Spiegelverkehrt!

„Aus den Hörnern der Stiere antwortest du mir“. Gott steht bei mir, während ich mich verachtet fühle. Nicht er beleidigt mich. Aber Gott ist auch bei mir, wenn ich in auswegloser Situation bin, er ist sogar bei mir, wenn ich das Gefühl habe, total zu versagen. „Aus den Hörnern des Einhorns antwortest du mir, aus dem Mobbing, aus meiner Scham!“

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„Wir wollen alle fröhlich sein!“

„Wir wollen alle fröhlich sein.“ Wollen wir? Können wir? Kann jemand, der an den Terror aus fanatisch-religiösen Gründen denkt, in diesen Tagen froh sein, ohne auch Trauer, Wut oder Angst zu empfinden? Ich halte nichts von Gefühlen auf Knopfdruck. So wenig, wie ich mich am Karfreitag dazu zwingen möchte, traurig zu sein, will ich mich an Ostern auf Kommando freuen.

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„Ich schaffe den Himmel neu, die Erde neu!“

Für viele ist das nicht genug, dass Gottes Kraft in den Schwachen mächtig ist. Er sollte doch die Schwäche gleich ganz abschaffen. Aber der Gott, der sagt: „Ich schaffe neu“, der kann auch unserem Leben neue Struktur, neue Orientierung, neuen Sinn geben und unsere Füße auf festen Boden stellen, so dass wir unseren Weg wie auf einer neuen Erde gehen.

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Umkehr am Abgrund

Zu guter Letzt… steht der Mann am Abgrund, ohne Ausweg, keine Zukunft vor Augen. „Zu guter Letzt?“ Das kann nur böse enden. Der Absturz ist vorprogrammiert. Oder? Ich denke an Menschen, mit denen man noch eben gesprochen hat, beim Krankenbesuch oder in der Schule – und dann hört man: Sie ist unerwartet verstorben. Er hat sich umgebracht.

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Um „fünf vor zwölf“ für den Frieden beten

Nach ergebnislosen Verhandlungen hält der biblische Feldherr Jeftah einen Krieg für unvermeidbar. Den Ausgang des Waffengangs überlässt er zunächst Gott (Richter 11, 27): „Der HERR, der da Richter ist, richte heute zwischen Israel und den Ammonitern.“ Doch dann will er mehr: den garantierten Sieg. Er schließt mit Gott einen Handel ab

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Gott zerstört Bogen, Spieße und Kriegswagen

Gottes Ziel ist Entwaffnung, Abrüstung! Gott richtet ein Zerstören an, aber nicht um die Welt zu vernichten, sondern um das Kriegsgerät zu beseitigen, das der Vernichtung von Menschen dient. So kriegerisch der Psalm 46 klingt, er ruft nicht zu einem Heiligen Krieg auf. Wer auf Gott vertraut, soll das Kriegführen gegen die Kriegswaffen Gott allein überlassen.

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Alttestamen­tarische Besonnen­heit

Bilder des Heldentums im Buch der Richter: Jeftah und Batjah. In den Terroranschlägen in New York und Washington wurde deutlich: Auch die mächtigste Nation und das erfolgreichste Wirtschaftssystem der Welt sind nicht allmächtig, sondern verwundbar. Die Jeftahgeschichte mahnt: Gerade der Wunsch nach Kontrolle in einem Bereich, in dem absolute Sicherheit nicht erreichbar ist, führt zum Kontrollverlust.

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Zeichen gegen Hass und Terror

Am 12. September hatte ein ehemaliger Konfirmand die spontane Idee, gemeinsam mit anderen Kindern die in Gießen stationierten US-Soldaten zu besuchen. Seitdem bringen sie ihne jeden Abend Kaffee und Tee. Außerdem sammeln sie Spenden für die Ausbildung der Kinder, die bei den Terroranschlägen ihre Eltern verloren haben, und als nächste Aktion werden sie mit amerikanischen Kindern für afghanische Kinder sammeln.

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Orientierung beim Gott des Friedens

Aufgewühlt wie Millionen andere bin ich durch die Terroranschläge in den USA. „Gott, wie kannst du das zulassen?“ ist mein erstes Gebet. Machtlos dem Terror ausgeliefert zu sein, gewaltsamem Tod durch fanatischem Hass – wie damit umgehen?

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Kultur der Vergebung

Eine Kultur der Vergebung auch im öffentlichen Leben müsste erst noch entwickelt werden, wozu gehören würde: Keine Verfehlungen verharmlosen, zu eigenen Verschuldungen stehen und notwendige Konsequenzen ziehen, aber niemanden menschlich fertigmachen, auch dann, wenn er sich wirklich etwas hat zuschulden kommen lassen.

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