Bibelauslegung – politisch UND fromm

Eine Auseinandersetzung mit zwei faszinierenden Büchern zur Bibel: Ton Veerkamp liest die Bibel als „Politische Geschichte der Großen Erzählung Israels“. Carel van Schaik und Kai Michel verstehen die Bibel als Ergebnis der „kumulativen kulturellen Evolution“ der Menschheit. In ihrem eigenen Zusammenhang stelle ich beide Bücher hier ausführlicher dar: „Ton Veerkamp: Die Welt anders“ und „Die Bibel als Tagebuch der Menschheit“.

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Interreligiöse Feiern und Erntedankfeste

Bild: Michael Wiedmaier

Begegnungen in der multireligiösen Kita und in der Gießener Nordstadt. Ab 2012 habe ich als Pfarrer der Evangelischen Paulusgemeinde Gießen interreligiöse Feiern mitgestaltet, die im Paulus-Gemeindesaal, im Hof des Familienzentrums, auf dem Gelände der Gärtnerei Koch oder im Thomas-Gemeindezentrum stattfanden. Am 10. Oktober 2015 wurden diese Feiern an einem Stand auf der Ideenmesse „Lust auf Gemeinde“ einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt.

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„Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer“

Silas, wie ich den Schreiber des Hebräerbriefs heute einmal nennen möchte, hatte dazu aufgerufen, Gottes Gnade nicht zu versäumen und Jesus nicht abzuweisen, wenn er zu uns redet. Und er will, dass wir dankbar leben und Gott ohne Angst, aber mit einem heiligen Respekt, dienen. Mir wird klar, dass Gott ein verzehrendes Feuer ist, eben weil er die Liebe ist.

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Hallo, Paulus-Kirchturm!

Der Kirchturmkuchen von Olga Bagrij als Luftbildaufnahme von hinten...
Bild: Helmut Schütz

Jesus ist kein Architekt oder Bauherr im wortwörtlichen Sinn; er erzählt ein Gleichnis. Er meint, dass die Entscheidung, ihm nachzufolgen, genau so nüchtern kalkuliert sein muss wie der Bau oder die Sanierung eines Kirchturms, und fährt mit diesem Satz fort: „So auch jeder unter euch, der sich nicht lossagt von allem, was er hat, der kann nicht mein Jünger sein.“

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Tanztheatergottesdienst „Schönheit“

Bild: Helmut Schütz

Sehr gut geschaffen sind wir alle, zum Ebenbild Gottes sogar. Wir sollten schön sein wie Gott in seiner Liebe. Nur dort, wo wir diese Liebe in uns verleugnen, sie nicht leben, sie uns selber und unseren Mitmenschen verweigern, da verzerren wir das Bild, das wir sein könnten und machen uns selber hässlich, was ja wörtlich hassenswert bedeutet.

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„Flieht die Hurerei!“

Alles ist erlaubt. Aber: Nicht alles macht frei. Wer etwas nur tut, weil es alle tun, sollte lieber warten. Wer sich ausgenutzt fühlt, sollte auf jeden Fall Stop sagen. Wer nur Sex haben will, um vor seinen Freunden anzugeben, begeht tatsächlich Unzucht, weil er seine Freundin nicht respektiert. Aber jede voreheliche oder außereheliche Beziehung als Unzucht zu betrachten, wäre unbarmherzig.

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Geschichten teilen im multireligiösen Kindergarten

Kindern von Gott erzählen nach biblisch-koranischen Traditionen als Baustein für eine Konzeption inklusiver Religions-Bildung. Das Buch „Geschichten teilen“ enthält die Ergebnisse aus dem Studienurlaub, den ich als Pfarrer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) vom 15. August bis 14. November 2011 in Anspruch nehmen durfte. Diese Studienarbeit kann über die Internetadresse kontakt(at)bibelwelt.de auch als pdf-Dokument bezogen werden.

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Sehnsucht nach dem „Großen Bruder“

Neues Genre von Fernsehsendungen zur Jahrtausendwende. Sind wir wirklich, indem Gott uns sieht? Erlaubt uns Gott, uns zu ändern, indem er mit den Augen zwinkert? Jedenfalls ist Gott selber nicht beobachtbar außer durch Symbole. Der Feuerbach-Kritik entgegne ich: nicht wir projizieren unser eigenes Bild in den Himmel, sondern wir sind die von Gott Beobachteten, denen Gott sich offenbart.

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