Spielzeug-Erntedankfest

Wir können auch für Spielzeug danken und dafür, dass Menschen arbeiten können und Arbeit haben.

Spielszene mit den Handpuppen Lutz und Gabi beim Spielzeug-Erntedankfest der Paulus-Kita im September 2005

Lutz, Gabi und Fischli beim Spielzeug-Erntedankfest der Paulus-Kita-Kinder

Lutz, Gabi und Fischli beim Spielzeug-Erntedankfest der Paulus-Kita-Kinder

Gabi: Hallo Kinder! Hallo Lutz!

Lutz: Hallo Kinder! Hallo Gabi!

Gabi: Lutz, weißt du eigentlich, was am Sonntag hier in der Pauluskirche gefeiert wird?

Lutz: Nee, weiß nicht. Ist ja nichts Besonderes zu sehen in der Kirche.

Gabi: Stimmt. Aber am Samstag, da bringen Leute ganz viele Sachen aus ihrem Garten und schmücken den Altar.

Lutz: Ein Alter wird geschmückt? Aber heute sind hier gar keine alten Leute in der Kirche. Da sind ganz viele Kinder und ein paar Frauen. Die sind alle gaaaaaaanz jung und überhaupt nicht alt. Ach, du meinst den Pfarrer Schütz, der ist schon ein alter Mann. Wird der Pfarrer geschmückt? Mit einem Blumenkranz auf den Kopf?

Gabi: Lutz, hör doch mal genau zu, ich habe nicht Alteeeeeer gesagt, sondern Altaaaaaar! Und außerdem ist der Pfarrer Schütz noch gar nicht sooooooo alt. Und der wird auch nicht geschmückt. Der hat doch in der Kirche immer seinen Talar an, und das reicht ihm.

Lutz: Altaaaar, Talaaaar – lauter schwere Wörter. Was ist denn jetzt wieder ein Talar?

Gabi: Das ist der schwarze Mantel, den der Pfarrer heute auch anhat.

Lutz: Und der wird am Samstag bunt geschmückt, weil er immer so traurig aussieht?

Gabi: Nein, Lutz, nicht der Talaaaar vom Pfarrer wird geschmückt, sondern der Altaaaar. Das ist der Tisch da vorn in der Kirche, wo die Kerzen und die Blumen und die Bibel drauf liegen. Und das Kreuz von dem Jesus steht da drauf. Und am Sonntag liegt da auch Obst und Gemüse drauf, und vielleicht auch ein Brot und ein Kürbis.

Lutz: Warum das denn? Wollen die Leute in der Kirche kochen und das alles aufessen?

Gabi: Ach Lutz, du verstehst aber auch gar nichts. Am Sonntag ist Erntedankfest, und die Leute bringen Sachen in die Kirche, die sie im Garten geerntet haben. Am Erntedankfest danken wir Gott dafür, dass er das Korn und die Früchte und das Gemüse hat wachsen lassen. Wir sagen Gott danke, dass wir satt werden und nicht hungern müssen.

Erntedanklied

Wir pflügen, und wir streuen den Samen auf das Land,
doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand:
der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf
und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.

Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her,
der Strohhalm und die Sterne, der Sperling und das Meer.
Von ihm sind Büsch und Blätter und Korn und Obst von ihm,
das schöne Frühlingswetter und Schnee und Ungestüm.

Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

2005-09-29-spielzeug-erntedank-09

Lutz: Aber die Kinder sind heute schon hier. Was wollen die denn heute machen?

Gabi: Die wollen heute schon Erntedankfest feiern. Am Sonntag ist der Kindergarten ja zu.

Fischli: He, ihr beiden!

Lutz: Hallo Fischli!

Gabi: He, Fischli, was machst du denn hier?

Fischli: Ich will auch mit den Kindern Erntedankfest feiern.

Lutz: Aber das geht doch gar nicht. Die ganzen schönen Sachen liegen noch gar nicht auf dem Talaaaar, ääääh, auf dem Altaaaaaar.

Gabi: Also, Kinder, ihr müsst Sonntag mit euren Eltern noch mal in die Kirche kommen.

Fischli: Das wäre aber schade, wenn die Kinder jetzt einfach wieder weggehen müssten, ohne Erntedankfest zu feiern.

Gabi: Aber richtig Erntedankfest feiern, das geht doch nur, wenn der Altar schön geschmückt ist mit all den Sachen, für die wir danken können.

Fischli: Die Kinder haben aber doch auch was in die Kirche mitgebracht.

Gabi: Wieso? Ich sehe gar keine Kürbisse und keine Kartoffeln und keine Tomaten.

Fischli: Solche Sachen aus dem Garten haben die Kinder heute ja auch nicht mitgebracht, aber etwas anderes, etwas noch Schöneres.

Gabi: Habt ihr wirklich etwas so Schönes mitgebracht, Kinder? Was denn?

Kinder: – zeigen ihre Lieblingsspielsachen –

Lieblingsspielzeug der Kita-Kinder auf dem Altar der Pauluskirche - Puppe, Teddy, Lastwagen, Zeichenbrett usw.

Lutz: Aber kann man Gott denn auch für Spielsachen danken? Die wachsen doch gar nicht im Garten. Die kommen nicht aus dem Boden raus. Und sie wachsen auch nicht wie Äpfel auf Bäumen.

Fischli: Aber was meinst du denn, wo die Spielsachen herkommen?

Lutz: Aus dem Spielzeugladen. Da kann man die kaufen.

Fischli: Und wo waren die Spielsachen vorher? Wer hat sie gemacht?

Lutz: Weiß ich nicht. Weißt du das, Gabi?

Gabi: Ich glaube, in der Spielzeugfabrik. Da sind Arbeiter, und die haben Maschinen, und mit den Maschinen bauen die die Spielzeuge zusammen.

Fischli: Und woraus machen die Arbeiter das Spielzeug? Aus was ist ein Spielzeugauto gemacht?

Lutz: Das weiß ich. Aus Eisen. Oder aus Holz. Oder aus Plastik.

Fischli: Und wo kommt das alles her?

Lutz: Holz wächst am Baum. Ein Baumstamm ist aus Holz. Aaaah, und Gott lässt den Baum wachsen. Dafür danken wir Gott.

Gabi: Und Eisen gibt es in der Erde, tief unten drin. Die Menschen holen es raus, aber sie haben es nicht reingetan. Wir danken Gott dafür, dass es in der Erde auch Eisen gibt.

Puppen, Kuscheltiere und andere Spielsachen auf dem Altar der Pauluskirche

Lutz: Aber wo das Plastik herkommt, das weiß ich nicht.

Gabi: Plastik wird, glaube ich, aus Erdöl gemacht. Und das ist auch unten in der Erde. Und dafür danken wir Gott auch.

Lutz: Aber alles andere machen die Menschen. Dafür müssen wir nicht Gott danken.

Fischli: Warum nicht? Wenn Menschen arbeiten können und Arbeit haben, dann sind wir Gott auch dafür dankbar.

Lutz: Und wenn einer keine Arbeit hat? Ist dann Gott daran schuld?

Gabi: Nein, Lutz, das nicht. Aber Gott kann ihm Mut geben, dass er nicht aufgibt und immer weiter nach einer neuen Arbeitsstelle sucht.

Fischli: Ja, Gabi. Wisst ihr: Ohne Gott würden wir ja gar nicht leben. Gott schenkt uns Menschen das Leben. Und wenn ich lebe und gesund bin, dann freue ich mich und danke Gott dafür!

Lutz: Und wenn ich krank bin?

Gabi: Dann kannst du Gott bitten, dass du wieder gesund wirst.

Fischli: Und jetzt singen wir noch ein Lied vom Danke-Sagen!

Dank für die Sonne, Dank für den Wind

Megasketcher, Bob der Baumeister, Teddies und anderes Spielzeug beim Spielzeug-Erntedankfest vor dem Altarkreuz der Pauluskirche

Gebet

Lieber Gott, wir danken dir für unser Leben, für unser Essen und Trinken, für die Menschen, die für uns da sind.

Lieber Gott, wir danken dir für alles, was wir können, was wir schaffen und was uns Spaß macht.

Lieber Gott, wir danken dir für unser Spielzeug, dass es Eisen, Holz und Plastik gibt, woraus es hergestellt wird, dass es Arbeiter gibt, die es zusammenbauen, dass es Menschen gibt, die uns das Spielzeug gekauft und geschenkt haben, dass es Spaß macht damit zu spielen, dass wir Freunde haben, mit denen das Spielen noch mehr Spaß macht.

Amen.

Der gesamte Spielzeug-Erntedankfest-Altar in der Pauluskirche

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