Neue Texte zu alten Melodien

Helmut Schütz mit seiner Metallresonator-Gitarre

Pfarrer Helmut Schütz mit seiner Metallresonator-Gitarre

Zu Melodien aus sehr unterschiedlichen Bereichen – Evangelisches Gesangbuch, Pop-Songs, Volkslieder – habe ich aus verschiedenen Anlässen – Gottesdienste, Kinder-Andachten oder Fastnachtsfeiern – neue Texte geschrieben und hier auf der Bibelwelt veröffentlicht.

Konfirmiert!

Ich stell mir vor, der Himmel

Gottes Engel und Menschen-Engel

Wir werden heute konfimiert – Hosianna!

Echt dinofantastisch!

Sag mir, wo die Dinos sind…

Leg die Hand in die Hand (2)

„Der Löwe brüllt“

Leg die Hand in die Hand (1)

Unser Erlöser: Löwe und Lamm

Kuckuck, Esel, Gans und Welten-Ei

Weine nicht, wenn Kapläne gehn

Wage zu vertrau‘n!

Steg über wildes Wasser

Josef, lieber Josef mein

Hey, haste mal ne Mack?

Gib, wo du teilen magst!

Adam und Eva im Paradiese

Franziskus zu der Krippe geht

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!

Kain und Abel

Bibel-Kriminal-Tango

Ökumenisches Freundschaftslied

Pauluskirchen-Spenden-Song

Konfirmiert!

Bei einigen Konfirmationen habe ich den folgenden Song gesungen, zuletzt am 17. April 2016:

1. Es ist geschafft, die Pflicht getan. Viel haben wir gelernt nach Plan, auch diskutiert, so dies und das, und mit den Freunden gemeinsam gab es auch immer Spaß, immer so weiter, weiter bis zum Schluss! Heute ist Konfirmation, ein Fest in der Kirche und zu Haus. Unsere Konfis, Mädchen und Jungen, sind nicht mehr Kinder, ein Stück schon erwachsen – konfirmiert!

2. Wer weiß, was uns die Zukunft bringt, was uns im Leben voll gelingt. Gott ist bei uns, bei Tag und Nacht, auch wenn man erst einmal mit Kirche ein wenig Pause macht, Gott hat Geduld und bleibt uns immer treu. Gott ist für immer bei uns, er steht zu uns für alle Zeit. Gott lässt uns niemals, niemals alleine, er macht zu Gewinnern die Menschen, die lieben – garantiert!

Ich stell mir vor, der Himmel

John Lennon hatte in seinem Song „Imagine“ von einer Welt ohne Religion, ohne Nationalstaaten und ohne Habgier geträumt. Anfang des neuen Jahrtausends schrieb ich dazu einen Text, der den Himmel – aber nicht den religiösen Unfrieden – rehabilitieren sollte. Ich sang das Lied in einigen Gottesdiensten, unter anderem zur Konfirmation, und zuletzt im interreligiösen Friedensgebet am 20. Dezember 2015:

Ich stell mir vor, der Himmel fängt auf der Erde an,
wo Liebe ist und Hoffnung, ganz ohne Glaubenszwang.
Ich stell mir vor, wie wir leben für den heut’gen Tag.

Ich stell mir vor, die Staaten, die schaffen ab ihr Heer.
Sie töten nicht für Ehre und auch für Gott nicht mehr.
Ich stell mir vor, wie wir leben friedlich in der Welt.

Vielleicht bin ich ein Träumer, aber ich bin nicht allein.
Einmal wirst du verstehen, und wir werden einig sein.

Ich stell mir vor, die Habgier ist endlich unmodern.
Es muss kein Kind mehr hungern, und alle teilen gern.
Ich stell mir vor, wie wir leben ohne Hass und Neid.

Vielleicht bin ich ein Träumer, aber ich bin nicht allein.
Einmal wirst du verstehen, und wir werden einig sein.

Gottes Engel und Menschen-Engel

Im Taufgottesdienst am 13. Oktober 2013 habe ich ein Engel-Lied mit diesem von mir veränderten Text zur Gitarre begleitet:

1. Manche Engel können wir überhaupt nicht sehen.
Aber trotzdem sind sie hier, wollen mit uns gehen.
Trösten, kämpfen, machen Mut, haben lieb und tun uns gut.
So stehn Gottes Engel uns zur Seite.

2. Und auch manche Menschen sind wie ein lieber Engel.
Vielleicht war ein Engelkind vorher noch ein Bengel.
Engelmenschen helfen gern und vertrauen Gott, dem Herrn.
Gott ist lieb zu uns durch liebe Menschen.

Wir werden heute konfirmiert – Hosianna!

Bei der Konfirmation 2011 wollten die Konfis unbedingt das Lied „Ein Stern steht über Bethlehem“ singen, obwohl es ein Weihnachtslied ist. Da die Konfirmation am Palmsonntag gefeiert wurde, habe ich das Lied entsprechend umgedichtet, und zwar die zweite Strophe passend zur Konfirmation und die erste frei nach Johannes 12, 12-13, wo erzählt wird: Eine große Menschenmenge hört, dass Jesus zu einem Fest nach Jerusalem kommt, und die Leute nehmen Palmzweige und gehen hinaus ihm entgegen und rufen: „Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel!“ Das passt zu dem Lied, denn das, was die Konfis dieses Jahrgangs am meisten an dem Lied mochten, war eben dieses „Hosianna“, das sie mit Begeisterung schmetterten:

1. Die Leute in Jerusalem, sie jubeln Jesus zu.
Mit Palmenzweigen winken sie: „Sei unser König, du!“
„Hosianna“ rufen sie, aus voller Kehle brüllen sie.
Als er dann verhaftet wird, sind sie von ihm abgeirrt.
„Kreuzigt ihn!“, so schreien sie. Das tun hoffentlich wir nie!
Hosianna! Hosianna! Hosianna in der Höh!

2. Wir werden heute konfirmiert, zu Gott gehören wir.
Es war ein langer Weg zu gehn, doch heute sind wir hier.
Gott, wir sagen zu dir Ja, denn du bist immer für uns da.
Bleibe bei uns jederzeit, in der Freude und im Leid.
Lass uns gute Wege gehn und dem Bösem widerstehn.
Hosianna! Hosianna! Hosianna in der Höh!

Echt dinofantastisch!

Im Jahr 2010 gab es in ganz Gießen die große Dino-Ausstellung. Dazu fanden auch in der Pauluskirche und ihrer Kita ein paar Veranstaltungen statt. Und ich habe zwei Lieder passend umgedichtet:

Der Tyrannosaurus Rex (Jungtier) lebte vor 75-65 Millionen JahrenEcht dinofantastisch, einfach bombastisch!
Musik, die uns gefällt, von Gott und seiner Welt.
Oh!
Echt dinofantastisch, einfach bombastisch!
Musik, die uns gefällt, von Gott und seiner Welt.

1. Dinos sind, wie wir erkannten,
größer oft als Elefanten.
Doch man muss nicht vor ihnen beben,
wenn sie vegetarisch leben.
Oh!

2. Gut, dass ich nicht wirklich sehn muss
den T-Rex und Tylosaurus!
Ich hätte Angst vor ihren Zähnen,
würden sie nur herzhaft gähnen. Oh!

3. Doch den Tanystropheus find ich fast sogar ein bisschen niedlich.
Sieht er nicht aus wie eine taffe Dinoschlangenhalsgiraffe?

(ein Bild des Tanystropheus ist in der Kinder-Andacht Erschreckertiere zu finden)

Sag mir, wo die Dinos sind…

1. Sag mir, wo die Dinos sind, wo sind sie geblieben?
Ach, das weiß doch jedes Kind. Sie gibt‛s nicht mehr.
Überreste von Gebein als Fossilien im Gestein,
so viel ist noch zu sehn, genug, um zu verstehn.

2. Dinos, gab‛s die wirklich mal? Hat Gott sie erschaffen?
Glaube mir, in großer Zahl schuf Gott auch sie.
Millionen Jahre lang war der Tag, als es gelang:
Auf Erden weit und breit war Dinosaurierzeit!

3. Als Gott schuf den Leviathan, um mit ihm zu spielen,
freute er sich sehr daran: freu dich mit ihm!
Triceratops, Troodon und auch Liopleurodon:
Zum Staunen ist all dies, was Gott entstehen ließ.

4. Sag mir, wo die Dinos sind, wo sind sie geblieben?
Als sie ausgestorben sind, fing Gott neu an.
Alle Vögel sind schon da, Neuzeitdinos sind sie ja!
Mit ihnen leben wir als Säugetiere hier.

Leg die Hand in die Hand (2)

Im Abendgottesdienst um halb 6 in Paulus mit dem Thema „Jesus, der Arzt“ am 31. Januar 2010 sang ich diesen Text zu einem ursprünglich englischen Song (zweite Version):

1. Leg die Hand in die Hand von dem Mann, der Stürme stillte.
Leg die Hand in die Hand von dem Mann, der dem Meer gab Ruh.
Sieh dich an, und du kannst auch die andern anders sehen als zuvor,
wenn du legst die Hand in die Hand von dem Mann aus Nazareth.

2. Als die Frau, die schon lange sich schmutzig und schuldig fühlte,
dennoch heimlich von hinten berührte Jesu Gewand,
da erschrak sie vor Liebe und wusste nicht, was ihr geschehen war:
Jesus sprach zu ihr: „Es ist gut, dein Vertrauen hat dich geheilt!“

2. Von dem Mann, der seit seiner Geburt nicht sehen konnte,
sagte Jesus: „Gott hat mit dem Blinden noch Großes vor.“
Jesus hilft ihm mit Erde und Spucke und schickt ihn zum Waschen weg.
Und da sieht er klar in die Welt, und man kennt ihn fast nicht mehr.

„Der Löwe brüllt“

In einem Adventsgottesdienst am 27. November 2005 zum Thema „Unser Erlöser – Löwe oder Lamm“ wurde der Song „The Lion Sleeps Tonight“ mit folgendem deutschen Text gesungen:

Hintergrundsound in tiefer Tonlage:
„Der Löwe brüllt, der Löwe brüllt.“
(während jeder Strophe 4 Mal)

Hintergrundsound in hoher Tonlage:
„Wie ein Löwe, ein junger Löwe, fühl ich mich mutig und stark.“
(während jeder Strophe 2 Mal)

1. Wer steht auf und wer brüllt nach Beute
mitten in der Nacht?
Löwenkinder, die brauchen Nahrung
und kriegen sie von Gott.

2. Der Gerechte ist wie ein Löwe,
stark und ohne Furcht.
Er flieht nicht, wenn die Ängste kommen
mitten in der Nacht.

3. Juda ist wie ein junger Löwe,
der seine Beute macht.
Wie die Löwin streckt er sich hin,
und es stört sie niemand auf.

4. Wer steht auf wie ein junger Löwe,
der den Hunger stillt?
Israel ist der junge Löwe,
den Gott nicht verlässt.

5. Löwenstark und schnell wie ein Adler
ist das kleine Volk.
Eisenhart ist der Löwe Juda,
der sich wehren muss.

Hintergrundsound in tiefer Tonlage:
„Der Löwe schweigt, der Löwe schweigt.“
(während jeder Strophe 4 Mal)

6. Wenn der Löwe Juda sich nur
auf seine Kraft verlässt,
fängt man ihn und schleppt ihn weg,
dass er nicht mehr brüllen kann.

7. Gottes Volk bringt sich selbst ins Unglück,
wenn es nicht an Gott denkt.
Gott will ihnen ein Löwe werden,
ja, schrecklich ist der Herr.

Leg die Hand in die Hand (1)

Im Abendgottesdienst um halb 6 in Thomas mit dem Thema „Wellness für Seele“ am 23. Januar 2005 sang ich die erste Version eines Textes zu einem ursprünglich englischen Song, passend zu der Geschichte, wie Jesus eine Frau heilt, die an Blutfluss leidet.

R: Leg die Hand in die Hand von dem Mann, der stillt die Stürme.
Leg die Hand in die Hand von dem Mann, der dem Meer gibt Ruh.
Nimm dich an, und du kannst auch die andern lieben, so wie er dich liebt,
wenn du legst die Hand in die Hand von dem Mann, der die Angst besiegt.

1. In der Bibel berührt mich vor allem die Geschichte,
wo die blutende Frau, die sich schmutzig und schuldig fühlt,
sich ein Herz fasst und heimlich von hinten Jesus anfasst am Gewand.
Sie traut Jesus zu, dass er hilft, doch zu bitten traut sie sich nicht.

2. Als die Frau mit der Hand das Gewand von Jesus anfasst,
diese unreine Frau, die verzweifelt Hilfe sucht,
da spürt sie eine Kraft, die von Jesus ausgeht, und sie fühlt sich heil.
Ihr Körper ist rein! Kann das sein? Sie ist frei und nicht mehr verflucht.

3. Jesus spürt ihre Hand am Gewand in dem Gedränge,
und er dreht sich zu ihr, zu erfahren, wer ihn berührt.
Was die Frau heimlich tut, das stellt er vor aller Augen offen dar,
und da schämt sie sich und fühlt sich von dem Mann peinlich vorgeführt.

4. „Meine Tochter“, so sagt er ihr freundlich wie ein Vater,
„ich bin keiner, der dir irgendeine Rüge erteilt.
Weißt du, ich habe nur so gestaunt darüber, wie du mir vertraust.
Das darf jeder sehn, was geschehn, dein Vertrauen hat dich geheilt.“

R: Leg die Hand in die Hand von dem Mann, der stillt die Stürme.
Leg die Hand in die Hand von dem Mann, der dem Meer gibt Ruh.
Nimm dich an, und du kannst auch die andern lieben, so wie er dich liebt,
wenn du legst die Hand in die Hand von dem Mann, der die Angst besiegt.

Unser Erlöser: Löwe und Lamm

Im selben Gottesdienst wurde das folgende Lied zur Melodie von „Tochter Zion“ gesungen:

1. Wer ist der Löwe aus Judas Stamm?
Seht ihn, er liegt in der Krippe: Gottes Lamm!
Seine Macht ist die des Lammes, er vergießt kein Blut.
Nein, er lässt sich selber töten. Liebe besiegt den Tod.
Wer ist der Löwe aus Judas Stamm?
Seht ihn, er liegt in der Krippe: Gottes Lamm!

2. Wie eine Löwin über ihre Jungen wacht,
so geht mit uns Jesus Christus Tag und Nacht,
leitet uns mit seiner Liebe, gibt uns Kraft und Mut,
tröstet uns wie eine Mutter: „Es wird alles gut.“
Wie eine Löwin über ihre Jungen wacht,
so geht mit uns Jesus Christus Tag und Nacht.

3. Lamm oder Löwe, wer regiert auf Gottes Thron?
Gottes Lamm hat Löwenstärke, der Mariensohn.
Allmacht heißt nicht: alles können. Nur die Liebe zählt.
Gottes Allmacht ist die Liebe, die das All beseelt.
Lamm oder Löwe, wer regiert auf Gottes Thron?
Gottes Lamm hat Löwenstärke, der Mariensohn.

Kuckuck, Esel, Gans und Welten-Ei

Zur Albertusfastnacht im Jahr 2007 beteiligte ich mich mit einem Song, der an die Debatte über die Auslegung der Schöpfungsgeschichte in der Gießener und hessenweiten Öffentlichkeit anknüpfte:

Das Programm der Albertusfastnacht 2007

Das Programm der Albertusfastnacht 2007

1. Der Kuckuck und der Esel,
die hatten einen Streit:
Wie ist wohl die Welt entstanden?
Wie ist wohl die Welt entstanden
vor langer, langer Zeit,
vor langer, langer Zeit?

2. Der Esel sprach: das weiß ich,
ich weiß, wie so was geht:
Denk ans Märchen Tischleindeckdich!
Denk ans Märchen Tischleindeckdich,
wo das vom Esel steht,
wo das vom Esel steht!

3. Der Kuckuck sprach: Du Esel
denkst ans Goldeselein.
Wie soll das denn Welten schaffen?
Wie soll das denn Welten schaffen,
das goldig Eselein,
das goldig Eselein?

4. Nein, der große Goldesel,
der wohnt im Himmelsstall,
und er spuckt aus seinem Goldmaul,
und er spuckt aus seinem Goldmaul
den schönen Erdenball,
den schönen Erdenball.

5. Haha, lacht da der Kuckuck,
er lacht den Esel aus.
Bist du dir da wirklich sicher?
Bist du dir da wirklich sicher?
Kam die Welt nicht hinten raus,
die Welt nicht hinten raus?

6. Der Esel ist beleidigt,
er schmollt und sagt bedrückt:
Ja, dann sag mir, wie zum Kuckuck,
ja, dann sag mir, wie zum Kuckuck
ist sonst die Welt geglückt,
ist sonst die Welt geglückt?

7. Der Kuckuck sprach, das weiß ich,
ich sag’s dir, eins, zwei, drei,
im Kuckucksnest im Himmel,
im Kuckucksnest im Himmel,
da lag das Weltenei,
da lag das Weltenei.

8. Plötzlich hörten sie ein Schnattern,
eine Gans schreit voller Wut:
Das war mein Goldei im Himmel,
das war mein Goldei im Himmel,
Kuckuck hat‘s Nest geklaut,
der hat mein Nest geklaut!

9. Da lacht der Esel schallend,
ia, ia, ia;
das erklärt, warum die Erde,
das erklärt, warum die Erde
so tief gefallen war,
so tief gefallen war.

 Weine nicht, wenn Kapläne gehn

Zur Albertusfastnacht am 9. Februar 2007 steuerte ich außerdem noch dieses Lied bei:

Pfarrer Helmut Schütz bei der Albertusfastnacht 2007

Pfarrer Helmut Schütz bei der Albertusfastnacht 2007

Weine nicht, wenn Kapläne gehn,
dam dam, dam dam,
es gibt neue, du wirst schon sehn,
dam dam, dam dam.

Marmor, Stein und Eisen bricht,
aber die Ökumene nicht!
Alles, alles geht vorbei,
Paulus bleibt euch treu!

Doktor Weiler liebt Tradition,
dam dam, dam dam,
klärt uns auf über Ablass schon,
dam dam, dam dam.

Marmor, Stein und Eisen bricht,
aber die Ökumene nicht!
Alles, alles geht vorbei,
Paulus bleibt euch treu!

Dann kam Holger aus Köln daher,
dam dam, dam dam,
dort hatte er’s mit dem Bischof schwer,
dam dam, dam dam.

Marmor, Stein und Eisen bricht,
aber die Ökumene nicht!
Alles, alles geht vorbei,
Paulus bleibt euch treu!

Doch hier zog er am gleichen Seil,
dam dam, dam dam,
Allmenröder mit Pfarrer Heil,
dam dam, dam dam.

Marmor, Stein und Eisen bricht,
aber die Ökumene nicht!
Alles, alles geht vorbei,
Paulus bleibt euch treu!

Als wär es nur ein Stunderle,
dam dam, dam dam,
so kurz blieb Kaplan Wunderle.
dam dam, dam dam.

Marmor, Stein und Eisen bricht,
aber die Ökumene nicht!
Alles, alles geht vorbei,
Paulus bleibt euch treu!

Kaplan Jager ist engagiert,
dam dam, dam dam,
wie er Gießener Christen zur Einheit führt,
dam dam, dam dam.

Weine nicht, wenn Kapläne gehn,
es gibt neue, du wirst schon sehn.
Ist in Albertus der Kaplan neu,
Paulus bleibt euch treu!

Marmor, Stein und Eisen bricht,
doch die Ökumene nicht!
Alles, alles, alles geht vorbei,
doch wir sind uns treu!

Wage zu vertrau’n!

Dieses Lied sang ich im Gottesdienst „Lebensbrot“ am 10. Juli 2005 in der evangelischen Pauluskirche Gießen:

Was du auf die Beine stellst, gelingt.
Du spielst mit im Spiel, das es voll bringt.
Du musst gar nichts sagen, ich weiß, du kennst die Regeln schon.
Wie einfach:

Wage zu vertrau‘n, wage zu vertrau‘n!
Du brauchst nichts als Liebe!
Liebe ist, was du brauchst.

Was du wissen musst, das weißt du schon.
Wenn du singst, triffst du den guten Ton.
Du kannst nichts dafür, du bist niemals anders, als du bist.
Wie einfach:

Wage zu vertrau‘n, wage zu vertrau‘n!
Du brauchst nichts als Liebe!
Liebe ist, was du brauchst.

Alles, was du willst, das kannst du tun.
Wenn du stirbst, kannst du in Frieden ruhn.
Nirgends ist ein Ort, an dem du dich nicht zu Hause fühlst.
Wie einfach:

Wage zu vertrau‘n, wage zu vertrau‘n!
Du brauchst nichts als Liebe!
Liebe ist, was du brauchst.

Steg über wildes Wasser

Im Gottesdienst „Brückenbauer“ am 19. Juni 2005 in der evangelischen Pauluskirche Gießen sang ich dieses Lied:

1. Du bist müde, so allein, dein Auge brennt vor Schmerz,
du fühlst dich klein; ich bin bei dir.
Oh, die Zeiten sind hart, die Tränen sind so nah.
Wie ein Steg über wildes Wasser bin ich für dich da.
Eine Brücke im tiefen Wasser will ich für dich sein.

2. Ganz am Ende, draußen vor der Tür, wenn alles finster scheint,
ja, dann tröste ich dich. Ich bin bei dir.
Oh, in tiefer Nacht, wenn du nur Ängste spürst,
wie ein Steg über wildes Wasser bin ich für dich da.
Eine Brücke im tiefen Wasser will ich für dich sein.

3. Du hast gut gekämpft, gib nicht auf. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Deine Träume werden wahr. Sie leuchten hell.
Oh, du bist nicht allein. Ich bleibe hinter dir.
Wie ein Steg über wildes Wasser geb ich Frieden dir.
Eine Brücke im tiefen Wasser lässt dich ruhig sein. Oh…

Josef, lieber Josef mein

Im ersten Gottesdienst um „halb 6 in Paulus“ am 8. Dezember 2002 sangen wir in Abwandlung eines altvertrauten Weihnachtsliedes:

Maria mit dem Jesuskind im Arm und Josef daneben

Josef zögert, zu seiner Familie zu stehen (Bild: pixabay.com)

Josef, lieber Josef mein,
will nicht Jesu Vater sein,
lässt mich mit dem Kind allein,
das Kind wird sein der Jungfrau Sohn Maria.

Josef, lieber Josef mein,
hörst du nicht den Engel dein,
was er sagt vom Kindelein,
vom Jesuskind, der Jungfrau Sohn Maria.

Josef, lieber Josef mein,
komm zurück zum Kindelein,
lass uns beide nicht allein,
das Jesuskind und deine Frau Maria.

Josef, lieber Josef mein,
steh doch zu dem Kindelein,
wirst ein guter Vater sein,
fürs Jesuskind, der Jungfrau Sohn Maria.

Josef, lieber Josef mein,
hilf mir wiegen mein Kindelein,
wird es erst geboren sein,
das Jesuskind, der Jungfrau Sohn Maria.

Hey, haste mal ne Mack?

Frau Margarethe Drebes sang dieses Lied bei der St. Albertus Fastnacht Gießen am 26. Januar 2002 und auf einem Pfarrwitwentag im gleichen Frühjahr; Pfarrer Helmut Schütz sang es beim Seniorentreff und beim Seniorentanzkreis der evangelischen Paulusgemeinde Gießen:

Ein Heller und ein Batzen, die waren beide mein, ja mein,
der Heller ward zu Wasser, der Batzen ward zu Wein, ja Wein,
der Heller ward zu Wasser, der Batzen ward zu Wein.

„Hey, haste mal ne Mack? Kein Geld ist mehr im Sack!
Hey, haste mal ne kleine müde Mack für mich, ey?“
„Du hast die Zeit verpennt! Du kriegst in Euroländ nur einundfünfzig Cent!“

Kein Heller und kein Batzen ist heut noch etwas wert, ja wert.
Kein Mensch zahlt mehr mit Talern, auch wer den Pfennig ehrt, ja ehrt,
kein Mensch zahlt mehr mit Talern, auch wer den Pfennig ehrt.

„Hey, haste mal ne Mack? Kein Geld ist mehr im Sack!
Hey, haste mal ne kleine müde Mack für mich, ey?“
„Du hast die Zeit verpennt! Du kriegst in Euroländ nur einundfünfzig Cent!“

Bald zahlen wir mit Pfennig und auch mit D-Mark niemals mehr.
Wir liebten sie so innig in bar und auch im Bankverkehr,
wir liebten sie so innig im Bar- und Bankverkehr.

„Hey, haste mal ne Mack? Kein Geld ist mehr im Sack!
Hey, haste mal ne kleine müde Mack für mich, ey?“
„Du hast die Zeit verpennt! Du kriegst in Euroländ nur einundfünfzig Cent!“

Für eine Eine-Mark-Marke zahl ich bei meiner Post, ja Post,
Null-Komma-Fünf-Eins Euro, ja, das ist’s, was sie kost‘, ja kost‘,
Null-Komma-Fünf-Eins Euro, ja, das ist’s, was sie kost‘.

„Hey, haste mal ne Mack? Kein Geld ist mehr im Sack!
Hey, haste mal ne kleine müde Mack für mich, ey?“
„Du hast die Zeit verpennt! Du kriegst in Euroländ nur einundfünfzig Cent!“

Ob D-Mark oder Euro, ob Pfennig oder Cent, ja Cent,
das Geld, es macht nicht glücklich, doch jeder nach ihm rennt, ja rennt,
das Geld, es macht nicht glücklich, doch jeder nach ihm rennt.

„Hey, haste mal ne Mack? Kein Geld ist mehr im Sack!
Hey, haste mal ne kleine müde Mack für mich, ey?“
„Du hast die Zeit verpennt! Du kriegst in Euroländ nur einundfünfzig Cent!“

Gib, wo du teilen magst!

Frau Margarethe Drebes sang dieses Lied bei der St. Albertus Fastnacht Gießen am 26. Januar 2002 und auf einem Pfarrwitwentag im gleichen Frühjahr; Pfarrer Helmut Schütz sang es beim Seniorentreff und beim Seniorentanzkreis der evangelischen Paulusgemeinde Gießen:

„Du sollst das Geld nicht ehren“, sagt Jesus, unser Herr, ja Herr,
„der Mammon ist ein Götze, drum gib dein Scherflein her, ja her,
der Mammon macht nicht glücklich, gib nur dein Scherflein her.“

„Gib, wo du teilen magst und nicht nach Zinsen fragst,
ob Euro oder Cent, ob Euro oder Cent, ja,
gib, wo du teilen magst und nicht nach Zinsen fragst, ob Euro oder Cent!“

Kein Silber hat der Bräut’gam zu Kana für mehr Tafelwein,
nur Wasser in der Küche, doch Jesus läßt es Wein dann sein,
nur Wasser in der Küche, das Wasser ward zu Wein.

„Gib, wo du teilen magst und nicht nach Zinsen fragst,
ob Euro oder Cent, ob Euro oder Cent, ja,
gib, wo du teilen magst und nicht nach Zinsen fragst, ob Euro oder Cent!“

Für dreißig Silberlinge will Judas ein Verräter sein.
Maria zahlt dreihundert für Öl, cremt Jesu Füße ein,
Maria zahlt dreihundert, ölt Jesu Füße ein.

„Gib, wo du teilen magst und nicht nach Zinsen fragst,
ob Euro oder Cent, ob Euro oder Cent, ja,
gib, wo du teilen magst und nicht nach Zinsen fragst, ob Euro oder Cent!“

Adam und Eva im Paradiese

Pfarrer Helmut Schütz sang dieses Lied im Frühjahr 2002 beim Seniorentreff und beim Seniorentanzkreis der evangelischen Paulusgemeinde Gießen:

Adam und Eva im Paradiese,
die müssen noch kein Geld ausgeben.
Denn Gott gibt ihnen reichlich Gemüse
und Früchte, um gesund zu leben.
Da zischt die grüne Schlange
der Eva ins Gemüt:
„Hörst du zu? hörst du zu? hörst du zu?
Lässt Gott euch gar nichts essen?
Gönnt Gott euch keinen Spaß?
Hörst du zu? hörst du zu? hörst du zu?
Das beste Leibgericht
lässt Gott euch essen nicht!“
So spricht die Schlange listig Eva ins Gesicht.
„Gott will alleine haben das Beste in der Welt!
Hörst du zu? hörst du zu? hörst du zu?“

„Adam“, sprach Eva im Paradiese,
„ich muss dir dringend mal was sagen.
Im Paradies nur immer Gemüse,
das schlägt mir furchtbar auf den Magen!
Die kleine grüne Schlange
empfiehlt uns diese Frucht,
hörst du zu? hörst du zu? hörst du zu?
Die lässt uns ewig leben,
die macht uns beide schlau,
hörst du zu? hörst du zu? hörst du zu?
Was Spaß macht in der Welt,
kriegt man für gutes Geld,
ich hätte gerne mal im Katalog bestellt!
Ach, Adam, willst du schlau sein,
dann nimm die süße Frucht,
hörst du zu? hörst du zu? hörst du zu?“

Adam und Eva im Paradiese,
die hörten beide auf die miese,
giftige Schlange, aßen den Apfel,
doch sehr schnell war es ihnen bange.
„Was wird der Gott nun sagen?
Was ham wir nur getan?
Nix wie weg! nix wie weg! nix wie weg!
Wir müssen uns verstecken,
wir ham nichts anzuziehn!
Ins Versteck! ins Versteck! ins Versteck!“
Gott lässt sich täuschen nicht,
er findet im Dickicht
den Adam und die Eva
und hält Strafgericht.
Sie müssen Geld verdienen,
das Paradies ist weg,
ach du Schreck, ach du Schreck, ach, du Schreck!

Franziskus zu der Krippe geht

In der Christmette am 24. Dezember 2001 haben wir zur Melodie von „Maria durch ein Dornwald ging“ ein Franziskus-Krippenlied gesungen:

Tiere an der Weihnachtskrippe

Tiere an der Weihnachtskrippe

Franziskus zu der Krippe geht,
Jesus besuchen.
Franziskus in der Heilgen Nacht
hört den Tieren zu, wie es um sie steht,
auf dem Weg zur Krippe.

Das scheue Reh zur Krippe geht,
Jesus besuchen.
Das scheue Reh sucht den zarten Spross,
der den harten, kalten Beton besiegt,
in der harten Krippe.

Die Taube kommt zur Krippe mit,
Jesus besuchen.
Die den Ölzweig fand, die mit Öl verklebt,
sucht den Schöpfer auf, der erniedrigt ist
auf dem Stroh der Krippe.

Die Biene mit zur Krippe fliegt,
Jesus besuchen.
Sie ruht aus von ihrem Bienenfleiß,
summt ein Bienenlied für das Jesuskind
auf dem Weg zur Krippe.

Der Hase auch zur Krippe geht,
Jesus besuchen.
Der Hase spürt seine große Angst,
und er nimmt sie mit zum Jesuskind,
auf dem Weg zur Krippe.

Die kleine Maus zur Krippe geht,
Jesus besuchen.
Als Vertriebene aus ihrem Haus
sucht sie neuen Mut beim Jesuskind,
auf dem Weg zur Krippe.

Der starke Wolf zur Krippe geht,
Jesus besuchen.
Kein Tier reißt er in dieser Nacht
auf dem Weg zu dem Menschen, der menschlich ist,
auf dem Weg zur Krippe.

Der rote Fuchs zur Krippe geht,
Jesus besuchen.
Er kann aus seiner Haut nicht fliehn,
doch der Mensch, der kann sich darum bemühn,
auf dem Weg zur Krippe.

Das Lämmchen geht zur Krippe hin,
Jesus besuchen,
zum Gotteslamm, das hängen wird
am Kreuzesstamm und jetzt noch liegt
in der harten Krippe.

Die Katze mit zur Krippe geht,
Jesus besuchen.
Sie will schnurren und spielen
und schreitet auf Samtpfoten
ihren Weg zur Krippe.

Zur Krippe geht auch das Kamel,
Jesus besuchen.
Es geht nicht durch ein Nadelöhr,
lieber will es, dass der Mensch umkehr
auf den Weg zur Krippe.

Der Schmetterling in voller Pracht
fliegt in die Höhe.
Gefräßig fing er als Raupe an,
bis er sich in seinen Kokon verspann.
Jetzt fliegt er zur Krippe.

Franziskus an der Krippe steht,
Jesus anbeten.
Und die Tiere sind mit ihm im Stall,
schauen an das Kind,
und es lacht sie an,
hier in seiner Krippe.

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!

Das folgende Lied sang ich im Konfi-Gottesdienst „Zeig mir dein wahres Gesicht!“ am 19. November 2001 nach dem Lied 259 aus dem Evangelischen Gesangbuch: „Kommt her, des Königs Aufgebot” mit der Melodie von Heinrich Schütz 1661:

„Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!
Auf ihn will ich vertrauen.
Wenn aus dem Staub er sich erhebt,
dann werde ich Gott schauen.“
So kann der Hiob in die Zukunft sehn,
als er sein Schicksal kann kaum tragen.
Er wagt es, Gott zu widerstehn,
ihn voller Zorn zu fragen:
„Warum hast du mich so geschlagen?“

„Warum“, so fragt auch Jesus Christ,
„warum, Gott, hast du mich verlassen?“
Wenn Gott am Kreuz den Sohn vergisst,
muss Jesus ihn nicht hassen?
Doch Jesus bleibt der Liebe treu
zu Gott und Menschen, die ihn schlagen.
So zeigt sich Gottes Liebe in ihm neu,
die aufersteht nach nur drei Tagen.
Wir sind von Gott getragen!

Kain und Abel

Das Kain-und-Abel-Lied – frei nach dem Song “I Shot The Sheriff” – sang ich am 24. September 2000 im Gottesdienst „… und senkte finster seinen Blick“ in der Justizvollzugsanstalt Gießen:

„Wo ist dein Bruder?“
„Soll ich meines Bruders Hüter sein?“
„Kain, wo ist Abel?“
„Kann ein Mensch für mich so wichtig sein?“

Wenn er dir ganz egal ist,
und er ist für dich wie tot,
verletzt ihn in Gedanken und Taten,
bringst du dich und ihn in große Not,
du wirst schuldig an seinem Tod.

„Wo ist dein Bruder?“
So spricht Gott und schaut bekümmert drein.
„Kain, wo ist Abel?“
„Soll ich meines Bruders Hüter sein?“

Abel schafft einfach alles,
ist glücklich und lebt nicht schlecht.
Doch deine Mühe, Kain, scheint, vergeblich,
so als ob dich Gott nicht akzeptiert.
Warum ist Gott so ungerecht?

Finster ergrimmst du.
Und die Sünde lauert vor der Tür.
Hast kein Vertrauen.
Voll Verzweiflung bist du und voll Gier.

Tötest Abel, den Bruder,
und hast keine Ruhe mehr.
Das Blut des Bruders schreit, und du hörst es.
Doch zum Leben bist verurteilt du.
Die Verantwortung drückt dich schwer.

Wo ist mein Bruder?
Will ich meines Bruders Hüter sein?
Alle sind Abel.
Und auch alle sind ein bisschen Kain.

Kann ich streiten mit Worten
und sagen, was mich verletzt?
Ich glaube und ich kenne den Zweifel.
Und ich wünsche, Gott nimmt mich so an.
Ja, mein Gott, halte du mich fest!

Gott ist der Vater,
liebt uns Menschen alle, groß und klein.
Wir sind Geschwister,
sollen füreinander Hüter sein.

Alle sind Abel.
Und auch alle sind ein bisschen Kain.
Wo ist mein Bruder?
Ich will meines Bruders Hüter sein.

Bibel-Kriminal-Tango

Als die „Peppigen Pauluspopen” stimmten Hanne Allmansberger und Helmut Schütz bei der Fastnachtsfeier der katholischen Pfarrgemeinde St. Albertus Gießen am 19. Februar 2000 auch den „Bibel-Kriminaltango” an (Foto: Andreas Völzel):

PopenKriminaltango auf ökumenisch:
Wir lesen Bibel, und das läuft so:

Letzten Dienstag jeden Monat lesen wir zusammen Bibel.
Und wir fragen viele Fragen, und wir haben was davon.
Von Albertus und von Paulus kommen Frauen und auch Männer.
Ja, wir machen Ökumene – gut befreundet sind wir schon!

Bibel ist spannend, fast wie ein Krimi.
Schon ganz am Anfang steht die Verführung
durch eine Schlange, das nackte Elend
und die Vertreibung vom Paradies!

Dann der erste Kriminalfall. Kain wird Mörder seines Bruders.
Gott befragt ihn auf der Stelle – als der erste Detektiv.
„Bin ich Hüter meines Bruders?“ fragt sogleich der erste Mörder.
Dieser Kain, der macht’s wie alle – keiner gibt von selbst was zu.

Bibel ist spannend, fast wie ein Krimi.
Jakob betrügt erst Bruder und Vater,
dann muss er zittern vor Esaus Rache,
und erst am Ende – wird alles gut…

Und wie war‘s mit König David, als sein Blick fiel auf Bathseba,
wie die schöne Frau sich badet und der König sich verliebt?
Sie wird schwanger von dem König, der den Ehemann ermordet.
Und am Schluss hat Prophet Nathan dieses Unrecht hart gerügt!

Bibel ist spannend, fast wie ein Krimi.
König Herodes mordet die Kinder
in Bethlehem, nur Jesus nicht,
weil Vater Josef – hat gut geträumt!

Und als Salome dann tanzte, schlug man ab den Kopf des Täufers,
und auch Jesus war nicht sicher vor dem Hass in dieser Welt.
Doch zurückgeschlagen hat er nur mit seiner großen Liebe,
und mit dieser Waffe hat er – alle Bosheit abgestellt.

Bibel ist spannend, fast wie ein Krimi.
Denn es geht immer auch um mich selber.
Um meine Fragen, um meine Hoffnung –
ja, es geht immer – um Leben und Tod!

Letzten Dienstag jeden Monat lesen wir zusammen Bibel.
Und wir fragen viele Fragen, und wir haben was davon.
Von Albertus und von Paulus kommen Frauen und auch Männer.
Ja, wir machen Ökumene – gut befreundet sind wir schon!

Bibel ist spannend, fast wie ein Krimi.
Am letzten Dienstag, in jedem Monat,
Abend für Abend lesen wir Bibel,
denn Ökumene – geht nie vorbei!

Ökumenisches Freundschaftslied

Der folgende Liedtext bezieht sich darauf, dass Mitglieder der katholischen Albertusgemeinde und der evangelischen Paulusgemeinde Gießen seit 1999 regelmäßig im Gemeindezentrum der Paulusgemeinde zu einem Ökumenischen Bibelgesprächsabend zusammenkommen. Gesungen habe ich das Lied bei der Albertus-Fastnacht im Jahr 2000 auf die Melodie von „Ein Freund, ein guter Freund“:

Sonniger Tag! Wonniger Tag! Und dann am Abend, da treffen wir uns.
Albert und Paul kommen sich nah, die Ökumene ist da!
Gutes Gespräch, sehr angeregt, spannendes Thema, das alle bewegt.
Über den Glauben, über das Leben haben wir eines erkannt:

Als Freund, als guter Freund ist Sankt Albertus uns zur Seite gestellt.
Als Freund, als guter Freund, denn Ökumene ist mehr wert als Geld.
Drum seid nur nicht betrübt, wenn einer das nicht so sieht.
Die Ökumene ist für uns das Schönste, was es gibt!

Sonnige Welt! Wonnige Welt! Hast uns für immer zusammengesellt.
Albertusgemeinde, Paulusgemeinde, unsere Freundschaft besteht!
Vergessen wir nicht, verdrängen wir nicht, weil unser Glaube nicht unmodern ist.
mancher verließ das Kirchenschiff, wir aber halten zusamm.

Als Freund, als guter Freund ist Sankt Albertus uns zur Seite gestellt.
Als Freund, als guter Freund, denn Ökumene ist mehr wert als Geld.
Drum seid nur nicht betrübt, wenn der Papst das nicht so sieht.
Die Ökumene ist für uns das Schönste, was es gibt!

Pauluskirchen-Nordstadt-Spenden-Song

Auch das folgende Lied – nach dem bekannten Lied „Ich brauche keine Millionen” – sang ich zur Albertus-Fastnacht 2000, ein wenig passend zur damals gerade akuten politischen Spendenaffäre, aber hauptsächlich, um zu Spenden für den Innenanstrich der Pauluskirche aufzurufen.

Es wurden übrigens wirklich, allerdings nicht nur durch den Aufruf in diesem Lied, über 10.000 Mark für die Renovierung der Pauluskirche gespendet!

Wir kommen von der Pauluskirche, die einen Anstrich nötig braucht,
doch leider sind wir arm wie die berühmte Kirchenmaus!
Wir brauchen Geld für Baumaßnahmen, da haben wir gut nachgedacht
und einen Spendenaufruf im Gemeindebrief gemacht:

Wir brauchen keine Millionen,
uns reichen zwölftausend Mark,
dann renoviern wir unsre Kirche, Mensch, das wäre stark!
Wir brauchen keine Millionen, kein Schwarzgeld, kein Lug und Trug,
ehrliche kleine Spenden, davon wünschen wir genug.

Über Sechstausend sind‘s bereits, Dank sagen wir dafür!
Nichts liegt auf Konten in der Schweiz, darum hört nicht zu spenden auf jetzt!
Wir brauchen keine Millionen, Zwölftausend, das ist der Preis,
dafür wird unsre Pauluskirche wieder hell und weiß.

Die Malerfirma hat im Winter ein gutes Angebot gebracht:
„Wir geben euch Prozente, aber nur, wenn ihr‘s jetzt macht!“
Da hat der Kirchenvorstand eilig in sein Säckchen reingeschaut.
Er schießt das Geld erst einmal vor und sagt: „Jetzt wird gebaut!“

Wir brauchen keine Millionen, uns reichen zwölftausend Mark,
jetzt streichen wir die Pauluskirche, Mensch, das ist doch stark!
Wir brauchen keine Millionen, kein Schwarzgeld, kein Lug und Trug,
ehrliche kleine Spenden, davon wünschen wir genug.

Sechseinhalbtausend sind‘s bereits, Dank sagen wir dafür!
Nichts liegt auf Konten in der Schweiz, darum hört nicht zu spenden auf jetzt!
Wir brauchen keine Millionen, Zwölftausend, das ist der Preis,
dafür wird unsre Pauluskirche wieder hell und weiß.

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