Naftali und Sebulon

Jesus bringt Licht in die finsterste Finsternis.

Menschen, die ihr Gottvertrauen verloren haben, sehen über sich nur einen finsteren, verschlossenen Himmel. Aber es bleibt nicht so. Gott hat es zwar zugelassen, dass die Stämme Sebulon und Naftali ausradiert wurden von der Landkarte. Doch gerade dort, wo Verzweifelte nicht mehr aus noch ein wissen, wo Hoffnungslosigkeit herrscht, beginnt neue Hoffnung.

Silhouetten von Menschen, die aus einer Betonröhre in Richtung auf einen Ausgang fliehen, wo sie jemand mit ausgebreiteten Armen empfängt

Licht am Ende des Tunnels (Bild: pixabay.com)

direkt-predigtGottesdienst am 1. Sonntag nach Epiphanias, den 10. Januar 1999, um 10.00 Uhr in der evangelischen Pauluskirche Gießen
Begrüßung
Lied 455, 1-3: Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang
Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

Weihnachten ist vorbei – wir haben wieder einmal die Kindheitsgeschichten Jesu gehört. Über viele Jahre seines Lebens wissen wir gar nichts. Und dann trat er auf – als Gottessohn, als Prediger der Liebe Gottes, als der Mensch, dem sich viele nicht entziehen konnten. Lasst uns heute über diesen Jesus nachdenken!

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Als Menschen zu Johannes dem Täufer kamen und sagten: Taufe uns! Wir sind gottlose Menschen. Mit uns kann es nicht so weitergehen. Da kam auch Jesus zu Johannes und sagte: Taufe mich. Johannes wollte nicht. Du bist doch kein gottloser Mensch! sagte er. Aber Jesus sagte: Ich will keine Sonderbehandlung, taufe mich!

Wir machen es oft umgekehrt. Wir machen etwas falsch und wollen nicht erwischt werden. Wir hoffen, nicht in einen Topf mit denen gesteckt zu werden, die Böses tun. Da war Jesus ganz anders. In seinem Namen rufen wir zu dir, Gott:

Herr, erbarme dich! „Herr, erbarme dich, Christe, erbarme dich, Herr, erbarm dich über uns!“

Als Jesus getauft war, tat sich ihm der Himmel auf, und er hörte eine Stimme vom Himmel herab sprechen: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.

Lasst uns Gott lobsingen! „Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende“.

Der Herr sei mit euch „und mit deinem Geist.“

In einer Welt voll von Unrecht und Gottlosigkeit kamst du zur Welt, Gott, in deinem Sohn Jesus Christus. In eine Welt voll Bosheit und Dunkelheit hast du Güte und Licht hineingebracht. Wir denken heute darüber nach. Und wir bitten dich: lass uns spüren, was das heißt: in der Finsternis beginnt ein Licht zu leuchten. Amen.

Wir hören die Lesung aus dem Buch Jesaja 8, 17.19-23 und 9, 1:

17 [Ich] will hoffen auf den HERRN, der sein Antlitz verborgen hat vor dem Hause Jakob, und will auf ihn harren.

19 Wenn sie aber zu euch sagen: Ihr müsst die Totengeister und Beschwörer befragen, die da flüstern und murmeln, so sprecht: Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen? Oder soll man für Lebendige die Toten befragen?

20 Hin zur Weisung und hin zur Offenbarung! Werden sie das nicht sagen, so wird ihnen kein Morgenrot scheinen,

21 sondern sie werden im Lande umhergehen, hart geschlagen und hungrig. Und wenn sie Hunger leiden, werden sie zürnen und fluchen ihrem König und ihrem Gott, und sie werden über sich blicken

22 und unter sich die Erde ansehen und nichts finden als Trübsal und Finsternis; denn sie sind im Dunkel der Angst und gehen irre im Finstern.

23 Doch es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind. Hat er in früherer Zeit in Schmach gebracht das Land Sebulon und das Land Naftali, so wird er hernach zu Ehren bringen den Weg am Meer, das Land jenseits des Jordans, das Galiläa der Heiden.

1 Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja! „Halleluja, Halleluja, Halleluja!“

Glaubensbekenntnis

Wir singen zur Gitarre das Lied 557:

Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Zur Predigt hören wir aus dem Evangelium nach Matthäus 4, 12-17:

12 Als nun Jesus hörte, dass Johannes gefangengesetzt worden war, zog er sich nach Galiläa zurück.

13 Und er verließ Nazareth, kam und wohnte in Kapernaum, das am See liegt im Gebiet von Sebulon und Naftali,

14 damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht :

15 »Das Land Sebulon und das Land Naftali, das Land am Meer, das Land jenseits des Jordans, das heidnische Galiläa,

16 das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die saßen am Ort und im Schatten des Todes, ist ein Licht aufgegangen.«

17 Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!

Liebe Gemeinde!

Am Anfang eines Jahres, wenn Weihnachten vorbei ist, klingt in den Bibeltexten der Gottesdienste Weihnachten immer noch ein bisschen nach. Die meisten Lichterbäume sind um den sechsten Januar abgeschmückt worden, aber im Gottesdienst hören wir noch einmal von dem Licht, das in der Finsternis leuchtet. Schon nach der Geburt Jesu, so hatte der Evangelist Matthäus erzählt, war am Himmel ein Licht aufgegangen. Sterndeuter hatten es gesehen und waren weit gereist, um den neugeborenen Jesus zu sehen. Und jetzt redet Matthäus noch einmal von dem Licht, nämlich als er beschreibt, wo Jesus zum allererstenmal öffentlich aufgetreten ist. Jesus hatte sich in der Nähe der Hauptstadt Jerusalem am Fluss Jordan von Johannes taufen lassen, vierzig Tage lang hatte er sich dann ganz allein in die Wüste zurückgezogen. Und nun geht Jesus zum ersten Mal als Prediger zu den Menschen, will ihnen Neues von Gott erzählen.

Eigenartig wird das von Matthäus erzählt. Jesus hört: Man hat Johannes eingesperrt. Johannes hatte den Mund zu weit aufgemacht, hatte den König kritisiert; der ließ ihn ins Gefängnis werfen. Und nun fängt Jesus an zu predigen. Irgendwie soll Jesus also wohl der Nachfolger von Johannes sein. Aber er tauft nicht wie Johannes, er geht nicht an den Jordan, er schart nicht die Leute aus der Hauptstadt um sich, die neugierig waren auf die neueste Strafpredigt von Johannes. Stattdessen zieht sich Jesus nach Galiläa zurück, in die Berge, nach Norden, dorthin wo die Hinterwäldler wohnen, dorthin wo auch er aufgewachsen ist, in seinem Heimatdorf Nazareth in Galiläa, über hundert Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Hat Jesus Angst? Ist er vorsichtig? Fühlt er sich zu Hause sicherer als dort, wo man Johannes gefangengesetzt hat?

Auch Nazareth verlässt Jesus gleich wieder. Er geht nach Kapernaum, in eine Ortschaft am See „im Gebiet von Sebulon und Naftali“. Und das ist dem Matthäus sehr wichtig. Warum? Diese Namen erzählen eine Geschichte, die war den Juden zur Zeit Jesu noch allzuvertraut, eine tieftraurige Geschichte der Verzweiflung. Naftali und Sebulon waren nämlich die Stammesgebiete Israels gewesen, ganz hoch im Norden des Landes, die als erste total erobert worden waren von der assyrischen Weltmacht. Das war zwar schon damals, zur Zeit Jesu, über 700 Jahre her, aber die Erinnerung daran tat immer noch weh. Es gab diese Stämme des Volkes im Grunde nicht mehr, niemand von den Verschleppten kam zurück. In den ehemals israelitischen Gebieten wurden viele Fremde angesiedelt, die behielten das Sagen; ein Land, in dem man vorher an den Gott Israels geglaubt hatte, wurde praktisch wieder heidnisches Land. Es war wie bei den großen Umsiedlungen in Osteuropa in unserem Jahrhundert – Land war unwiederbringlich verloren – aussichtslos erschien die Hoffnung, hier im Galiläa der Heiden könnten die Menschen jemals wieder Vertrauen fassen zum Gott Israels. Tief saß die jahrhundertealte Angst vor der Macht der Gewalt, verschüttet war die Erinnerung an den alten Glauben, verschleppt, verstorben, vergessen waren ja die alten Propheten, die alten Gottesmänner.

Aber schon der Prophet Jesaja hatte auch etwas anderes gesehen. Wo die Verzweiflung am größten, wo die Finsternis am dunkelsten, ausgerechnet da wird es anfangen, hell zu werden. Wir haben es vorhin in der Lesung gehört, wie realistisch Jesaja ganz schlimme Zustände beschreibt: Menschen, die das Vertrauen zu Gott verloren haben. Sie befragen lieber Totengeister und Beschwörer, wie es auch heute viele Leute tun, verlassen sich lieber auf ihr Horoskop als auf den Glauben. Sie sehen über sich nur einen finsteren, verschlossenen Himmel und verlieren den Boden unter den Füßen, finden keinen Halt auf der ihnen von Gott geschenkten Mutter Erde. Aber dann sagt Jesaja: Es bleibt aber nicht so. Es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind. Gott hat es zwar zugelassen, dass die Stämme Sebulon und Naftali sozusagen ausradiert wurden von der Landkarte. Doch gerade dort, wo jetzt der Glaube mit Füßen getreten wird, wo Verzweifelte nicht mehr aus noch ein wissen, wo Hoffnungslosigkeit herrscht, gerade dort beginnt neue Hoffnung (Jesaja 9, 1):

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.

Von diesem Licht singen wir nun erst einmal ein Lied, bevor die Predigt weitergeht, nämlich das Lied 70, Strophe 1 und 4, von dem Morgenstern:

1) Wie schön leuchtet der Morgenstern voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn, die süße Wurzel Jesse. Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm, mein König und mein Bräutigam, hast mir mein Herz besessen; lieblich, freundlich, schön und herrlich, groß und ehrlich, reich an Gaben, hoch und sehr prächtig erhaben.

4) Von Gott kommt mir ein Freudenschein, wenn du mich mit den Augen dein gar freundlich tust anblicken. Herr Jesu, du mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich innerlich erquicken. Nimm mich freundlich in dein Arme und erbarme dich in Gnaden; auf dein Wort komm ich geladen.

Liebe Gemeinde, wir können uns nun fragen: Was ist denn nun dieses Licht, von dem Matthäus gesprochen hat? Welches Licht hat Jesus in die Welt gebracht? Unser Lied eben in der vierten Strophe hat es schon angedeutet: Von Gott kommt ein Licht zu mir, einfach wenn ich mich von ihm liebevoll angeschaut fühle, wenn ich spüre, wie ich in seinen Armen geborgen bin. Matthäus fasst die gleiche Botschaft in einen Satz, den wir aus dem alten Bibeldeutsch in neues Deutsch übersetzen müssen (Matthäus 4, 17):

Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!

Was heißt das: Predigen? Wenn man jemandem eine Predigt hält, hält man ihm meistens vor, was er wieder alles falsch gemacht hat. Jesus dagegen hat eine andere „message“, wie manche heute sagen würden, er will etwas rüberbringen zu den Menschen, er will, dass eine ganz andere Botschaft ankommt: Nein, hier kommt nicht schon wieder einer, der euch sagt, was ihr alles besser machen müsst. Hier kommt einer, der versteht erst einmal, in welcher Angst ihr lebt, und nimmt euch einfach in die Arme. Er sieht, unter welchem Druck ihr immer wieder steht, wie oft ihr traurig und verzweifelt seid, und legt euch nicht noch mehr Lasten auf. Jesus ruft auch nicht ins Dunkel hinein: „Mach doch endlich mal einer Licht an!“ – er weiß, dass wir den Lichtschalter nicht alleine finden. Stattdessen bringt Jesus selbst das Licht. Er drückt auf den Lichtschalter, er weiß, woher das Licht für unser Leben kommt.

Woher kommt es denn? Jesus sagt: Es kommt vom Himmel. So wie die Sonne vom Himmel scheint, sie scheint ja sogar, wenn es regnet, dann ist sie hinter den Wolken doch ganz hell, so scheint Gottes Liebe in unser Leben hinein. Ganz nahe ist das Himmelreich Gottes, sagt Jesus. Und mit diesem Wort meint er nicht ein Land über den Wolken oder ein Land wie das Deutsche Reich früher, sondern er meint damit Gott selbst. Das Himmelreich ist nahe – Gott selbst ist nahe. Der Himmel, das ist Liebe, die uns umfängt, Hoffnung, die uns trägt, Glaube, der in uns wächst. Davon hat Jesus gesprochen, und das alles hat er auch gelebt. Wer mit ihm zusammenkam, der hat Liebe gespürt, der hat wieder anfangen können zu hoffen, der hat gespürt, dass Gott kein Straf- und Aufpassergott ist, sondern einer, der uns tröstet wie eine gute Mutter, der uns zeigt, wie wir das Leben meistern können, wie ein guter Vater.

Und weil das so ist, darum müssen wir auch das Wort „Tut Buße“ ganz neu übersetzen. Denn was Jesus uns sagt, hat absolut gar nichts mit Wörtern wie „Bußgeldverfahren“ oder „das sollst du mir büßen“ zu tun. Nein, was Luther mit Buße übersetzt hat, heißt wörtlich: „Ändert euren Sinn“, denn das ist möglich, wenn der Himmel nahe ist! Ihr seid nicht festgenagelt auf ein Dasein im Dunkeln. Ihr bleibt nicht ungetröstet. Ihr braucht nicht zu glauben, dass sich eh nichts ändert. Vielleicht bleibt die Welt schlecht. Vielleicht wird es immer Kriege geben. Ganz sicher können wir es nicht ändern, dass Menschen sterben, dass Menschen einander weh tun, dass wir immer wieder Angst haben und traurig sind. Aber etwas können wir ändern: Uns selbst, unseren Sinn, unsere Einstellung. Wir müssen nicht mitmachen, wenn andere sagen: Es hat ja alles doch keinen Sinn. Wir können anfangen, ganz kindlich auf Gott zu vertrauen, vielleicht werden wir überrascht sein, wieviel Halt wir dann gewinnen, wieviel Klarheit und wieviel Trost. Wir werden das Leid der Welt nicht abschaffen können, aber wir können menschlicher miteinander umgehen.

Unser Sohn hat jetzt in Köln in der Mildred-Scheel-Klinik ein Praktikum angefangen. Er hatte sich gefragt, wie wird das werden, wenn er mit Menschen in dieser Krebsklinik arbeiten muss, die wissen, dass sie nicht mehr gesund werden. Sind das nicht Menschen, „die saßen am Ort und im Schatten des Todes“? Und als er dann dort hinkam, wurde er von ganz lieben Mitarbeitern angeleitet, und er fand ganz schnell Kontakt zu Patienten, die ihm dankbar waren für das bisschen, das er für sie tun konnte. Da „ist ein Licht aufgegangen“ für alle Beteiligten. Der Himmel, nämlich Gottes Liebe, ist uns manchmal näher als wir denken. Amen.

Und der Friede Gottes, der viel größer ist, als unser Denken und Fühlen erfassen kann, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.
Fürbittenstille

Wir singen das Lied 622:

Weißt du, wo der Himmel ist, außen oder innen

Herr, unser Gott, wenn der Himmel nur weit weg wäre, dann wäre uns nicht geholfen, aber wir dürfen Jesus glauben: der Himmel ist nahe. Wenn der Himmel nur ganz weit oben wäre, dann wäre uns nicht geholfen, aber wir dürfen Jesus glauben: der Himmel ist zu uns auf die Erde gekommen, hier bei uns ist Liebe möglich. Wenn der Himmel nur etwas für die ganz Frommen wäre, dann wäre uns nicht geholfen; aber wir dürfen Jesus glauben: der Himmel ist für alle da, der Vater im Himmel liebt alle Menschen. Lasst uns heute besonders für alle die beten, die Schwierigkeiten mit dem Glauben haben. Hilf ihnen, sich auf deine Liebe einzulassen. Hilf ihnen zu spüren, wie wichtig auch ihr Leben in Gottes Plan ist. Hilf ihnen einzusehen, dass niemand auf dieser Erde ganz allein ist.

Insbesondere beten wir heute für … . Wir haben sie dir anvertraut und beten heute auch für die Angehörigen, die gar nicht fassen können, dass die Frau, die sie so sehr geliebt haben, nicht mehr da ist. Wo wir nicht trösten können, da bist du doch da mit deinem Trost, aber wo du tröstest, da hilfst du auch uns, dass wir uns gegenseitig beistehen, so gut wir es können. Amen.

Wir beten mit Jesu Worten:

Vater unser

Zum Schluss singen wir aus dem Lied 72 die Strophen 1 bis 3:

1) O Jesu Christe, wahres Licht, erleuchte, die dich kennen nicht, und bringe sie zu deiner Herd, dass ihre Seel auch selig werd.

2) Erfülle mit dem Gnadenschein, die in Irrtum verführet sein, auch die, so heimlich ficht noch an in ihrem Sinn ein falscher Wahn;

3) und was sich sonst verlaufen hat von dir, das suche du mit Gnad und ihr verwundt Gewissen heil, lass sie am Himmel haben teil.

Und nun lasst uns mit Gottes Segen in den Sonntag gehen – wer möchte, ist im Anschluss noch herzlich zum Beisammensein mit Kaffee oder Tee im Gemeindesaal eingeladen.

Der Herr segne euch und er behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch seinen Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

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