Das größte Geschenk

Zu guter Letzt

Golden eingepacktes Geschenk

Welches ist das größte Geschenk? (Bild: pixabay.com)

… hat das ungeduldige Warten der Kinder ein Ende, und das Christkind bringt die Geschenke. Oder ist es der Weihnachtsmann, sind es die Eltern? Aber wenn Weihnachten für viele Kinder und Jugendliche nur das Fest der Geschenke ist, bleibt da noch ein Unterschied zum eigenen Geburtstag oder zur Konfirmation?

Schon die ersten Weihnachtsgeschenke der Welt fielen üppig aus. Es waren königliche Geschenke der Magier aus dem Osten an das Kind in der Krippe: Gold für den Lebensunterhalt, Myrrhe als Mittel gegen Schmerzen und Weihrauch zur Erinnerung daran, dass wir Menschen nicht nur von dieser Welt sind. Sie beschenkten das Kind, weil sie in ihm Gottes Sohn erkannten: „Gott wird ein Kind, träget und hebet die Sünd; alles anbetet und schweiget.“

Das größte Weihnachtsgeschenk der Welt ist Jesus Christus selbst: er liebt, wie nur Gott uns lieben kann, und er will uns anstecken mit dieser Liebe.

Sind Kinder heutzutage fähig, das zu verstehen? Manche können es. Ich sprach in einer Schulklasse über die Harry-Potter-Bücher, und die Kinder bedauerten den verwöhnten Sohn von Harry Potters Pflegeeltern, der sich ärgert, wenn er weniger Geschenke bekommt als letztes Jahr. Harry selber ist ihrer Auffassung nach besser dran, denn er kann lieben. Die Liebe seiner Mutter, die sich für ihn geopfert hat, ist stärker als Zauberkraft.

Das erinnert an Jesus: Er ist Gottes Sohn nicht wegen übernatürlicher Kräfte, sondern weil seine Liebe unendlich groß ist. Anders jedoch als die Phantasiegestalt Harry Potter ist Jesus wirklicher Mensch aus Fleisch und Blut – und zugleich wahrhaft Gottes Sohn. Frohe Weihnachten!

Ihr Pfarrer Helmut Schütz

„Zu guter Letzt“ Dezember 2005 – Februar 2006 im Gemeindebrief der Evangelischen Paulusgemeinde Gießen

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