Schlichtes Wunder

Der auferstandene Christus hilft uns, die Bibel zu verstehen.

Jesus nimmt aus unseren Händen ein Stück gebratenen Fisch und isst. Das ist eine Absage an jede Religiosität, die sich nur um die Seele kümmern will. Der Mensch lebt zwar nicht vom Brot allein, aber wer als ganzer Mensch glaubt, bittet auch um das tägliche Brot, setzt sich für Hungernde ein.

Ein Osterei liegt in der aufgeschlagenen Bibel

Der auferstandene Jesus treibt mit seinen Jüngern an Ostern Bibelauslegung (Bild: pixabay.com)

direkt-predigtGottesdienst am Ostersonntag, 19. April 1987, um 9.30 Uhr in Heuchelheim (mit Abendmahl) und um 10.30 Uhr in Reichelsheim (mit anschl. Abendmahl mit Traubensaft); am Ostermontag, 20. April 1987, um 10.00 Uhr in Nieder-Florstadt und um 13.00 Uhr in Dorn-Assenheim (mit Abendmahl mit Traubensaft)

„Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Mit diesem Ostergruß heiße ich Sie herzlich willkommen in unserer Heuchelheimer Kirche!

Lied EKG 85, 1-3 (EG 111)

1. Frühmorgens, da die Sonn aufgeht, mein Heiland Christus aufersteht. Vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Halleluja.

2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Not verschlossen, gleich als wär ich tot, lässt du mir früh die Gnadensonn aufgehn: nach Trauern Freud und Wonn. Halleluja.

3. Nicht mehr als nur drei Tage lang mein Heiland bleibt ins Todes Zwang; am dritten Tag durchs Grab er dringt, mit Ehr sein Siegesfähnlein schwingt. Halleluja.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

So stehts geschrieben, dass Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage; und dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern. (Lukas 24, 46-47)

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste, wie es war von Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Gott, himmlischer Vater!

Wir feiern Ostern im Frühling, freuen uns über das Erwachen neuer Triebe an Sträuchern und Bäumen, über Frühlingsblumen und Ostereier. Wir sind dankbar, wenn wir in der Nacht gut schlafen und morgens frisch und ausgeruht wieder aufstehen können. Wir wissen also, was das Bild vom Aufstehen und von der Wiedererweckung bedeuten kann. Und doch geht deine Auferstehung darüber hinaus; sie durchbricht das, was uns Menschen und auch das, was in der uns umgebenden Natur möglich ist. Sie eröffnet uns die Hoffnung auf ewiges Leben, die Hoffnung darauf, dass wir nicht im Kreislauf von Leben und Sterben, Werden und Vergehen, Blühen und Verwelken letztlich doch untergehen. Von dieser Hoffnung sprich zu uns in deinem Osterevangelium! Mach uns gewiss im Glauben an die Auferstehung deinen Sohnes und an unsere künftige Auferweckung von den Toten. Wecke uns jetzt schon auf aus Unglauben und Trägheit des Herzens, aus Hochmut und Unbarmherzigkeit. Schenke uns dein Wort und lass in uns Glauben, Liebe und Hoffnung wachsen durch Jesus Christus, unseren Herrn. „Amen.“

Wir hören die Lesung aus dem Paulusbrief 1. Korinther 15, 35-44a:

35 Es könnte aber jemand fragen: Wie werden die Toten auferstehen, und mit was für einem Leib werden sie kommen?

36 Du Narr: Was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt.

37 Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es von Weizen oder etwas anderem.

38 Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, einem jeden Samen seinen eigenen Leib.

39 Nicht alles Fleisch ist das gleiche Fleisch, sondern ein anderes Fleisch haben die Menschen, ein anderes das Vieh, ein anderes die Vögel, ein anderes die Fische.

40 Und es gibt himmlische Körper und irdische Körper; aber eine andere Herrlichkeit haben die himmlischen und eine andere die irdischen.

41 Einen andern Glanz hat die Sonne, einen andern Glanz hat der Mond, einen andern Glanz haben die Sterne; denn ein Stern unterscheidet sich vom andern durch seinen Glanz.

42 So auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.

43 Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft.

44 Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib.

Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren. Halleluja! „Halleluja, Halleluja, Halleluja!“

Lied EKG 84, 1-3 (EG 107):

1. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du vom Tod erstanden bist und hast dem Tod zerstört sein Macht und uns zum Leben wiederbracht. Halleluja.

2. Wir bitten dich durch deine Gnad: Nimm von uns unsre Missetat und hilf uns durch die Güte dein, dass wir dein treuen Diener sein. Halleluja.

3. Gott Vater in dem höchsten Thron samt seinem eingebornen Sohn, dem Heilgen Geist in gleicher Weis in Ewigkeit sei Lob und Preis! Halleluja.

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Zur Predigt lese ich das Osterevangelium nach Lukas 24, 36-45:

36 Als sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch!

37 Sie erschraken aber und fürchteten sich und meinten, sie sähen einen Geist.

38 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz?

39 Seht meine Hände und meine Füße, ich bin’s selber. Fasst mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich sie habe.

40 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und Füße.

41 Als sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen?

42 Und sie legten ihm ein Stück gebratenen Fisch vor.

43 Und er nahm’s und aß vor ihnen.

44 Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen.

45 Da öffnete er ihnen das Verständnis, so dass sie die Schrift verstanden.

Amen.

Liebe Gemeinde!

Der griechische Dichter Nikos Kazantzakis erzählt in seinem Buch „Griechische Passion“ von einem Klosterschüler, der in seinem Kloster zum wiederholten Mal das Osterfest feiert. In diesem Jahr war ein gelehrter Theologe aus Konstantinopel dorthin gekommen, um ihnen die Osterpredigt zu halten. Mit einem ganzen Stoß dicker Bücher in goldenem Einband unter dem Arm stieg er auf die Kanzel und begann zu den einfachen Mönchen in eigenartigen, altgriechischen Worten zu sprechen und versuchte zwei Stunden lang, ihnen das Geheimnis der Auferstehung zu erklären. Aber die Mönche fassten Christi Auferstehung sehr einfach, sehr natürlich auf. Sie hatten nie nach dem Wie und Warum gefragt. Es erschien ihnen so einfach, ebenso natürlich wie das Aufgehen der Sonne an jedem neuen Morgen. Und nun kam dieser gelehrte Theologe da mit all seinen Schwarten und all seinem Scharfsinn daher und brachte sie nur durcheinander… Als sie in ihre Zellen zurückkehrten, wandte sich einer der älteren Mönche zu dem jungen Klosterschüler und sagte: „Gott verzeih mir, mein Junge. Doch in diesem Jahr war es das erste Mal, dass ich Christi Auferstehung nicht empfunden habe.“

Können wir die Auferstehung Christi empfinden, mit unseren Herzen, mit all unseren Sinnen, mit Kopf und Hand und Fuß? Ich denke, dass uns verstandesbetonten Menschen des Westens etwas abgeht von dem unmittelbaren Zugang der Kirche des Ostens zum Geheimnis des Auferstehungsglaubens.

Zweifach steht uns unser Verstand im Weg. Einmal dann, wenn wir sagen: Wir können doch nicht an eine Durchbrechung der Naturgesetze glauben. Jesus kann doch nicht wirklich und leibhaftig einfach bei den Jüngern gewesen sein, drei Tage nach seinem Tod, und dann sogar noch etwas bei ihnen gegessen haben.

Wenn wir aufgrund solcher Überlegungen die Auferstehungsberichte für bloße Märchen halten, müssen wir uns fragen: Worauf gründet denn unser Glaube an Christus, an den lebendigen Gott, der auch uns ewiges Leben zusagt?

Aber auch, wenn wir die Ostererzählungen als Tatsachenberichte nehmen und in ihnen einen Beweis für die Auferstehungshoffnung suchen, stellen wir uns mit unserem Verstand selbst ein Bein. Denn zu beweisen ist hier nichts. Biblische Geschichten sind auch in der Regel keine Reportagen von etwas, was da und dort genau so und nicht anders stattgefunden hat, sondern es sind Glaubensgeschichten, die davon erzählen, wie in einzelnen Menschen oder Gruppen von Menschen der Glaube zu wachsen begonnen hat.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut“, heißt es im kleinen Prinzen von St. Exupéry; und so will ich uns ein wenig anleiten, mit dem Herzen anzuschauen, was Lukas uns von der Erscheinung des Auferstandenen im Jüngerkreis erzählt. Mit dem Herzen sehen, das ist ein seelisches Wahrnehmen, ein Berührt- oder Ergriffenwerden, wobei der ganze Mensch beteiligt ist: Denken und Fühlen, Bewusstes und Unbewusstes, Leib und Seele, Außenwelt und Vorstellungswelt.

Stellen wir uns einmal vor, wir seien die Jünger, wir mit unseren ganz verschiedenen Schicksalen, grundverschieden in unseren Ansichten, mit unseren Zweifeln oder Hoffnungen, mit unseren Belastungen oder unserer Unbekümmertheit, mit unserer Mutlosigkeit oder unserem Wunsch, manches lieber zu verdrängen. Würden wir es uns überhaupt wünschen, dass Jesus plötzlich mitten unter uns steht? Wir sind ja die, die Jesus verlassen haben nach seiner Verhaftung, die nicht einmal eine Stunde mit ihm wach bleiben konnten. Wir sind ja die, die oft genug zweifeln am Glauben und uns in unserem Alltag selten genug von Jesus leiten lassen. Aber da tritt plötzlich Jesus mitten unter uns und spricht zu uns: „Friede sei mit euch!“

Es ist ähnlich wie in der Geschichte von Joseph und seinen Brüdern. Die Brüder hatten ihn als Sklaven verkauft; als er zum obersten Beamten des Pharao aufgestiegen ist, begegnet er ihnen wieder und tritt in ihre Mitte. Er könnte es ihnen heimzahlen, sie mit Verachtung strafen, sich enttäuscht abwenden – aber er versöhnt sich mit ihnen. So auch hier. Mit dem in Israel zwar alltäglichen Gruß „Friede sei mit euch“, der aber doch auch meint, was er sagt, stellt Christus ganz einfach, ohne großes Drumherum, die Gemeinschaft mit uns wieder her. Vergebung braucht also keine großen Worte.

Aber dann setzt das Erschrecken ein. Kann das denn überhaupt sein, dass wir Christus begegnen? Will uns unsere Phantasie nicht irgendwelche Geistererfahrungen vorspiegeln? Oder müssten wir sogar an spiritistischen Sitzungen teilnehmen, um etwas vom Auferstandenen zu erfahren? Ein klares Nein hören wir auf diese Fragen. Jesus sagt uns: „Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz?“ Und dann wird eine klare Absage erteilt an alle Versuche, die Auferstehung Jesu mit Geisterbeschwörung und Gespenstererscheinungen auf eine Stufe zu stellen. Phantasievoll und drastisch malt Lukas aus, worauf es ihm ankommt: dass nach seiner Vorstellung der Auferstandene zwar einen anderen, aber doch einen ganz realen Körper hat, und dass er auch in seiner verwandelten Form immer noch derselbe ist, der er vorher war: „Ich bin es selber! Ich bin kein Geist!“ Das Wiedererkennen ist so überraschend und so unglaublich, dass wir zunächst noch nicht glauben können vor lauter Freude und Erstaunen; aber da nimmt Jesus aus unseren Händen ein Stück gebratenen Fisch und isst davon. In einer bestimmten Weise zu essen, kann in der Bibel ein Erkennungszeichen sein; hier soll dieses Essen unterstreichen: Jesus ist wirklich kein Gespenst. Zugleich wird jeder Religiosität eine Absage erteilt, die sich nur um die Seele kümmern will und nicht darum, was der Körper braucht. Der Mensch lebt zwar nicht vom Brot allein, aber wer als ganzer Mensch glaubt, bittet auch um das tägliche Brot, setzt sich für Hungernde ein, arbeitet für den Frieden.

Was aber sagt der Auferstandene uns denn nun eigentlich Neues? Er hat doch die Todeswelt durchschritten. Er kommt von jenseits des undurchdringlichen Todesvorhangs. Könnte er nicht Aufschluss geben über die brennendsten Fragen, die wir auf dem Herzen haben? Aber er tut es nicht. Er lässt uns nicht die Grenze überspringen oder auch nur im Geiste hinüberschauen; die Grenze zum Tod bleibt für uns undurchdringlich.

Aber was Jesus uns nun wirklich sagt, ist von einer geradezu unfassbaren Schlichtheit und Alltäglichkeit. Als sei nichts Wichtigeres denkbar, treibt er mit seinen Jüngern Bibelauslegung, leitet er auch uns zum genaueren Hinhören auf die Bibel an. So, als ob Jesus den Jüngern und uns sagen wollte: Eigentlich habt ihr gar keine wundersamen Erscheinungen von mir als dem Auferstandenen nötig. Es steht ja schon in der hebräischen Bibel geschrieben vom Leiden des Gerechten und vom Auferstehen von den Toten am dritten Tage. Das Neue, das uns vom Auferstandenen gesagt wird, ist also im Grunde das gleiche alte und doch immer wieder neue Gotteswort, das schon im Volk Israel aufbewahrt und weitergegeben wurde. Verheißungsvoll ist es nach Jesu Worten, wenn wir uns einfach öffnen lassen für das Verständnis der Bibel und wenn wir uns durch die Bibel unseren Glauben stärken lassen.

Und dann bekommen wir noch einen Auftrag: „zu predigen in Christi Namen“. Nicht nur die Pfarrer, sondern alle bekommen diesen Auftrag. Und was soll gepredigt werden? „Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern.“ Es soll nicht alles so bleiben, wie es ist unter den Völkern; wir sollen Leute sein, die zur Umkehr rufen. Zu einer Umkehr zu Gott, die den ganzen Menschen umfasst, die auch nicht beim Alten lassen kann, wie wir mit unseren Mitmenschen und mit unserer Natur umgehen.

Es kann z. B. Christen nicht egal sein, ob jetzt Abrüstungschancen genutzt oder verspielt werden; wir sind gefordert, wo Menschen in unserer Nachbarschaft auf einen Besuch und auf Hilfe warten; wir müssen uns fragen, ob wir zu einem Umbau unserer Wirtschaftsweise bereit sind, damit unsere Umwelt noch eine Überlebenschance hat.

Buße zu predigen in Christi Namen – das soll eine frohe Osterbotschaft sein? Ja, denn dass überhaupt noch eine Umkehr möglich und sinnvoll ist, das ist die frohe Botschaft für unsere Zeit schlechthin. Aber wie Umkehr konkret aussieht in unsere Alltag, darüber müssen wir ins Gespräch kommen und im Gespräch bleiben in unseren Gemeinden. Noch immer fehlt ein Besuchsdienstkreis bei uns; notwendig wäre auch, dass wir uns immer wieder auch befassen mit den drängenden Problemen, die sich auf den Gebieten der Verantwortung für den Frieden und die Bewahrung der Schöpfung stellen. Aus lauter Angst vor der Politik wagen wir es schon gar nicht mehr, über diese Fragen auch nur zu reden. Nur von außen werden wir – jetzt an Ostern z. B. durch die Ostermarschierer – hin und wieder daran erinnert, dass es bestimmte Themen gibt, die wir als Christen einfach nicht aus unseren Gedanken und Bemühungen ausklammern können.

Merkwürdig allein gelassen fühlen wir uns vielleicht mit all diesen Fragen. Da gibt uns auch die Bibel nicht immer eine eindeutige Antwort, wie wir uns zu verhalten haben, Da heißt es: sich selbst eine Meinung bilden und im Gespräch bleiben, sich gegenseitig nicht verteufeln. Aber sind wir wirklich allein dabei? Sicher: Jesus in seiner leiblichen Gestalt haben wir nicht bei uns. Der hat sich schon bald auch damals von seinen Jüngern wieder verabschiedet. Aber etwas hat er den Jüngern und uns zum Abschied noch versprochen: „Kraft aus der Höhe!“ Wenn wir heute noch nicht so weit sind, diese Kraft zu spüren, dann geht es uns so wie den Jüngern damals; die mussten auch noch warten, bis es bei ihnen endlich Pfingsten wurde. Dann erst wurden sie von der Kraft des heiligen Geistes erfüllt. Ob die Osterfreude zu einem großem Teil wohl in der Vorfreude auf den heiligen Geist besteht? Hoffnung ist auf jeden Fall an Ostern angesagt: nachdem Christus den Durchbruch durch die Macht den Todes geschaffen hat, haben wir Hoffnung auf ewiges Leben und auf unsere Erneuerung durch den heiligen Geist. Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.
Lied EKG 81, 1-3 (EG 108):

1. Mit Freuden zart zu dieser Fahrt lasst uns zugleich fröhlich singen, beid, Groß und Klein, von Herzen rein mit hellem Ton frei erklingen. Das ewig Heil wird uns zuteil, denn Jesus Christ erstanden ist, welchs er lässt reichlich verkünden.

2. Er ist der Erst, der stark und fest all unsre Feind hat bezwungen und durch den Tod als wahrer Gott zum neuen Leben gedrungen, auch seiner Schar verheißen klar durch sein rein Wort, zur Himmelspfort desgleichen Sieg zu erlangen.

3. Singt Lob und Dank mit freiem Klang unserm Herrn zu allen Zeiten und tut sein Ehr je mehr und mehr mit Wort und Tat weit ausbreiten: So wird er uns aus Lieb und Gunst nach unserm Tod, frei aller Not, zur ewgen Freude geleiten.

Lasst uns beten.

Jesus Christus, Du auferstandener Herr! Du erscheinst also in unserer Mitte auf ganz schlichte und gar nicht sensationelle Weise. Du bist unter uns in deinem Wort, du bist unter uns, wo die Bibel recht ausgelegt wird, du bist da, wo Umkehr von verkehrten Wegen gepredigt wird und wo wir offen sind für deinen heiligen Geist. Du bist da, wo wir hoffen lernen auf Auferstehung, wo wir nicht dem Denken in Kategorien des Todes verhaftet bleiben, wo es für uns mehr gibt als Ellbogen und Macht, nämlich Liebe und Frieden, Hoffnung auf die Bewahrung unserer Schöpfung und Hoffnung auf ewiges Leben. Lass es in uns Ostern werden! Fülle uns mit deinem Geist des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe! Oder wenn nicht dies, so schenke uns doch die Vorfreude auf deinen Geist und die Geduld des Wartens und der offenen Bereitschaft, auf dich zu hören. Amen.

Was wir auf dem Herzen haben, bringen wir im stillen Gebet vor dich, o Herr.

Stille und Vater unser
Lied EKG 75 (EG 99):

Christ ist erstanden von der Marter alle; des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.

Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit dass er erstanden ist, so lobn wir den Vater Jesu Christ’. Kyrieleis.

Halleluja, Halleluja, Halleluja! Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.

Abkündigungen und Entlassungssegen

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