Lieb wie ein Engel Gottes

Von Engeln und von Liebe handelt auch die Taufansprache, denn zwei von den Kindern, die wir heute taufen, bekommen einen Taufspruch, der uns an die Engel Gottes erinnert, und die Taufsprüche der beiden anderen Kinder handeln von der Liebe, die wir von Gott geschenkt bekommen.

Rotes Herz mit Fraktalen im Innern, die an Engelsflügel erinnern

Der Taufgottesdienst dreht sich um die Liebe und um Engel (Bild: pixabay.com)

#predigtTaufgottesdienst am Sonntag, 8. August 2010, um 10.00 Uhr in der evangelischen Pauluskirche Gießen
Orgelvorspiel und Einzug der Tauffamilien

Guten Morgen, liebe Gemeinde!

Zum Taufgottesdienst mit dem Thema: „Lieb wie ein Engel Gottes“ begrüße ich alle herzlich in der Pauluskirche. Vier Kinder aus drei Familien werden wir heute taufen: … . Wir heißen sie alle, gemeinsam mit ihren Familien und mit den Paten der Kinder herzlich willkommen!

Und noch jemanden begrüßen wir besonders: Frau … . Sie ist neu in unseren Kirchenvorstand aufgenommen worden, und wir führen sie heute feierlich in ihr Amt ein.

Lied 322, 1-5:

1) Nun danket all und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt, dem, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeld’t.

2) Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge tut;

3) der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält und, wo kein Mensch nicht helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt;

4) der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet guten Muts, die Straf erlässt, die Schuld vergibt und tut uns alles Guts.

5) Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. „Amen.“

Wir beten mit Worten aus dem Psalm 34:

2 Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.

4 Preist mit mir den HERRN und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!

5 Als ich den HERRN suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.

6 Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude, und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.

7 Als einer im Elend rief, hörte der HERR und half ihm aus allen seinen Nöten.

8 Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Großer Gott, du bist unsichtbar, und, wie du für uns da bist in deiner Allmacht und deiner unendlich großen Liebe, das können wir mit unserem Verstand nicht begreifen. Darum bist du für viele Menschen sehr fremd und fern. Aber viele spüren doch deine Nähe, indem sie sich von Engeln umgeben fühlen. Schon in der Bibel heißt es, dass dich ein ganzes Heer von Engelmächten umgibt. Sie loben und preisen dich im Himmel, und du sendest sie aus, damit sie uns behüten und begleiten, uns Botschaften ausrichten und auf gute Wege führen. Gott, lass uns deine Nähe spüren, auf welche Weise auch immer, und deinen Willen erfahren!

Herr, erbarme dich! „Herr, erbarme dich, Christe, erbarme dich, Herr, erbarm dich über uns!“
Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel

Lasst uns Gott danken für seine Engelmächte und ihm lobsingen! „Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist gross Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende.

Der Herr sei mit euch! „Und mit deinem Geist!“

Großer Gott, sende deine Engel zu uns, die uns beistehen, uns mit Liebe erfüllen und auf die Sprünge helfen. Lass uns offen sein für die Botschaft deiner Engel, ob sie unsichtbar bei uns sind oder uns in menschlicher Gestalt begegnen. Darum bitten wir dich im Namen Jesu Christi, unseres Herrn. „Amen.“

Wir hören die Lesung aus dem Brief an die Hebräer 13, 1-2:

1 Bleibt fest in der [geschwisterlichen] Liebe.

2 Gastfrei zu sein, vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.

Herr, dein Wort ist unseres Fußes Leuchte und ein Licht auf unserem Wege. Halleluja! „Halleluja, Halleluja, Halleluja!“

Wir singen vor der Taufe aus dem Lied 203 die Strophen 4 bis 6 – darunter auch eine Strophe, in der Engel vorkommen:

4. Ich bitt, lass dir befohlen sein, ach lieber Herr, dies Kindelein, behüte es vor allem Leid und alle in der Christenheit.

5. Durch deine Engel es bewahr vor Unfall, Schaden und Gefahr; erbarm dich seiner gnädiglich, gib deinen Segen mildiglich.

6. Gib Gnad, dass es gerate wohl zu deinen Ehrn und Wohlgefalln, auf dass es hier gottseliglich, hernach auch lebe ewiglich.

Liebe Tauffamilien, liebe Paten, liebe Gemeinde!

Du bist mir lieb wie ein Engel Gottes.

So wird in der Bibel einmal David angeredet (1. Samuel 29, 9). David, der frühere Hirtenjunge, David der Psalmdichter und Harfenspieler, David, der spätere König von Israel. Als er so angeredet wird, ist er so etwas wie ein Fremdenlegionär im Dienst eines ausländischen Königs, und es ist sein Dienstherr Achisch, der König von Gat, der ihn mit einem Engel vergleicht. Über Völkergrenzen und religiöse Unterschiede hinweg können Menschen einander zu Engeln werden, und das heißt zugleich: sie können einander „lieb“ werden, so dass einer für den andern eintritt und Feindschaft überwunden wird.

Von Engeln und von Liebe handelt auch diese Taufansprache, denn zwei von den Kindern, die wir heute taufen, bekommen einen Taufspruch, der uns an die Engel Gottes erinnert, und die Taufsprüche der beiden anderen Kinder handeln von der Liebe, die wir von Gott geschenkt bekommen. Letzten Endes sind unsere Kinder selbst ein Geschenk von Gott an uns, damit wir in Liebe für sie da sind, wie Johann Wolfgang von Goethe es einmal ausdrückte: „Wir können Kinder nach unserem Sinne nicht formen; so wie Gott sie uns gab, so muss man sie haben und lieben.“

Für Ihren Sohn … haben Sie, liebe Frau …, Psalm 91, 11-12, als Taufspruch ausgesucht:

[Gott] hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.

Wenn wir dieses Wort wirklich ernstnehmen wollen, dann müssen wir sehen, dass das Bildersprache ist. Denn mit vier Jahren ist … ja nun zu alt, um buchstäblich immer auf Händen getragen zu werden, obwohl es manchmal vielleicht doch ganz bequem wäre. Im Regelfall gehen wir unsere Wege auf eigenen Füßen, und doch brauchen wir das Gefühl, getragen zu sein, sicheren Boden unter unseren Füßen zu haben. Für jedes Menschenkind ist ungewiss, was ihm die Zukunft bringen mag; um so wichtiger ist es, vertrauensvoll und zuversichtlich seinen Weg gehen zu können.

Und die Steine auf dem Weg? Es gibt wohl kein Leben ohne steinige Wege und keinen kleinen Jungen, der nicht auch mal über einen Stein stolpert und hinfällt. Gottes Engel brauchen wir, wenn‛s gefährlicher wird; vor allem ist es gut, wenn ein Kind hilfreiche Engel hat, die es auf die großen Stolperfallen im Leben aufmerksam machen, um sich nicht mutwillig in Gefahr zu begeben oder vom rechten Weg abzukommen.

Liebe …, du hast für deine Tochter … in Absprache mit ihrem Vater auch Psalm 91, 11 ausgesucht und dazu ein anderes Wort aus dem 1. Buch Mose – Genesis 12, 2:

[Gott] hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.

[Er spricht:] Ich … will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.

Wenn wir diese beiden Verse zusammen hören, wird deutlich, auf welche Weise Gottes Engel ein Kind behüten und begleiten. Engel sind die verlängerten Arme Gottes, die ein Kind Gottes Segen spüren lassen.

Auch deine Tochter wird gesegnet, das heißt, sie soll alles zum Leben bekommen, was sie braucht, vor allem genug Liebe.

Sie bekommt einen großen Namen, das heißt, sie ist wichtig und wertvoll in Gottes Augen.

Und sie soll ein Segen sein, das heißt, sie soll das, was sie selber an Liebe und Aufmerksamkeit bekommt, auch anderen weitergeben.

Die beiden anderen Kinder, die wir taufen, sind Geschwister. … Die Taufsprüche, die Sie, liebe Frau …, für die beiden ausgesucht haben, drehen sich um die Liebe.

… bekommt aus 1. Korinther 16, 14:

Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen.

Und … aus dem gleichen Brief des Apostels Paulus, 1. Korinther 13, 13:

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Für Paulus ist die Liebe buchstäblich das Größte, größer noch als der Glaube an Gott und als die Hoffnung. Glaube und Hoffnung tragen uns durchs Leben, durch Liebe werden wir fähig, auch andere durchs Leben zu tragen.

Liebe ist das größte Geschenk, das wir von Gott bekommen. Ja, Gott selber ist die Liebe, und wenn wir von Liebe erfüllt werden, dann ist sozusagen ein Stück von Gott selber in uns drin. Liebe bleibt aber nie nur innen in uns drin, sie strahlt nach außen und bringt uns dazu, mit anderen lieb umzugehen und für sie da zu sein. Das schließt nicht aus, sondern gerade ein, dass wir hart gegen Unrecht vorgehen und konsequent notwendige Grenzen setzen und durchsetzen, auch in der Erziehung unserer Kinder. Wer liebt, muss kein Weichei sein und lässt nichts durchgehen, womit ein Kind sich selber oder anderen schadet.

Bevor wir nun diese vier Kinder taufen, sprechen wir gemeinsam das Glaubensbekenntnis, stellvertretend auch für die Taufkinder:

Glaubensbekenntnis und Taufen
Lied: Jedes Kind braucht einen Engel

Liebe Gemeinde, bevor ich heute auf die Kanzel gehe und eine kurze Predigt halte, erfülle ich gerne noch eine andere Aufgabe. Denn ich darf ein neues Mitglied des Kirchenvorstands feierlich ins Amt einführen.

Vor drei Monaten hat unser jüngster Kirchenvorsteher … aus persönlichen Gründen sein Amt leider bereits nach einem halben Jahr niedergelegt. Wir haben seine Gründe verstanden und akzeptiert.

Heute freuen wir uns darüber, dass diese Lücke geschlossen werden konnte. Denn der Kirchenvorstand der Evangelischen Paulusgemeinde Gießen hat mit Wirkung vom 1. August 2010 Frau … als Kirchenvorsteherin in seine Reihen nachgewählt.

Das Kirchenvorsteheramt ist ein verantwortungsvoller Dienst. Der Kirchenvorstand hat viele weitreichende Beschlüsse zu fassen und trägt die leitende Verantwortung in der Kirchengemeinde.

In der Kirchenordnung unserer Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau steht dazu wörtlich: „Die Mitglieder des Kirchenvorstandes haben ihre Entscheidungen als Glieder der Gemeinde Jesu Christi allein in der Bindung an Gottes Wort und in der Treue gegen Bekenntnis und Ordnung der Gemeinde und Kirche zu treffen und sind an keinerlei sonstige Weisungen gebunden. Sie versehen ihre einzelnen Dienste nach den Beschlüssen des Kirchenvorstandes.“ Ich bitte Sie nun, nach vorn zu kommen, liebe Frau …, um Ihr Versprechen als Kirchenvorsteherin abzulegen.

…, geloben Sie vor Gott und dieser Gemeinde, den Ihnen anvertrauten Dienst sorgfältig und treu zu tun in der Bindung an Gottes Wort, gemäß dem Bekenntnis und nach den Ordnungen unserer Kirche und unserer Gemeinde?

So antworten Sie: „Ja, mit Gottes Hilfe!“

Liebe Frau …, damit treten Sie Ihren Dienst als Kirchenvorsteherin in der Paulusgemeinde Gießen an. Ich bin zuversichtlich: auch Ihre Stimme und Ihr Einsatz wird in unserem sehr engagierten Kirchenvorstand zum Tragen kommen! Ich wünsche Ihnen für Ihren Dienst Gottes Segen!

Wir singen das Segenslied auf dem Liedblatt. Solchen Segen wünschen wir Ihnen und allen Mitgliedern im Kirchenvorstand, den Taufkindern und ihren Familien und uns allen:

Einen Mund, ein gutes Wort zu sprechen
Gott gebe uns ein Herz für sein Wort und Worte für unser Herz. Amen.

Liebe Gemeinde!

Du bist mir lieb wie ein Engel Gottes.

Das sagt König Achisch (1. Samuel 29, 9) zu seinem Fremdenlegionär David. Wie oft können wir das zu Menschen aus unserer Umgebung sagen? Überlegen wir mal, wen kennen wir, demgegenüber wir so empfinden? Vielleicht unseren Ehepartner, eine besonders liebe Freundin, unseren Taufpaten? Vertraute Menschen, denen wir im Notfall unser Herz ausschütten würden, können für uns wie Engel sein.

Vorhin haben wir aber noch eine andere Stelle aus der Bibel gehört, da hieß es im Brief an die Hebräer 13, 1-2:

1 Bleibt fest in der [geschwisterlichen] Liebe.

2 Gastfrei zu sein, vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.

Also kann es vorkommen: man begegnet einem wildfremden Menschen, kommt ins Gespräch mit ihm und hilft ihm aus, lässt ihn vielleicht bei sich übernachten, und irgendwann stellt sich heraus: Es war ein Segen, ihn nicht zurückgewiesen zu haben. Er muss ein Engel gewesen sein!

Im Internet fand ich zu diesem Thema „eine kleine Geschichte für liebe Menschen“:

Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer reichen Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und ließ die Engel nicht im Gästezimmer schlafen. Stattdessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: „Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.“

In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem eigenen Bett schlafen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld.

Als die Engel weggegangen waren, fuhr der jüngere Engel wütend den älteren an: „Wir konntest du das geschehen lassen! Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm. Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben.“

Da sagte der ältere Engel noch einmal: „Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.“ Und er erklärte: „Als wir im kalten Keller der reichen Familie ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, so dass er sein Gold nicht mehr finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen. Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.“

Die beiden Verse aus dem Hebräerbrief, die wir vorhin nach der Lutherübersetzung gehört haben, sind in der Zürcher Bibel übrigens noch schöner und klarer übersetzt. Luther stellt ja die geschwisterliche Liebe im ersten Vers und die Gastfreundschaft im zweiten einfach aufzählend nebeneinander. Die Zürcher Übersetzung stellt beide Verse schön einander gegenüber:

1 Die Liebe zu denen, die euch vertraut sind, bleibe!

2 Die Liebe zu denen, die euch fremd sind, aber vergesst nicht – so haben manche, ohne es zu wissen, Engel beherbergt.

So wird die Aussage noch deutlicher:

Dass wir diejenigen lieben, die uns nahestehen und vertraut sind, ist eigentlich klar, und das soll auch so bleiben.

Aber auch Fremden gegenüber sollen wir uns nicht grundsätzlich verschließen, und das nicht nur, weil sie vielleicht auf unsere Hilfe angewiesen sind; nein, sie könnten uns von Gott gesandt sein, um uns auf eine Weise beizustehen, die wir nicht ahnen. Amen.

Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben. Amen.
Lied 393, 6-8:

6. Kommt, Kinder, lasst uns gehen, der Vater gehet mit; er selbst will bei uns stehen bei jedem sauren Tritt; er will uns machen Mut, mit süßen Sonnenblicken uns locken und erquicken; ach ja, wir haben’s gut, ach ja, wir haben’s gut.

7. Kommt, Kinder, lasst uns wandern, wir gehen Hand in Hand; eins freuet sich am andern in diesem wilden Land. Kommt, lasst uns kindlich sein, uns auf dem Weg nicht streiten; die Engel selbst begleiten als Brüder unsre Reihn, als Brüder unsre Reihn.

8. Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu; man trag, man helfe allen, man pflanze Lieb und Ruh. Kommt, bindet fester an; ein jeder sei der Kleinste, doch auch wohl gern der Reinste auf unsrer Liebesbahn, auf unsrer Liebesbahn.

Großer Gott, wir bitten dich für die Kinder, die wir getauft haben. Hilf uns, als Christen zu leben und unsere Kinder so zu erziehen, dass ihr Vertrauen zu dir geweckt und gestärkt wird.

Großer Gott, wir bitten dich für alle, die haupt-, neben- und ehrenamtlich für unsere Gemeinde und den Kindergarten arbeiten, insbesondere im Kirchenvorstand und zur Zeit auch auf der Baustelle im Untergeschoss des Gemeindezentrums. Lass gelingen, was wir in deinem Auftrag und zum Wohl der Menschen tun.

Großer Gott, wir bitten dich für …, der im Alter von … Jahren gestorben ist und den wir in der vergangenen Woche bestattet haben. Wir vertrauen ihn deiner Liebe an, so dass er in dir Ruhe und Frieden findet für seine Seele und in deiner Allwissenheit die Antwort auf alle Fragen. Stehe seinen Eltern und Geschwistern bei, auch allen Angehörigen und Freunden, und lass deine Engel um sie sein, damit sie ihre Trauer bewältigen können und alles, was sie belastet.

In der Stille bringen wir vor Gott, was wir außerdem auf dem Herzen haben:

Gebetsstille und Vater unser
Lied 559: Welcher Engel wird uns sagen, dass das Leben weitergeht
Abkündigungen

Der Herr segne dich und er behüte dich. Er lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Er wende sein Angesicht dir zu und gebe dir Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

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