Vor Gott mit leeren Händen

Jesus sagt auch zu uns: „Selig seid ihr, die ihr geistlich arm seid.“ Selig seid ihr Konfirmanden, die ihr zum Konfi geht, weil es so üblich ist, denn Gott wartet auf euch. Selig seid ihr, die ihr unzufrieden seid mit der Kirche, denn Gott braucht eure Kritik. Selig seid ihr Verzweifelten, denn Gott schenkt euch neuen Mut.

Leere, aber mit Lehm beschmierte Hand

Wir stehen mit leeren Händen vor Gott (Bild: pixabay.com)

direkt-predigtAbendmahlsgottesdienst am Reformationssonntag, den 2. November 2003, um 10.00 Uhr in der Pauluskirche zu Gießen

Guten Morgen, liebe Gemeinde!

Ich begrüße Sie mit dem Bibelwort zum Reformationsfest aus 1. Korinther 3, 11:

„Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“

Vorgestern war der Reformationstag, an dem wir in der Paulusgemeinde keinen besonderen Gottesdienst hatten. Heute besinnen wir uns auf das Anliegen der Reformation, die Martin Luther im Sinn gehabt hat: dass die Kirche und die Christen einfach auf das Wort hören, das Gott durch Jesus Christus zu allen Menschen aller Zeiten spricht.

Wir singen das Lied 197:

1. Herr, öffne mir die Herzenstür, zieh mein Herz durch dein Wort zu dir, lass mich dein Wort bewahren rein, lass mich dein Kind und Erbe sein.

2. Dein Wort bewegt des Herzens Grund, dein Wort macht Leib und Seel gesund, dein Wort ist’s, das mein Herz erfreut, dein Wort gibt Trost und Seligkeit.

3. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem Heilgen Geist in einem Thron; der Heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit.

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

Der Reformationstag ist nicht besonders „in“. Mehr und mehr bürgert es sich ein, dass am 31. Oktober Halloween gefeiert wird. Da geht es bunter zu und auch ein wenig gruselig. Trotzdem lohnt es, sich auf das Anliegen des Reformationstages zu besinnen. Wenn sich die innere Leere des Herzens nicht ausfüllen lässt, wenn der stumme Schrei der Seele nur notdürftig übertönt wird von Alltagslärm und aufgesetzter Fröhlichkeit, dann ist es gut, still zu werden und sich zu öffnen für Worte, die unsere Seele erreichen und ihr gut tun.

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

„Wer‘s glaubt, wird selig!“, heißt es. Gibt es Worte von Gott, die uns helfen können – sind das nicht alles leere Sprüche? Mit leeren Händen stehen wir vor dir – aber was dürfen wir von dir erwarten? Überwindest du unseren Zweifel, kannst du in uns Vertrauen wecken?

Herr, erbarme dich! „Herr, erbarme dich, Christe, erbarme dich, Herr, erbarm dich über uns!“

Im Titusbrief 3 heißt es:

4 Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilandes,

5 machte er uns selig – nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit – durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im heiligen Geist,

6 den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland,

7 damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben des ewigen Lebens würden nach unsrer Hoffnung.

8 Das ist gewisslich wahr.

Lasst uns Gott lobsingen! „Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende“.

Der Herr sei mit euch „und mit deinem Geist.“

Gott, hörst du uns? Wir sind hier mit unserem Glauben und mit unserem Zweifel. Gott, sprichst du zu uns? Mach unsere Ohren und unser Herz auf, dass wir deine Stimme hören. Darum bitten wir dich im Namen Jesu Christi, unseres Herrn. „Amen.“

Wir hören die Lesung aus dem Evangelium nach Matthäus 5, 1-12:

1 Als er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm.

2 Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:

3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.

4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.

5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.

7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.

8 Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.

9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.

10 Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.

11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen.

12 Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja. „Halleluja, Halleluja, Halleluja!“

Glaubensbekenntnis

Wir singen das Lied 382:

Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
Gott gebe uns ein Herz für sein Wort und Worte für unser Herz. Amen.

Zur Predigt hören wir noch einmal einen Vers aus dem Schriftlesung von vorhin. Eigentlich ist das ganze Paket der Seligpreisungen aus der Bergpredigt Jesu als Predigttext für das Reformationsfest vorgesehen, aber ich habe mich doch entschieden, nur über eine einzige, und zwar die erste dieser Seligpreisungen zu predigen. Sie steht im Matthäusevangelium 5, 3 und lautet:

Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.

Liebe Gemeinde!

Haben Sie schon einmal etwas Dummes gesagt und ein anderer hat mit der Bemerkung reagiert: „Selig die Armen im Geiste!“? Ich glaube aber, es ist ein Missverständnis, wenn wir unter den geistlich Armen geistig minderbemittelte Menschen verstehen. Jedenfalls meint Jesus damit nicht nur die, die weniger gut denken können als andere. Das Wort „Geist“ bedeutet hier etwas ganz anderes.

Das Wort „Geist“ hat in der deutschen Sprache ja ganz viele Bedeutungen. Den Verstand eines Menschen nennen wir Geist. Wer meint, ihm erscheine ein Toter, der fürchtet sich vor einem Geist. Früher dachte man, wenn jemand Anfälle oder Krämpfe bekam oder im Wahnsinn für sich oder andere gefährlich wurde, er sei von einem bösen Geist besessen.

Das alles meint Jesus hier nicht. Im Griechischen steht hier das Wort „pneuma“, und das bedeutet etwas ganz anderes. Wörtlich übersetzt heißt es: Luft, Atem, Wind oder Sturm; wir kennen das Wort „pneumatisch“ für technische Geräte, die mit Luftdruck zu tun haben.

Juden und Christen haben das Wort „pneuma“ aber auch verwendet, wenn sie die Art umschreiben wollten, wie Gott Menschen anrührt und bewegt. Diese Art ist durchaus vergleichbar mit Wind oder Sturm: Wir spüren den Lufthauch des leisen Windes, wir werden vom Sturm vorwärts geschoben oder zur Seite abgedrängt oder zurückgetrieben, obwohl wir niemanden sehen, der uns schiebt, drängt oder treibt. Auch Gott berührt und bewegt uns, ohne dass wir davon etwas sehen.

Unsichtbar ist die Luft, die uns umgibt, unsichtbar sind Wind und Sturm, unsichtbar ist auch die Kraft, die von Gott ausgeht und in uns wirkt. Im Deutschen hat man das Wort „Geist“ genommen, um diese Kraft zu bezeichnen, weil man unter etwas Geistigem ja auch etwas versteht, was unsichtbar ist und sich in unserem Inneren abspielt: unsere eigene Vernunft, unser Denken und Empfinden, unser Angerührtsein von Worten, die wir hören, von Menschen, die uns begegnen, von Dingen, die uns beeindrucken.

Eine Kleinigkeit hilft uns zu unterscheiden, ob von unserem eigenen Geist in uns die Rede ist oder von dem Geist, der von Gott ausgeht: Den eigenen Geist bezeichnen wir als das Geistige. Wenn wir die Kraft von Gott meinen, die wir auch den Heiligen Geist nennen, reden wir von etwas Geistlichem. Es ist also wichtig, dass Jesus nicht sagt: „Selig sind die geistig Armen!“, sondern dass er die „geistlich Armen“ selig preist. Gemeint sind also die, die arm an heiligem Geist sind, die wenig oder gar keine Kraft von Gott in sich spüren, die keinen direkten Draht zum lieben Gott haben. Geistlich Arme würden von sich sagen: Ich habe keinen starken Glauben, ich gerate immer wieder in Zweifel, mir fehlt immer wieder die Kraft, mich selber anzunehmen oder meinen Nächsten zu lieben.

Wen meint Jesus mit den geistlich Armen? Meint er Leute, die zwar Kirchensteuer zahlen, aber selten oder nie in die Kirche gehen? Meint er diejenigen unter den Konfirmanden, die „nur wegen der Kohle“, wie sie von sich behaupten, am Unterricht teilnehmen? Meint er Atheisten, die zwar gern an Gott glauben würden, aber ärgerlich auf Gott sind, weil es ihn nicht gibt? Oder denkt Jesus an Menschen, die ängstlich um sich selbst kreisen und nicht glauben können, dass ihnen irgendjemand helfen kann oder dass sie für irgendetwas verantwortlich sein könnten? Geistlich arm – wer ist das? Arm an Glauben, an Hoffnung, an Liebe, arm an Erfahrungen mit Gott – an wen denken wir da?

Und jetzt hören wir noch einmal den ganzen Satz Jesu: „Selig sind die geistlich Armen!“ Er beglückwünscht die, die religiös nichts zu bieten haben, die den heiligen Geist nicht in der Tasche haben. Selig, also überglücklich sollen gerade die sein, die vor Gott mit leeren Händen oder sogar mit leerem Herzen dastehen.

Ist das nicht, bei allem Respekt vor Jesus, ärgerlich und empörend? Bestärkt er mit diesem Satz nicht diejenigen, die vom Glauben nichts halten? Belohnt er nicht religiöse Gleichgültigkeit? Lässt er nicht die zu kurz kommen, die sich ihren Glauben etwas kosten lassen? Schlägt er nicht die vor den Kopf, die man geistlich reich nennen könnte, die zum Glauben gekommen sind, die sich bemühen, Gutes zu tun, die sich Gott wirklich nahe fühlen?

So ist es den Pharisäern vorgekommen, die sehen, mit welchem Volk sich Jesus umgibt: Er geht vor aller Augen ins Haus eines Zöllners, der für die verhassten Römer arbeitet und durch Betrug reich geworden ist. Er lässt sich die Füße von einer stadtbekannten Sünderin waschen und mit ihren Haaren abtrocknen. Er setzt seinen guten Ruf aufs Spiel, als er mit Zöllnern und Dirnen zusammen isst und trinkt und feiert. Er erzählt ein Gleichnis, in dem ein braver Sohn schlechter wegkommt als sein Bruder, der sein ganzes Erbteil mit Saufkumpanen und Huren durchgebracht hat. Er verurteilt einen, der sich geistlich reich vorkommt und Gott dafür dankt, dass er nicht so ist wie ein dreckiger Zöllner.

Wieso stößt Jesus die Frommen derart vor den Kopf? Ist es denn nichts wert, wenn ich meinen Glauben habe, in die Kirche gehe, Gottes Gebote halte? Doch, dazu lädt Jesus ja gerade ein. Aber er warnt vor einem Irrtum. Den heiligen Geist kann man nicht haben wie einen Privatbesitz. Man kann ihn sich nur jeden Tag neu schenken lassen. Auch wenn wir schon gespürt haben, wie Gott uns anrührt und bewegt, solche Erfahrungen lassen sich nicht einfach einfrieren und später aus der geistlichen Tiefkühltruhe wieder hervorholen. Wer versucht, den heiligen Geist in der Vorratskammer seiner Seele auf Eis zu legen, wird als kaltherziger Frömmigkeitsverwalter niemand zu einem getrosten Glauben anregen können, sondern sich und andern nur Druck machen.

Der Geist weht nur da, wo er will, wo Gott es selber will. Es kommt also darauf an, jeden Tag neu für Gott offen zu sein. Im Klartext heißt das: Auch ich selbst bin geistlich arm. Immer wieder. Ich stehe mit leeren Händen vor Gott. Wenn ich mich im Glauben getragen fühle, dann ist das keine fromme Leistung, sondern ein Gottesgeschenk. Ich sitze im gleichen Boot mit dem, der gar nicht weiß, ob er an Gott noch glauben kann oder will. Was kann ich denn dafür, dass ich mein Vertrauen zu Gott durchhalten konnte seit meiner Kindheit, als meine Mutter mit mir betete und mich zum Kindergottesdienst schickte? Was kann ich denn dafür, dass ich mich im Glauben weiterentwickeln konnte, einfach weil ich auch viele Chancen nutzen konnte, die andere Menschen nicht hatten? Ich bin froh, dass ich glauben kann, dass ich Hilfe annehmen kann, wenn es mir schlecht geht und ich in Zweifel gerate, aber ich habe keinen Grund, auf Menschen herabzublicken, denen es unsagbar schwerfällt zu glauben und mit ihrem Leben zurechtzukommen.

Jeder darf durchatmen – auch das hat ja mit dem heiligen Geist zu tun, das griechische Wort „pneuma“ heißt ja auch „Atem“ – und sich einlassen auf das, was Sache ist: Wir sind geistlich arm, wir alle. Und weil wir geistlich arm sind, sind wir selig. Denn den geistlich Armen kann Gott etwas schenken. Wer reich zu sein meint, ist „zu“ für neue Erfahrungen. Wer erfahren hat, dass er arm ist, kann sich öffnen für überraschend Neues. Neu kann zum Beispiel die Erfahrung sein, dass man etwas Trauriges und Ängstigendes aushält, wenn man sich damit einem anderen Menschen anvertrauen kann.

Geistliche Armut fühlt sich nicht schön an, wenn sie sich in einer depressiven Phase äußert, wenn man sich vor anderen oder vor sich selber schämt, wenn man keinen Ausweg sieht. Aber geistliche Armut hat auch Vorteile. Wir brauchen nicht mehr zu scheinen als wir sind. Wir können aufrichtig sein. Wir haben es nicht nötig, uns zu überfordern, um irgendwem den Wert unseres Lebens zu beweisen. Wir dürfen so sein, wir wir wirklich sind. Gelassen und voller Ruhe können wir werden, so wie beim tiefen Ausatmen. Und ganz von selbst, so wie nach dem Ausatmen das Einatmen folgt, ohne unser bewusstes Zutun, so folgt auf die geistliche Armut Gottes Geist. Gott kommt zu uns, rührt uns an, bewegt uns, vielleicht gerade dann, wenn wir von ihm am wenigsten erwarten. Nicht durch verkrampfte Anstrengungen werden wir zu einer lebendigen Gemeinde, sondern wenn wir uns darauf einlassen: Wir sind geistlich arm dran, wir haben es nötig, dass Gott selber uns anrührt und in Bewegung setzt.

Jesus sagt auch zu uns: „Selig seid ihr, die ihr geistlich arm seid, denn euch gehört der Himmel.“ Selig seid ihr Konfirmanden, die ihr zum Konfi geht, weil es so üblich ist, denn Gott wartet auf euch. Selig seid ihr, die ihr unsicher seid über euren Glauben, denn Gott ist euch treu. Selig seid ihr, die ihr unzufrieden seid mit der Kirche, denn Gott braucht eure Kritik. Selig seid ihr Verzweifelten, denn Gott schenkt euch neuen Mut. Amen.

Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben. Amen.

Wir singen das Lied 420:

Brich mit den Hungrigen dein Brot, sprich mit den Sprachlosen ein Wort

Im Abendmahl sind wir eingeladen, zu spüren, dass Gott die geistlich Armen annimmt. Wie er mit Sündern und Sünderinnen zusammen gegessen hat, so nimmt er auch uns an und verwandelt unsere Herzen. Im Brot schenkt er uns den Leib seiner Liebe. Im Kelch besiegelt er seine Treue zu uns mit seinem Blut.

Gott, nimm von uns, was uns von dir trennt: Unglauben, Lieblosigkeit, Verzagtheit. Hochmut, Trägheit, Lebenslügen. In der Stille bringen wir vor dich, was unsere Seele belastet:

Beichtstille

Wollt Ihr Gottes Treue und Vergebung annehmen, so sagt laut oder leise oder auch still im Herzen: Ja!

Auf euer aufrichtiges Bekenntnis spreche ich euch die Vergebung eurer Sünden zu – im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Der Herr sei mit euch. „Und mit deinem Geiste.“

Erhebet eure Herzen! „Wir erheben sie zum Herren.“

Lasset uns Dank sagen dem Herrn, unserem Gott. „Das ist würdig und recht.“

Würdig und recht ist es, Gott ernst zu nehmen als den der groß ist in seiner Güte und Freundlichkeit zu uns Menschen. Würdig und recht ist es, uns selber anzunehmen als Menschen mit aufrechtem Gang, von Gott geliebt und verantwortlich für unser Leben. Zu dir rufen wir und preisen dich, Heiliger Gott:

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in der Höhe. Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosianna in der Höhe.

Vater unser und Abendmahl

Gott, wir sind hier zusammen im Gottesdienst, aber wir haben nicht die gleichen Gedanken und sind auch sonst sehr verschieden. Wer sich heute von dir berührt gefühlt hat, wen ein Wort von dir bewegt hat, der ist dir dankbar. Wer nichts von dir gespürt hat, der ist vielleicht enttäuscht. Hilf uns aufrichtig zu sein, wenn wir uns fragen: Wozu sind wir hier in der Kirche? Erwarten wir etwas von Gott? Gib uns Geduld, Geduld mit andern und Geduld mit uns selbst.

Danke, Gott, dass es nicht schlimm ist, mit leeren Händen vor dir zu stehen. Wir danken dir, dass du uns annimmst, so wie wir sind, und dass du uns verwandelst und zusammenführst zu einer Gemeinde. Bitte lass uns aushalten, was uns unerträglich scheint. Mach aus unserer geistlichen Armut den Ausgangspunkt für deine Pläne mit uns. Hilf uns, dass wir uns gegenseitig ertragen mit unseren Sorgen und Problemen, und dass wir gelassen mit dem umgehen können, was nicht zu ändern ist. Amen.

Wir singen zum Schluss das Lied 631:

In Gottes Namen wolln wir finden, was verloren ist
Abkündigungen

Und nun lasst uns mit Gottes Segen in den Sonntag gehen – wer möchte, ist im Anschluss noch herzlich zum Beisammensein mit Kaffee oder Tee im Gemeindesaal eingeladen.

Der Herr segne euch und er behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch seinen Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

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