Exodus aus Elam am Persischen Golf – nicht aus Ägypten

Konrad Bauersachs behauptet: Das Volk Israel kam nicht vom Nil zum Jordan, sondern Nachkommen Abrahams, die als Nomaden östlich des Tigris lebten und im Land Elam Fronarbeiter wurden, flohen quer durch die Wüste Arabiens zu den Ebenen Moabs am Fluss Arnon. Offen bleibt aber die Frage, wie die Überlieferungen dieser Exodus-Familien in die Bibel gelangt sein sollen.

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Trauerarbeit in der Bibel

In einer dreimonatigen Studienzeit im Jahr 1999 hat sich die am Evangelischen Krankenhaus in Gießen als Seelsorgerin tätige Pfarrerin Gabriele Dietzel mit der Frage beschäftigt, wie in der Bibel Trauer bewältigt wird. Ein Dutzend Portraits aus dem Alten Testament zeigen sehr unterschiedliche Profile von Trauerarbeit – von Hagar über Jakob, Saul und David bis hin zu Hiob – und Gott!

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Von Josua bis zum König David

Die Bücher Josua und Richter sowie das 1. und 2. Buch Samuel erzählen aus der Zeit vom Einzug ins Gelobte Land bis zum Königtum Davids, wie Gottes Wegweisung im Leben des Volkes Israel im Land Kanaan Fuß fasst und ob sich auch die Könige den Maßstäben dieser Tora unterwerfen.

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Kapitel 9: Geschichten erzählen

Im neunten Kapitel des Buches geht es Pfarrer Helmut Schütz um das Erzählen von Geschichten aus Bibel und Koran für Kinder, zwischen Wahrheit, Geheimnis und Alltagsdeutung, zwischen Moral und Gerechtigkeit. Wer erzählt? Was wird erzählt? Werden Bilder verwendet?

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Jeftah und Batjah

Jeftah baut Batjah mehr oder weniger bewusst in seinen Kontrollpakt mit Gott als Joker ein. Das ist typisch für Väter, die ihre Tochter ausnutzen: Sie gehen planvoll vor, aber sie schieben die Verantwortung der Tochter zu. „Was tust du mir an! Du machst mich traurig!“

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Um „fünf vor zwölf“ für den Frieden beten

Nach ergebnislosen Verhandlungen hält der biblische Feldherr Jeftah einen Krieg für unvermeidbar. Den Ausgang des Waffengangs überlässt er zunächst Gott (Richter 11, 27): „Der HERR, der da Richter ist, richte heute zwischen Israel und den Ammonitern.“ Doch dann will er mehr: den garantierten Sieg. Er schließt mit Gott einen Handel ab

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Alttestamen­tarische Besonnen­heit

In den Terroranschlägen in New York und Washington wurde deutlich: Auch die mächtigste Nation und das erfolgreichste Wirtschaftssystem der Welt sind nicht allmächtig, sondern verwundbar. Die Jeftahgeschichte mahnt: Gerade der Wunsch nach Kontrolle in einem Bereich, in dem absolute Sicherheit nicht erreichbar ist, führt zum Kontrollverlust.

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Reinthaler-Oratorium im Herbst 2001 bedrückend aktuell

Gehört das im Herbst 2001 aus der Vergessenheit hervorgeholte Werk „Jephtha und seine Tochter” von Carl Martin Reinthaler wirklich in die Rumpelkammer der Musikgeschichte? Ob das vernichtende Urteil Michael Treutweins musikalisch gerechtfertigt ist, kann ich als Nichtfachmann nicht beurteilen.

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„Marie, die reine Magd“

Dieser Aufsatz geht von einer Hypothese aus: Jesu Mutter Maria wurde vielleicht missbraucht. Dennoch – das ist die These, auf die es Helmut Schütz ankommt – ist sie in Gottes Augen seine “reine Magd”, und Jesus ist durch die Kraft des Heiligen Geistes Gottes Sohn.

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Kapitel 15: Batjah – vom Vater geopfert, eine Gottestochter

Bild: Ingrid Walpert

Im fünfzehnten Kapitel seines Buches geht es Helmut Schütz um die Tochter des biblischen Richters Jeftah, die er Batjah nennt. Der Vater opfert seine Tochter – warum? welchem Gott? Benutzt er Batjah wie ein Missbrauchstäter? Wie bewahrt Batjah ihr Selbstvertrauen?

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