Evangelium heißt Frohe Botschaft. Die vier Bücher, die so heißen, sind verfasst worden, um nach der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 über das Vertrauen auf Jesus angesichts dieser Katastrophe neu nachzudenken. Matthäus geht es darum, dass die Tora, wie sie in der Heiligen Schrift Israels überliefert ist, bewahrt bleibt und dass durch den Messias Israels allen Völkern der Zugang zu ihr geöffnet wird.

Ist es so neu, die Evangelien als Heide zu lesen?

Der katholische Bibelwissenschaftler Marius Reiser liest die Anfänge der Evangelien mit den Augen des römischen Schriftstellers Plutarch als vier miteinander zusammenstimmende Lebensbilder des Gottessohnes Jesus. Unter Berufung auf Andreas Bedenbender, Frans Breukelman und Ton Veerkamp plädiere ich dafür, endlich den jüdischen Hintergrund des Neuen Testaments ernst zu nehmen, da die Evangelien lange genug einseitig heidenchristlich ausgelegt worden sind.

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An Heiligabend über Hesekiel 37, 24-28 predigen?

Ist es sinnvoll, an Heiligabend über einen Text aus dem Buch Hesekiel zu predigen, der mit den Worten beginnt: „Und mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie alle…“? Der Leserbriefschreiber Klaus Nürnberger hält die von Hesekiel proklamierten Gottesworte für völlig überholt, für zementierte Tradition. Ich widerspreche ihm meinerseits in einer Zuschrift ans Deutsche Pfarrerblatt.

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Jesus wa(h)r menschlich. Irrtümer im Neuen Testament?

Ein Buch von Walter-Jörg Langbein regt dazu an, sich mit Irrtümern auseinanderzusetzen, die angeblich oder wirklich im Neuen Testament vorhanden oder aber ihm als Bibelkritiker unterlaufen sind. Jesus verkörpert jedenfalls auch als Mensch, der irren konnte, die wahre Menschlichkeit, nach der Gott uns alle zu seinem Ebenbild der Liebe erschuf, ist er doch wahrer Gott UND wahrer Mensch zugleich!

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Die Reue des Judas und der Töpferacker

Mitten in die Leidensgeschichte Jesu schiebt der Evangelist Matthäus eine knappe Erzählung von Verrat und Reue und ihren Folgen ein und lässt erahnen, in welche Welt von Unrecht, Gewalt, Schuld und Verzweiflung Jesus als Befreier hereingekommen ist. Dabei verweist er zwischen den Zeilen auf Worte der Propheten Israels, die die Hoffnung nicht aufgeben, dass Menschen zur Umkehr fähig sind.

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Zufriedenheit im Gottvertrauen

„Was langsam schleicht, fasst man gewisser, und was verzieht, ist desto süßer.“ Eins der Bilder, die uns Paul Gerhardt vor Augen malt, ist lustig: Gottes Hilfe schleicht wie eine Schnecke, so dass wir fast die Geduld verlieren. So haben wir Zeit, uns auf sie einzustellen, uns auf sie einzustellen und mit Gewissheit anzunehmen. Vorfreude versüßt ja auch schon die Wartezeit.

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Weihnachtsfreude für Bethlehems Kinder?

Bild: Helmut Schütz

Wie kann Weihnachtsfreude von Bethlehem ausgehen, wenn König Herodes die kleinen Kinder dieser Stadt ermorden lässt? Der Evangelist Matthäus hält der Trostlosigkeit der Mütter Stand, versinkt aber nicht in abgrundtiefer Trauer. Er tut das, indem er Worte des Propheten Jeremia in Erinnerung ruft, die von Rama und den Kindern Rahels erzählen, vor allem von Gottes erstgeborenem Sohn Ephraim.

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Brüderliche Menschheit

Der Brudermörder Kain will Gott aus den Augen kommen und zieht ins Land Nod, ins „Land der Flucht“, jenseits von Eden. Ist damit die biblische Vision einer „brüderlichen Menschheit“ am Ende? Nachdem in der fünften Generation nach Kain ein sexistischer Maulheld ein böses Lied singt, kommt es zu einem Neuanfang der Menschheit mit (kaum zu glauben!) einem Nachkommen Abels.

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„Nicht Frieden, sondern das Schwert“

Jesus sagt: „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen auf die Erde“? Widerspricht das nicht allem, was wir von Jesus wissen? Jesus will doch, dass wir Frieden machen. Aber worin besteht die Chance zur Heilung der Zerrissenheit, die wir in Familien, in der Gesellschaft und zwischen Völkern erleben?

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Gleichnisse Jesu nach Markus, Matthäus und Lukas

Gottesdienste zur Lehre Jesu in bildhaften Erzählungen vom Reich Gottes. Jesus hat seine Lehre oft und gern in der Form von Gleichnissen vorgetragen. Trotz ihrer Anschaulichkeit sind sie oft nicht leicht zu verstehen; schon die Jünger Jesu erbaten hin und wieder von ihm eine nähere Erläuterung. Gleichnisse stehen allerdings nur in den drei ersten Evangelien, nicht im Evangelium nach Johannes.

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Jesu Wundertaten

Gottesdienste zu den Wundergeschichten der vier Evangelien. Die Bibel handelt von der wunderbaren Verwandlung des menschlichen Lebens unter dem Einfluss von Gottvertrauen, Liebe und Hoffnung.  In den folgenden Gottesdiensten geht es um Geschichten, in denen Taten Jesu geschildert werden, die man in besonderer Weise als „Wunder“ bezeichnet und die in der Regel damit zu tun haben, dass Menschen heil werden.

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