Gehorsam der Liebe

Auch für Jesus war es nicht leicht, an der Liebe festzuhalten, als Menschen auf seine Liebe mit Hass und Gewalt antworteten und er nicht mit Gewalt zurückschlagen wollte. Aber nicht einmal ein so schrecklicher Tod, wie ihn Jesus am Kreuz erlitten hat, konnte seine Liebe aufhören lassen. Denn in Jesus war die Liebe von Gott selbst lebendig, Gottes heiliger Geist.

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Gottes sanfte Behutsamkeit

Was von Gott zu erwarten ist, beschreibt er selbst mit dem Wort „Recht“, nicht mit dem Wort „Liebe“. Menschen sollen nicht von oben herab gnädig mit ein bisschen Nettigkeit abgespeist werden. In Freiheit leben, unter menschen­würdigen Bedingungen arbeiten, satt werden, die Chance haben, liebevolle Beziehungen zu pflegen und Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen, das will Gott für alle Menschen.

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„Und der Tote fing an zu reden…“

Deutungsmöglichkeiten der Erzählung von der Auferweckung des Jünglings zu Nain. Kann der harte Satz „Weine nicht!“ Jesu auch eine Reaktion sein auf ein Selbstmitleid einer Mutter, die ihrem Sohn selbst, ohne es bewusst zu wollen, keinen Raum zum Leben gelassen hat? Jesus gibt ihr den Sohn zurück als einen, der in eigener Sache reden, sein eigenes Leben leben darf.

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Blinder Jünger Jesu

„Sehende Augen für die Blinden?“ John Hull sagt zu Jesus: „Ich lebe immer im Dunkeln. Aber wer im Dunkeln lebt, ist für dich der Inbegriff des Bösen. Auch ich will Kind des Lichts sein, wenn mit diesem Licht Gottes Liebe gemeint ist! Du musst mich nicht heilen, aber würdest du mich als deinen Jünger annehmen, auch wenn ich blind bleibe?“

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Jesus, der Sündenbock

Erica Chenoweth und Maria J. Stephan untersuchten den Erfolg von Aufständen und Revolutionen in den Jahren zwischen 1900 und 2006. 323 solche Fälle untersuchten sie, davon waren 105 gewaltfrei und 218 bewaffnet. Das Ergebnis der Studie war erstaunlich. Gewaltfreier Widerstand war nahezu zwei Mal so erfolgreich wie bewaffnete Aufstände. Man denke zum Beispiel an die Beendigung der Apartheid in Südafrika.

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Wie kann Jesus Gottes Sohn sein?

„Weihnachten ist Geburtstag“, daran erinnert unsere Landeskirche in einem Brief, den vielleicht auch Sie erhalten haben. Weihnachten mag auch noch vieles andere geworden sein, ein stimmungsvolles Fest, das nicht nur Christen feiern, eine Zeit, in der man sich nach Harmonie und Besinnlichkeit sehnt, aber Hektik und Kommerz beklagt und mit inneren oder äußeren Konflikten dann oft doch nicht fertig wird.

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In Gedanken, Worten, Taten „sauber“ bleiben

Der Epheserbrief warnt vor Unzucht, Unreinheit und Habsucht. Unzucht heißt, einen anderen Menschen nur wie einen Gegenstand zu benutzen, seine Würde mit Füßen zu treten. Unreinheit ist die Beschmutzung der eigenen Seele durch Unehrlichkeit und Hintergedanken und durch die Beleidigung anderer. Das Thema Habsucht ist aktuell, weil unser ganzes Wirtschaftssystem darauf aufbaut, dass jeder möglichst viel verdienen will und soll.

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Drei Versuchungen für Jesus: Hunger – Macht – Geborgenheit

Jesus sagt dem Teufel: Wahres Brot, das wirklich satt macht, finden wir Menschen auf einem Weg, den wir mit Gott gehen und der aus dem Land der Gier und der Sklaverei ins Land der Freiheit führt. Dieser Weg führt mitten durch die Wüste, die Entbehrung, damit wir Demut lernen. Sattwerden gelingt nur, wenn auch unser Nächster satt wird.

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Jesus: Gottes und Adams Sohn

Der 77. und letzte Name in der Generationenfolge lässt mich stutzen. Lukas hört nicht bei Adam auf, sondern endet mit: „des Gottes“. Als ob Adam ein leiblich von Gott gezeugter Sohn wäre. Aber Adam ist von Gott geschaffen, nicht gezeugt. Geschaffen allerdings als Ebenbild Gottes. Lukas deutet an: Stellt euch Jesus vor wie Adam, bevor er die erste Sünde beging.

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Zwölf Jahre alt

Was einer lernen muss, um der Sohn Gottes zu werden. Jesus ist ein Konfirmand und macht seinen Eltern Sorgen wie alle anderen. Zugleich wächst in ihm etwas heran, was er nicht von seinen irdischen Eltern oder den Lehrern Israels hat, sondern was nur von Gott selber kommen kann: die vollkommene Übereinstimmung seines Willens mit dem Willen des Vaters im Himmel.

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