Zum Vertiefen

Theologische Vorträge und Studienarbeiten.

Voll gestopfte Bücherregale und Bücherstapel mit engem Gang dazwischen

Lesestoff für Leseratten (Foto: pixabay.com)

Helmut Schütz

Helmut Schütz (Foto: Stephan Scholz)

Die Rubrik „Zum Vertiefen“ ist das Sammelbecken für diejenigen meiner ausführlichen Vorträge und theologischen Arbeiten, die nicht in die Bereiche „Seelsorge“ und „Interreligion“ hineingepasst haben. Und für Zeitungs- bzw. Gemeindebrief-Artikel, für die dasselbe gilt.

„Adam und Eva“

Unter dieser Überschrift ergänzte ich einen Vortrag von Prof. Martin Bergmann zur Entstehung des Menschen am 29. Juni 2010 in der Pauluskirche durch Bemerkungen zur Schöpfungsgeschichte der Bibel.

Der Vortrag fand im Rahmen der Dinosaurier-Ausstellung in der Stadt Gießen statt, zu der in der Pauluskirche außerdem der Gottesdienst Am Tag, als Gott die Dinos schuf stattfand. Und im Stuhlkreis der Kita-Kinder fragten die Handpuppen Lutz und Gabi nach den großen Erschreckertieren im Stadtbild von Gießen.

„Die Suche nach dem Garten Eden“

war ein Vortrag im Rahmen der Ökumenischen Themenabende zu Kernfragen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses im Sitzungssaal der katholischen St.-Albertus-Gemeinde Gießen.

„Gerechte Sprache in der Bibel“

Im Zusammenhang mit meinem 25-jährigen Ordinationsjubiläum gab es in der Evangelischen Paulusgemeinde einen Vortrag von Judith Hartenstein und eine Diskussionsbemerkung von Odo Marquard zur „Bibel in gerechter Sprache“. Allerdings sind nicht diese selbst hier zu finden, aber einige Informationen aus dem Paulus-Gemeindebrief rund um das umstrittene Bibelübersetzungsprojekt.

„Im Gesangbuch stehen keine Lieder“

Dieser provokative Satz von Kantorin Christa Reich macht neugierig auf eine Einführung in das im Jahr 1994 in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau eingeführte neue „Evangelische Gesangbuch“, über die an dieser Stelle zwei Presseartikel zu finden sind.

Außerdem gibt es hier noch fünf meiner Seminar- und Examensarbeiten aus dem Theologiestudium, die sich mit ganz unterschiedlichen Themen befassen, von der wissenschaftlichen Exegese über die Kirchengeschichte bis hin zur Praktischen Theologie.

„Das Evangelium als Kriterium einer Theorie kirchlicher Praxis in der Gesellschaft“

habe ich 1976 als wissenschaftliche Hausarbeit für mein Erstes Theologisches Examen geschrieben. Angeregt durch die Auseinandersetzung mit Büchern von Ton Veerkamp und Aufsätzen der exegetischen Zeitschrift „Texte & Kontexte“, angeregt außerdem durch Diskussionen in den Foren der Internet-Seite www.jesus.de, habe ich die Arbeit nach 30 Jahren wieder einmal gelesen und überrascht festgestellt, dass sie trotz ihrer Zeitbedingtheit (entstanden in einem reformfreudigen Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts im Mainzer Fachbereich Evangelische Theologie, der von den Konflikten um Politische Theologie und Kritische Theorie zeitweise regelrecht durchgeschüttelt wurde) Differenzierungen für kirchliche Arbeit und biblische Exegese enthält, die mir nach wie vor einleuchtend erscheinen. Darum habe ich sie nach 30 Jahren erstmalig auf der Bibelwelt im alten Layout – und jetzt auch wieder im neuen – veröffentlicht.

„Die Wortüberlieferung Jesu im exegetisch-theologischen Meinungsstreit“

habe ich in einer Seminararbeit 1976 untersucht, und zwar in Form einer Gegenüberstellung der Ansätze von Siegfried Schulz und Gerd Theißen. Es handelt sich zugleich um eine Auseinandersetzung mit dem Konzept der Spruchquelle „Q“ (Schulz) und der Idee des urchristlichen „Wanderradikalismus“ (Theißen).

„Die Haltung der Christen zum Staat nach Tertullians Apologeticum“

war meine erste und einzige wissenschaftliche Arbeit im Fach Kirchengeschichte aus dem Jahr 1972. Sie war vom Ansatz her eher systematisch-theologisch als auf rein historische Fragestellungen angelegt, und ich finde, sie regt noch heute (im Jahr 2010) zum Nachdenken an.

„Exegese von Matthäus 22, 1-14: Das Gleichnis vom Königlichen Hochzeitsmahl“

Meine erste Proseminararbeit zur (neutestamentlichen) Bibelauslegung führte mich 1974 mitten hinein in den Streit um die schwierige Auslegung der Gleichnisse Jesu, auch um die Frage, ob sie wirklich auf Jesus oder (ganz bzw. teilweise) auf spätere Umformungen in den urchristlichen Gemeinden zurückgehen. Für das Jahr 2017 habe ich mir vorgenommen – so Gott will und wir leben -, evtl. noch einmal in das Thema einzusteigen, indem ich die Arbeiten von Luise Schottroff und anderen Exegeten berücksichtige. Denn ich halte die Auslegung der Gleichnisse Jesu für eines der schwierigsten neutestamentlichen Themen.

„Ein Beitrag der neutestamentlichen Forschung in der Abendmahlsfrage“

Dieses Referat beschäftigt sich mit Willi Marxsens (und Wolfgang Schweitzers) sehr bedenkenswerten exegetischen Überlegungen zur Entstehung der Abendmahlspraxis und -deutung im Neuen Testament. Unsere Abendmahlsfeiern in der Evangelischen Paulusgemeinde Gießen werden im Großen und Ganzen eingedenk der von Marxsen skizzierten Problematik gefeiert und enthalten durchaus einige Antworten auf die von Marxsen gestellten Fragen.

Helmut Schütz

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