Sakrament der Tränen – Phantasie der Rache

Der Prophet Elisa heilt eine Quelle mit Salz und verflucht 42 freche Knaben.

Ahndet Gott eine Beleidigung mit der Todesstrafe? Ich mag die Geschichte so lesen: Ein Prophet kommt mit Hassgefühlen in Kontakt, lebt sie in seiner Phantasie aus, statt gewalttätig zu werden, und schüttelt den Staub des ungastlichen Ortes von seinen Füßen wie später die von Jesus ausgesandten Jünger.

Zwei Kodiak-Bären kommen aus dem Wald an einen Fluss

Wie ist die Geschichte vom Propheten Elisa und den Bären zu deuten? (Bild: pixabay.com)

#predigtGottesdienst am Sonntag Septuagesimae, den 8. Februar 1998, 9.00 Flomborn und 10.00 Ober-Flörsheim

Herzlich willkommen im Gottesdienst in Flomborn! Sie kennen mich ja bereits, ich bin Pfarrer Schütz, arbeite als Seelsorger in der Rheinhessen-Fachklinik und im DRK-Krankenhaus Alzey und bin heute in Vertretung hier für Ihren Pfarrer, der sich jetzt hoffentlich im Urlaub erholen kann, nachdem er gleich am Anfang des Urlaubs krank geworden war.

Lied 323, 1-3:

Man lobt dich in der Stille, du hocherhabner Zionsgott; des Rühmens ist die Fülle vor dir, o Herre Zebaoth. Du bist doch, Herr, auf Erden der Frommen Zuversicht, in Trübsal und Beschwerden lässt du die Deinen nicht. Drum soll dich stündlich ehren mein Mund vor jedermann und deinen Ruhm vermehren, solang er lallen kann.

Es müssen, Herr, sich freuen von ganzer Seel und jauchzen hell, die unaufhörlich schreien: „Gelobt sei der Gott Israel‘!“ Sein Name sei gepriesen, der große Wunder tut und der auch mir erwiesen das, was mir nütz und gut. Nun, dies ist meine Freude, zu hangen fest an dir, dass nichts von dir mich scheide, solang ich lebe hier.

Herr, du hast deinen Namen sehr herrlich in der Welt gemacht; denn als die Schwachen kamen, hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad erzeiget; nun, wie vergelt ich’s dir? Ach bleibe mir geneiget, so will ich für und für den Kelch des Heils erheben- und preisen weit und breit dich hier, mein Gott, im Leben und dort in Ewigkeit.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. „Amen.“

Wir beten mit dem Psalm 95:

1 Kommt herzu, lasst uns dem HERRN frohlocken / und jauchzen dem Hort unsres Heils!

2 Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen / und mit Psalmen ihm jauchzen!

3 Denn der HERR ist ein großer Gott / und ein großer König über alle Götter.

4 Denn in seiner Hand sind die Tiefen der Erde, / und die Höhen der Berge sind auch sein.

5 Denn sein ist das Meer, und er hat’s gemacht, / und seine Hände haben das Trockene bereitet.

7 Denn er ist unser Gott, / und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand.

Kommt, lasst uns anbeten. „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Gott, unser barmherziger Vater, immer an dieser Stelle bekennen wir unsere Schuld. Aber wenn wir uns keiner Schuld bewusst sind? Dann dürfen wir vielleicht dir dankbar sein, dass du uns bewahrt hast vor Verstrickung in Schuld. Oder wir könnten einmal genau überlegen, ob wir etwa doch irgendjemandem etwas schuldig geblieben sind, was wir dir bekennen sollten.

Manche unter uns leiden aber wirklich unter Schuldgefühlen, und wir bringen sie vor dich. Hilf uns nun, gut zu unterscheiden, ob wir wirklich Schuld auf uns geladen haben oder ob wir uns unter Belastungen krümmen, die uns andere auferlegt haben. Was wir selber falsch gemacht haben – vergib es uns! Wo wir die Schuld anderer tragen – lass uns sie abwerfen!

Lasst uns um Erbarmen bitten und rufen: „Christe, erbarme dich! Herr, erbarm dich über uns!“

Jesus Christus sagt nicht: „Ihr sollt den Leuten Honig ums Maul schmieren.“ Er sagt nicht „Ihr seid der Zuckerguss auf der Torte der Welt.“ Nein, unser Herr spricht zu uns (Matthäus 5, 13):

Ihr seid das Salz der Erde.

Gebt mit eurem Glauben der Menschengesellschaft die Würze, die sie braucht!

Lasst uns lobsingen: „Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende.“

Lasst uns beten!

Gott, wir sind oft mit gemischten Gefühlen in deinem Haus. Wir wollen nicht frömmer als andere sein, wenn wir zu den wenigen gehören, die zum Gottesdienst gehen. Aber es muss doch einen Grund haben, hierher zu kommen – und nicht unbedingt den, dass man mal wieder zur Kirche gehen sollte! Zeige uns heute wieder, dass du uns etwas zu bieten hast, dass wir bei dir gut aufgehoben sind, dass es gut ist, auf dich zu vertrauen.

Das erbitten wir von dir im Namen Jesu Christi, unseres Herrn. „Amen.“

Wir hören aus dem Evangelium nach Lukas 10:

1 Danach setzte der Herr weitere zweiundsiebzig Jünger ein und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er gehen wollte,

2 und sprach zu ihnen:

3 Geht hin; siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe.

4 Tragt keinen Geldbeutel bei euch, keine Tasche und keine Schuhe, und grüßt niemanden unterwegs.

5 Wenn ihr in ein Haus kommt, sprecht zuerst: Friede sei diesem Haus!

6 Und wenn dort ein Kind des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen; wenn aber nicht, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden.

7 In demselben Haus aber bleibt, esst und trinkt, was man euch gibt; denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Ihr sollt nicht von einem Haus zum andern gehen.

8 Und wenn ihr in eine Stadt kommt, und sie euch aufnehmen, dann esst, was euch vorgesetzt wird,

9 und heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen.

10 Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, und sie euch nicht aufnehmen, so geht hinaus auf ihre Straßen und sprecht:

11 Auch den Staub aus eurer Stadt, der sich an unsre Füße gehängt hat, schütteln wir ab auf euch. Doch sollt ihr wissen: das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen.

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja! „Halleluja, Halleluja, Halleluja.“

Glaubensbekenntnis

Wir singen zur Gitarre das Lied 171:

Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns auf unsern Wegen
Gnade und Friede sei mit uns allen von Gott, unserem Vater, und Jesus Christus, unserem Herrn. Amen.

Wir hören den Predigttext aus 2. Könige 2, 19-25. Das ist eine Erzählung mit märchenhaften Zügen, eine Art Heiligenlegende über den Propheten Elisa. Unmittelbar nach dem Tode seines Lehrmeisters Elia blieb Elisa noch einige Tage in Jericho:

19 Und die Männer der Stadt sprachen zu Elisa: Siehe, es ist gut wohnen in dieser Stadt, wie mein Herr sieht; aber es ist böses Wasser, und es macht unfruchtbar.

20 Er sprach: Bringt mir her eine neue Schale und tut Salz hinein! Und sie brachten’s ihm.

21 Da ging er hinaus zu der Wasserquelle und warf das Salz hinein und sprach: So spricht der HERR: Ich habe dies Wasser gesund gemacht; es soll hinfort weder Tod noch Unfruchtbarkeit von ihm kommen.

22 So wurde das Wasser gesund bis auf diesen Tag nach dem Wort Elisas, das er sprach.

23 Und er ging hinauf nach Bethel. Und als er den Weg hinanging, kamen kleine Knaben zur Stadt heraus und verspotteten ihn und sprachen zu ihm: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf!

24 Und er wandte sich um, und als er sie sah, verfluchte er sie im Namen des HERRN. Da kamen zwei Bären aus dem Walde und zerrissen zweiundvierzig von den Kindern.

25 Von da ging er auf den Berg Karmel und kehrte von da nach Samaria zurück.

Liebe Gemeinde!

Ein neuer Prophet ist in der Stadt, und die Leute schütten ihm ihr Herz aus. Es ist so, als ob ein neuer Pfarrer seinen Dienst aufnimmt, oder als ob ich als Seelsorger neu auf eine Krankenhausstation komme. Erwartungsfroh gehen die Leute auf den neuen Mann zu und erzählen ihm, wie es in der Stadt zugeht und welches Klima dort herrscht. Vielleicht kann er irgendetwas tun, irgendetwas bewirken.

„Es ist gut wohnen in der Stadt“, sagen die Leute zu Elisa, „du siehst es ja selbst“. Oberflächlich gesehen ist alles in Ordnung. Trotzdem gibt es ein Problem: „Es ist böses Wasser, und es macht unfruchtbar.“ Böses Wasser, böses Blut herrscht in der Stadt: unausgesprochene Konflikte schwelen unter scheinbar friedlicher Oberfläche, Unzufriedenheit, nicht offen geäußert, vergiftet die Atmosphäre des Zusammenlebens. Unfruchtbar macht das böse Wasser: Im Klima von Unfrieden und Unzufriedenheit gedeihen gute Früchte nicht – keine guten Ideen, keine Lust, etwas für andere zu tun, keine Gesundung, wenn einer krank ist.

Was tut der Prophet? Er lässt sich Salz bringen; er schüttet es auf die Wasserquelle, er spricht dazu, wie es sich für einen Propheten gehört, ein Gotteswort. Mir kommt das vor wie eines unserer Sakramente: Wir taufen ein Kind mit Wasser und sagen: „Gott nimmt dieses Kind an.“ Wir essen beim Abendmahl das Brot, wir trinken aus dem Kelch und sprechen dazu die Worte Christi: „Das ist der Leib meiner Liebe, das ist das Blut meiner Vergebung“.

Eine heilige symbolische Handlung vollzieht der Prophet: er fügt dem Wasser etwas hinzu, was ihm gefehlt hat – vordergründig die lebensnotwendigen Mineralstoffe, das haltbar und schmackhaft machende Salz, im übertragenen Sinne das Salz der offenen Aussprache über Probleme, das Salz des fairen Streits. Auch bei Jesus kennen wir ja das Bild vom Salz: Christen, die nicht Salz der Erde sind, werden zu einer überangepassten religiösen Vereinigung.

In unserem Klinik-Bibelkreis machte jemand darauf aufmerksam, dass ja auch in den Tränen Salz drin ist. Wenn im menschlichen Zusammenleben die Tränen fehlen, dann werden die Menschen innerlich härter, weil sie ja einen wichtigen Teil ihrer selbst unter Verschluss halten müssen. Wer weinen kann, ist mit sich selber im Kontakt und fühlt auch mit anderen leichter mit.

Warum aber, liebe Gemeinde, sollen die Männer von Jericho das Salz in eine Schale tun? Und warum in eine neue Schale? Neuen Wein füllt man nicht in alte Schläuche. Vom Salz soll nichts verloren gehen. Und die Stadtbewohner sollen sich die Hilfe des Propheten durchaus etwas kosten lassen. Elisa möchte, dass sie seine Hilfe zu würdigen wissen und ihm nicht einfach einen alten kaputten Teller vorsetzen. Ähnlich ist es, wenn man zu einem Therapeuten geht und fragt: „Können Sie mir helfen?“ – und insgeheim denkt man: „Ach, der ist ja auch nur so ein Psychologe, der kriegt sein Geld, und ich habe doch nichts davon!“ Es kann zwar manchmal auch am Therapeuten liegen, dass man sich ihm nicht so recht anvertrauen möchte. Allerdings kommt es auch vor, dass ein Patient schon vorher weiß, dass es eh nichts nützen wird – vielleicht weil er Angst hat, wieder einmal enttäuscht zu werden. Und damit wertet er ab, was ihm einer geben will, der es gut mit ihm meint.

Elisa bekommt allerdings, was er verlangt. Salz wird ihm gebracht in einer neuen Schale. Er merkt: Sie meinen es ernst! Sie sind offen für etwas Neues. Damit tragen sie selber dazu bei, dass das „böse Wasser“ in ihrer Stadt gut wird, dass das schlechte Klima sich verbessert, dass Unfrieden und Unzufriedenheit aus der Stadt verschwinden.

Ich unterbreche die Predigt und wir singen das Lied 324, 1 bis 2 und 11 bis 13:

1) Ich singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust; ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewusst.

2) Ich weiß, dass du der Brunn der Gnad und ewge Quelle bist, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fließt.

11) Du zählst, wie oft ein Christe wein und was sein Kummer sei; kein Zähr- und Tränlein ist so klein, du hebst und legst es bei.

12) Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd entgeht.

13) Wohlauf, mein Herze, sing und spring und habe guten Mut! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut.

Liebe Gemeinde! Nach diesem schönen Erfolg seiner seelsorgerlichen Arbeit macht sich Elisa auf den Weg in eine andere Stadt, um dort ebenso segensreich zu wirken. Aus dem Jordantal geht er die Straße hinauf in die Berge nach Bethel. Dort jedoch verspottet den Propheten eine Horde kleiner Lausebengels. In einer Zeit, in der man sicher auch den Kindern schon die elementare Bedeutung der Gastfreundschaft beibrachte, war das ein unüberhörbares Zeichen dafür, dass Bethel mit seinen Heiligtümern fremder Götter offenbar ein Ort ist, der diesen Propheten nicht willkommen heißt. Was die Kinder tun, erinnert mich an eine Szene aus dem Film „Schindlers Liste: der Zug mit dem Judentransport nach Auschwitz fährt an Kindern vorbei, die den Juden zurufen – dem Sinne nach: „Weg mit euch – ihr seid doch Tiere!“ Ich denke auch an das Mobbing in der Schule und wieder an die Bergpredigt, an die Tötung in Gedanken durch Worte wie „Narr“ oder „Nichtsnutz“.

Trotzdem – die Reaktion des Propheten wäre, als buchstäblich-tatsächliche Begebenheit genommen, natürlich eine brutale Überreaktion. Dass Gott eine Beleidigung ohne Verwarnung mit der Todesstrafe ahndet, und dann noch bei Kindern, und außerdem noch so ungerecht, dass es nur 42 von ihnen trifft und nicht alle Übeltäter, scheint mir weder vereinbar mit der Haltung eines gerechten noch eines barmherzigen Gottes.

Aber die Geschichte ist ja gar kein historischer Bericht von äußeren Fakten. Wenn wir die Wahrheit der Erzählung auf der Ebene der Bilderwelt der Seele suchen, dann spiegeln der Fluch des Elisa und die Bären aus dem Walde etwas anderes wider: Elisas innere Gefühlslage. Der tief gekränkte und verletzte Prophet wünscht sich insgeheim: „Gott, ich wollte, diese schlimmen Gören wären auf der Stelle tot!“ So wie man verstehen kann, wenn ein missbrauchtes Kind seinem Peiniger den Tod wünscht. Eine sozusagen tierische Wut steigt im Propheten auf – so als ob plötzlich Bären aus dem Wald gesprungen kämen und sich mitten auf die Kinder stürzten.

Kleine Kinder glauben: Wenn ich jemandem etwas wünsche, dann kann das auch wirklich geschehen, und dann bin ich schuld daran. Aus dieser Quelle speist sich auch der Glaube von Erwachsenen an die magische Gewalt von Verfluchungen. Glaube an Magie liegt natürlich auch unserer Erzählung zugrunde. Aber in der Bibel wird oft in der Form magischer Vorstellungen etwas ausgedrückt, was sich in Wirklichkeit nur im Innern eines Menschen abspielt. Ich denke: Der Prophet Elisa weiß genau, dass sein wütendes Fühlen und Wünschen nicht automatisch wilde Tiere aus dem Wald hervorzaubert. Die reißenden Bären bleiben ein Bild seiner Phantasie. Und gerade weil er innerlich stark genug ist, sich mit seinem wilden Innenleben auseinanderzusetzen, kann er mit seiner inneren Aggression besser fertigwerden. Ein Prophet kommt mit seinen eigenen Hassgefühlen und Mordgelüsten in Kontakt, er lebt sie in seiner Phantasie aus, statt selber gewalttätig zu werden, und er nutzt sie zu einer vernünftigen Entscheidung: Er schüttelt den Staub des ungastlichen Ortes von seinen Füßen wie später die von Jesus ausgesandten Jünger und geht weit weg zum Gottesberg Karmel – er will selber noch einmal Kraft schöpfen, bevor er an seine Arbeit in Samaria herangeht.

In seiner Offenheit für Gefühle, für Tränen wie für Zorn schafft Elisa hier Frieden, und dort hält er Abstand. Ich glaube von diesem Propheten können wir als Christen etwas lernen. Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.

Wir singen das Lied 247:

Herr, unser Gott, lass nicht zuschanden werden die, so in ihren Nöten und Beschwerden bei Tag und Nacht auf deine Güte hoffen und zu dir rufen, und zu dir rufen.

Mache zuschanden alle, die dich hassen, die sich allein auf ihre Macht verlassen. Ach kehre dich mit Gnaden zu uns Armen, lass dich’s erbarmen, lass dich’s erbarmen,

und schaff uns Beistand wider unsre Feinde! Wenn du ein Wort sprichst, werden sie bald Freunde. Herr, wehre der Gewalt auf dieser Erde, dass Friede werde, dass Friede werde.

Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen, vergebens ist’s, auf Menschenhilfe bauen. Wir traun auf dich, wir schrein in Jesu Namen: Hilf, Helfer! Amen. Hilf, Helfer! Amen.

Gott im Himmel, oft ist es nicht einfach, mit den Gefühlen in uns fertigzuwerden, mit Trauer und Ohnmacht, mit Angst und Verzweiflung, mit Zorn und Hass und Schuld. Mach es uns leichter, uns anzunehmen, so wie wir sind. Auf dich dürfen wir alles werfen, was uns belastet. Und wenn wir alleine nicht damit fertigwerden, schenke uns den Mut, uns jemandem anzuvertrauen, der uns helfen kann. Amen.

Vater unser

Zum Schluss singen wir das Lied 590:

Herr, wir bitten: Komm und segne uns, lege auf uns deinen Frieden
Abkündigungen

Gott, der Herr, segne euch, und er behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch Frieden. Amen.

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