„Mensch, es ist dir gesagt, was gut ist!“

Wir bleiben frei, wenn wir aus Einsicht einem Gebot „gehorchen“. Deshalb ist es gut, wenn wir unseren Kindern beides beibringen: Rechte und Regeln, Freiheiten und Pflichten, Erlaubnisse und Grenzen. Kind, ich sage dir, was gut ist. Du sollst so frei sein wie möglich, aber ich kann dir nicht alles erlauben, sonst nimmst du Schaden an Leib und Seele.

Ein weißes Smilie mit Heiligenschein befindet sich hinter einem schwarzen Smilie

Der Prophet Micha ist überzeugt: Uns Menschen ist gesagt, was gut ist!

#predigtTaufgottesdienst am 20 Sonntag nach Trinitatis (mit dem Text vom 22. Sonntag nach Trinitatis), den 24. Oktober 2004, um 10.00 Uhr in der evangelischen Pauluskirche Gießen
Musik und Einzug der Täuflinge mit Eltern und Paten

Guten Morgen, liebe Gemeinde!

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

Mit diesem Wort aus dem Buch des Propheten Micha 6, 8 begrüße ich Sie herzlich im Taufgottesdienst in der Pauluskirche.

Heute taufen wir vier Kinder: Es sind alles Jungen: … . Wir heißen sie mit ihren Familien und Paten bei uns herzlich willkommen!

Lied 331, 1+2+5+11:

1. Großer Gott, wir loben dich, Herr, wir preisen deine Stärke. Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke. Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit.

2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, stimmen dir ein Loblied an, alle Engel, die dir dienen, rufen dir stets ohne Ruh: »Heilig, heilig, heilig!« zu.

5. Dich, Gott Vater auf dem Thron, loben Große, loben Kleine. Deinem eingebornen Sohn singt die heilige Gemeinde, und sie ehrt den Heilgen Geist, der uns seinen Trost erweist.

11. Herr, erbarm, erbarme dich. Lass uns deine Güte schauen; deine Treue zeige sich, wie wir fest auf dich vertrauen. Auf dich hoffen wir allein: lass uns nicht verloren sein.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. „Amen.“

Wir taufen vier Kinder. Wir taufen sie, weil wir auf Gott vertrauen. Der Taufspruch von … steht im Psalm 16, 1 und lautet (Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift © 1980 by Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart):

Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir!

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Wir taufen vier Kinder. Wir taufen sie, weil Gott bei uns ist, wenn wir uns freuen und wenn wir in Not sind, und weil wir jederzeit zu ihm beten können. Der Taufspruch von … steht im Brief an die Römer 12, 12:

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.

Wir rufen zu dir, Gott: Herr, erbarme dich! „Herr, erbarme dich, Christe, erbarme dich, Herr, erbarm dich über uns!“

Wir taufen vier Kinder. Wir taufen sie, weil wir von den guten Mächten Gottes umgeben sind und niemals aus ihrem Schutz herausfallen. Der Taufspruch für … steht im Psalm 91, 11:

[Gott] hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.

Lasst uns Gott lobsingen! „Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende.

Der Herr sei mit euch! „Und mit deinem Geist!“

Gott, dein Sohn Jesus Christus hat uns etwas versprochen. Dieses Versprechen steht aufgezeichnet im Evangelium nach Lukas 11, 9 und ist der Taufspruch für …:

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.

Um solche Offenheit bitten wir dich, Gott. Dass wir nicht aufgeben, Gutes zu erwarten, von dir, von vertrauenswürdigen Menschen, vom Leben, das du uns geschenkt hast. Dass wir um Hilfe bitten, wenn wir Hilfe brauchen. Dass wir Gutes dankbar annehmen, wenn wir guten Menschen begegnen. Dass wir nicht aufgeben, dich zu suchen. Dass wir anklopfen, wo eine Tür ist, und nicht mit dem Kopf durch die Wand wollen. Darum bitten wir dich im Namen Jesu Christi, unseres Herrn. „Amen.“

Wir taufen vier Kinder. Wir taufen sie, weil Jesus uns dazu den Auftrag gegeben hat. Das Evangelium nach Matthäus 28, 16-20, erzählt, wie Jesus diesen Auftrag seinen Freunden gibt, obwohl sie gar nicht alle einen festen Glauben haben:

16 Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte.

17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten.

18 Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.

19 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes

20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja. „Halleluja, Halleluja, Halleluja!“

Liebe Tauffamilien!

Ich hab‘s jetzt oft genug wiederholt: Wir taufen heute vier Kinder. Bevor wir das Wasser ins Taufbecken gießen und die vier Jungen taufen, will ich mit Ihnen überlegen, was die Taufsprüche, die Sie als Eltern für Ihre Kinder ausgesucht haben und die wir bereits gehört haben, mit dem Aufwachsen und der christlichen Erziehung dieser Kinder zu tun haben.

[Gott] hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.

Das ist der beliebteste aller Taufsprüche; … hat ihn für ihren Sohn … ausgesucht, und die Patin … findet ihn, glaube ich, auch gut. Die Taufe hat damit zu tun, dass wir in der Welt nicht völlig allein gelassen sind. Auch wenn wir manchmal Probleme haben, an Gott zu glauben, wir sind doch darauf angewiesen, dass unsere Kinder von guten Engeln behütet sind. … ist das älteste unserer Taufkinder; er wird in knapp drei Wochen vier Jahre alt. Wie aufgeweckt er ist, habe ich bei unseren Taufgespräch gemerkt, als er im Büro versucht hat, die Papierschneidemaschine auseinanderzunehmen. Es ist nicht immer einfach, die Verantwortung für einen so lebhaften Jungen zu tragen, für ihn da zu sein, ihm zu sagen, wo es lang geht, was gut und was böse ist – und da ist es gut zu wissen: wir tragen unsere Verantwortung für unsere Kinder nicht ganz allein. Gott steht uns bei mit den unsichtbaren Engeln an unserer Seite. Er trägt und behütet uns Erwachsene in allem, was uns geschieht, damit wir gut für unsere Kinder da sein können.

Der Wunsch, das unsere Kinder behütet sind, kommt auch im Spruch für … zum Ausdruck:

Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir!

Vertrauen ist es, was uns im Leben trägt, auch wenn wir erwachsen werden und selber Verantwortung tragen, für uns und unsere Kinder und unsere Welt. Ohne Vertrauen ist die Welt nur noch hart und kalt, und alle Versuche, uns abzusichern und uns mit dem Einsatz unserer Ellenbogen durchs Leben zu schlagen, machen es nicht besser. Wir brauchen Vertrauen, um menschlich miteinander umzugehen und vor allem unseren Kindern die Liebe, den Rückhalt und die guten Grenzen zu geben, die sie brauchen.

… ist mit dreieinhalb Jahren unser zweitältestes Taufkind; er wird gemeinsam mit seinem kleinen Bruder … getauft, der mit seinen zehneinhalb Monaten auch schon ganz gut auf den Beinen ist. Sein Taufspruch macht in einem Dreischritt deutlich, wie man das Vertrauen zu Gott in seinem Leben leben kann.

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.

Der Glaube an Gott ist nicht immer nur eine todernste Angelegenheit. Aber mit dem Vertrauen auf Gott kann man sich auch dem größten Ernst des Lebens mutig stellen. Wenn ein Kind bei seinen Eltern spürt, dass es sich hundertprozentig auf sie verlassen kann, wächst in ihm ein Urvertrauen zum Leben. Aber wenn Kinder größer werden und merken: auch die Erwachsenen können nicht alles, und in der Welt ist nicht alles nur schön, dann beginnt sozusagen der Ernst des Lebens. Wer dann immer noch eine Antwort auf die Frage weiß: Worauf kann man sich eigentlich in dieser Welt verlassen?, der ist gut dran. Der gibt die Hoffnung nicht auf, er weiß sich von Gottes Liebe getragen, er ist fröhlich in Hoffnung, er ist geduldig und gibt nicht auf zu hoffen, auch wenn er bedrängt ist und Wellen der Angst und Traurigkeit über ihm zusammenschlagen. Viele Menschen meinen heute, es lohne sich nicht zu beten, weil Gott ja doch nicht eingreift. Aber wer beharrlich zu Gott ruft, und wenn es nur ein Stoßseufzer im Herzen ist, den man nicht einmal aussprechen muss, der wird erfahren, dass Gott uns doch hört. Vielleicht hilft er, indem er uns verwandelt, uns Mut macht und Hoffnung schenkt.

… ist mit siebeneinhalb Monaten unser jüngstes Taufkind; mit zweitem Vornamen heißt er … . Auch sein Taufspruch ist dreiteilig, ein Wort von Jesus, der Evangelist Lukas hat es aufgeschrieben:

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.

Bitten, Suchen, Anklopfen – mit diesen Worten beschreibt Jesus Tätigkeiten, die manchmal Überwindung kosten, die sich aber trotzdem lohnen. Gott ist einer, der sich bedrängen lässt, der darauf wartet, dass wir uns an ihn wenden und der uns vielleicht manchmal warten lässt, um zu prüfen, ob wir es wirklich ernst meinen mit dem Vertrauen auf ihn. Denn ernstgenommen werden wollen wir alle; Gott will das auch. Er ist zwar nicht beleidigt oder eingeschnappt, wenn wir uns nicht um ihn kümmern; Gott ist kein nachtragender Gott. Aber es tut ihm weh, wenn wir ohne Gottvertrauen leben, weil uns das schadet.

Der Prophet Jona in der Bibel bekam von Gott einen Auftrag, doch er hatte keine Lust. Er rannte von Gott weg, fuhr sogar mit dem Schiff übers Meer, um Gott zu entkommen. Aber je weiter er sich von Gott entfernte, desto schlimmer wurde es in seinem Leben. Am Ende wäre er im Meer beinahe ertrunken, wenn Gott nicht einen großen Wal geschickt hätte, um ihn wieder an Land zu holen. Die Geschichte von Jona klingt wie ein Märchen, aber sie erzählt die Wahrheit von Gottes Treue. Wir können gar nicht so weit vor Gott weglaufen, dass er uns nicht doch findet; und wenn wir uns wieder zu ihm umdrehen, dann lässt er sich von uns finden.

Wer von Gott wegschaut, der wie die Sonne in unser Leben leuchtet, der sieht nur die Schattenseiten im Leben. Besser ist es, den Spruch zu beherzigen, den Sie, liebe …, mir genannt haben:

Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich!

Amen.

Lied 619:

1. Er hält die ganze Welt in seiner Hand, er hält die ganze Welt in seiner Hand, er hält die ganze Welt in seiner Hand, Gott hält die Welt in seiner Hand.

2. Er hält das winzig kleine Baby in seiner Hand, er hält das winzig kleine Baby in seiner Hand, er hält das winzig kleine Baby in seiner Hand, Gott hält das Baby in seiner Hand.

3. Er hält die Sonne und den Mond in seiner Hand, er hält die Sonne und den Mond in seiner Hand, er hält die Sonne und den Mond in seiner Hand, Gott hält sie beide in seiner Hand.

4. Er hält auch dich und mich in seiner Hand, er hält auch dich und mich in seiner Hand, er hält auch dich und mich in seiner Hand, Gott hält auch dich und mich in seiner Hand.

Unser Vertrauen auf Gott, der uns segnet und behütet und uns durch seine guten Mächte begleitet, sprechen wir nun gemeinsam aus, stellvertretend auch für die Taufkinder, mit den Worten unseres christlichen Glaubensbekenntnisses:

Glaubensbekenntnis und Taufen
Lied 209: Ich möcht‘, dass einer mit mir geht
Gott gebe uns ein Herz für sein Wort und Worte für unser Herz. Amen.

Liebe Gemeinde, ich predige heute über den Wochenspruch dieser Woche. Er steht beim Propheten Micha 6, 8. Frau Becks hat ihn am Anfang schon einmal vorgelesen:

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

Das ist ein erstaunlicher Satz. Denn es wird doch immer wieder darüber geklagt, dass viele Menschen gar nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden können, dass Eltern ihren Kindern kein gutes Benehmen mehr beibringen, und dass die alten Werte nicht mehr gelten. „Geiz ist geil!“, werden wir in der Werbung angeschrien, und sogar das Gebot „Liebe deinen Nächsten“ sah ich auf einer Reklametafel in Frankfurt, missbraucht als Werbung für den nächsten – Gebrauchtwagen. Vielen scheint es heute egal zu sein, was gut ist – Hauptsache, man lässt sich nicht erwischen oder findet eine gute Ausrede oder kann einen guten Anwalt bezahlen.

Der Prophet Micha ruft uns eine andere Botschaft zu: „Mensch, es ist dir gesagt, was gut ist!“ Was gut ist, muss uns gesagt werden, und es wird uns gesagt.

Aber wer sagt uns, was gut ist? Micha beantwortet diese Frage eindeutig: Gott! Was er uns sagt, lässt sich in drei Stichworten zusammenfassen: Recht, Liebe, Ehrfurcht. Erstens: Recht. Wir sollen das Rechte tun. Wir kennen die Zehn Gebote, Gott sagt uns, was gut und gerecht ist. Zweitens: Liebe. Gott will mehr als nur Gesetzestreue. Er wünscht sich, dass wir auf seine Liebe mit unserer Liebe antworten. So wie er uns liebt, so barmherzig sollen wir mit uns und miteinander umgehen. Drittens: Ehrfurcht. Nicht alles dürfen wir uns erlauben, als wären wir selber Gott. Wenn ich Gott ernstnehme, weiß ich, wie klein ich vor Gott bin, und ich staune darüber, wie gut es dieser große Gott mit mir meint.

Aber Gott spricht nicht direkt mit uns. Wie sagt er uns, was gut ist? Ganz einfach. Durch die Bibel. Und dadurch, dass ein Mensch es dem andern weitersagt. Zum Beispiel in der Predigt. Aber auch in der Erziehung von Kindern. Die Eltern sagen ihren Kindern, was man darf und was man muss, was verboten ist und was erlaubt. In der Schule sind es die Lehrer, im Konfirmandenunterricht ist es das Konfi-Team, im Betrieb ist es der Chef, die einem sagen, was sie für gut halten und woran man sich halten sollte, wenn man keinen Ärger kriegen will.

Aber wir leben in einem freien Land. Ist da überhaupt noch eindeutig festgelegt, was gut und böse ist? Ich glaube, dass trotz aller Veränderungen die Menschen auch heute noch über Recht und Unrecht Bescheid wissen. Früher ließen sich Menschen von Diktatoren wie Hitler verführen, heute wollen viele sich überhaupt nichts mehr sagen lassen. Früher fand man es gut, uneheliche Mütter und Kinder schlecht zu behandeln, heute finden viele einen Seitensprung in der Ehe fast schon normal. Trotzdem wusste und weiß eigentlich jeder, dass das alles nicht OK war und ist.

In einer Demokratie ist immerhin genau geregelt, wer Gesetze beschließt, wer sie ausführt und wer darüber wacht, dass sie auch eingehalten werden – gemeinsam einigt sich eine Gemeinschaft von Menschen über die Unterscheidung von Gut und Böse. Und wenn darüber entschieden ist, muss auch der freieste Bürger sich einfach sagen lassen: Daran hast du dich zu halten, sonst wirst du bestraft.

Mensch, es ist dir gesagt, was gut ist! Das gilt auch heute noch. Die Frage ist, ob wir auch hören wollen, was uns gesagt wird. Es ist keine Schande für freie Menschen, wenn sie sich von dem, der etwas zu sagen hat, etwas sagen lassen. Wir bleiben frei, gerade dann, wenn wir aus Einsicht einem Gebot „gehorchen“ und nicht nur, weil wir sonst vielleicht erwischt und bestraft werden.

Deshalb ist es gut, wenn wir auch in der Zukunft unseren Kindern beides beibringen: Rechte und Regeln, Freiheiten und Pflichten, Erlaubnisse und Grenzen. Kind, ich sage dir, was gut ist. Ich bin für dich da, und ich erwarte auch etwas von dir. Ich sorge für dich, aber ich werde dir nicht alle Wünsche erfüllen. Du sollst so frei sein wie möglich, aber ich kann dir nicht alles erlauben, sonst nimmst du Schaden an Leib und Seele. Konfis, wir sagen euch, was gut ist – und wir hören euch auch gern zu, wenn ihr anderer Meinung seid. Mensch, es ist dir gesagt, was gut ist: Halte dich an das, was recht ist. Übe dich in Demut vor Gott und in Liebe gegenüber dem Nächsten. Amen.

Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben. Amen.
Lied: Mensch, es ist dir gesagt, was gut ist

Gott, wir beten für die vier Taufkinder, dass sie Menschen haben, die immer für sie da sind und die ihnen sagen, was gut ist. Wir beten für unsere Konfis und unser Konfi-Team, dass es uns gelingt, den Unterricht so zu gestalten und dabei mitzumachen, dass alle etwas davon haben.

Gott, wir beten für die Kranken und Trauernden in unserer Gemeinde, dass du ihnen Kraft gibst, zu ertragen, was sie nicht ändern können, und dass sie ihren Lebensmut nicht verlieren.

Gott, wir beten für Politikerinnen und Politiker, dass sie mehr nach Recht und Gerechtigkeit fragen, als sich um persönliche Macht und Intrigen zu kümmern. Wir beten für unser Land, dass soziale Errungenschaften nicht leichtfertig aufgegeben werden und dass die Menschenwürde von denen, die auf Hilfe angewiesen sind, nicht mit Füßen getreten wird. Wir beten für unsere Welt, dass sie nicht Spielball ist zwischen den Mächtigen in Wirtschaft und Politik, sondern dass die Gerechtigkeit für die Armen und der Friede zwischen den Völkern eine Chance hat.

Gott, wir bitten dich für uns alle: dass wir uns sagen lassen, was gut ist, und darauf hören. Amen.

In der Stille bringen wir vor Gott, was wir außerdem auf dem Herzen haben:

Gebetsstille und Vater unser
Lied 334: Danke für diesen guten Morgen
Abkündigungen

Der Herr segne euch und er behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch seinen Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

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