Noch eine Woche bis zur großen Festwoche…

Ist auch hier in der Kirche ein Platz für jeden, ohne dass er schief angesehen wird? Ist in Gruppen unserer Gemeinde und auch in Gesprächen zwischen einzelnen Menschen ein Ort, wo alles ausgesprochen werden kann, was jemand auf dem Herzen hat? Das fängt damit an, dass wir einsehen: Es muss keiner besonders fromm sein, um in der Gemeinde mitzumachen.

Eine Woche vor der Festwoche denke ich über den Kirchenbesuch nach: Bild eines Mannes in der Kirchenbank einer alten Kirche

Ist jeder in der Kirche willkommen? (Bild: Free-Photos – pixabay.com)

#predigtGottesdienst am Sonntag, 16. Juni 1985 (2. Sonntag nach Trinitatis), um 9.30 Uhr in Heuchelheim, 10.30 Uhr in Reichelsheim und 13.00 Uhr in Dorn-Assenheim

Am 2. Sonntag nach Trinitatis, eine Woche vor unserer großen Festwoche in Reichelsheim, begrüße ich Sie und Euch alle herzlich im Gottesdienst! Eine Woche vor dem Jubiläumsfest der Kirche in Reichelsheim werde ich sicher auch heute noch einmal die Einladung wiederholen, doch an den Veranstaltungen, die so viel Vorbereitungsarbeit gekostet haben, teilzunehmen.

Doch im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes soll eine andere Einladung stehen, nämlich die Einladung Gottes an uns, sein Fest mit ihm zu feiern, seinen Gottesdienst ernster zu nehmen als wir es gewöhnlich tun, ihn, den lebendigen Gott, in unserem Leben wichtiger zu nehmen als alles andere.

Von dieser Einladung Gottes her bekommen auch alle unsere menschlichen Einladungen erst ihren Sinn. Vielleicht werden wir auch gelassener und behalten die Lust und Fähigkeit, wirklich mitzufeiern, gerade wenn wir unter dem Druck von Festvorbereitungen stehen oder wenn so viele Vereine und auch die Kirche erwarten, dass man überall mitmacht. So lasst uns nun von Gottes Einladung zuerst einmal ein fröhliches Lied singen:

Lied EKG 380 (EG 502), 1-3:

1. Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit! Lob ihn mit Schalle, werteste Christenheit! Er lässt dich freundlich zu sich laden; freue dich, Israel, seiner Gnaden, freue dich, Israel, seiner Gnaden!

2. Der Herr regieret über die ganze Welt; was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt; viel tausend Engel um ihn schweben, Psalter und Harfe ihm Ehre geben, Psalter und Harfe ihm Ehre geben.

3. Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein, zur grünen Weiden stellet euch willig ein; da lässt er uns sein Wort verkünden, machet uns ledig von allen Sünden, machet uns ledig von allen Sünden.

In Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes und dein Recht wie die große Tiefe. Herr, du hilfst Menschen und Tieren. Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben! Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom. Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. (Psalm 36. 6-10)

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehre sei dem Vater und des Sohne und dem heiligen Geiste wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Gott, unser Vater, wir haben genug zu essen und zu trinken. Und häufig meinen wir auch, dass wir unser Leben und seine Probleme schon aus eigener Kraft bewältigen werden. Aber dann fühlen wir uns auch wieder leer und ausgebrannt, mit unserem Latein am Ende, erschüttert von Konflikten, die wir längst bewältigt glaubten. Wenn wir uns stark fühlen, meinen wir dich nicht zu brauchen. Wenn wir uns schwach fühlen, denken wir: ob Gott wohl wirklich helfen kann? Nun bitten wir dich: gib uns den Hunger, den du allein stillen kannst, den Hunger nach deinem Wort, nach deiner Nähe. In den Augenblicken unserer Stärke und in den Zeiten unserer Schwäche gib uns das Verlangen nach dir, Gott! Du schenkst dich uns in Jesus Christus, unserem Herrn. „Amen.“

Wir hören die Schriftlesung aus dem Prophetenbuch des Jesaja 55, 1-3:

Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch! Warum zählt ihr Geld dar für das, was kein Brot ist, und sauren Verdienst für das, was nicht satt macht? Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben. Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben! Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen!

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja! „Halleluja, Halleluja, Halleluja!“

Lied EKG 214 (EG 250), 1-3:

1. Ich lobe dich von ganzer Seelen, dass du auf diesem Erdenkreis dir wollen eine Kirch erwählen zu deines Namens Lob und Preis, darinnen sich viel Menschen finden in einer heiligen Gemein, die da von allen ihren Sünden durch Christi Blut gewaschen sein.

2. Du rufest auch noch heutzutage, dass jedermann erscheinen soll; man höret immer deine Klage, dass nicht dein Haus will werden voll. Deswegen schickst du auf die Straßen, zu laden alle, die man find‘t; du willst auch die berufen lassen, die blind und lahm und elend sind.

3. Du, Gott, hast dir aus vielen Zungen der Völker eine Kirch gemacht, darin dein Lob dir wird gesungen in einer wunderschönen Pracht, die sämtlich unter Christus stehen als ihrem königlichen Haupt und in Gemeinschaft dies begehen, was jeder Christ von Herzen glaubt.

Gottes Liebe, die wir nicht verdient haben, sei mit uns allen. Amen.

Zur Predigt hören wir ein Gleichnis Jesu aus dem Evangelium nach Lukas 14, 16-24:

Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendessen und lud viele dazu ein. Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendessens, den Geladenen zu sagen: „Kommt, denn es ist alles bereit!“ Und sie fingen an alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: „Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen: Ich bitte dich, entschuldige mich.“ Und der zweite sprach: „Ich habe fünf Gespanne Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen. Ich bitte dich, entschuldige mich.“ Und er dritte sprach: „Ich habe eine Frau genommen, darum kann ich nicht kommen.“ Und der Knecht kam zurück und sagte das seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: „Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Lahmen herein.“ Und der Knecht sprach: „Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da.“ Und der Herr sprach zu dem Knecht: „Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie, hereinzukommen, dass mein Haus voll werde.“ Denn ich sage euch, dass keiner derer, die eingeladen waren, mein Abendmahl schmecken wird.

Liebe Gemeinde!

Dieser Hausherr kann doch mit Recht sauer sein auf die Gäste, die er eingeladen hat. Alle sagen sie ihm in letzter Minute ab, alle nehmen sie andere Dinge wichtiger als seine Einladung. Wir verstehen ihn gut.

Ich denke an die Sorgen, die ich mir mache wegen unserer Festwoche. Haben wir auch alles gründlich genug vorbereitet? Wird sich nicht irgendjemand übergangen fühlen? Wird es den Leuten nicht zu viel werden, wenn sie zu so vielen Veranstaltungen eingeladen werden? Wird das Wetter einladend sein? Wir wären sicher ziemlich enttäuscht, wenn nur wenige in der Festwoche mitfeiern würden.

Und nun hören wir, dass es Gott mit uns Menschen nicht anders geht, ja sogar noch schlimmer. Denn was wir gehört haben, war ja ein Gleichnis. Ein Gleichnis dafür, wie wir Menschen mit Gottes Einladung an uns umgehen. Gott will ein Fest mit uns feiern. Jeder Gottesdienst könnte so ein Fest sein. Wir sollen gar nichts tun dabei, sondern einfach feiern, uns einfach beschenken lassen, uns einfach einlassen auf das, was Gott Schönes und Liebes für uns tun will.

Aber wir haben immer wieder Ausreden. Andere Dinge sind uns wichtiger. Der Beruf, die Familie, unaufschiebbare Dinge gehen uns vor. Ja selbst wenn wir in den Gottesdienst gehen, sind wir manchmal nur halbherzig hier. Weil man ja mal wieder gehen müsste. Weil man ja als Christ, als Konfirmand, als Kirchenvorsteher gewisse Verpflichtungen hat. Und das ist dann vielleicht manchmal so, als wenn wir auf ein Vereinsfest gehen, nur um der Leute willen, weil wir jemanden nicht enttäuschen wollen, aber zum Feiern ist uns eigentlich gar nicht zumute.

Hier im Gottesdienst ist keine Pflichtveranstaltung für todernste Christen zu absolvieren. Ein Gottesdienst wird gefeiert oder es ist kein Gottesdienst. Gottesdienst heißt nicht in erster Linie, dass wir damit Gott einen Dienst tun (darauf wäre er nicht angewiesen), sondern dass Gott uns einen Dienst tut.

Das ist unwahrscheinlich schwer zu begreifen für uns, die wir gelernt haben, dass die Kirche es vor allem mit Verboten und Geboten zu tun habe. Du musst beten, du sollst in die Kirche gehen, du darfst nicht fluchen, du sollst keine Widerworte geben, du musst gehorsam sein – so haben es Generationen von Christen gelernt, das schien das Wichtigste am Glauben zu sein.

Aber wenn wir so denken, dürfen wir umdenken. Du musst, du sollst, du darfst nicht – das sind nicht die ersten Worte Gottes an uns. Sein erstes Wort ist eine Einladung. Kommt zu mir, ich will für euch da sein! Oder mit Jesu Worten (Matthäus 11, 28):

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken!

Wenn wir uns quälen mit Sorgen und Grübeleien, ob wir wohl alles recht machen werden, so sagt uns Jesus: „Kommt her, ich überfordere euch nicht. Schafft so viel ihr könnt, und ruht euch dann aus. Denn das Gelingen eurer Vorhaben könnt ihr sowieso nicht erzwingen. Genau so wenig, wie ihr das Wetter bei eurem Kirchenfest bestimmen könnt. Wenn euch etwas gelingt, wird es für euch wie ein Geschenk sein, über das ihr euch freuen könnt. Und darum hört auf, euch zu überfordern, euch noch das letzte abzuverlangen. Denn seht, damit macht ihr es auch den anderen schwer, wenn sie euch stöhnen sehen und ein schlechtes Gewissen kriegen, weil sie nicht so viel tun.“

Das ist etwas, was ich vor allem mir gesagt sein lassen muss. Was mir ungeheuer gut tut, wenn ich es so auf mich wirken lasse. Ich habe in den letzten Wochen viel gestöhnt wegen viel Arbeit in der Vorbereitung der Festwoche. Aber es ist schön, noch vor den Feierlichkeiten selbst zu hören: „Du kannst aufatmen. Du kannst auch selbst einmal zeitweise Fünfe grade sein lassen. Du kannst einmal einen Teil der Arbeit anderen überlassen. Du darfst auch als Veranstalter eines Festes dich aufs Mitfeiern einstellen.“

Das ist ein Beispiel gewesen. So lädt Gott die Arbeitsamen ein, die Beladenen, die Überlasteten. Wir könnten diese Einladung jetzt sogar zusammenfassen in einem Gebot (nach 2. Buch Mose – Exodus 20, 8):

Du sollst den Feiertag heiligen.

Aber aufgepasst! Gott will uns nicht zwingen: du musst in den Gottesdienst gehen! du darfst nur mit schlechtem Gewissen am Sonntag irgendwelche Arbeit tun! Sondern Gott gibt uns mit diesem Gebot die Erlaubnis, auch einmal auszuruhen von unserer Arbeit, und er gibt uns die heilsame Mahnung, dass wir mit unserer Arbeit und Leistung nicht alles machen und erreichen können, was wir wollen und schon gar nicht alles, was wir wirklich brauchen.

Es ist wohl kein Zufall, obwohl es uns erstaunt, dass der Hausherr im Gleichnis nach der Absage seiner Gäste, die alle etwas anderes vorhaben, die Armen und Behinderten der Stadt stattdessen einlädt. Die wissen anscheinend mehr mit der Einladung anzufangen, weil sie früher als die Reichen und Gesunden an ihre Grenzen gestoßen sind, weil sie schon schmerzhafter gespürt haben, wie sehr sie auf andere angewiesen sind. Aber machen wir uns nichts vor: Keiner kann für sich allein leben, keiner kann sich allein der Nächste sein, jeder ist auf andere angewiesen, wenn er Mensch bleiben will, Liebe erfahren will, wenn er nicht seelisch verkümmern will.

Ist auch hier in der Kirche ein Platz für jeden, ohne dass er schief angesehen wird? Ist in Gruppen unserer Gemeinde und auch in Gesprächen und Besuchen zwischen einzelnen Menschen aus unserer Gemeinde ein Ort, wo alles ausgesprochen werden kann, was jemand auf dem Herzen hat? Das fängt damit an, dass wir einsehen: Es muss keiner besonders fromm sein, um in der Gemeinde mitzumachen.

Wir sind alle keine Superchristen, sondern sind mit vielen anderen von Gott eingeladen, seine Gemeinde zu sein, seinen Gottesdienst zu feiern, seine Liebe im Umgang miteinander widerzuspiegeln. Wir sind in der Gemeinschaft mit Gott und auch in der Gemeinschaft mit anderen Christen gut aufgehoben; und manchmal können wir auch den Mut fassen, uns einem anderen Mitchristen mit einer inneren Not anzuvertrauen. Wir können einander ermutigen, es einmal langsamer gehen zu lassen, wenn wir uns zu viel zumuten, und wir können einander aufmuntern, an die Arbeit zu gehen, wenn wir uns zu wenig zutrauen.

Aber was ist mit denen, die sowieso nur tun wollen, wozu sie selber Lust haben? Die wir deshalb hier gar nicht sehen, weil für sie der Gottesdienst langweilig ist? Die nicht gelernt haben, dass das Leben auch mit Verantwortung verbunden ist? Uns verwundert vielleicht, dass der Hausherr im Gleichnis Jesu auch viele von ihnen in sein Haus nötigt; Leute von der Landstraße, Leute, die in der Gosse gelandet sind, Leute, die an den Zäunen herumlungern und sich ein paar Mark erbetteln, um sie großenteils gleich wieder zu vertrinken. Wer da gelandet ist, den gibt Jesus noch nicht auf.

Ich wäre da ratlos. Ich habe nicht gern mit Menschen zu tun, bei denen ich nicht weiß, woran ich bin, bei denen ich nicht weiß, ob sie mich ausnutzen oder erpressen wollen. Und es fällt mir schwer, immer zu unterscheiden zwischen dem abstoßenden Verhalten eines Menschen,und diesem Menschen selbst, den Gott noch längst nicht aufgegeben hat.

Jesus will uns mit seinem Gleichnis auch dieses Unangenehme sagen: Wenn ihr Christen nicht wirklich ernst macht mit eurem Glauben, dann sind mir die Landstreicher noch lieber als ihr. Denn dass wir alle vor Gott keine reine Weste vorweisen können, das wissen die, die auf der Straße gelandet sind, auf jeden Fall, während wir uns darüber manchmal etwas vormachen. Aber dieses Unangenehme ist zugleich eine befreiende Einladung Gottes: Ihr braucht euch nichts vorzumachen über euch selbst, über eure Sünde und Schuld. Ihr braucht nicht so tun, als ob ihr euch nie etwas vorzuwerfen hättet. Und ihr habt es nicht nötig, die schlimmeren Fälle von Unverantwortlichkeit für unverbesserlich zu halten.

Eigene Schuld zu erkennen, ist schmerzhaft, kann aber befreiend sein, wenn man weiß: sie ist schon vergeben, Christus hat sie am Kreuz für uns alle getragen. So können wir zwar jeden verstehen, der sich über eigene Verantwortlichkeit und Schuld hinweglügen will, uns selbst wohl am besten, aber wir haben das nicht nötig, weil es viel besser ist, aufgrund von Vergebung neu anzufangen. Gottes Güte ist jeden Morgen neu; er erlaubt uns jeden Tag neu, zu glauben, zu lieben und zu hoffen. Dafür ist es nie zu spät. Die Einladung Gottes anzunehmen, dafür ist es auch in unserer Gemeinde noch nicht zu spät! Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.
Lied EGK 160 (EG 213), 1-3:

1. Kommt her, ihr seid geladen, der Heiland rufet euch; der süße Herr der Gnaden, an Huld und Liebe reich, der Erd und Himmel lenkt, will Gastmahl mit euch halten und wunderbar gestalten, was er in Liebe schenkt.

2. Kommt her, verzagte Sünder, und werft die Ängste weg, kommt her, versöhnte Kinder, hier ist der Liebesweg. Empfangt die Himmelslust, die heilge Gottesspeise, die auf verborgne Weise erquicket jede Brust.

3. Kommt her, betrübte Seelen, die Not und Jammer drückt, mit Gott euch zu vermählen, der wunderbar beglückt. Kommt, legt auf ewig ab der Sünde bange Säumnis; empfanget das Geheimnis, das Gott vom Himmel gab.

Gott, wir bitten dich für die Menschen, die in den Sorgen und im Kleinkram ihres Alltags zu ersticken drohen, die mit der Überzeugung leben und sterben, dass ihnen niemals etwas geschenkt wird: lass sie er kennen, dass auch in ihrem Leben bis zum letzten Atemzug deine Liebe sie begleitet. Wir bitten dich für die Menschen, die immer Wichtigeres zu tun haben und dabei auf der Flucht sind vor sich selber und vor dir: lass sie an den Punkt kommen, wo sie dich als die Quelle ihres Leben erkennen. Wir bitten dich für alle, deren Leben beeinträchtigt ist: für die Arbeitslosen, die gezwungen sind zu sinnloser Untätigkeit, für die Kranken, die den Mut zum Leben zu verlieren drohen, für die Einsamen, an denen das Leben vorübergeht. Wir bitten für die, die vom Tod betroffen wurden (und denken hier in Dorn-Assenheim vor allem an den kleinen Heiko Weber, der im Alter von knapp zwei Jahren gestorben und kirchlich beerdigt worden ist; und wir denken an seine Familie, die in diesen Tagen in einem Urlaub wieder zu sich selbst finden will). Lass sie und uns alle, Glückliche und Beladene, trotz allem den Ruf hören, mit dem du uns einlädst zu deinem Gastmahl, zum Fest des Lebens mit dir. Amen.

Vater unser
Lied EKG 214 (EG 250), 5:

5. Erhalt uns, Herr, im rechten Glauben noch fernerhin bis an das End; ach lass uns nicht die Schätze rauben: dein heilig Wort und Sakrament. Erfüll die Herzen deiner Christen mit Gnade, Segen, Fried und Freud, durch Liebesfeu‘r sie auszurüsten zur ungefärbten Einigkeit.

Abkündigungen und Segen

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