Gründonnerstag und Abendmahl

Tischabendmahlsfeiern in der Pauluskirche mit anschließendem Grüne-Soße-Essen. Die folgenden Tischabendmahlsfeiern wurden an Gründonnerstag in der Pauluskirche in Gießen von Pfarrer Helmut Schütz gemeinsam mit anderen Gemeindemitgliedern gestaltet – einige Jahre zusammen mit dem „Team halb 6“, zuletzt gemeinsam mit Prädikantin Gaby Engel. Außerdem habe ich in diese Rubrik auch eine besondere Abendmahlsfeier eingeordnet.

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„Hilf, dass wir würd‘ge Gäste sein“

Seit der Apostel Paulus davon gesprochen hat, dass man das Abendmahl auch „unwürdig“ feiern kann, haben sich Christen immer wieder gefragt, worin denn die Würdigkeit beim Abendmahl besteht. „Wir halten uns oftmals nicht für würdig, vor dich zu treten, und doch lädst du uns immer wieder ein. Wenn wir nur deinem Wort vertrauen, dann sind wir in deinen Augen würdig.“

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„Verborgen im Brot so klein…“

Aufpassen müssen wir Evangelischen, dass wir nicht aus dem Glauben ein neues Gesetz machen. Wir können nicht auf Gott und Jesus vertrauen aus eigener Kraft, als seien wir besser als Ungläubige oder Menschen anderer Konfession oder Religion. Wenn wir glauben, dann ist auch dieser Glaube ein Geschenk Gottes an uns.

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Wie zarte Blumen der Sonne stillhalten

Gott ist eine Kraft, die alles durchdringt und die uns auf eine sehr zarte, ja zärtliche Weise berühren will. Gott blendet nicht unsere Augen mit seinem vollen Gotteslicht, sondern schenkt uns ein Licht, das uns aufbaut und wärmt und Klarheit gibt, so dass wir uns ihm gerne aussetzen, so wie sich Blumen dem Sonnenlicht öffnen und es in sich aufnehmen.

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Geschwister im Gottvertrauen

Was kümmert uns das Schicksal von Israel, Syrien und Juda vor 2750 Jahren? Heute leiden wieder Menschen in Syrien, Israel und Palästina; und der Hebräerbrief erinnert daran, dass in diese Welt mit ihren unentwirrbaren Widersprüchen Jesus hereingekommen ist, um uns – die er sich nicht schämt, Geschwister zu nennen – Befreiung und Heil zu bringen.

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Herausgerufen!

„Aus ungewissen Pfaden“ (so das Lied von Kurt Müller-Osten) ruft uns Jesus heraus und lädt uns ein. Mit Schuld und Schaden, mit Macken und Fehlern, dürfen wir zu Jesus kommen und mit ihm Abendmahl feiern, wie ein Wanderer, der müde an einem Königsschloss anklopft. Wir sind eingeladen bei einem König, der draußen residiert, hoch oben – an einem Kreuz. Ich […]

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„Stärk in mir den schwachen Glauben!“

Wie wird unser schwacher Glaube stark? Indem Gott selbst uns sein Wort vorhält, das wie ein Samenkorn in uns aufgehen soll. Gott spricht uns an, sein Wort ist Anspruch und Zuspruch zugleich; es ist ein Leitstern, an dem wir uns orientieren können, und zugleich lässt dieses Wort in unseren Herzen Trost heranwachsen wie einen grünen Baum: Ermutigung, Getrostheit, innere Kraft.

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Übersprungen!

Pessach: Unterschrift mit Blut als Bekenntnis zum befreienden Gott. Beim Exodus geht es nicht um eine ethnische Parteinahme Gottes, sondern um die soziale Frage, ob man Menschen das Lebensrecht in Freiheit gönnt. Mit den Israeliten zogen auch Fremdlinge weg. „Übersprungen“ werden auch im Abendmahl alle Grenzen nationaler, religiöser und sozialer Art, indem der zerbrochene Leib Jesu Christi wieder zusammengefügt wird.

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Satt werden bei Gott

Ernst Moritz Arndt ist Meister im Erfinden religiös-romantischer Wortverbindungen: Liebesweg, Himmelslust, Gottesspeise. Der Liebesweg ist ein Weg, der uns zum Nächsten führt. Himmelslust erfahren wir in Dankbarkeit und Freude über das, was Gott uns schenkt. Gottesspeise, nicht zu verwechseln mit dem Wackelpudding, den wir Götterspeise nennen, erquickt und weckt unsere Lebensgeister.

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Verrat oder Vertrauen?

Konflikte kann es sogar in einer Abendmahls­gemeinschaft geben, die so eng mit Jesus vertraut war wie damals die Jünger. Jesus brach das Brot und teilte den Kelch mit den Mutigen und Ängstlichen, dem Verleugner und sogar dem Verrräter. Er überwand Verrat und Tod, indem er beides ertrug; er schenkte uns das Leben, damit auch wir Verrat und Todesmächte überwinden.

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