Kinder des Tages am Tag des Herrn

Wie ein Dieb in der Nacht kommt der „Tag des Herrn“, sagt Paulus. Bald kommt Jesus zurück auf die Erde. Dann fragt er die Menschen: Was habt ihr gemacht mit dem, was Gott euch anvertraut hat? Mit euren Begabungen? Mit eurer Fähigkeit zu lieben? Mit eurem Geld? Mit eurer Zeit? Wart ihr barmherzig oder habt ihr auf andere Menschen herabgesehen?

Ein junger Mann mit Sonnenbrille und Al-Capone-Hut im Dunkeln

Wie ein Dieb in der Nacht wird Jesus am Tag des Herrn kommen, sagt Paulus (Bild: pixabay.com)

#predigtGottesdienst am Drittletzten Sonntag im Kirchenjahr, den 10. November 2002, um 10.00 Uhr in der evangelischen Pauluskirche Gießen

Guten Morgen, liebe Gemeinde!

Am Drittletzten Sonntag im Kirchenjahr begrüße ich Sie herzlich in der Pauluskirche mit dem Wort zur Woche aus 2. Korinther 6, 2:

Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils.

Die Kinder unserer Gemeinde feiern gleichzeitig mit uns unten in den Jugendräumen ihren Kindersonntag – darüber freuen wir uns sehr.

Auch hier oben im Gottesdienst geht es um das Thema „Kinder“. Denn mitten im grauen Monat November hören wir die erstaunliche Botschaft des Paulus, dass wir „Kinder des Lichts“ sind. Wie Paulus das meint und ob das stimmt, davon hören wir in der Predigt mehr.

Lied 161:

1) Liebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören; lenke Sinnen und Begier auf die süßen Himmelslehren, dass die Herzen von der Erden ganz zu dir gezogen werden.

2) Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis verhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, tun und dichten musst du selbst in uns verrichten.

3) O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott geboren: mach uns allesamt bereit, öffne Herzen, Mund und Ohren; unser Bitten, Flehn und Singen lass, Herr Jesu, wohl gelingen.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. „Amen.“

Frage ich junge Leute, was sie vom Beten halten, dann sagen viele: Beten nützt doch nichts. Denken Menschen unserer Zeit über Gott nach, dann kommen viele zu dem Schluss: Ist es nicht besser, unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen?

Wir kommen hier in der Kirche zusammen und tun etwas so Altmodisches wie das Beten. Ob es was nützt? Wer weiß? Vielleicht tut es uns gut. Vielleicht steckt mehr dahinter, als wir denken. Vielleicht steckst du selbst, Gott, dahinter – und wir spüren: Du bist da!

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Moderne Menschen denken oft: Ich glaube lieber an meine eigene Kraft als an einen Gott, den ich nicht sehe. Doch eins ist gewiss: jede menschliche Kraft ist endlich, vergänglich, stößt an Grenzen, in Krankheit, Schwäche, Tod.

Moderne Menschen denken oft: Wir sollten lieber selbst für Frieden und Gerechtigkeit sorgen, als die Hände in den Schoß zu legen und nur zu beten. Doch eins ist gewiss: Es gab kaum ein Jahrhundert mit grausameren Kriegen als das moderne 20. Jahrhundert, und das junge 21. Jahrhundert begann gleich mit dem grausamsten Terroranschlag aller Zeiten.

Gott, wir haben deine Hilfe nötig. Deine Kraft für uns Schwache. Deine Liebe für uns Hartherzige. Deine Vergebung für uns Sünder.

Herr, erbarme dich! „Herr, erbarme dich, Christe, erbarme dich, Herr, erbarm dich über uns!“

Manche modernen Menschen denken: Die Christen haben Gott nur erfunden, weil sie sich Hilfe wünschen.

Das stimmt nicht.

Obwohl es nicht schlimm ist, sich Hilfe zu wünschen von einem Gott.

Aber wir glauben an einen Gott, der nicht nur uns helfen will, sondern der uns auch in Anspruch nimmt mit seiner Liebe: Gott wünscht, dass wir ihm helfen, die Welt zu verändern.

Denn so sagt einmal der Apostel Johannes (1. Johannes 4, 12):

Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.

Lasst uns Gott lobsingen! „Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende.

Der Herr sei mit euch! „Und mit deinem Geist!“

Gott, den wir nicht sehen: Schenk uns das Licht des Glaubens! Gott, der uns machtlos erscheint: sei du in uns Schwachen mächtig! Gott, an dem wir zweifeln: Lass uns dich erkennen, wo unter uns Liebe geschieht und wo man den Frieden wagt. Darum bitten wir dich im Namen Jesu Christi, unseres Herrn. „Amen.“

Wir hören die Lesung aus dem Evangelium nach Lukas 17, 20-24:

20 Als [Jesus] von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man’s beobachten kann;

21 man wird auch nicht sagen: Siehe, hier ist es! oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.

22 Er sprach aber zu den Jüngern: Es wird die Zeit kommen, in der ihr begehren werdet, zu sehen einen der Tage des Menschensohns, und werdet ihn nicht sehen.

23 Und sie werden zu euch sagen: Siehe, da! oder: Siehe, hier! Geht nicht hin und lauft ihnen nicht nach!

24 Denn wie der Blitz aufblitzt und leuchtet von einem Ende des Himmels bis zum andern, so wird der Menschensohn an seinem Tage sein.

Herr, dein Wort ist unseres Fußes Leuchte und ein Licht auf unserem Wege. Halleluja. „Halleluja, Halleluja, Halleluja!“

Glaubensbekenntnis
Lied 390:

1) Erneure mich, o ewigs Licht, und lass von deinem Angesicht mein Herz und Seel mit deinem Schein durchleuchtet und erfüllet sein.

2) Schaff in mir, Herr, den neuen Geist, der dir mit Lust Gehorsam leist‘ und nichts sonst, als was du willst, will; ach Herr, mit ihm mein Herz erfüll.

3) Auf dich lass meine Sinne gehn, lass sie nach dem, was droben, stehn, bis ich dich schau, o ewigs Licht, von Angesicht zu Angesicht.

Gott gebe uns ein Herz für sein Wort und Worte für unser Herz. Amen.

Liebe Gemeinde! Vielleicht kennen Sie Bertolt Brechts Geschichten vom Herrn Keuner. „Einer fragte Herrn K., ob es einen Gott gäbe. Herr K. sagte: „Ich rate dir, nachzudenken, ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde. Würde es sich nicht ändern, dann können wir die Frage fallenlassen. Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch so weit behilflich sein, dass ich dir sage, du hast dich schon entschieden: Du brauchst einen Gott.“

Bertolt Brecht war ein Moralist. Er wollte, dass die Menschen menschlich handeln. Wenn sie schon unbedingt an einen Gott glauben wollen, so meinte er, dann soll es sich in ihrem Verhalten auswirken. Sonst wäre ihr Glaube sowieso nutzlos.

Da hatte er nicht Unrecht. Einen Glauben, der keine Wirkung in meinem Leben hat, kann ich in der Tat vergessen. Aber Brecht sah dennoch nur die halbe Wahrheit. Er ging nämlich davon aus: Es mag ja sein, dass einer Gott braucht. Aber geben muss es ihn deshalb noch lange nicht. Brecht war kein Christ.

Was glauben wir denn als Christen? Zum christlichen Glauben gehört sicher, dass wir Gott brauchen, ohne ihn können wir nicht leben. Unser Leben haben wir von ihm, unsere Kräfte, unsere Begabungen und vor allem seine Liebe.

Zum christlichen Glauben gehört aber auch, dass Gott uns braucht. Ganz ungebeten kann er in unser Leben einbrechen und stellt es auf den Kopf. Zum Beispiel indem jemand einen Anruf bekommt vom Wahlausschuss der Paulusgemeinde und gefragt wird, ob er nicht vielleicht für den Kirchenvorstand kandidieren will. Das kann vieles im Leben dieses Menschen verändern, wenn er sich auf das Abenteuer einlässt, Mitverantwortung für die Kirche zu übernehmen.

Manchmal sind es sogar Begrenzungen oder Zumutungen unseres Daseins, die sich am Ende als Eingriff Gottes in unser Leben herausstellen. Eine Frau erzählte mir von mehreren Schicksalsschlägen und wie sie anfing, mit Gott zu hadern. Bis sie schließlich zur Einsicht kam: Ich hatte nur so in den Tag hinein gelebt. Jetzt erst habe ich Augen dafür, wie kostbar das Leben ist. Mit aller Kraft setzt sie sich für ihr behindertes Enkelkind ein, engagiert sich auf vielfältige Weise und freut sich am Leben.

Paulus schreibt in seinem allerersten Brief auch davon, wie es ist, wenn Gott ins Leben der Menschen einbricht. Er benutzt sogar das Bild vom Einbrecher oder Dieb. Im 1. Thessalonicherbrief – das ist übrigens die älteste Schrift des Neuen Testaments überhaupt – steht der Text zur Predigt (1. Thessalonicher 5, 1-11):

1 Von den Zeiten und Stunden aber, liebe Geschwister, ist es nicht nötig, euch zu schreiben;

2 denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.

3 Wenn sie sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr -, dann wird sie das Verderben schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen.

4 Ihr aber, liebe Geschwister, seid nicht in der Finsternis, dass der Tag wie ein Dieb über euch komme.

5 Denn ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis.

6 So lasst uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein.

7 Denn die schlafen, die schlafen des Nachts, und die betrunken sind, die sind des Nachts betrunken.

8 Wir aber, die wir Kinder des Tages sind, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil.

9 Denn Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, das Heil zu erlangen durch unsern Herrn Jesus Christus,

10 der für uns gestorben ist, damit, ob wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben.

11 Darum ermahnt euch untereinander, und einer erbaue den andern, wie ihr auch tut.

Ja, liebe Gemeinde, wie ein Dieb in der Nacht kommt der „Tag des Herrn“. Dieser Tag – damit meint Paulus den letzten Tag überhaupt, den Tag der Abrechnung, des Jüngsten Gerichts. Er war der felsenfesten Überzeugung, es dauert nicht mehr lange, dann kommt Jesus zurück auf die Erde. Dann würde er die Menschen fragen: Was habt ihr gemacht mit dem, was Gott euch anvertraut hat? Mit euren Begabungen? Mit eurer Fähigkeit zu lieben? Mit eurem Geld? Mit eurer Zeit? Konntet ihr teilen oder habt ihr nur an euch selbst gedacht? Wart ihr barmherzig oder habt ihr auf andere Menschen herabgesehen?

Für Paulus ist es gar keine Frage: Natürlich gibt es Gott, natürlich brauchen wir ihn, und ebenso natürlich braucht er uns – er traut uns viel zu und will uns in Anspruch nehmen.

Aber schon damals gab es Leute, die sagten: Man merkt ja gar nicht, dass es Gott gibt. Er kümmert sich nicht um uns. Am besten ist es, wenn wir uns um unsere eigenen Angelegenheiten kümmern. Vielleicht kommt Jesus ja gar nicht zurück, und mit Gott müssen wir dann in unserem Leben auch nicht rechnen.

Paulus ist realistisch. Er will nicht von den „Zeiten und Stunden“ reden, er rechnet nicht aus, wann die Welt untergeht und Jesus wiederkommt. Wann und wie das sein wird, weiß sowieso niemand, nicht einmal Jesus wusste das, wie er selber gesagt hat.

Aber ganz fest rechnet Paulus damit, dass der „Tag des Herrn“ jeden Tag kommen kann. Und im Grunde sagt er damit: Jeder Tag ist der Tag des Herrn. Nicht irgendwann ist das Jüngste Gericht. Heute findet es statt. Was ich heute tue, ist unendlich wichtig. Was ich heute versäume, kann ich nie wieder so nachholen.

Da könnte man Angst kriegen. Möchten Sie tagtäglich vor Gericht stehen? Nicht wirklich? Paulus doch – weil wir vor diesem Gericht nicht verurteilt werden. Er sagt nämlich an einer anderen Stelle: „Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils.“ Das war das Wort zur Woche, vielleicht erinnern Sie sich, Frau Rübsamen hat es vorhin gelesen.

Spannend finde ich, dass Paulus den Einbruch Gottes in unser Leben auch mit den Wehen einer schwangeren Frau vergleicht. Eine Frau, die kurz vor der Entbindung steht, muss jederzeit mit dem Einsetzen der Wehen rechnen – tut sie es nicht, bringt sie sich und ihr Kind vielleicht in Lebensgefahr. Dabei sind die Wehen selbst zwar schmerzhaft, aber kein Unglück, Frauen sind offenbar stärker als Männer, indem sie stark genug sind, sie auszuhalten. Und vor allem – Wehen sind die Vorboten eines großen Glücks.

Genau so, sagt Paulus, sollten wir als Christen das aktuelle Geschehen des Tages betrachten: Nachrichten über verbrecherische Menschen, Katastrophenmeldungen, persönliche Schicksalsschläge – es geschieht Schreckliches, wir leben in einer oft heillosen Welt. Aber Paulus stellt sich vor, dass die Welt sozusagen in den Wehen liegt, dass die neue Welt Gottes noch geboren werden muss. Und wo wird sie geboren? Wo Menschen trotz eines Schicksalsschlages nicht die Hoffnung verlieren. Wo wir es nicht aufgeben, mit Konfirmanden über Gott zu reden, auch wenn das hin und wieder ganz viele Nerven kostet. Wo wir mit Gott um eine Antwort ringen, warum er uns ungerecht behandelt, und in diesem Ringen selber innerlich reifer werden.

Sorgen machen müssten wir uns nur, wenn wir allzu sorglos in den Tag hineinleben würden. So nach dem Motto: Jeder denkt nur an sich, keiner denkt an mich, also denk ich auch nur an mich. Was soll mir dabei schon passieren? Ich lasse Gott einen guten Mann sein!

Solche Menschen vergleicht Paulus mit Leuten, die betrunken sind. Sie sind nicht klar im Kopf, sie schlafen eigentlich. Für sie ist es immer dunkle Nacht, obwohl sie die Nacht zum Tage machen und von einem Vergnügen zum anderen jagen. Richtig freuen können sie sich nicht, denn da sie immer mehr wollen, im Grunde alles wollen, haben sie nie genug und sind nie zufrieden.

Ganz anders spricht Paulus die Christen in der Gemeinde Thessalonich an: „Ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages! Wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis.“

Kinder des Lichts – was heißt das denn? Erstens: Wir kommen vom Licht her. Von dem, der gesagt hat: Ich bin das Licht der Welt. Als Jesus die Menschen ohne Vertrauen so anschaute, dass sie Vertrauen gewinnen konnten, da erkannten sie ihn ihm das Licht. Als Jesus die Soldaten nicht zu lieben aufhörte, als sie ihn ans Kreuz nagelten, da erkannte mindestens ein römischer Hauptmann: Er ist der Sohn Gottes, das wahre Licht der Welt! Als Jesus von den Toten auferstand, begann sein Licht für immer zu leuchten über unserer von Tod und Trauer heimgesuchten Erde.

Kinder des Lichts, das heißt zweitens: Wir sollen nüchtern sein, die Realität klar wahrnehmen. Nicht die Religion ist Opium des Volks, mit der man sich das Gehirn benebelt, sondern der ungläubige Mensch verliert den Kontakt zur Wirklichkeit, wenn er sich einredet, er könne so sein wie Gott. Wer auf nüchterne Weise glaubt, sieht durchaus, was in der Welt schrecklich ist, und er sieht darüber hinaus, wo es Rettung gibt: durch das Licht der Welt in Jesus Christus, der die Welt überwunden hat und uns in seine Nachfolge hineinruft.

Drittens sind wir deswegen Kinder des Lichts, weil wir uns nicht ständig fürchten müssen. Wir sind nicht der Willkür eines zornigen Gottes ausgeliefert – sondern wir sind Kinder eines Gottes, der unsere Seele heilt.

Natürlich haben wir in der Welt immer wieder Angst, aber wir dürfen getrost sein, Christus hat die Welt überwunden. Selbst wenn wir sterben, sagt Paulus, werden wir zugleich mit ihm leben.

Und so lange wir auf dieser Erde leben, gehört zu unserer Nüchternheit als Kinder des Lichts, dass wir gut ausgestattet sind. Paulus kennt keine Scheu, auch krasse Bilder zu verwenden – er spricht vom „Panzer des Glaubens und der Liebe“, er spricht vom „Helm der Hoffnung auf das Heil“ – er vergleicht also innere Einstellungen mit einer militärischen Rüstung. Er hat es selbst erfahren: als er von römischen Soldaten verhaftet und nach Rom verfrachtet wurde, blieb er innerlich ein freier Mann, ohne Furcht vor Gefängnis und Tod. Sein Glaube war sein Schutz vor der Verzweiflung, seine Liebe bewahrte ihn vor Verbitterung, seine Hoffnung ließ ihn auch dort noch Gottes Weg erkennen, wo es für menschliche Augen keinen Ausweg mehr gab.

Kinder des Lichts sind wir – und die beste Missionspredigt besteht darin, jeden Menschen darauf anzusprechen: Auch du bist ein Kind des Lichts. Auch du bist von Gott geliebt. Tu einfach so, als ob das stimmt. Es wird sich etwas ändern in deinem Leben. Denn Gott braucht dich, Gott traut dir etwas zu – es gibt Lichter, die nur du anzünden kannst, es gibt Menschen, zu denen nur du Zugang findest, es gibt vor allem dein eigenen persönliches Schicksal, das nur du allein tragen kannst. Amen.

Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben. Amen.
Lied 379: Gott wohnt in einem Lichte
Fürbittgebet

In der Stille bringen wir vor Gott, was wir außerdem auf dem Herzen haben:

Gebetsstille

Gott, erhöre uns, wenn wir bitten: Dein Reich komme!

Gemeinsam beten wir mit den Worten Jesu:

Vater unser
Lied 395: Vertraut den neuen Wegen
Abkündigungen

Geht mit Gottes Segen – dort ist unser Ausgang, durch den Gemeindesaal hindurch. Wenn Sie möchten, bleiben Sie auch noch ein wenig zusammen bei unserem Kirchencafé – Tee gibt es allerdings auch.

Der Herr segne euch und er behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch seinen Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

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