Gott zerstört Bogen, Spieße und Kriegswagen

Gottes Ziel ist Entwaffnung, Abrüstung! Gott richtet ein Zerstören an, aber nicht um die Welt zu vernichten, sondern um das Kriegsgerät zu beseitigen, das der Vernichtung von Menschen dient. So kriegerisch der Psalm 46 klingt, er ruft nicht zu einem Heiligen Krieg auf. Wer auf Gott vertraut, soll das Kriegführen gegen die Kriegswaffen Gott allein überlassen.

Abrüstungssymbolik: ein Stopp-Schild vor zwei gekreuzten Gewehren

Abrüstung ist schon das Ziel Gottes in den Psalmen (Grafik: pixabay.com)

#predigtAbendmahlsgottesdienst am 4. Sonntag nach Epiphanias, den 2. Februar 2003, um 10.00 Uhr in der evangelischen Pauluskirche Gießen

Guten Morgen, liebe Gemeinde!

Ich begrüße Sie herzlich zum Gottesdienst mit dem Wort zur Woche aus Psalm 66, 5:

Kommt her und seht an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.

Was hat es zu bedeuten, so fragt Pfarrer Schütz heute im Gottesdienst, wenn in der Bibel die Macht Gottes über die Naturgewalten besungen wird? Unser Gott ist kein Wettergott, aber er ist unsere Zuflucht in den Stürmen des Lebens und der Weltgeschichte.

Lied 361, 1+2+6+12:

1) Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.

2) Dem Herren musst du trauen, wenn dir’s soll wohlergehn; auf sein Werk musst du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein lässt Gott sich gar nichts nehmen, es muss erbeten sein.

6) Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud.

12) Mach End, o Herr, mach Ende mit aller unsrer Not; stärk unsre Füß und Hände und lass bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiss zum Himmel ein.

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

Wir beten gemeinsam den Psalm 46. Er steht im Gesangbuch unter Nr. 725.

Ich lese die eingerückten Verse, Sie lesen bitten die linksbündigen Verse. Gott ist unser Schutz.

2 Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.

3 Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken,

4 wenngleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestüm die Berge einfielen.

5 Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind.

6 Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben; Gott hilft ihr früh am Morgen.

7 Die Heiden müssen verzagen und die Königreiche fallen, das Erdreich muss vergehen, wenn er sich hören lässt.

8 Der Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz.

9 Kommt her und schauet die Werke des HERRN, der auf Erden solch ein Zerstören anrichtet,

10 der den Kriegen steuert in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt und Wagen mit Feuer verbrennt.

11 Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin! Ich will der Höchste sein unter den Heiden, der Höchste auf Erden.

12 Der Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz.

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Gott, wir haben gelernt, Naturgewalten zu erklären und versuchen uns vor Unfällen und Katastrophen zu schützen – mit Unwetterwarnungen und Seismographen, mit Blitzableitern und immer größeren Sicherheitsstandards für Gebäude und Verkehrsmittel. Dennoch spüren wir auch heute die Grenzen unserer Macht. Waldbrände und Tornados, Hochwasser und Blitzeis führen sie uns tagtäglich vor Augen. Lehre uns unsere Grenzen erkennen, denn wir sind nicht allmächtig! Lass uns Buße tun, wo wir Menschen Gott spielen wollen und den weitgehend unvermeidlichen Naturereignissen weitere Katastrophen durch Raubbau und Ausbeutung, Terror und Kriege hinzufügen. Wir rufen zu dir:

Herr, erbarme dich! „Herr, erbarme dich, Christe, erbarme dich, Herr, erbarm dich über uns!“

Du, Gott, willst uns getrost leben lassen, auch wenn uns Unglück und Krankheit treffen, mitten in den Stürmen unseres Lebens und der Weltgeschichte.

„Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Lass den Satan wettern, lass die Welt erzittern, mir steht Jesus bei. Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken.“ (EG 396, 3)

Lasst uns Gott lobsingen! „Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende“.

Der Herr sei mit euch „und mit deinem Geist.“

Gott, hilf uns, Vertrauen zu dir zu finden. Zeige dich uns in deiner Allmacht, die mächtiger ist als die zerstörerische Kraft von Katastrophen und Kriegen, stärker als Sünde und Tod. Lehre uns erkennen, wie mächtig Deine Liebe ist durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn. „Amen.“

Wir hören die Schriftlesung aus dem Evangelium nach Markus 4, 35-41. Es war an einem Tag, an dem Jesus die Menschen am See Genezareth gelehrt hatte.

35 Und am Abend desselben Tages sprach er zu [seinen Jüngern]: Lasst uns hinüberfahren.

36 Und sie ließen das Volk gehen und nahmen ihn mit, wie er im Boot war, und es waren noch andere Boote bei ihm.

37 Und es erhob sich ein großer Windwirbel, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass das Boot schon voll wurde.

38 Und er war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen?

39 Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille.

40 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?

41 Sie aber fürchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist der? Auch Wind und Meer sind ihm gehorsam!

Herr, dein Wort ist unseres Fußes Leuchte und ein Licht auf unserem Wege. Halleluja. „Halleluja, Halleluja, Halleluja!“

Glaubensbekenntnis
Lied 244, 1-5:

1) Wach auf, wach auf, ’s hohe Zeit, Christ, sei mit deiner Hilf nicht weit! Das wütend ungestüme Meer läuft an mit Macht und drängt uns sehr.

2) Hilfst du nicht bald, so ist’s geschehn, zugrund wir müssen eilends gehn. Bedroh der Wellen wild Gebrüll, so legt es sich und wird ganz still.

3) Ach Herr, um deines Namens Ehr halt uns im Fried bei deiner Lehr; gib deiner Kirche gute Ruh, Gesundheit und Gedeihn dazu.

4) Darüber auch das Allerbest: dass wir im Glauben stark und fest dich preisen und den Namen dein, dir leben, dein lieb Völklein sein,

5) aus deinem Geist ganz neu geborn; den gib uns, Herr, sonst ist’s verlorn. Dies alles unser Herz begehrt, wiewohl wir deren keins sind wert.

Gott gebe uns ein Herz für sein Wort und Worte für unser Herz. Amen.

Liebe Gemeinde! In einer der schönsten alten Liedstrophen, die ich kenne, heißt es: „Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.“

Ich glaube an die Wahrheit dieser Worte, obwohl wir Wolken, Luft und Winde heute physikalisch und meteorologisch erklären können und uns die Winde nicht mehr als Luftgeister vorstellen, die mit vollen Backen die Luft in die verschiedenen Himmelsrichtungen blasen, so dass es Winde und Stürme gibt. Der Lichterdichter Paul Gerhardt wusste wohl auch schon, dass das Wetter natürliche Ursachen hat und spricht daher von Lauf und Bahn der Luftströmungen. Aber was heißt „natürlich“? Die Natur ist nach biblischem Glauben Schöpfung Gottes; alles natürliche Geschehen wird umschlossen durch die von Gott geschaffenen Naturgesetze, die komplizierter sind, als der Mensch früher annahm. Zwar sind heute die Wege von Wolken, Luft und Winden bis zu einem gewissen Grad vom Wetterdienst vorhersagbar, aber das Wetter machen können wir immer noch nicht.

Vieles in der Natur bleibt uns unverfügbar, und diese Unverfügbarkeit benutzt Paul Gerhardt als ein Bild, um deutlich zu machen, dass es uns in unserem menschlichen Leben gar nicht anders geht. Wie schwer ist es oft, zu glauben, dass dieser Satz wahr ist: „…der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann“! Nicht einmal unsere eigene Zukunft haben wir vollkommen in der Hand, erst recht nicht die Zukunft unseres Landes oder der Welt, wenn wir an die Gefahren denken, die zum Beispiel durch Massenvernichtungswaffen in der Hand von Diktatoren oder durch die Androhung eines Atomwaffeneinsatzes gegen einen solchen Diktator ausgehen. Wie schwer es ist, eine richtige Entscheidung im Blick auf Krieg und Frieden zu treffen, zeigt ja die Uneinigkeit der europäischen Nationen in der Frage eines Irak-Krieges. Gott wird „Wege finden, da dein Fuß gehen kann“?

Den heutigen Predigttext hat Herr Dr. Fischer vorhin vorgelesen. Jesus muss nur ein Wort sagen, wie Gott selbst bei der Schöpfung, um in die Natur einzugreifen. Das ist ein gewaltiges Bild für die Augen unseres Glaubens: Jesus als Sohn Gottes hat Anteil an der Allmacht seines Vaters. Wie sich diese göttliche Macht auswirkt im menschlichen Leben dieses Jesus, lesen wir in der gleichen Geschichte: Jesus kann seelenruhig schlafen, während Stürme und Wasserwellen toben, weil er auf einen Gott vertraut, der mächtiger ist als alle Naturgewalten.

Mehr zu dieser Geschichte können Sie heute nachmittag um 17 Uhr bei der Ökumenischen Vesper in der Albertuskirche hören. Dort werde ich ausführlicher über die Sturmstillung predigen und unser Kirchenchor wird die Frage singen: „Was ist das für ein Mann, dass ihm Wind und Meer gehorsam ist?“

Heute vormittag möchte ich mit Ihnen einen anderen Text betrachten, in dem es nicht nur um Naturgewalten, sondern auch um von Menschen geführte Kriege geht. Es ist der Psalm 46, den wir am Anfang gemeinsam gebetet haben. Gott ist mächtiger als Katastrophen und Kriege – aber wie greift er ein?

2 Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.

Als erstes stellt der Psalmbeter fest: Gott hilft, indem er uns innere Stärke gibt. Zuversicht ist eine Haltung, mit der man vor Verzweiflung bewahrt bleibt, sogar wenn man sich mitten in großen Nöten befindet. Im Vertrauen auf Gott können wir akzeptieren, dass unsere Kräfte begrenzt sind.

3 Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken,

4 wenngleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestüm die Berge einfielen.

Weltuntergang, Meere toben, Berge stürzen zusammen – das könnten Bausteine für einen Katastrophenfilm sein. Aber der Psalm will keine Weltuntergangsstimmung und keinen Nervenkitzel erzeugen, sondern Hoffnung wecken. Selbst wenn morgen die Welt unterginge, pflanzt heute noch euer Apfelbäumchen! Tut, was ihr tun könnt, und kümmert euch nicht um Sachen, die sowieso nicht zu ändern wären. Trotz des ernsten Themas strahlt der Psalm 46 ruhige Heiterkeit aus:

5 Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind.

6 Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben; Gott hilft ihr früh am Morgen.

Die Stadt Gottes, damit war damals die Stadt Jerusalem mit ihrem Tempel gemeint. Lange ist der Tempel zerstört, eine vollkommene Stadt Gottes, in der jeder auf Gott vertraut hätte, war auch diese Stadt wohl nie. Der Psalmbeter stellt uns dieses Bild einer Stadt Gottes vor Augen, um zu zeigen, worauf es ankommt: Wenn Gott bei uns wohnt, in unseren Herzen, in unseren Gedanken und Planungen, dann bleiben wir fest, wir verzweifeln nicht. Wenn es in der Stadt „Brünnlein“ gibt, die unseren Durst stillen – den Durst nach Trost, nach Liebe, nach Ermutigung – dann sieht alles am frühen Morgen vielleicht ganz anders aus, als wir in einer unruhigen Nacht gedacht hatten.

Der Psalmbeter macht sich auch Gedanken über die Feindschaft der Menschen untereinander. Er ist überzeugt, dass Gott mächtiger ist als die Machthaber dieser Welt:

7 Die Heiden müssen verzagen und die Königreiche fallen, das Erdreich muss vergehen, wenn er sich hören lässt.

8 Der Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz.

Die Menschen des Alten Testamentes stellten sich Gott umgeben von seinen himmlischen Heerscharen vor – Zebaoth ist das hebräische Wort für diese Himmelsarmee. Für unsere Ohren ist es ungewohnt, sich Gott als Krieger vorzustellen. Jesus hat das nie getan. Allerdings heißt es auch in einem neutestamentlichen Lied, im Lobgesang seiner Mutter Maria (Lukas 1, 51.52):

Er übt Gewalt mit seinem Arm.

Er stößt die Gewaltigen vom Thron.

Und auch hier im Psalm 46 ist Gott kein Eroberungskrieger, kein Gewaltherrscher, sondern wo er zerstörend eingreift, zerstört er die Waffen, mit denen Menschen Kriege führen:

9 Kommt her und schauet die Werke des HERRN, der auf Erden solch ein Zerstören anrichtet,

10 der den Kriegen steuert in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt und Wagen mit Feuer verbrennt.

Gottes Ziel ist also Entwaffnung, Abrüstung! Ein Thema, das aktueller nicht sein könnte, wenn wir an die UN-Waffenkontrolleure im Irak denken. Interessant ist die Art, wie hier Gottes Eingreifen in die Kriege dieser Welt geschildert wird: Gott selbst ist es, der ein Zerstören anrichtet, aber nicht um die Welt zu vernichten, sondern um das Kriegsgerät zu beseitigen, das der Vernichtung von Menschen dient. So kriegerisch der Psalm 46 klingt, er ruft nicht zu einem Heiligen Krieg auf. Wer auf Gott vertraut, soll das Kriegführen gegen die Kriegswaffen Gott allein überlassen. Zum Schluss kommt Gott selbst zu Wort, der Psalmbeter redet als Prophet, der ein Wort Gottes weitergibt:

11 Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin! Ich will der Höchste sein unter den Heiden, der Höchste auf Erden.

Seid stille! Bleibt gelassen! Greift nicht zu schnell zu den Waffen, um Waffen zu vernichten! Schöpft alle friedlichen Möglichkeiten aus, um den Frieden zu bewahren! Gott selbst ruft uns dazu auf. ER ist Gott, es führt zu nichts Gutem, wenn wir Gott spielen. Nicht wir sind allmächtig. Nicht einmal die mächtigste Nation der Welt ist mächtig genug, um mit Gewalt den Terror auf der Erde völlig zu beseitigen. Wer mit kriegerischen Mitteln Abrüstung erzwingen will, nimmt unausweichlich den Tod Unschuldiger in Kauf, Kollateralschäden nennt man das heute. Und dann erwächst aus Leid und Hass neue Terrorgefahr, statt dass man sie vermindert.

Es ist verständlich, dass man Gefahren mit allen Mitteln abwenden möchte: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Die Bibel macht uns auf Stürme und Nöte aufmerksam, die so gewaltig und so böse sind, dass wir mit all unserer Gewalt nichts gegen sie ausrichten können. Und wir sind trotzdem nicht verloren, denn:

12 Der Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz.

Darum konnte Jesus mitten im Sturm in dem kleinen Boot seelenruhig schlafen. Schaffen wir es, gelassen und besonnen mitten im Sturmwind der Kriegsgefahr die kleinen Schritte des Friedens zu suchen und zu gehen? Bleiben wir in den Stürmen unseres persönlichen Lebens vor Verzweiflung bewahrt? Wir dürfen zuversichtlich darauf bauen: „Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.“ Amen.

Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben. Amen.
Lied 618: Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl

Was ist das für ein Mann, dass ihm Wind und Meer gehorsam sind?

Jesus stillt den Sturm der Angst in unserer Seele, indem er sich an unserer Stelle dahingibt, um die Sünde und den Tod zu überwinden.

Im Abendmahl sind wir eingeladen, Gottes Allmacht in Christi Liebe zu uns zu spüren; er steht treu zu uns.

Gott, nimm von uns die Gedanken des Unfriedens und die Verzagtheit unseres Herzens. Decke unsere Lebenslügen auf, unseren Hochmut und unsere Trägheit. In der Stille bringen wir vor dich, was unsere Seele belastet:

Beichtstille

Wollt Ihr Gottes Vergebung annehmen, so sagt laut oder leise oder auch still im Herzen: Ja!

Auf euer aufrichtiges Bekenntnis spreche ich euch die Vergebung eurer Sünden zu – im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Der Herr sei mit euch. „Und mit deinem Geiste.“

Die Herzen in die Höhe! „Wir erheben sie zum Herren.“

Lasset uns Dank sagen dem Herrn, unserem Gott. „Das ist würdig und recht.“

Würdig und recht ist es, Gott ernst zu nehmen als den, der mächtiger ist als die Naturgewalten und Reiche der Menschen. Würdig und recht ist es, deinen Frieden auf Erden zu leben. Zu dir rufen wir und preisen dich, Heiliger Gott:

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in der Höhe. Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosianna in der Höhe.

Wir beten mit Jesu Worten:

Vater unser und Abendmahl

Gott, Schöpfer der Natur und der Menschheit, zu dir beten wir: Höre unsere Stimme und die Stimme der Opfer aller Kriege und aller Gewalt unter Menschen und Völkern. Höre unsere Stimme und die Stimme aller Kinder, die leiden und weiter leiden werden, solange Menschen ihr Vertrauen auf Waffen und Kriege setzen. Höre unsere Stimme, wenn wir dich bitten, die Herzen aller Menschen zu erfüllen mit der Weisheit des Friedens, der Kraft der Gerechtigkeit und der Freude der Gemeinschaft. O Gott, höre unsere Stimme und schenke der Welt deinen ewigen Frieden!

Gott, Geist der Wahrheit, lass uns in Forschung und Technik stets der Grenzen bewusst bleiben, die uns Menschen gesetzt sind, dass nicht für einen Fortschritt um jeden Preis die Menschenwürde und Menschenleben aufs Spiel gesetzt werden.

Gott, Vater Jesu Christi, steh uns auch bei in den Stürmen unseres persönlichen Lebens: In Krankheit und Trauer, in Kummer und Streit, in Ausweglosigkeit und Verzweiflung. Höre unsere Stimme, wenn wir nicht mehr weiter wissen, und gib uns neue Kraft.

Insbesondere beten wir heute für …, die im Alter von 80 Jahren gestorben ist. Schenke ihr die ewige Ruhe in Deinem Reich und begleite die Angehörigen auf dem Weg ihrer Trauer. Amen.

Lied 611:

1) Harre, meine Seele, harre des Herrn! Alles ihm befehle, hilft er doch so gern. Sei unverzagt! Bald der Morgen tagt, und ein neuer Frühling folgt dem Winter nach. In allen Stürmen, in aller Not wird er dich beschirmen, der treue Gott.

2) Harre, meine Seele, harre des Herrn! Alles ihm befehle, hilft er doch so gern. Wenn alles bricht, Gott verlässt uns nicht; größer als der Helfer ist die Not ja nicht. Ewige Treue, Retter in Not, rett auch unsre Seele, du treuer Gott!

Abkündigungen

Und nun lasst uns mit Gottes Segen in den Sonntag gehen – wer möchte, ist im Anschluss noch herzlich zum Beisammensein mit Kaffee oder Tee im Gemeindesaal eingeladen.

Der Herr segne euch und er behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch seinen Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

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