Salz der Erde, Licht der Welt

Zwei Bilder benutzt Jesus. Salz der Erde. Licht der Welt. Warum nicht anders herum: Salz der Welt und Licht der Erde? Vielleicht weil Salz sich mit einem anderen Stoff vermischt; so entfaltet es seine Kraft, um etwa Lebensmittel zu konservieren oder ihnen Geschmack zu verleihen. Licht wiederum breitet sich frei im Raum aus, passt also besser zum Begriff der Welt.

Zwei Salz-Lampen

In der Salzlampe sind die Bilder von Salz und Licht vereint (Bild: pixabay.com)

#predigtAbendmahlsgottesdienst am 8. Sonntag nach Trinitatis, den 1. August 2009, um 10.00 Uhr in der evangelischen Pauluskirche Gießen

Guten Morgen, liebe Gemeinde!

Ich begrüße alle herzlich zum Abendmahlsgottesdienst in der Pauluskirche!

In der Predigt geht es heute um das Thema: „Salz der Erde und Licht der Welt“. Lieder zu diesem Thema sind kaum in unserem Gesangbuch zu finden, deshalb haben Sie heute ein Liedblatt bekommen, auf dem Lieder und Texte aus anderen Landeskirchen abgedruckt sind.

Wir stimmen uns auf unser Thema ein mit dem Lied 562 aus dem Anhang des Württembergischen Gesangbuchs: „Jesu, Jesu, Brunn des Lebens“. Wir singen es nach der Melodie: „Herz und Herz vereint zusammen“ (251):

1. Jesu, Jesu, Brunn des Lebens, stell, ach stell dich bei uns ein, dass wir jetzt hier nicht vergebens wirken und beisammen sein.

4. O so lass uns dich erkennen; komm, erkläre selbst dein Wort, dass wir dich recht Meister nennen und dir folgen fort und fort.

6. Lehr uns singen, lehr uns beten, hauch uns an mit deinem Geist, dass wir vor den Vater treten, wie es kindlich ist und heißt.

7. Sammle die zerstreuten Sinnen, wehr der Flatterhaftigkeit; lass uns Licht und Kraft gewinnen zu der Christen Wesenheit.

9. Gib uns Augen, gib uns Ohren, gib uns Herzen, die dir gleich; mach uns redlich, neugeboren, Herr, zu deinem Himmelreich.

10. Ach ja, lass uns Christen werden, Christen, die ein Licht der Welt, Christen, die ein Salz der Erden, Amen, Herr, wie dir’s gefällt.

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

Jesus Christus spricht (Johannes 8, 12):

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Du, Gott, wenn in Trauer und Angst der Sinn unseres Lebens versunken ist, wenn Finsternis über uns hereinbricht, aus der wir nicht mehr herausfinden, dann sei du selbst unser Licht.

Du, Gott, wenn es in uns dunkel ist, wenn wir kein Licht der Hoffnung mehr spüren, keinen Funken der Liebe, keinen glimmenden Docht des Vertrauens, dann zünde ein neues Licht in uns an.

Du, Gott, wenn wir Menschen begegnen, mit leerem Blick, die im Dunkeln herumtappen, ohne Orientierung, dann lass uns ein Licht für sie sein. Wir rufen zu dir, Gott:

Herr, erbarme dich! „Herr, erbarme dich, Christe, erbarme dich, Herr, erbarm dich über uns!“

Der Wochenspruch für die heute beginnende Woche ermuntert uns (Epheser 5, 8-9):

Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Lasst uns Gott lobsingen! „Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende.

Der Herr sei mit euch! „Und mit deinem Geist!“

Du, Gott, schenkst uns in deinem Sohn Jesus Christus das Licht der Welt. Du willst uns durch ihn verwandeln, dass wir zum Licht der Welt und zum Salz der Erde werden. Lass uns erkennen, was das bedeutet und wie das geht. Darum bitten wir dich im Namen Jesu Christi, unseres Herrn. „Amen.“

Wir hören die Lesung aus 2. Könige 2, 19-22:

19 Und die Männer der Stadt [Jericho] sprachen zu [dem Propheten] Elisa: Siehe, es ist gut wohnen in dieser Stadt, wie mein Herr sieht; aber es ist böses Wasser, und es macht unfruchtbar.

20 Er sprach: Bringt mir her eine neue Schale und tut Salz hinein! Und sie brachten’s ihm.

21 Da ging er hinaus zu der Wasserquelle und warf das Salz hinein und sprach: So spricht der HERR: Ich habe dies Wasser gesund gemacht; es soll hinfort weder Tod noch Unfruchtbarkeit von ihm kommen.

22 So wurde das Wasser gesund bis auf diesen Tag nach dem Wort Elisas, das er sprach.

Herr, dein Wort ist unseres Fußes Leuchte und ein Licht auf unserem Wege. Halleluja. „Halleluja, Halleluja, Halleluja!“

Glaubensbekenntnis

Wir singen ein Lied vom Salz der Erde, das auf dem Liedblatt steht:

Ihr seid das, ihr seid das Salz dieser Erde
Gott gebe uns ein Herz für sein Wort und Worte für unser Herz. Amen.

Liebe Gemeinde, eine märchenhafte Geschichte haben wir gehört vom Propheten Elisa, wie er eine Quelle gesund macht, indem er einfach Salz hineinschüttet. Im Lied haben wir die Sache mit dem Salz bildlich auf uns Menschen bezogen: Wenn wir unseren Finger auf wunde Punkte legen, auf Arbeitslosigkeit, Umweltsünden oder Probleme im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen, dann sind wir selber Salz der Erde und tragen dazu bei, dass es bei uns weniger böses Blut gibt.

Der heutige Predigttext im Evangelium nach Matthäus 5, 13-16, beginnt mit dem Satz, den wir im Lied als Kehrvers gesungen haben. Jesus steht auf einem Berg und spricht zu uns:

13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.

14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.

15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.

16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Zwei Bilder benutzt Jesus. Salz der Erde. Licht der Welt. Warum nicht anders herum: Salz der Welt und Licht der Erde? Vielleicht weil das Salz sich mit einem anderen Stoff vermischt; nur so entfaltet es seine Kraft, um etwa Lebensmittel zu konservieren oder ihnen Geschmack zu verleihen. Licht wiederum breitet sich frei im Raum aus, passt also besser zum Begriff der Welt.

Also: „Ihr seid das Salz der Erde“, beginnen wir mit diesem Bild. Schon wenig Salz genügt, um eine Speise zu würzen. Ohne Salz könnten wir aber nicht überleben. Damit sagt uns Jesus zwei Dinge. Erstens: Du kannst in deiner Umgebung etwas bewirken, etwas Gutes, auf deine Weise. Und zweitens: Es ist wichtig, dass du diese Fähigkeit auch nutzt. Die Gemeinschaft der Menschen ist auf dich angewiesen. Wenn du denkst, niemand braucht dich, dann bist du wie Salz ohne Salzkraft, das man wegschüttet und zertritt. Indem Jesu so redet, würzt er auch seine eigene Rede mit Salz, wozu später auch der Apostel Paulus (Kolosser 4, 6) uns Christen auffordert:

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.

Im Lied war davon die Rede, dass sogar Salz in Wunden gestreut wird. Aber wieso sollte man so etwas tun? Vergrößert das nicht nur den Schmerz? Im Altertum wusste man aber: Durch Salz konnte man einer Wunde das Wasser entziehen und dadurch eine Entzündung heilen.

Im übertragenen Sinn ist also das Salz in einer Wunde die Kraft von aufbauender, konstruktiver, heilsamer Kritik. Schon wenige Menschen mit ihren Ideen, ihrer Tatkraft, ihrer Ausstrahlung können eine Gemeinschaft von Menschen durchdringen, beeinflussen, verändern. Die Mehrheit sagt meistens: „Da kann man eh nichts machen!“ Als Menschen, die Salz der Erde sind, können wir unsere Stimme kritisch und sachlich erheben und manchmal wenigstens Fragen stellen, ob wirklich alles so weiter laufen muss, wie es läuft.

Eine andere Stelle im Evangelium nach Markus 9, 49-50, hilft vielleicht, noch besser zu verstehen, wie Jesus das mit dem Salz meint. Er sagt:

49 Jeder wird mit Feuer gesalzen werden.

50 Das Salz ist gut; wenn aber das Salz nicht mehr salzt, womit wird man’s würzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander!

Drei Sätze hören wir hier: der mittlere sagt wieder: Salz ist gut, aber salzloses Salz ist nutzlos. Womit soll man es würzen? Meint Jesus etwa, dass salzloses Salz durch eine Art Feuertaufe wieder seine Salzkraft zurückgewinnen kann? „Jeder wird mit Feuer gesalzen werden“: das klingt nicht schön, das ist wie mit dem Salz in einer Wunde, das wie Feuer brennt. Aber ein Schicksalsschlag kann uns dazu bringen, zu erkennen, wie kostbar unser Leben ist und wozu wir auf der Welt sind. Und die vielen ärgerlichen Stolpersteine auf unserem Weg, wenn wir zum Beispiel etwas planen, und es geht und geht nicht voran – vielleicht helfen auch sie uns manchmal, um noch einmal einen neuen Blick auf die ganze Planung zu werfen und das Ganze mit noch mehr Sorgfalt zu vollenden.

Besonders schön finde ich den Satz: „Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander!“ Salz der Erde zu sein, bedeutet also nicht, dass es unsere Aufgabe ist, anderen die Suppe zu versalzen. Aber Christen sind auch nicht für einen faulen Frieden zu haben. Wo Probleme beim Namen genannt werden müssen, da darf Salz durchaus in Wunden gestreut werden, aber um sie zu heilen, nicht um sie weiter aufzureißen. Frieden, auf hebräisch Schalom, ist mehr als nur Abwesenheit von Krieg. Friede wird nicht erreicht, indem man Unrecht und andere Probleme unter den Teppich kehrt. Im Frieden sorgen Menschen füreinander und müssen nicht in Angst voreinander leben. Darum gehören Salz und Frieden für Jesus zusammen.

Kommen wir zum Licht der Welt. Interessant ist, dass Jesus im Evangelium nach Johannes 8, 12 sagt:

Ich bin das Licht der Welt.

Und im Evangelium nach Matthäus 5, 14 sagt er:

Ihr seid das Licht der Welt.

Beides hängt offenbar zusammen. Weil Jesus Licht in diese Welt hineinbringt, können auch wir Licht der Welt sein, als Christen ruft er uns ja in seine Nachfolge.

Aber was meint Jesus mit dem Licht der Welt? Er erläutert dieses Bild mit zwei anderen Bildern, die er uns vor Augen stellt.

Im ersten dieser Bilder beschreibt er eine Stadt auf einem Berg. Die sieht man von weitem. Die Bewohner dieser Stadt können sich nicht verstecken, wie sie es in einem Tal könnten, und sie wollen es auch nicht, sie sind stolz darauf, sich zu zeigen. Die Worte „Welt“, im Griechischen „kosmos“, und „Stadt“, im Griechischen „polis“, deuten beide an: hier geht es um etwas Öffentliches, ja um Politik. Damals meinte „Kosmos“ das römische Kaiserreich; niemand konnte seinem Zugriff entrinnen. Ganz ähnlich können wir uns heutzutage der weltweiten Globalisierung und den Folgen ihrer Krisen nicht entziehen. Aber wenn wir „Licht der Welt“ sind, sehen wir trotzdem Möglichkeiten, selbst etwas zu tun, sehen wir klare Unterschiede zwischen Recht und Unrecht. Wir sind wohl keine große, aber eine kleine „Stadt auf dem Berg“, die zwar mitten in der Welt liegt, aber nicht bei allem mitmacht. Unsere christliche Botschaft wirft ein neues Licht auf die Zustände dieser Welt, zum Beispiel: Die Schere zwischen Arm und Reich sollten nicht weiter auseinanderklaffen, Jugendliche sollten leichter einen Ausbildungsplatz und nach ihrer Ausbildung eine Arbeitsstelle finden. Ein Licht, das in die Welt hineinleuchtet, macht auch sichtbar, was in dunklen Ecken passiert, damit manches zum Guten verändert wird.

Aber nicht nur weit hinein in die Welt soll unser Licht leuchten, sondern erst recht in unserem eigenen Haus. Wir kennen die Redensart: „Stell dein Licht nicht unter den Scheffel!“ Diese Ermunterung stammt von Jesus; er meint: kein Mensch wäre so dumm, eine Kerze anzuzünden und dann ein Gefäß darüber zu stülpen, einen Eimer oder einen Bottich, nein eine Kerze gehört auf einen Leuchter. Genau so ist es mit dem Licht, das wir selber sind, mit unserer eigenen Ausstrahlung. Wir haben auch den Menschen, die uns vertraut sind, eine Menge zu geben; wir sind ja mit Liebe beschenkt, wir haben unsere Fähigkeiten, wir können wahrnehmen, wie es einem anderen Menschen geht, was er braucht, und wenn wir es nicht merken oder uns unsicher sind, können wir nachfragen, uns für ihn interessieren.

Jesus traut uns viel zu, sowohl im öffentlichen als auch im persönlichen Leben.

Und dieses Zutrauen trägt Jesus so dringlich an uns heran, dass es fast schon zu einer Zumutung wird, er fordert uns dazu auf, unsere guten Werke öffentlich sichtbar werden zu lassen:

16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Hier müssen wir achtgeben, dass wir das nicht missverstehen. Ein Kapitel weiter warnt Jesus davor, die eigene Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen. Es geht hier nicht um publikumswirksame Aktionen. Sondern es geht darum, dass wir sozusagen ganz selbstverständlich im Licht leben und dieses Licht ausstrahlen. Wir sind geliebte Menschen, und wir können Liebe weitergeben. Wir haben eine Botschaft, die sich gegen Unrecht und Vorurteile wendet, und wir können Schritte auf dem Weg zur Gerechtigkeit und zum Frieden tun.

Wenn Menschen spüren, dass unsere Überzeugung echt ist, dass unsere Taten und Worte übereinstimmen, dann werden sie möglicherweise sagen: Offenbar gibt es doch einen Gott im Himmel, wenn es noch Menschen gibt, die auf ihn hören und seinen Willen tun. Amen.

Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben. Amen.

Wir singen das Lied 636 aus dem bayrischen Gesangbuch, das Sie auf dem Liedblatt finden:

Ihr seid das Volk, das der Herr sich ausersehn

Wir bereiten uns nun vor auf das Heilige Abendmahl. Im Abendmahl spüren wir Gottes liebevolle Nähe. Er stärkt uns mit dem Brot und dem Kelch seines Sohnes. Er gibt uns Kraft für schwere Wege, er gibt uns Orientierung, wo wir den richtigen Weg verloren haben, er tröstet uns, wenn wir in Traurigkeit versinken.

Gott, nimm weg, was uns von dir trennt: Wo wir zu wenig Vertrauen haben, wo wir zu wenig lieben, wo wir verbittert und verhärtet sind. Vergib uns, wo wir in einer bösen Welt mit den Wölfen heulen, statt Gutes zu tun, so viel wir können. In der Stille bringen wir vor dich, was unsere Seele belastet:

Beichtstille

Wollt Ihr Gottes Treue und Vergebung annehmen, so sagt laut oder leise oder auch still im Herzen: Ja!

Auf euer aufrichtiges Bekenntnis spreche ich euch die Vergebung eurer Sünden zu – im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Der Herr sei mit euch. „Und mit deinem Geiste.“

Erhebet eure Herzen! „Wir erheben sie zum Herren.“

Lasset uns Dank sagen dem Herrn, unserem Gott. „Das ist würdig und recht.“

Würdig und recht ist es, Gott ernst zu nehmen als den, der in Jesus Christus hineinleuchtet in diese Welt und in jedes Haus, der uns zutraut, Salz der Erde, Licht der Welt, Stadt auf dem Berge und Licht auf dem Leuchter zu sein. Zu dir rufen wir und preisen dich, Heiliger Gott:

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in der Höhe. Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosianna in der Höhe.

Vater unser und Abendmahl

Jesus ist das Brot des Lebens. Sein Leib wird für uns gebrochen, mit Feuer gesalzen. Wir empfangen Jesu Leib, und Gottes Liebe lebt in uns. Nehmt und gebt weiter, was euch gegeben ist – den lebendigen Leib der Liebe Gottes.

Herumreichen des Korbs

Jesus ist das Licht der Welt. So sehr liebt er uns, dass er sein Leben für uns hingibt. Nehmt hin den Kelch der Vergebung, des neuen Anfangs, der Versöhnung zwischen Gott und Mensch.

Austeilen der Kelche

Jesus Christus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer auf mich vertraut, selbst wenn er stirbt, wird er leben. Und jeder, der lebt und auf mich vertraut, nein, der stirbt nicht – in Ewigkeit.

Gehet hin im Frieden!

Lasst uns beten!

Du, Gott, oft zweifeln wir an deiner Güte oder an deiner Allmacht. Wo bist du, wenn Babies misshandelt werden, wenn Menschen sich mit tödlichen Krankheiten und mit Trauer quälen, wenn Menschen gemobbt und unterdrückt werden? Lass uns das Licht deiner Liebe dorthin bringen, wo Menschen Unterstützung und Trost brauchen, jemanden, der zuhört, oder einfach eine Schulter zum Ausweinen.

Du, Gott, schenk uns das Zutrauen, dass du nicht genervt reagierst, wenn wir dich bedrängen mit unseren verzweifelten Bitten und sogar mit unerfüllbaren Wünschen. Höre uns, wenn wir zu dir schreien!

Du, Gott, oft versinken wir in tödlicher Trägheit, in Depression, in Verzweiflung. Lass uns dir glauben, wenn du uns zurufst: Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt! Lass uns aufstehen aus dem Gefängnis unserer Zwänge! Mach uns frei zum Leben, zur Hoffnung, zur Liebe! Mach uns fähig, dem Bösen entgegenzutreten, zuerst in uns selbst und dann in unserer Umgebung, hilf uns, das Böse durch Gutes zu überwinden.

Du, Gott, ganz besonders beten wir heute für vier verstorbene Mitglieder unserer Gemeinde, die wir in der vergangenen Woche zu Grabe getragen haben: … . Alle unsere Verstorbenen nimm du auf in deinen ewigen Frieden. Und bewahre die Angehörigen mit deinem Trost auf dem Weg der Trauer, der noch vor ihnen liegt. Stelle du ihnen Menschen zur Seite, die für sie da sind und sei auch du selbst ihnen ein Licht in dunkler Zeit. Amen.

Lied 621: Ins Wasser fällt ein Stein
Abkündigungen

Im Anschluss sind Sie herzlich zum Beisammensein mit Kaffee oder Tee im Gemeindesaal eingeladen.

Geht mit Gottes Segen:

Der Herr segne euch und er behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch seinen Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

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