Jesus und der dankbare Samariter

Wie ist es mit Gott? Hat er uns noch nie geholfen? Verdanken wir ihm nicht alles? Wenn ihr so sein wollt wie der Samariter, der zu Jesus zurückkehrt, dann seid ihr im Konfirmandenunterricht gut aufgehoben. Ihr werdet noch mehr davon erfahren, wie ihr es mit Jesus und Gott zu tun bekommen könnt. Aber auch Erwachsene lernen in Glaubensfragen niemals aus.

Ein leprakranker Mann aus Indien

Ein Mann aus Indien, der an Lepra erkrankt war (Foto: pixabay.com)

#predigtEinführungsgottesdienst der neuen Konfirmanden aus Heuchelheim am Sonntag Jubilate, den 24. April 1988 um 10.30 Uhr in der Heuchelheimer Kirche

Herzlich willkommen in der Heuchelheimer Kirche im Gottesdienst, den heute die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden mitgestalten! „Einführung der neuen Konfirmanden“ nennt man das, und ich freue mich, dass auch viele der Eltern und auch weitere Gemeindeglieder bei uns in der Kirche sind, um den Gottesdienst mitzufeiern.

Wir haben am Donnerstag in der ersten Heuchelheimer Konfirmandenstunde des neuen Jahrgangs gemerkt, wie schwer es ist, den Ablauf des Gottesdienstes in die richtige Reihenfolge zu bringen. Deshalb: Wer Schwierigkeiten mit der Ordnung des Gottesdienstes hat, mag sich so ein kleines Heftchen nehmen und vielleicht ins Gesangbuch legen, damit wir alle wissen, an welcher Stelle im Ablauf wir gerade sind.

Kirchenlieder wirken auf Jugendliche oft wie Schlafmittel, aber es gibt auch Lieder, die jungen Leuten Spaß und Freude machen. Darum singen wir heute aus zwei verschiedenen Liederbüchern, aus dem kleinen gelben „Menschenskinderliederbuch“ und aus dem normalen Gesangbuch. Vorn an der Tafel stehen die Lieder aus dem gelben Buch mit einem Plus-Zeichen davor.

Und nun geht’s los, mit dem Lied 146, 1-4:
Kommt alle her, halihalo

Nach dem ersten Lied beginnt im Gottesdienst ein Teil, in dem wir daran denken, wer im Gottesdienst eigentlich im Mittelpunkt steht. Das sind nicht wir Menschen mit unseren Ideen, und auch nicht der Pfarrer, sondern das ist Gott selbst, ein bestimmter Gott, den wir Christen aus der Bibel kennen. Deshalb feiern wir diesen Gottesdienst:

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. „Amen.“

Was das bedeutet, dass wir Gott den Vater, den Sohn und den heiligen Geist nennen, darüber werden wir im Konfirmandenunterricht noch ausführlich sprechen. Etwas haben wir in der letzten Konfe-Stunde darüber aber schon gelernt: Wenn wir sagen, dass Gott „Geist“ ist, dann meinen wir: Er ist unsichtbar, er kann mit seiner Kraft bei uns sein, auch im Unterricht, auch hier im Gottesdienst. … sagt uns jetzt, was Jesus darüber gesagt hat, wann er bei uns ist (Matthäus 18, 20):

Jesus sagt:

Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Das war heute unser Eingangsspruch, danke, liebe …! Auf ein solches Wort zum Eingang, das an jedem Sonntag anders ist, folgt ein Gesang zum Lob Gottes, der immer in gleicher Weise gesungen wird:

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Ich sagte schon: Gott steht im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Und deshalb reden wir Gott auch selber an. Weil dieser Gott aber ein menschenfreundlicher Gott ist, darum können wir zu ihm kommen mit allem, was uns bewegt. … und … beten nun mit uns das Eingangsgebet:

Gott im Himmel, wir beten zu dir im Gottesdienst. Aber das Beten fällt uns gar nicht so leicht.

Wir können dich nicht sehen. Und manchmal fragen wir uns: Wo bist du eigentlich? Bist du überhaupt da? Hörst du uns zu?

Viele denken: Dich gibt es überhaupt nicht. Aber wir wollen nach dir fragen und versuchen, an dich zu glauben.

Im Konfirmandenunterricht werden wir viel von dir hören, Gott. Hilf uns, dass wir dich besser kennenlernen und Vertrauen zu dir finden.

Hilf uns auch, dass wir uns in der Gruppe gut verstehen und auch mit dem Pfarrer gut auskommen.

Lass uns etwas lernen, was wir im Leben brauchen können.

Zur Bekräftigung des Gebetes singen wir danach gemeinsam ein „Amen“, das bedeutet: So soll es sein! Und damit der Organist weiß, wann er das „Amen“ spielen soll, schließt das Gebet normalerweise mit den Worten:

So beten wir im Namen Jesu Christi, unseres Herrn. „Amen.“

Weiter geht es im Gottesdienst. Nachdem wir zu Gott gesprochen haben, soll Gott selbst zu Wort kommen. Er spricht zu uns. Aber wie tut er das? Er ist ja unsichtbar, er redet auch nicht wie ein Gespenst zu uns, wie mit einer Stimme aus dem Grabe. Nein, er redet zu uns mit Worten aus der Bibel. Da steht viel drin, was Menschen mit Gott erfahren haben, und das kann auch uns noch ansprechen. So redet Gott zu uns, hier im Gottesdienst. … und … lesen uns nun eine Geschichte aus der Bibel vor:

Wir hören einen Bibeltext aus dem Evangelium nach Lukas 17, 11-18:

11 Und es begab sich, als [Jesus] nach Jerusalem wanderte, dass er durch Samarien und Galiläa hin zog.

12 Und als er in ein Dorf kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer; die standen von ferne

13 und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, lieber Meister, erbarme dich unser!

14 Und als er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern! Und es geschah, als sie hingingen, da wurden sie rein.

15 Einer aber unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme

16 und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm. Und das war ein Samariter.

17 Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind aber die neun?

18 Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremde?

Danke, … und…! Auf die Lesung antworten wir wieder singend; wir singen „Gelobt sei der Herr!“ aber diesmal auf hebräisch:

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja! „Halleluja, Halleluja, Halleluj“

Nun ein Lied aus dem Gesangbuch:

Lied 322, 1+5-7
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Wir hören aus dem Bibeltext, den ihr vorgelesen habt, noch einmal einige Verse, Lukas 17, 15-17:

Einer aber unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind aber die neun?

Amen.

Liebe Gemeinde, vor allem liebe neuen Konfirmanden!

Das ist nun also die erste Predigt, die ihr gemeinsam als die Heuchelheimer Konfirmandengruppe hört. Manche finden jede Predigt langweilig, weil sie sich überhaupt nicht dafür interessieren und gar nicht den Versuch machen, mal hinzuhören. Aber wenn man das tut, erfährt man vielleicht etwas Neues. Wenn ihr etwas nicht versteht, oder wenn es euch trotzdem zu langweilig ist, dann sagt es mir im Unterricht, und wir können drüber reden.

Was also ist eigentlich eine Predigt? In der Predigt wird die Bibel ausgelegt; und wenn das der Prediger gut macht, merken die Zuhörer: Das ist ja gar nicht nur ein altes, verstaubtes Buch, diese Bibel, sondern da komme ich ja selber vor, ich selber, mit dem, was mich freut und was mich ärgert, mit dem, wovor ich Angst habe oder was mir Sorgen macht.

Kommen wir in der Geschichte vor, die uns die Gebrüder … vorgelesen haben? Mal sehen!

Erst einmal zur Geschichte selber: Zehn Männer kommen da vor und Jesus. Zehn aussätzige Männer, Leprakranke. Das ist eine Hautkrankheit, sie fängt mit kleinen weißen Stellen auf der Haut an, aber wenn die Krankheit schlimmer wird, bekommt der Leprakranke ekelerregende Geschwüre, Teile der Haut und sogar Hände und Füße können bei lebendigem Leibe abfaulen. Aber selbst wenn es nicht dazu kam – Hautausschläge waren allemal damit verbunden, ein solcher Mensch war nicht schön anzusehen, und die meisten Leute ekelten sich davor. Hinzu kam die Angst, sich anzustecken, und das Vorurteil, solch eine Krankheit sei eine Strafe Gottes. So wollte niemand mit den Aussätzigen zu tun haben. Sie lebten deshalb auch nicht bei ihren Familien, sondern draußen vor dem Dorf in armseligen Hütten, und das Essen, was sie brauchten, wurde ihnen hingestellt wie einem Hund. Das konnten sie sich holen, aber sie durften niemandem zu nahe kommen. Es kam auch vor, dass von diesen Kranken einmal einer wieder gesund wurde, seine Haut wurde wieder normal und glatt, dann musste er zum Gesundheitsamt, das waren damals die Priester, die schrieben ihn gesund, und er durfte wieder im Dorf wohnen.

Was haben wir nun mit diesen Männern zu tun? Wir sind ja nicht aussätzig. Diese Krankheit gibt es ja gar nicht mehr bei uns. Aber trotzdem – auch heute werden Menschen wie Aussätzige behandelt. Ein Beispiel sind die AIDS-Kranken. Grad vorgestern hörte ich den Vortrag einer Frankfurter Medizinalrätin vom Stadtgesundheitsamt über AIDS. Und sie klagte darüber, wie wenig Verständnis die Menschen für AIDS-Patienten hätten. Sechsjährige Kinder gebrauchen das Wort „Aidsi“ als Schimpfwort für einen Klassenkameraden, es hat das Schimpfwort „Spasti“ abgelöst. Und auch viele Erwachsene würden alle AIDS-Kranken am liebsten in besondere Heime stecken, damit sie keine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen – und am besten auch noch die, bei denen die Krankheit noch gar nicht ausgebrochen ist, die sich aber schon angesteckt haben. Nur – eine solche Absonderung könnte niemandem helfen, eine Heilung gibt es für AIDS noch nicht, man würde also nur diese Menschen in Einsamkeit und Verzweiflung treiben. Und man würde auch niemals alle erfassen können, die sich angesteckt haben.

Was kann man also tun? Gegen Ansteckung muss sich jeder selbst schützen, und das ist im Alltag nicht schwer; diese Krankheit wird ja nur durch den direkten Kontakt von Körperflüssigkeiten wie z. B. Blut oder Samen übertragen. Aber kann man noch jemandem helfen, der schon angesteckt ist oder bei dem die Krankheit schon ausgebrochen ist? Gesund machen kann man ihn wahrscheinlich nicht mehr, aber gerade diese Menschen brauchen ja dann wohl um so mehr Verständnis und Liebe und Pflege, damit sie nicht völlig verzweifeln.

Genau darauf kommt es in den Geschichten von Jesus immer wieder an. Er hat immer wieder mit den „AIDS-Kranken“ seiner Zeit zu tun, den Aussätzigen, es werden auch noch andere Personengruppen genannt, die genauso wenig beliebt waren: Zöllner und Dirnen. Jesus ist einer, zu dem diese Menschen Vertrauen haben, denn sie wissen, der nimmt sich Zeit für uns, der verachtet uns nicht, der geht nicht schnell wieder weiter und der sagt nicht: Ihr seid selber schuld an eurer Krankheit!

Jetzt kommt aber vielleicht einer und sagt: Die Geschichte ist aber trotzdem sehr merkwürdig. Kann man da überhaupt dran glauben? Jesus sagt: Geht zu den Priestern! Geht zum Gesundheitsamt! – als ob sie schon wieder gesund wären. Und dann war ihre Haut auch wieder glatt und rein, wie ein Kinderpopo. Das ist ein Wunder, wie wir sagen. Und wir modernen Menschen, die was von Naturwissenschaft verstehen, sagen dann gern: Das geht doch gar nicht. Das muss eine erfundene Geschichte sein.

Aber das Wunder haben die Erzähler der Geschichte anscheinend gar nicht so wichtig genommen. Sie haben gar nicht beschrieben, wie Jesus das macht. Sie haben auch nicht gerufen: Jesus, der große Wundertäter, hat wieder zugeschlagen! Er heilt alle Aussätzigen! Kommt zu Jesus, dann werdet ihr gesund! Nein, das besondere an dieser Geschichte ist gar nicht das Wunder. Das war damals für die Menschen leicht verständlich, ein Mann wie Jesus, der von Gott besonders begabt war, der konnte auch heilen und Wunder tun. Und das wird hier ganz schlicht erzählt, wie Jesus den zehn verachteten Männern begegnet und ihnen hilft, auf seine Weise.

Das Wichtigste an der Geschichte kommt dann noch, nämlich die Frage: Was fangen die Geheilten Männer jetzt eigentlich mit ihrer Gesundheit an? Wird in ihrem Leben etwas anders? Sind sie froh, dass sie wieder zu den Gesunden gehören und vergessen die anderen Kranken? Oder haben sie gelernt, dass man niemanden verachten soll? Und werden sie wenigstens daran denken, sich zu bedanken?

Einer nur, einer von zehn bedankt sich bei Jesus. Und das war ausgerechnet einer von denen, die noch verachteter waren als die Aussätzigen selbst. Es war ein Ausländer, ein Mann aus Samarien. Der hatte eine etwas andere Religion als die Juden in Galiläa und Judäa, es war so ähnlich wie heute in Irland mit Katholiken und Protestanten, oder wie es früher auch bei uns war. Mit denen sollte man nichts zu tun haben. Aber Jesus sieht das anders. Der geheilte Samariter ist der einzige, der etwas gelernt hat. – So, die Predigt geht noch etwas weiter, aber zwischendurch möchte ich mit allen gemeinsam das tun, was damals der Samariter getan hat, nämlich danken. In dem Lied „Danke“, das vielleicht viele schon kennen, werden viele Dinge aufgezählt, für die wir danken können:

Lied 334, 1-6

Nochmal: Wo kommen wir vor in dieser Geschichte? Ich habe zwar schon das Beispiel AIDS aus unserer Zeit gebracht. Aber es gibt noch alltäglichere Beispiele. Wie ist es in der Konfegruppe, ist das eine Gemeinschaft, wo wir uns gegenseitig ernstnehmen, etwas voneinander lernen wollen, einander zuhören wollen? Oder hacken wir aufeinander herum, machen uns das Leben schwer? Wie ist es in der Schulklasse, wenn jemand sich als Streber aufführt? Versuchen wir, mal mit ihm zu reden, dass er sich selbst unmöglich macht, oder lassen wir ihn links liegen? Wie ist es, wenn wir uns selbst mal wie ein Aussätziger fühlen? Niemand versteht mich, keiner mag mich – das hat vielleicht schon mancher gedacht. Schlucken wir das herunter, sagen wir uns, denen zahl ich’s heim, keiner soll merken, wie schlecht es mir geht? Oder suchen wir uns Hilfe, wie die zehn Aussätzigen, die zugeben, dass sie einen Menschen brauchen, der sich Zeit für sie nimmt.

Und wenn wir es dann einmal erlebt haben: Im Konfe ist es ganz nett. Oder: da hat mir einer mal gut zugehört. Oder: da hat mir die Mutter oder ein Freund mal wirklich geholfen. Was tun wir dann? Halten wir das für selbstverständlich oder sind wir dankbar? Denken wir gar nicht mehr daran, dass es uns mal schlecht ging, oder kehren wir um wie der Samariter und bedanken uns?

Oder wie ist es mit Gott? Hat er uns noch nie geholfen? Hat er uns nicht das Leben geschenkt? Verdanken wir ihm nicht alles, was wir haben? Manche sagen: Nein, ich selbst habe mir alles erarbeitet! Aber wer arbeiten kann, wer was leisten kann, der darf nicht vergessen: auch das ist nicht selbstverständlich. Gesundheit ist auch ein Geschenk. Intelligenz ist ein Geschenk. Praktische Geschicklichkeit kann man zwar üben und richtig einzusetzen lernen, aber es ist auch eine Gabe, für die wir Gott dankbar sein können.

Trotzdem vergessen wir ihn so leicht. Wir haben ja auch so viel zu tun und so viel anderes im Kopf. Aber im Gottesdienst oder auch in Konfe, da haben wir die Gelegenheit, über Gott nachzudenken, z. B. wie er uns schon geholfen hat, was die Geschichten von Jesus zu bedeuten haben, und was Gott mit uns in unserem Leben vor hat. Wenn ihr so sein wollt wie der Samariter, der zu Jesus zurückkehrt, dann seid ihr im Konfirmandenunterricht gut aufgehoben. Ihr werdet dann bestimmt noch mehr davon erfahren, wie ihr es in eurem Leben mit Jesus und Gott zu tun bekommen könnt. Und das gilt natürlich auch für uns Erwachsene. Niemand lernt in Glaubensfragen jemals aus.

Zum Schluss sollen nun die Konfirmanden noch einmal zu Wort kommen. Besser gesagt, zwei Konfirmandinnen. Sie lesen ein Gedicht vor, in dem auch zehn Leute vorkommen, wo es so aussieht wie in der Geschichte von den zehn Aussätzigen. Zehn kleine Christen, die immer mehr die Lust an der Kirche verlieren. … und … lesen vor:

Zehn kleine Christen sich ihres Glaubens freun (In: Hans u. Marie Therese Kuhn Schädler, Vergiss das Träumen nicht. Texte für junge Menschen, Rex-Verlag 1992)

Vielen Dank, … und …! Damit ist die Predigt zu Ende, und ich kann nur noch Amen sagen.

Und der Friede Gottes, der viel größer ist, als unser Denken und Fühlen erfassen kann, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.
Lied 58, 11-14

Wir beten für unser Konfirmandenjahr, dass Gott selbst uns begleite, wenn wir uns bemühen, ihn besser kennenzulernen. Wir beten dafür, uns gut zu verstehen. Wir beten dafür, dass wir in Konfe etwas lernen, über Gott und die Welt und vor allem auch uns selbst. Wir beten für die Eltern der Konfirmanden, dass sie mit der Pubertät ihrer Kinder klar kommen, dass sie die Chancen, die das Konfirmandenjahr bietet, auch für das eigene Wachstum im Glauben nutzen.

Wir beten für unsere Gemeinde, dass wir neue Mitarbeiter finden, wo Aufgaben bisher noch ungetan sind, dass wir für Menschen mit ungelösten Problemen eine Adresse sind, wo ihnen geholfen werden kann.

Wir beten für unsere Welt, für Frieden und Gerechtigkeit und für den Mut uns dafür einzusetzen.

Besonders beten wir heute für ein junges Brautpaar – … und … – die am kommenden Samstag hier in der Kirche kirchlich getraut werden. Wir beten für sie um die Liebe, die sie brauchen, um ein Leben lang treu zusammenstehen zu können.

Alle unsere einzelnen Bitten und Gebete schließen wir zusammen in dem Gebet, das Jesus uns gelehrt hat:

Vater unser
Lied 170, 1-4
Abkündigungen

Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen. Der Herr sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen. Der Herr sei hinter dir, um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen. Der Herr sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst und dich aus der Schlinge zu ziehen. Der Herr sei in dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist. Der Herr sei um dich herum, um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen. Der Herr sei über dir, um dich zu segnen.

Segen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.