Nahrung für die Seele

Wie bekommen wir bei Jesus, was unsere Seele braucht? Welche Nahrung braucht die Seele denn? Der Psychotherapeut Kaspar Wolfensberger unterscheidet vier verschiedene Grundbedürfnisse unserer Seele: Zuwendung empfangen, Selbstentfaltung üben, Fürsorge und Schutz geben, Schuld abtragen in Form von Dank oder Reue. Jesus stellt einen engen Zusammenhang her zwischen einer rechtverstandenen Liebe zu uns selbst und unserer Fürsorge für den Nächsten.

Jesus mit orthodoxem Kreuz über der Schulter

Wie bekommen wir von Jesus die notwendige Nahrung für unsere Seele? (Bild: pixabay.com)

#predigtAbendmahlsgottesdienst am 7. Sonntag nach Trinitatis, den 18. Juli 1999, um 10.00 Uhr in der evangelischen Pauluskirche Gießen
Begrüßung
Lied 304:

1) Lobet den Herren, denn er ist sehr freundlich; es ist sehr köstlich, unsern Gott zu loben, sein Lob ist schön und lieblich anzuhören. Lobet den Herren!

2) Singt umeinander dem Herren mit Danken, lobt ihn mit Harfen, unsern Gott, mit Psalmen, denn er ist mächtig und von großen Kräften. Lobet den Herren!

3) Er kann den Himmel mit Wolken bedecken und gibet Regen, wann er will, auf Erden; er lässt Gras wachsen hoch auf dürren Bergen. Lobet den Herren!

4) Der allem Fleische gibet seine Speise, dem Vieh sein Futter väterlicherweise, den jungen Raben, die ihn tun anrufen. Lobet den Herren!

5) Danket dem Herren, Schöpfer aller Dinge; der Brunn des Lebens tut aus ihm entspringen gar hoch vom Himmel her aus seinem Herzen. Lobet den Herren!

6) O Jesu Christe, Sohn des Allerhöchsten, gib du die Gnade allen frommen Christen, dass sie dein‘ Namen ewig preisen, Amen. Lobet den Herren!

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

Wir beten mit Worten aus Psalm 107:

1 Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.

2 So sollen sagen, die erlöst sind durch den HERRN, die er aus der Not erlöst hat,

3 die er aus den Ländern zusammengebracht hat von Osten und Westen, von Norden und Süden.

4 Die irregingen in der Wüste, auf ungebahntem Wege, und fanden keine Stadt, in der sie wohnen konnten,

5 die hungrig und durstig waren und deren Seele verschmachtete,

6 die dann zum Herrn riefen in ihrer Not, und er errettete sie aus ihren Ängsten

7 und führte sie den richtigen Weg, dass sie kamen zur Stadt, in der sie wohnen konnten:

8 die sollen dem Herrn danken für seine Güte und für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,

9 dass er sättigt die durstige Seele und die Hungrigen füllt mit Gutem.

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Grund zur Dankbarkeit haben viele Menschen: wer eine behütete Kindheit hatte, wer es als Gottesgeschenk begreift, jeden Tag genug zu essen zu haben, wer seine Aufgabe im Leben gefunden oder in Notlagen Bewahrung erfahren hat. Aber nicht alle Menschen können dankbar sein. Was, wenn wir ohne Liebe waren, wenn unsere Suche nach Glück vergeblich war, wenn wir enttäuscht geblieben sind? Nach Dankbarkeit ist uns nicht zumute, wenn wir nur die Schattenseiten des Lebens sehen und das Gute aus den Augen verlieren. Darum rufen wir zu Dir, Gott:

Herr, erbarme dich! „Herr, erbarme dich, Christe, erbarme dich, Herr, erbarm dich über uns!“

Was zwischen uns und Gott steht, Gleichgültigkeit, Schuld und Lieblosigkeit, all das können wir still für uns Gott anvertrauen und ihn um Vergebung bitten. Begehrt Ihr die Vergebung Eurer Sünden, so sagt laut oder leise oder auch still in Eurem Herzen: Ja!

Wir beten mit Worten des Kirchenvaters Augustinus:

Groß bist Du, Herr, und sehr zu loben; groß ist Deine Kraft, und Deine Weisheit ist unermesslich. Und loben will Dich der Mensch, ein kleiner Teil Deiner Schöpfung, der Mensch, der sein Sterben mit sich schleppt. Du weckst uns auf, dass Dich zu loben Freude macht; denn Du schufst uns zu Dir hin, und unser Herz bleibt unruhig, bis dass es Ruhe findet in Dir.

Lasst uns Gott lobsingen! „Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende“.

Der Herr sei mit euch „und mit deinem Geist.“

Gott, wir brauchen Brot und wir brauchen Liebe. Wir sind auf der Suche nach Lebenserfüllung, die wir uns ganz verschieden vorstellen. Die einen suchen Aufregung, die anderen suchen Ruhe. Die einen erfahren ihr Leben im Wechsel von Hunger und Sattsein, die anderen erfahren nur Mangel und nie ein Genug. Gott, wir bitten Dich: Öffne uns den Blick für das, was wir brauchen, schenke uns die Lebenserfüllung, die zu uns passt, gib uns das Brot, das wir verdauen können. Amen.

Wir hören die Lesung aus dem 2. Buch Mose – Exodus 16, 2-3.11-15:

2 Und es murrte die ganze Gemeinde der Israeliten wider Mose und Aaron in der Wüste.

3 Und sie sprachen: Wollte Gott, wir wären in Ägypten gestorben durch des HERRN Hand, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und hatten Brot die Fülle zu essen. Denn ihr habt uns dazu herausgeführt in diese Wüste, dass ihr diese ganze Gemeinde an Hunger sterben lasst.

11 Und der HERR sprach zu Mose:

12 Ich habe das Murren der Israeliten gehört. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden und sollt innewerden, dass ich, der HERR, euer Gott bin.

13 Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager. Und am Morgen lag Tau rings um das Lager.

14 Und als der Tau weg war, siehe, da lag’s in der Wüste rund und klein wie Reif auf der Erde.

15 Und als es die Israeliten sahen, sprachen sie untereinander: Man hu? Denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat.

Herr, dein Wort ist unseres Fußes Leuchte und ein Licht auf unserem Wege. Halleluja! „Halleluja, Halleluja, Halleluja!“

Glaubensbekenntnis
Lied 502, 1+3+4:

1) Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit! Lob ihn mit Schalle, werteste Christenheit! Er lässt dich freundlich zu sich laden; freue dich, Israel, seiner Gnaden, freue dich, Israel, seiner Gnaden!

3) Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein, zur grünen Weiden stellet euch willig ein; da lässt er uns sein Wort verkünden, machet uns ledig von allen Sünden, machet uns ledig von allen Sünden.

4) Er gibet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise sättigt er allzumal; er schaffet frühn und späten Regen, füllet uns alle mit seinem Segen, füllet uns alle mit seinem Segen.

Gott gebe uns ein Herz für sein Wort und Worte für unser Herz. Amen.

Ich lese den Predigttext im Johannesevangelium 6, 30-35. Menschen mit einem ungestillten Lebenshunger gehen zu Jesus und stellen ihm ihre Fragen.

30 Da sprachen sie zu ihm: Was tust du für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was für ein Werk tust du?

31 Unsre Väter haben in der Wüste das Manna gegessen, wie geschrieben steht: »Er gab ihnen Brot vom Himmel zu essen.«

32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.

33 Denn Gottes Brot ist das, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.

34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot.

35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.

Liebe Gemeinde, die Leute, die da zu Jesus kommen, sind bei der Speisung der Fünftausend dabei gewesen und für dieses Mal satt geworden. Zugleich fühlen sie sich aber immer noch hungrig. Sie wünschen sich, dass Jesus solche Kunststücke immer wieder macht. Wie wäre es, wenn Jesus als König von Israel oder Kaiser der Welt die Versorgungsprobleme der Menschen ein für alle Mal lösen würde? Wenn er Manna vom Himmel regnen lassen würde wie Mose damals, als das Volk Israel durch die Wüste gezogen war? Sie wünschen sich: Gib uns allezeit solches Brot!

Jesus scheint die ganze Zeit an ihnen vorbeizureden. Den Hunger nach dem Brot, das wir jeden Tag essen, nimmt er als ein Bild für einen anderen Hunger. Er spricht vom Hunger nach Leben, vom Hunger der Seele. Aber welche Nahrung braucht die Seele? Wonach hungern Menschen, wenn ihre grundlegenden Bedürfnisse nach Essen und Trinken gestillt sind?

Viele wissen selbst nicht, was sie wirklich brauchen. Sie gehen zur Arbeit, zur Schule, haben Familie oder leben allein – und bei all dem empfinden sie in ihrem Innern eine erschreckende Leere. Sie zappen zwischen 26 Fernsehkanälen hin und her, um ja nicht den spannendsten Actionfilm oder die interessanteste Talkshow zu verpassen, aber der Hunger in ihrer Seele geht nicht weg. Manche sind ständig auf der Suche nach dem immer stärkeren „Kick“, wie man heute sagt. Sie probieren jede Extremsportart aus. Am Ende glauben sie nur dann richtig am Leben zu sein, wenn sie nahe am Tod vorbeischrammen. Kann das der Sinn des Lebens sein? Einig sind sich viele nur darin, dass man jedenfalls in der Kirche nichts verpasst – wenn schon Religion, dann erscheinen die Angebote der verschiedenen Sekten weitaus spannender.

Trotzdem möchte ich mit Ihnen, mit Euch, über die Antwort nachdenken, die Jesus auf die Frage nach dem Lebenshunger gibt. Er sagt nicht: Ich gebe euch Brot, ich gebe euch den letzten Kick, ich vertreibe euch die Langeweile. Er sagt: „Ich bin das Brot des Lebens.“

Wie ist dieser Satz gemeint? Wie kann Jesus für uns das Brot des Lebens sein? Natürlich nicht buchstäblich als Nahrung für unseren Körper, wir sind ja keine Kannibalen, wir essen keine Menschen. Jesus will Nahrung für unsere Seele sein.

Also frage ich weiter: Welche Nahrung braucht denn unsere Seele? Eine interessante Antwort auf diese Frage fand ich in einem Artikel des Psychotherapeuten Kaspar Wolfensberger. Er unterscheidet vier verschiedene Grundbedürfnisse unserer Seele:

  1. das Bedürfnis nach Zuwendung, also Liebe in Form von Berührung, Beachtung und Anerkennung;
  2. das Bedürfnis nach Eigenständigkeit, nach freier Selbstentfaltung;
  3. erwacht schließlich auch das Bedürfnis, Fürsorge und Schutz nicht nur zu empfangen, sondern auch zu geben; und
  4. kommt das Bedürfnis hinzu, eine Schuld abzutragen und einen Ausgleich zu schaffen – je nachdem in Form von Dank oder Reue.

Zurück zu Jesus. Er ist Brot des Lebens, Nahrung für unsere Seele, so hören wir es im Johannesevangelium. Wie bekommen wir bei ihm, was unsere Seele braucht?

Jesus spürt in unserem Lebenshunger den Hunger nach Liebe. Da er sich selbst vom Vater im Himmel geliebt weiß, kann er auch uns lieben, ohne Bedingungen, ohne Wenn und Aber. Er nimmt uns an, wie wir sind. Das ist seine Antwort auf unser Zuwendungsbedürfnis.

Zugleich nimmt er das Bedürfnis nach Freiheit ernst. Er spürt unser Unabhängigkeitsstreben, wenn wir seine Worte missverstehen, wenn wir ihm trotz aller guter Worte doch nicht folgen, wenn wir seiner Liebe Widerstand entgegensetzen – weil wir denken, darauf sind wir doch nicht angewiesen, wir kommen schon allein zurecht. Jesus wirbt um uns, aber er lässt uns die Freiheit, Ja oder Nein zu sagen. Er streitet mit uns, zwingt uns aber nicht den Glauben auf.

Aber nicht nur im Widerstand gegen sein Wort lässt Jesus uns unsere Eigenständigkeit. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ sagt er – und stellt einen engen Zusammenhang her zwischen einer rechtverstandenen Liebe zu uns selbst und unserer Fürsorge für den Nächsten, die nach Gottes Willen zu unserem menschlichen Wesen einfach dazugehört. Aus eigener Erfahrung weiß Jesus: Nur wer geliebt worden ist, kann sich selber liebhaben, nur wer sich selber liebhaben kann, ist auch dazu fähig, den Nächsten um seiner selbst willen zu lieben.

Bleibt das vierte Grundbedürfnis unserer Seele zu besprechen. Wir bekommen Zuwendung, ohne dafür etwas getan zu haben und wollen uns bedanken. Wir geben zu wenig Liebe oder werden an anderen Menschen schuldig und empfinden Reue. Auch das würde ganz natürlich zu unserem Menschsein gehören, wenn nicht so vieles verschüttet und verdorben wäre in unserer Menschlichkeit. Jesus wird nicht müde, uns ins Gedächtnis zu rufen, wie viel wir Gott verdanken und wie sehr wir als Menschen aufeinander angewiesen sind. So ermöglicht er uns ein dankbares Leben ohne Verbitterung und ohne auf andere neidisch sein zu müssen.

Und sein höchstes Anliegen ist es, die Barmherzigkeit des Vaters im Himmel zu verkünden. Nur so können wir ja den Mut fassen, auch unser schlimmstes Versagen einzugestehen und vor Gott zu bekennen. Reue ist uns ja nur dann möglich, wenn wir auf Vergebung hoffen dürfen.

Wenn nun jemand sagt: Das alles klingt schön, aber Jesus lebt nicht mehr auf dieser Erde, wie kann er dann heute noch unser Brot des Lebens sein? Dann antworte ich: Als Gottes Stellvertreter lebte Jesus auf dieser Erde. Ganz und gar als Mensch und zugleich ganz und gar geprägt und durchdrungen von der Liebe Gottes. Als Jesus aus Liebe sogar sein Leben verlor, da wurde er vom Vater zum ewigen Leben erweckt, und seitdem dürfen wir uns Gott im Himmel so vorstellen, wie Jesus auf der Erde gewesen ist. Die Geschichten von Jesus sind also nicht nur Geschichten aus der Vergangenheit, sie erzählen uns von der Liebe Gottes, mit der uns der Vater im Himmel heute genau so liebt wie zu Jesu irdischen Lebzeiten.

Es gibt allerdings verschiedene Wege, um das Brot vom Himmel als Nahrung für unsere Seele zu erfahren.

Manche wachsen von Kindheit an in einer Welt des Vertrauens und der Liebe auf, und sie führen irgendwann ihre guten Erfahrungen darauf zurück, dass diese Welt wohl von einem guten Gott geschaffen und getragen sein muss.

Andere konnten in ihrer Kindheit noch kein Urvertrauen aufbauen, begegnen aber irgendwann im Laufe ihres Lebens Menschen, die ihnen helfen, sich für die Liebe zu öffnen.

Wieder andere kommen irgendwann in ihrem Leben dazu, die Bibel zu lesen, fühlen sich unmittelbar von Jesus angesprochen und fassen zu ihm ihr Vertrauen. Ihr zielloses Suchen und Rennen nach irgendeinem Sinn oder Kick im Leben kann aufhören.

Das meint übrigens der Satz Jesu: „Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ Ein Urvertrauen entsteht, dass ich getragen bin, dass Gott immer für mich sorgen wird, dass in all meinem Sorgen und Suchen und Hungern und Dursthaben mir immer wieder Wege offen stehen, ich immer wieder Bewahrung erfahre. Diese Welt ist nicht verloren, sondern erlöst. Ich bin nicht verdammt, sondern gerettet. Wir sind nicht in der Gewalt des Bösen, sondern die Liebe des guten Gottes behält auf ewig die Oberhand. Das ist die Lebenshaltung, die wir gewinnen, wenn wir uns einlassen auf das Jesuswort: Ich bin das Brot des Lebens. Amen.

Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit Freude und mit Frieden im Glauben. Amen.
Fürbittenstille
Lied 227: Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben

Lasset uns danksagen dem Herrn, unserm Gott. „Das ist würdig und recht.“

Herr Jesus Christus, im Abendmahl dürfen wir immer wieder handgreiflich sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken, wie du als Brot des Lebens für uns da bist. Lass uns satt werden an Liebe und Freiheit und Vergebung und mach uns fähig, zu lieben, zu danken und unsere Schuld zu bereuen.

Zu dir rufen wir und preisen dich, Heiliger Gott:

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in der Höhe. Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosianna in der Höhe.

Vater unser und Abendmahl

Danket dem Herrn, denn er ist freundlich. Halleluja! „Und seine Güte währet ewiglich. Halleluja!“

Gott, unser himmlischer Vater, wir leben allein von deiner Liebe, wir gehen aufrecht durch deine Vergebung, wir behalten unsere Würde durch die Freiheit, die du uns schenkst und die Nächstenliebe, die wir üben dürfen. Behüte uns auf den Wegen, die vor uns liegen, gib uns Orientierung, wo wir auf der Suche sind, bewahre uns, wenn wir an der Liebe zweifeln oder gar am Leben verzweifeln. Wo Menschen von Kriegen und Katastrophen betroffen sind, sei du bei ihnen und zeige ihnen Wege zu neuem Leben und zum Frieden. Wo unter uns Streit herrscht, gib uns Besonnenheit im Reden, Beharrlichkeit in der Suche nach Kompromissen und Geduld, zu ertragen, was wir nicht ändern können. Wo Menschen im Urlaub Erholung oder neue Anregungen suchen, lass sie finden, was ihnen gut tut. Amen.

Lied 464: Herr, gib uns unser täglich Brot

Und nun lasst uns mit Gottes Segen in den Sonntag gehen – wer möchte, ist im Anschluss noch herzlich zum Beisammensein mit Kaffee oder Tee im Gemeindesaal eingeladen.

Der Herr segne euch und er behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch seinen Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

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