden Woche aus dem Evangelium nach Johannes 1, 14b:

Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

„In Jesus haben wir das Leben“, so lautet das Thema dieses Gottesdienstes, den wir auch mit einem Jesuslied beginnen, Nr. 62 im Gesangbuch:

1. Jesus soll die Losung sein, da ein neues Jahr erschienen; Jesu Name soll allein denen heut zum Zeichen dienen, die in seinem Bunde stehn und auf seinen Wegen gehn.

2. Jesu Name, Jesu Wort soll bei uns in Zion schallen, und so oft wir an den Ort, der nach ihm genannt ist, wallen, mache seines Namens Ruhm unser Herz zum Heiligtum.

3. Unsre Wege wollen wir nur in Jesu Namen gehen. Geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein.

4. Alle Sorgen, alles Leid soll der Name uns versüßen; so wird alle Bitterkeit uns zur Freude werden müssen. Jesu Nam sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt.

5. Jesus, aller Bürger Heil und der Stadt ein Gnadenzeichen, auch des Landes bestes Teil, dem kein Kleinod zu vergleichen, Jesus, unser Trost und Hort, sei die Losung fort und fort.

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

Lasst uns beten mit Worten des 16. Psalms:

1 Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich.

2 Ich habe gesagt zu dem HERRN: Du bist ja der Herr! Ich weiß von keinem Gut außer dir.

3 An den Heiligen, die auf Erden sind, an den Herrlichen hab ich all mein Gefallen.

4 Aber jene, die einem andern nachlaufen, werden viel Herzeleid haben. Ich will das Blut ihrer Trankopfer nicht opfern noch ihren Namen in meinem Munde führen.

5 Der HERR ist mein Gut und mein Teil; du erhältst mir mein Erbteil.

6 Das Los ist mir gefallen auf liebliches Land; mir ist ein schönes Erbteil geworden.

7 Ich lobe den HERRN, der mich beraten hat; auch mahnt mich mein Herz des Nachts.

8 Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; steht er mir zur Rechten, so werde ich fest bleiben.

9 Darum freut sich mein Herz, und meine Seele ist fröhlich; auch mein Leib wird sicher liegen.

10 Denn du wirst mich nicht dem Tode überlassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger die Grube sehe.

11 Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Gott zeigt mir den Weg zum Leben? Aber ich lebe doch! Gibt es noch ein anderes Leben? Kann man denn raus aus seiner Haut? Will ich das überhaupt – etwas Vertrautes aufgeben, nur weil es möglicherweise ein besseres Leben gibt?

Ja, Gott, zeige mir den Weg zum Leben! Wir rufen zu dir:

Herr, erbarme dich! „Herr, erbarme dich, Christe, erbarme dich, Herr, erbarm dich über uns!“

Jesus spricht (Johannes 14, 6):

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Lasst uns Gott lobsingen! „Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende“.

Der Herr sei mit euch „und mit deinem Geist.“

Gott, lass uns hören auf dein Wort, lass uns sehen deine Freundlichkeit, lass uns deine Liebe spüren. Darum bitten wir dich im Namen Jesu Christi, unseres Herrn. „Amen.“

Wir hören den Text zur heutigen Predigt aus dem Brief 1. Johannes 5, 11-13:

11 Gott [hat uns] das ewige Leben gegeben…, und dieses Leben ist in seinem Sohn.

12 Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.

13 Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.

Herr, dein Wort ist unseres Fußes Leuchte und ein Licht auf unserem Wege. Halleluja. „Halleluja, Halleluja, Halleluja!“

Glaubensbekenntnis
Lied 40, 1-4:

1. Dies ist die Nacht, da mir erschienen des großen Gottes Freundlichkeit; das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkelheit, und dieses Welt- und Himmelslicht weicht hunderttausend Sonnen nicht.

2. Lass dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gnadenschein; der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des Kreuzes Nacht.

3. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Seligkeit; wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht noch in gar kurzer Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein Alles sein.

4. Lass nur indessen helle scheinen dein Glaubens- und dein Liebeslicht; mit Gott musst du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht; willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein.

Gott gebe uns ein Herz für sein Wort und Worte für unser Herz. Amen.

Liebe Gemeinde, wie ging es Ihnen mit der letzten Strophe aus dem Lied, das wir eben gesungen haben? „Lass nur indessen helle scheinen dein Glaubens- und dein Liebeslicht; mit Gott musst du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht; willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein.“ Du musst – du darfst nicht – mir macht das schon ein bisschen Druck. „Du musst treu im Glauben stehen!“ „Du darfst nicht mehr dunkel sein!“ Muss man mir immer ansehen, dass ich gläubig bin, erleuchtet von Christus? Muss ein Christ vor Liebe förmlich strahlen? Muss man als Christ erlöst aussehen, wie Friedrich Nietzsche meinte? Mag sein, die Liedstrophe will uns warnen und bewahren vor gewohnheitsmäßigen Jammern und davor, dass wir alles immer nur schlecht reden. Aber es gibt auch seelisches Dunkel, das nicht einfach auf Kommando weggeht. Und der Glaube – er ist doch keine Leistung, die ich erbringe. Schade, wenn der christliche Glaube als erdrückend und als „Muss“ empfunden wird.

Auch im heutigen Predigttext ist mir ein solches „Muss“ in die Augen gesprungen. „Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“ Du musst den Glauben an Jesus haben, sonst bist du verloren? Ist das so gemeint? Wie eine Keule hört sich dieser Satz an: „Wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht!“ Als ob damit gemeint wäre: „Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein.“ Ist es weniger brutal zu denken: „Glaubst du nicht richtig, dann bist du auf ewig in der Hölle verloren!“?

„Ist das etwa nicht so?“, höre ich ernsthafte Christen fragen. „Bleibt ihr landeskirchlichen Pfarrer euren Gemeinden nicht etwas schuldig, wenn ihr diese Seite in euren Predigten verschweigt, dass man das Heil auch verfehlen kann?“

Ich nehme die Anfrage ernst. Und ich weigere mich dennoch, aus dem Evangelium eine Keule zu machen. Denn niemand kommt zu einem wirklich befreiten Glauben, indem man ihm Angst macht.

Was ist eigentlich damit gemeint, dass wir das Leben haben, wenn wir den Sohn Gottes haben? „Gott hat uns das ewige Leben gegeben“, sagt der Johannesbrief, „und dieses Leben ist in seinem Sohn.“ Ja, wie war das damals, als Jesus in Bethlehem geboren wird und in Nazareth aufwächst?

Das Land steht unter einem ungeheuren Druck. Seit Jahrhunderten stöhnt das auserwählte Volk Gottes unter der Herrschaft fremder Großmächte: Assyrer, Babylonier, Perser und Griechen haben sich abgewechselt; im Augenblick wird die Welt von Rom aus regiert. In der Zeit Jesu erwarten viele Juden die Endzeit – Gott muss doch endlich die heidnischen Römer aus dem Land jagen, alle Sünder bestrafen und selbst die Herrschaft übernehmen – in Israel und in aller Welt. Man sehnt sich nach Freiheit und Frieden!

Aber auf welchem Wege kommt die Herrschaft Gottes zum Zuge? Die Zeloten versuchen, das Joch der Römer gewaltsam abzuschütteln. Sie erreichen damit nur, dass die Römer immer grausamer gegen die Juden vorgehen, mit Folterungen und Kreuzigungen. Am Ende wird sogar der Tempel für alle Zeiten zerstört. Die Pharisäer wollen den religiösen und sittlichen Niedergang im Volk aufhalten und achten auf besonders strenge Einhaltung der Gebote, vor allem der Sabbatruhe und der Reinheitsvorschriften. „Haltet euch fern von allen Heiden“ sagen sie, „und auch von den Sündern im eigenen Volk, denn im Endgericht werden nur die Gerechten gerettet.“

Jetzt kommt Jesus und sagt: Auf diese Weise kommt Gottes Herrschaft nicht zum Zuge. Nicht mit Gewalt. Nein, Gewalt widerspricht der Liebe Gottes, die in ihrem Wesen Feindesliebe ist. Und es nützt auch nichts, alle Sünder ausstoßen zu wollen – wer bliebe dann noch übrig? Nein, Gott, liebt sogar die Sünder, er will alle retten, er geht auf sie zu, setzt sich gemeinsam mit Sündern an einen Tisch zum Essen, obwohl er sich damit selber unrein macht. Er schenkt ihnen die Eintrittskarte ins Reich Gottes und sagt ihnen: „Ihr haltet euch nicht an die Gebote und geht daran zugrunde. Ihr sehnt euch nach Treue, lebt aber die Untreue. Ihr sehnt euch nach Liebe, verhärtet aber euer Herz. Lasst euch eure Sünde vergeben und fangt ein neues Leben an!“

Darüber sind die anderen empört, die sich für bessere Menschen halten. Was erlaubt sich Jesus? Auch die guten und gerechten Menschen spricht Jesus an: „Ihr wollt doch Gottes Gebote halten – warum seht ihr denn nicht, wie barmherzig Gott ist? Warum seid ihr so hartherzig gegenüber den Sündern?“ Aber mit ihnen hat Jesus noch viel mehr Mühe als mit den normalen Sündern – sie planen den Tod Jesu und bleiben in ihrer Sünde stecken, die sie nicht einmal erkennen. „Wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht“, hier hat dieses Wort seinen Platz. Wer andern den Zugang zu Gottes Liebe versperren will, versperrt sich selbst den Weg zu Gott.

Diese Geschichte ist aber noch nicht zu Ende. Der Tod Jesu wird nicht nur geplant, sondern Feinde Jesu führen solche Pläne tatsächlich aus. Ausgerechnet die obersten Hüter der Religion im Land tun das, die Hohenpriester. Der mächtigste Politiker im Land spricht das Urteil, Pontius Pilatus. Sogar ein Jünger Jesu ist mitschuldig am Tod Jesu: Judas.

Die Geschichte hat aber eine ganz andere Pointe, als man denken könnte. Damit ist nicht alles sinnlos, was Jesus verkündigt und gelebt hat. Auch in seinem Sterben bleibt Jesus der Sohn Gottes. Gerade in seinem Sterben unternimmt er die wichtigste Tat für uns Sünder: Stellvertretend erleidet er den Tod, den alle Menschen für ihre Sünden verdienen. Noch am Kreuz hängend betet er für die, die ihn quälen und töten (Lukas 23, 34):

Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

Und der Vater antwortet auf das Gebet seines Sohnes. Er weckt ihn aus dem Tode auf und bestätigt damit: Jesus Christus ist in Wahrheit der Sohn Gottes und hat das Recht zu vergeben! So hat uns Gott „das ewige Leben gegeben, und dieses Leben ist in seinem Sohn.“

Dieses ewige Leben fängt nicht erst nach unserem Tode an. Ewiges Leben ist auch nicht einfach das Leben, wie wir es kennen, nur ins Unendliche hinein verlängert. Nein, ewiges Leben ist erfülltes Leben, Leben in Liebe, Leben durch Vergebung, Angenommensein vom ewigen Gott. Ewiges Leben ist sinnvolles Leben: Ich bin im Kontakt mit mir selbst. Ich spüre, was in mir steckt. Ich lasse mich nicht nur treiben im Leben, sondern ich habe Ziele. Ich werde aufmerksam auf andere Menschen. Wir sind füreinander da und wichtig füreinander.

Ein Beispiel: Ewiges Leben fängt da an, wo jemand den Ausstieg schafft aus einer Sucht. An Neujahr erzählte mir jemand von einer jungen Frau, die ihn einmal nach einem Gottesdienst ansprach und ihn um einen Gefallen bat. „Bitte beten Sie mit mir! Ich will frei werden von meiner Alkoholsucht.“ Der Mann tat es, obwohl er nicht wusste, ob es helfen würde. Ein paar Monate später traf er die Frau wieder. Sie hatte es in der Tat seit diesem Gebet geschafft, trocken zu werden und zu bleiben, und sie dankte dem Mann von Herzen. Inzwischen half sie anderen Betroffenen, von ihrer Sucht freizukommen.

Johannes will also wirklich keinen Druck machen. Für ihn ist Jesus die große Erlaubnis zum Leben: „Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.“ Ewiges Leben hat einen Namen, ist verbunden mit dem Namen Jesus Christus, weil es dem allmächtigen Gott gefallen hat, Mensch zu werden in Jesus. Die Erlaubnis, die Jesus den Sündern und den Gerechten seiner Zeit gibt, gilt auch uns: „Ihr habt das ewige Leben, nehmt es an!“ Jeder darf diese Erlaubnis annehmen – jeder darf ewig leben. Niemand muss verloren gehen.

Aber was ist mit denen, die diese Erlaubnis nicht wollen? Die mit Jesus nichts anfangen können? Die sich nicht einlassen wollen auf Vergebung und Neuanfang durch Jesus? Nach Johannes machen sie sich etwas vor. Sie gehen am Leben vorbei, weil sie die Sünde nicht ernst genug nehmen. Entweder die Sünde ist nur ein Thema der anderen wie bei den Pharisäern zur Zeit Jesu. Oder sie halten die Sünde für nicht so schlimm, lebt nicht jeder so dahin? macht nicht jeder, was er will? sind Gottes Gebote nicht längst überholt?

Letzten Endes ist das nun doch eine Anfrage an uns, wenn wir an Jesus glauben. Leben wir anderen Menschen unseren Glauben an Jesus wirklich vor? Schaffen wir es, wie wir vor der Predigt gesungen haben, unser „Glaubens- und Liebeslicht“ hell scheinen zu lassen? Laden wir zum Glauben an Jesus ein, ohne aus dieser Einladung eine Keule zu machen, die wir andern um die Ohren schlagen?

Der einzige Weg, aus der Botschaft von Jesus keine Keule zu machen, ist, dass wir bei uns selbst anfangen, uns etwas zu erlauben. Wenn Jesus uns frei macht, können wir doch keinen Druck auf andere ausüben. Also: Erlauben wir es Jesus, dass er uns annimmt, so wie wir sind! Und nehmen wir seine Erlaubnis an, aufatmen zu können! Denn Gott nagelt uns nicht fest auf dem, was wir falsch machen. Gott vergibt uns, damit wir neu anfangen. Gott liebt mich, und ich darf leben! Amen.

Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben. Amen.
Lied 552: Einer ist unser Leben

Im Abendmahl sind wir eingeladen, das Leben zu empfangen, das in Jesus Christus ist. Im Brot schenkt er uns seine Liebe – leibhaftig. Im Kelch besiegelt er seine Treue zu uns – mit seinem Blut.

Gott, lass uns erkennen, wo wir nicht wirklich leben: wo wir gefangen sind in Verzweiflung, in Gewohnheiten, in Sünde. Nimm von uns, was uns am Leben hindert. Vergib uns unsere Schuld. In der Stille bringen wir vor dich, was unsere Seele belastet:

Beichtstille

Wollt Ihr Gottes Treue und Vergebung annehmen, so sagt laut oder leise oder auch still im Herzen: Ja!

Auf euer aufrichtiges Bekenntnis spreche ich euch die Vergebung eurer Sünden zu – im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Der Herr sei mit euch. „Und mit deinem Geiste.“

Die Herzen in die Höhe! „Wir erheben sie zum Herren.“

Lasset uns Dank sagen dem Herrn, unserem Gott. „Das ist würdig und recht.“

Würdig und recht ist es, Gott ernstzunehmen als den Schöpfer unserer guten Welt und unseres wunderbaren Lebens. Würdig und recht ist es, Gott ernstzunehmen in seinem Sohn, der unser Weg zum Leben ist. Würdig und recht ist es, Gott ernstzunehmen im Heiligen Geist, der uns erfüllt mit Glauben, mit Liebe, mit Hoffnung. Zu dir rufen wir und preisen dich, Heiliger Gott:

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in der Höhe. Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosianna in der Höhe.

Vater unser und Abendmahl

Wir singen am 2. Sonntag nach Weihnachten noch einmal ein Weihnachtslied, nämlich das Lied 53:

Als die Welt verloren, Christus ward geboren

Lasst uns beten!

Barmherziger Gott, lass uns in Jesus das Leben finden.

Heile durch ihn unsere kaputte Seele, unser verletztes Herz, den Knacks in unserem Selbstbewusstsein.

Gib uns durch ihn Orientierung im Nebel der Unverbindlichkeit, gib uns Halt, wo es keine festen Ordnungen mehr gibt, gib uns Klarheit über das, was gut und böse ist.

Lass uns lernen von Jesus, der uns die Liebe vorlebt, der die Hoffnung nicht aufgibt, der im Einklang mit Gott im Himmel lebt.

Barmherziger Gott, sei du bei den Menschen in den Katastrophengebieten im Iran und anderswo, sei bei den Opfern und bei den Helfern, und lass die Verzweiflung nicht siegen.

Sei du bei den Kindern und Jugendlichen, die sich langweilen in der Zeit der Ferien und denen nur Dummheiten in den Sinn kommen. Schenke ihnen gute Ideen, um ihre Zeit sinnvoll zu nutzen.

Sei du bei den Menschen, die traurig sind, weil ein geliebter Angehöriger oder Freund gestorben ist. Besonders beten wir heute für … . Schenke ihnen das ewige Leben in deinem Reich, und begleite die Angehörigen auf dem Weg ihrer Trauer.

Barmherziger Gott, zeige uns den Weg zum Leben. Schenke uns deinen Trost und deine Freude hier auf Erden und in Ewigkeit. Amen.

Abkündigungen

Und nun lasst uns mit Gottes Segen in den Sonntag gehen – wer möchte, ist im Anschluss noch herzlich zum Beisammensein mit Kaffee oder Tee im Gemeindesaal eingeladen.

Der Herr segne euch und er behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch seinen Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

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