„Du darfst hier rein!“

Wenn der Türsteher sagt: „Du kommst hier nicht rein!“, fängt vielleicht einer an zu provozieren: „Bist du Rassist, oder was – soll ich mit deinem Chef sprechen?“ Wer ist Türsteher vor der Tür zum Leben? Und welchem Chef gehört dieser Laden? Für Paulus ist klar: Wer glücklich leben will, muss sich an die höchste Adresse wenden, an Gott selbst.

Ein Schild "OFFEN" über Haring'schen Disco-Tänzern

Diese Disco ist offen – für alle, die rein wollen? (Bild: pixabay.com)

#predigtAbendmahlsgottesdienst am Sonntag Reminiscere, 7. März 2004, 10.00 Uhr in der evangelischen Pauluskirche Gießen

Guten Morgen, liebe Gemeinde!

Ich begrüße alle herzlich im Abendmahlsgottesdienst in der Pauluskirche und heiße besonders unsere Gemeindepraktikantin aus Bayern willkommen! Frau Sarah Fischer ist Theologiestudentin im 7. Semester, und wir wünschen ihr vier spannende und lehrreiche Wochen in der Paulusgemeinde!

Vielleicht haben Sie sich über das Thema gewundert, das Pfarrer Schütz im Gemeindebrief für diesen Gottesdienst ausgewählt hat: „Wenn Gott sein Herz ausschüttet“. Es geht nicht darum, dass Gott bei uns seinen Kummer los wird. Wir dürfen aber einen Blick in das Herz Gottes werfen und entdecken, wovon dieses Herz überfließt.

Lied 251, 4+6+7:

4. Halleluja, welche Höhen, welche Tiefen reicher Gnad, dass wir dem ins Herze sehen, der uns so geliebet hat; dass der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, dass du, unsichtbarer Meister, uns so fühlbar nahe bist.

6. Liebe, hast du es geboten, dass man Liebe üben soll, o so mache doch die toten, trägen Geister lebensvoll. Zünde an die Liebesflamme, dass ein jeder sehen kann: wir, als die von einem Stamme, stehen auch für einen Mann.

7. Lass uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, bis schon hier auf dieser Erden kein getrenntes Glied mehr ist, und allein von deinem Brennen nehme unser Licht den Schein; also wird die Welt erkennen, dass wir deine Jünger sein.

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

Gott, wir dürfen dir ins Herz hineinschauen und entdecken dort – Liebe. Im Lied haben wir diese Liebe besungen. Unsichtbar bist du – und doch fühlbar nahe. Der Vater aller Geister bist du – und kümmerst dich doch um unsere kleinen, toten, trägen Lebensgeister. In der Art, wie Jesus mit dir eins ist, dir sein absolutes Vertrauen schenkt, erkennen wir deine brennende Liebe zu uns Menschen – und du gibst uns von dieser Liebe etwas ab.

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Gott, wir dürfen dir ins Herz hineinschauen und entdecken dort – eine scheinbar völlig verrückte Liebe. Bringst du es wirklich fertig, Sünder zu lieben? Menschen, die dich nicht ernstnehmen, dich auslachen, dich hassen, dich töten? Bringst du es wirklich fertig, uns zu lieben, obwohl wir Sünder sind?

Herr, erbarme dich! „Herr, erbarme dich, Christe, erbarme dich, Herr, erbarm dich über uns!“

Paulus sagt im Wort zur kommenden Woche im Brief an die Römer 5, 8:

Gott … erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

So lässt Paulus uns einen Blick in dein Herz werfen, Gott. Du bist in Jesus lebendig. Du lässt sich von uns Menschen ans Kreuz schlagen. Du hörst trotzdem nicht auf, uns zu lieben. Du vergibst unsere Sünde.

Lasst uns Gott lobsingen! „Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende“.

Der Herr sei mit euch „und mit deinem Geist.“

Gott, wenn du dein Herz ausschüttest, dann fließt es über vor Liebe. In unsere Herzen schüttest du deine Liebe aus. Öffne uns den Blick dafür. Öffne unser Herz für deine Liebe. Und lass unseren Verstand nicht unserem Herzen im Weg stehen. Darum bitten wir dich, Gott, im Namen Jesu Christi, unseres Herrn. „Amen.“

Wir hören den heutigen Text zur Predigt aus dem Brief des Paulus an die Römer 5, 1-5:

1 Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus;

2 durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird.

3 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt,

4 Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung,

5 Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist.

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Amen. „Amen.“

Glaubensbekenntnis
Lied 276, 1+4+5:

1. Ich will, solang ich lebe, rühmen den Herren mein, im Herzen stets mir schwebe das Lob der Ehren sein; mein Mund soll allezeit des Herren Ruhm verkünden, das Elende empfinden in Trübsal Trost und Freud, in Trübsal Trost und Freud.

4. Viel muss der G’rechte leiden, das ist des Herren Will; doch wird’s verkehrt in Freuden mit Gnad, drum halt nur still! Gott fasst in seine Huld all seine treuen Knechte, die halten seine Rechte, löst sie von aller Schuld, löst sie von aller Schuld.

5. Ehr sei im Himmel droben Gott Vater, Sohn und Geist. Ihn wolln wir ewig loben, der uns sein Gnad erweist. O Herr, dreiein’ger Gott, lass uns dein Güt empfinden und hilf uns überwinden, führ uns aus aller Not, führ uns aus aller Not.

Gott gebe uns ein Herz für sein Wort und Worte für unser Herz. Amen.

Liebe Gemeinde! Kennen Sie den Werbespot mit Kaya Yanar, in dem er einen Schutz gegen unerwünschte Werbe-Emails anpreist? Eine der von ihm gespielten Figuren aus „Was guckst du?“, der Türsteher Hakan, stellt sich breitbeinig hin und sagt: „Du kommst hier nicht rein!“

An diesen Satz musste ich denken, als ich bei Paulus las: „Wir haben Zugang zur Gnade“. Da steht keiner davor und sagt: „Du kommst hier nicht rein!“, sondern im Gegenteil: „Komm rein, hier bist du willkommen!“

Wer in eine Disco rein will, wird vom Türsteher von oben bis unten gemustert: lässt das Äußere darauf schließen, dass man zahlungskräftig ist, ist man den Erwartungen entsprechend gekleidet, führt die Gesichtskontrolle zu einem positiven Ergebnis?

Wenn der Türsteher sagt: „Du kommst hier nicht rein!“, fängt vielleicht einer an zu verhandeln: „Guckst du hier, ich hab genug Euros!“, oder zu provozieren: „Bist du Rassist, oder was – soll ich mit deinem Chef sprechen?“

Draußen vor der Tür bleiben die Loser, die von andern ausgelacht oder bestenfalls milde belächelt werden, die ewigen Außenseiter, die sich schon selbst bescheinigen: hier habe ich sowieso nichts zu melden.

Nun könnten wir sagen: Wer will schon unbedingt in eine bestimmte Disco? Aber wenn jemand überall dieses Gefühl hat: Ich gehöre nicht dazu, ich habe eigentlich nicht einmal das Recht zu leben, wer bin ich, dass ich Ansprüche stellen dürfte oder gar glücklich sein könnte? Sollte es auch für solche Verlierer doch noch eine Zugangsberechtigung zum Leben geben, zum Glück, zum Himmel, zur Anerkennung, zur Liebe?

Wenn wir in diesem Bild bleiben – wer ist Türsteher vor der Tür zum Leben? Und wer ist der Chef, dem dieser Laden gehört? Für Paulus ist die Sache klar: Wer glücklich leben will, muss sich an die höchste Adresse wenden, an Gott selbst. Und zugleich weiß Paulus, dass viele Menschen diese Adresse vergessen haben. Wie ist es mit uns? Wo suchen wir das Glück? Würden wir unsere Lebenserfüllung von Gott erwarten? Und selbst wenn: Warum sollte Gott etwas für uns übrig haben? Wer ist ein so guter Mensch, dass er es verdient, in den Himmel zu kommen?

Da steht dieser Türsteher, der uns sagt: „Du darfst hier rein!“ Und ich reibe mir die Augen und schaue genauer hin: Erstens sehe ich eine Tür, wo vorher keine war. Zweitens kommt mir der Türsteher sehr vertraut vor. Jesus steht da vor der Tür zum Leben, ja, er selbst ist diese Tür, und sie steht weit offen!

So verstehe ich den Satz des Paulus aus Römer 5, 1: „Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus; durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen.“ Wir sind Gott recht, einfach weil wir auf ihn vertrauen. Wir haben Frieden mit Gott, weil Jesus uns die Tür zur Gnade öffnet. Das Wort „Gnade“ benutzt Paulus, wo wir von „Leben“, „Liebe“, „Glück“, „Erfüllung“ sprechen würden.

Und da stehen wir nun vor der Tür und können es nicht glauben. Die Tür zu Gott ist offen? Leben ist möglich? Ich kann glücklich werden? Ich darf mich liebhaben? Ich zögere, weil ich denke: Das verdiene ich doch alles gar nicht. Das darf doch nicht wahr sein!

Und Paulus springt mir bei, indem er sagt: Doch, doch. Du fällst nicht durch, wenn der Türsteher dich kontrolliert. Kleidercheck, Gesichtskontrolle, Abschätzung deiner Würdigkeit, du musst nichts fürchten. Du hast doppelten Grund, dich zu rühmen, du hast etwas vorzuweisen, ob du es glaubst oder nicht glaubst.

Im Bibelkreis waren wir ein wenig irritiert: denn Paulus betont, dass wir Christen uns rühmen dürfen. Aber darf man denn angeben, sich selber loben? Das Sprichwort sagt doch: „Eigenlob stinkt!“

Als erstes sagt Paulus: „Wir rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird.“ Zukünftige Herrlichkeit, damit redet er erstmal vom Himmel, der nach dem Tod kommt. Vielleicht ist ihm das besonders wichtig, weil er jederzeit damit rechnen muss, dass man ihn auch tötet wie Jesus. Aber statt von Todesangst oder von seinem eigenen Mut zu reden, pocht Paulus auf die Hoffnung, die Gott schenkt. Er empfindet das nicht als Vertröstung, denn er ist überzeugt: Auf Jesus kann ich mich verlassen. Manche meinen ja, es müsste im Himmel langweilig sein, weil man früher gesagt hat, dort sieht man aus wie ein braver Engel und muss die ganze Zeit fromme Lieder singen. Davon steht nichts in der Bibel – wenn wir wie die Engel sein werden, sagt das nichts über den Musikgeschmack der Engel aus; ich glaube, im Himmel wird es einfach schön sein. Jeder wird die Musik hören, die ihm gefällt. So kann ich es mir ausmalen – letzten Endes wird es sicher ganz anders sein als unsere Vorstellungen.

Und wenn ich mir gar nicht ausmalen möchte, wie es einmal im Himmel aussehen mag, habe ich in Paulus einen guten Verbündeten. Er tut das nämlich auch nicht. Ihm ist es viel wichtiger, dass die Hoffnung auf die Zukunft sich schon heute auswirkt:

Wenn ich hier auf das hoffe, was Jesus mir im Himmel schenkt, dann werde ich allein dadurch auch hier auf Erden schon glücklicher. Wenn ich Hoffnung habe, dass mein Leben Sinn macht, wird mein Leben schon dadurch sinnvoller: Hoffnung ist die Eintrittskarte zum Leben – schon hier und jetzt. Also: Nicht weil jetzt schon alles schön ist, steht die Tür zum Leben offen, sondern weil wir Hoffnung haben.

Damit aber nicht genug. Paulus spricht ein zweites Mal vom Rühmen. „Wir rühmen uns der Bedrängnisse“, sagt er. Ist das nicht verrückt? Kann man denn stolz darauf sein, was man ertragen muss, was einem Schreckliches passiert? Paulus meint, dass aus dem, was wir bewältigen und aushalten müssen, eine hilfreiche Kettenreaktion entstehen kann: „Wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung“.

Das heißt: Paulus rät dem Verlierer, aus seiner Schwäche eine Stärke zu machen. Rühme dich deiner Bedrängnisse, sagt er, zähl auf, wie schlecht man dich behandelt, klage ruhig, was du alles aushalten musst. Nur du weißt, wie viel Ausdauer und Geduld du schon beweisen musstest, wie lange du Unerträgliches ertragen hast. So etwas erleidest du nicht umsonst, du weißt, warum du trotz allem nicht aufgibst, denn letzten Endes hörst du doch nicht auf zu hoffen – nein, deine Hoffnung wird nur um so stärker, je auswegloser deine Lage zu sein scheint.

Wir sind also nicht hilflos allem ausgeliefert, was das Schicksal mit uns anstellt. Nein, sogar das Böseste kann uns zum Besten dienen, kann zur Eintrittskarte ins Leben werden, zum Anlass für Hoffnung. Und diese „Hoffnung“, sagt Paulus, „lässt nicht zuschanden werden.“

An dieser Stelle fügt Paulus aber noch den Satz an, den ich vorhin erwähnt habe: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist.“

Paulus meint also nicht, dass der Mensch halt einfach hoffen muss und die Hoffnung nicht verlieren darf. Seine Hoffnung hat einen realen Grund, auf den er sich absolut verlässt. Er hat Bekanntschaft mit Gottes Liebe gemacht. Als er noch kein Christ war, da hatte er die Christen verfolgt. Er hatte gedacht, ein guter Mensch zu sein, war aber nichts als ein religiöser Fanatiker und hielt sogar den Mord an den Christen für erlaubt. Das waren in seinen Augen schließlich Gotteslästerer!

Dann stürzt er vor Damaskus vom hohen Ross herunter, wir sehen es auf dem Altarfensterbild, und wird von den Strahlen der Liebe Jesu getroffen. „Saul, warum verfolgst du mich?“, hört er die Stimme Jesu. Damals blickt Paulus Gott mitten ins Herz. Seitdem weiß er, was er hier im Römerbrief schreibt: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen“. Gottes Herz läuft über vor Liebe. Wenn er sein Herz ausschüttet, brauchen wir uns nur noch für ihn zu öffnen, und wir kriegen genug von ihm ab. Gott wohnt in uns, ein Stück von ihm selbst, wenn wir seine Liebe in uns wirken lassen – das meint Paulus mit dem Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Wenn Gott der „Vater aller Geister“ ist, dann belebt er auch unsere depressiven Lebensgeister neu. Sogar wenn ich mich wie ein Verlierer fühle. Wenn ich wieder einmal das Gefühl habe, versagt zu haben. Wenn ich immer noch glaube, niemand dürfe mich liebhaben. Auch ich habe das Recht, glücklich zu sein. Auch mir sagt Jesus: Du darfst hier rein – ins Leben, in den Himmel, in die Liebe. Amen.

Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben. Amen.
Lied 427: Solang es Menschen gibt auf Erden

Im Abendmahl sind wir eingeladen, zu spüren, wie treu und liebevoll Gott zu uns steht. Im Brot schenkt er uns den Leib seiner Liebe. Im Kelch besiegelt er seine Treue zu uns mit seinem Blut.

Gott, hilf uns, unsere Sünde zu überwinden und Vertrauen aufzubauen. Hilf uns, dass wir uns unserer Verantwortung und unserer Schuld stellen, unserer Lieblosigkeit, unserer Trägheit, unseren Lebenslügen. In der Stille bringen wir vor dich, was unsere Seele belastet:

Beichtstille

Wollt Ihr Gottes Treue und Vergebung annehmen, so sagt laut oder leise oder auch still im Herzen: Ja!

Auf euer aufrichtiges Bekenntnis spreche ich euch die Vergebung eurer Sünden zu – im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Der Herr sei mit euch. „Und mit deinem Geiste.“

Die Herzen in die Höhe! „Wir erheben sie zum Herren.“

Lasset uns Dank sagen dem Herrn, unserem Gott. „Das ist würdig und recht.“

Würdig und recht ist es, Gott ernstzunehmen, der in seiner Gerechtigkeit barmherzig ist und in seiner Barmherzigkeit nicht ungerecht. Würdig und recht ist es, uns selber wahrzunehmen als Menschen, die nach Gottes Ebenbild geschaffen sind, mit aufrechtem Gang, von Gott geliebt und verantwortlich für unser Leben. Zu dir rufen wir und preisen dich, Heiliger Gott:

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in der Höhe. Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosianna in der Höhe.

Wir beten mit den Worten, die uns unser Herr Jesus Christus zu beten gelehrt hat:

Vater unser und Abendmahl

Lasst uns beten.

Barmherziger Gott, furchtbare Nachrichten wühlen uns immer wieder auf, von schrecklichen Unfällen, von Terroranschlägen in Krisengebieten, und gegenwärtig immer wieder vom Prozess in Belgien. Mach uns stark in unserer Gewissheit, dass du den Opfern nahe bist und keine böse Tat rechtfertigst. Hilf Kranken auf ihrem Weg, wieder gesund zu werden. Hilf Sterbenden, getrost von dieser Welt Abschied zu nehmen. Hilf Trauernden, ihren Schmerz zu ertragen und durchzustehen. Hilf Opfern von Gewalt, ihren Selbsthass zu überwinden und neu zum Leben zu finden.

Barmherziger Gott, wir bitten dich um Zivilcourage, dass wir uns für Menschen einsetzen, die in ihrer Würde verletzt werden. Lass uns einsehen, dass wir nichts davon haben, wenn es anderen schlechter geht als uns, und auch nicht davon, wenn wir eifersüchtig oder neidisch auf andere sind. Hilf uns dabei, Streit zu überwinden und um Entschuldigung zu bitten, wenn wir jemandem Unrecht getan haben.

Barmherziger Gott, schenke uns die Gewissheit, dass wir geliebte Menschen sind, die glücklich sein dürfen und dem Glück anderer Menschen nicht im Wege stehen müssen. Schenke uns Geduld und Gelassenheit, wenn wir Unerträgliches ertragen müssen. Schenke uns Hoffnung, wo wir keinen Ausweg mehr sehen. Hilf uns, dass wir niemals einen anderen Menschen endgültig aufgeben. Amen.

Lied 395: Vertraut den neuen Wegen
Abkündigungen

Und nun lasst uns mit Gottes Segen in den Sonntag gehen – wer möchte, ist im Anschluss noch herzlich zum Beisammensein mit Kaffee oder Tee im Gemeindesaal eingeladen.

Der Herr segne euch und er behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch seinen Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

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