Kinder-Andachten

Als Pfarrer im Stuhlkreis in der Kita der Evangelischen Paulusgemeinde Gießen.

Pfarrer Helmut Schütz mit den Handpuppen Lutz und Gabi, Nappi, Zappi, Fischli und Jamal. Dieses Foto machte Oliver Schepp am Tag seines Abschieds von den Kita-Kindern am 21. April 2016.

Pfarrer Helmut Schütz mit den Handpuppen Lutz und Gabi, Nappi, Zappi, Fischli und Jamal (Foto: Oliver Schepp)

Alle 14 Tage verbrachte ich als Pfarrer der Evangelischen Paulusgemeinde Gießen je eine halbe Stunde im Stuhlkreis der fünf Kindergarten-Gruppen des zur Gemeinde gehörenden Kinder- und Familienzentrums. Meistens erzählte ich bei diesen Kinder-Andachten eine Geschichte, häufig in Verbindung mit Bildern, manchmal auch unterstützt durch Handpuppen.

Bis zum Jahr 2011 habe ich religiöse Geschichten fast nur aus dem biblisch-christlichen Bereich erzählt. Danach half mir die Handpuppe Jamal dabei, auch die muslimischen Kinder nicht zu übersehen, die über ein Drittel der Kinder unserer Kita ausmachen, und auch Geschichten aus der koranisch-islamischen Tradition zu berücksichtigen.

In der Regel brachte ich meine Gitarre mit, und wir sangen gemeinsam Lieder. Mit den Kindern in der Krabbelgruppe, die zwischen 1 und 3 Jahre alt sind, sang ich auch zur Gitarre einfache Lieder.

Außerdem feierten wir Familiengottesdienste mit der ganzen Gemeinde und zusammen mit Kindern aus den im Gemeindegebiet liegenden Grundschulen, bei denen auch Kinder und Familien anderer Religionszugehörigkeit willkommene Gäste waren. Es gab Martinsfeiern in der Pauluskirche zum Auftakt des alljährlichen Laternenfestes. Seit dem Jahr 2012 wagten wir auch das Experiment, gemeinsame interreligiöse Feiern anzubieten.

Meine Handpuppen waren auf der einen Seite Lutz und Gabi, die äußerlich wie ein Teufelchen bzw. Engelchen oder Gespenst aussahen, sich aber tatsächlich wie zwei ganz normale Kinder verhielten und sich als Identifikationsfiguren für die Kita-Kinder eigneten.

Wenn es um die Begegnung mit biblischen Geschichten ging, waren außerdem die Schildkröte Zappi und der kleine Pinguin Fischli bei den Kinder-Andachten dabei; Zappi war Expertin für das Alte Testament (sie ist ja schon sooo alt!) und Fischli für das Neue Testament (sein Name erinnert an das Fisch-Symbol der Urchristen). Seit 2011 war als neuer Freund der beiden das kleine Kamel Jamal hinzugekommen, das aus der arabischen Wüste stammte und sich gut im Koran und in der islamischen Tradition auskannte.

Und als weitere Spielpuppe wollte im Mai 2013 das kleine Krokodil Nappi auch mal die Kinder im Stuhlkreis besuchen, wobei allerdings gleich ein Streit mit Lutz geschlichtet werden musste…

Und hier noch Hinweise auf die Stellen aus der Bibel oder aus dem Koran, auf die ich in den Spielszenen eingegangen bin:

Alles muss klein beginnen (21. April 2016):

Prediger Salomo 10, 1
Deuteronomium (5. Buch Mose) 7, 6-8
Matthäusevangelium 13, 31-32 und 19, 14
Markusevangelium 4, 26-29

Sure 2, 261-262 und 3, 31 und 22, 73

Gibt es ein christliches Opferfest? (23. März 2016):

Biblische Geschichten vom Altarfensterbild der Pauluskirche

Abraham ist Gottes Freund (10. und 17. März 2016):

Genesis (1. Buch Mose) 22 in Auswahl
Judith 8, 19
Weisheit 7, 7.14.24
Römerbrief 12, 21

Sure 2, 257 und 4, 125 und 41, 31.34
Sure 37, 102-109

David wird König (21. und 28. Januar 2016):

1. Samuel 18, 10-11
1. Samuel 20 und 24 in Auswahl
2. Samuel 11 und 12 in Auswahl

Sure 39, 17-26

David und Goliath (7. und 14. Januar 2016):

Sure 4, 163 und 34, 10 und 2, 249-251

Psalmenbuch
1. Samuel 16, 14-23 und 1. Samuel 17

Jamal will Ostern verstehen (1. April 2015):

Fischli erzählt biblische Geschichten vom Karfreitag und von Ostern

Im Koran steht es anders, sagt Jamal:
Sure 4, 157-159
Sure 39, 7 und 3, 55 und 19, 33

Martinsfeier: Dunkelheit wird licht (10. November 2014):

Psalm 18, 29-30

Sure 33, 41-44

Lutz und Gabi und der leergefutterte Adventskalender (5. und 12. Dezember 2013):

Fischli erzählt vom Advent und wer das Christkind ist

Martinsfeier: Gott ist Licht (11. November 2013):

Genesis (1. Buch Mose) 1, 3
1. Johannesbrief 1, 5

Sure 24, 35

Nappi und die Feindesliebe (2. und 8. Mai 2013):

Lukasevangelium 6, 27-29a
Matthäusevangelium 5, 44a.39b

Sure 23, 96 und Sure 31, 18

Der verlorene Petrus (14. und 21. März 2013):

Lukasevangelium 15, 11-32
Johannesevangelium 18, 17.25-27
Johannesevangelium 21, 15-17

Jamal und das Opferfest (25. Oktober 2012)

Sure 37, 99-111

Genesis (1. Buch Mose) 22

Jamal und der Ramadan (Anfang August 2012):

Erzählung vom Propheten Muhammad

Rettung vor dem Drachen (Juni 2012):

Offenbarung 12

Sure 37, 6-10

Opferhand und Friedenszeichen (Frühjahr 2012):

Jamal und Fischli sind sich nicht einig, ob Jesus am Kreuz gestorben ist, aber darüber einig, dass Jesus faustlos gelebt hat.

Passionsgeschichten der Bibel

Sure 4, 157-158
Sure 3, 55

Kain und Abel in der Bibel und im Koran (Anfang 2012):

Genesis (1. Buch Mose) 4, 1-16

Sure 5, 27-32

Salomo und die Ameise (Anfang 2012):

Sprüche 6, 6-8
Sprüche 12, 10 und 22
Sprüche 16, 24

Sure 27, 15-19

Die Weihnachtsgeschichte im Koran (Dezember 2011):

Lukasevangelium 2, 1-20

Sure 19, 16-36
Sure 23, 50
Sure 21, 91
Sure 3, 33-60
Sure 5, 110

Zacharias und Johannes (Ende 2011):

Lukasevangelium 1, 1-25.57-80

Sure 19, 2-5
Sure 21, 89-90

Jamal und das merkwürdige Tier (November 2011):

Das Elefantengleichnis des afghanischen Dichters Sana‛i

Jamal erzählt Geschichten von Kamelen und vom Propheten Muhammad (Sommer 2011):

Hadithe vom Propheten Muhammad

Familiengottesdienst „Ich war’s!“
Zappi erklärt Lutz und Gabi, woher das Schämen kommt (10. April 2011):

Psalm 38
Genesis (1. Buch Mose) 3

Erschreckertiere bei der Dino-Ausstellung in Gießen
Lutz fragt, ob Gott auch die Dinosaurier geschaffen hat (Mai 2010):

Schöpfungserzählungen und -lieder
Psalm 104, 26
Psalm 90, 4 und 2. Petrusbrief 3, 8

Fischli und Zappi erklären den Kindern das Pfingstfest (Mai 2008):

Apostelgeschichte 1 und 2

Lutz überrascht Gabi bei ihrem Nachtgebet (Frühjahr 2008)

Prophetengeschichten (zum Beispiel Samuel)

Lutz, Gabi und Fischli feiern mit den Kindern ein Spielzeug-Erntedankfest (September 2005):

Schöpfungserzählungen und -lieder

Doppelschnitte
Lutz lernt beim Laternenfest von St. Martin, mit Gabi zu teilen (Herbst 2003):

Die Geschichte von St. Martin

Osterengel
„Ihr müsst Jesus nicht hier im Grab suchen“ (16. April 2003):

Markusevangelium 16, 1-8
Matthäusevangelium 28, 1-10
Lukasevangelium 24, 1-12

Jesus stirbt und Jesus lebt!
unter Bezug auf das Bilderbuch von Kees de Kort, „Jesus ist auferstanden“ (Frühjahr 2002):

Passions- und Ostergeschichten der Bibel

Jesus und Zachäus:
Gabi spielt gern den suuuperguten Simon, aber Lutz ungern den bösen Zöllner Zachäus (Frühjahr 2002):

Lukasevangelium 19, 1-10

Kain und Abel: Zwei eifersüchtige Brüder (Anfang 2002):

Genesis (1. Buch Mose) 4, 1-16

Lutz und Gabi treffen Fischli: 70mal 7mal vergeben! (Ende 2001):

Matthäusevangelium 18, 21-22

Jesus und Spasti
unter Bezug auf das Bilderbuch von Kees de Kort, „Jesus und der Gelähmte“ (Herbst 2001):

Markusevangelium 2, 1-12

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