Jesus ist bei uns, wenn wir ganz unten sind

Wir sind oft selbst unten. Seelisch oder nervlich fertig, mutlos, enttäuscht. Oder voller Scham, weil wir uns blamiert haben, uns zu viel zugetraut haben. Überspielen wir das? Versuchen wir, so schnell wie möglich, wieder nach oben zu kommen? Oder kennen wir Menschen, die uns auch so akzeptieren, in unserer Schwäche? Jesus will bei uns sein, wenn wir ganz unten sind.

Jesus hängt vornüber gebeugt und verrenkt an einem Gipfelkreuz aus schlichten Pfählen

In Jesus begibt sich der allmächtige Gott auf einen Weg nach ganz unten (Bild: pixabay.com)

#predigtGottesdienst am Palmsonntag, 30. März 1980, um 9.30 Uhr in Heuchelheim, um 10.30 Uhr in Reichelsheim (mit Musikverein in Reichelsheim)
Lied EKG 131, 1-4 (EG 179):

1. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende.

2. Wir loben, preisn, anbeten dich; für deine Ehr wir danken, dass du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz ungemessn ist deine Macht, allzeit geschieht, was du bedacht. Wohl uns solch eines Herren!

3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn des allerhöchsten Vaters, Versöhner derer, die verlorn, du Stiller unsers Haders, Lamm Gottes, heilger Herr und Gott: nimm an die Bitt aus unsrer Not, erbarm dich unser aller.

4. O Heilger Geist, du höchstes Gut, du allerheilsamst’ Tröster: vor Teufels G’walt fortan behüt, die Jesus Christ erlöset durch große Mart’r und bittern Tod; abwend all unsern Jamm’r und Not! Darauf wir uns verlassen.

Eingangsliturgie
Lied EKG 185, 1-3 (EG 283):

1. Herr, der du vormals hast dein Land mit Gnaden angeblicket und des gefangnen Volkes Band gelöst und es erquicket, der du die Sünd und Missetat, die es zuvor begangen hat, hast väterlich verziehen:

2. Willst du, o Vater, uns denn nicht nun einmal wieder laben? Und sollen wir an deinem Licht nicht wieder Freude haben? Ach gieß aus deines Himmels Haus, Herr, deine Güt und Segen aus auf uns und unsre Häuser.

3. Ach dass ich hören sollt das Wort erschallen bald auf Erden, dass Friede sollt an allem Ort, wo Christen wohnen, werden! Ach dass uns doch Gott sagte zu des Krieges Schluss, der Waffen Ruh und alles Unglücks Ende!

Die Gnade unseres Gottes, des gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus, sei mit uns allen! Amen.

Der Predigttext zum heutigen Palmsonntag, zum Beginn der Karwoche, steht im Brief des Paulus an die Philipper 2, 5-11:

5 Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht:

6 Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,

7 sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.

8 Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.

9 Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist,

10 dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,

11 und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Amen.

Liebe Gemeinde!

Wenn ein Gelände unübersichtlich ist, wenn man zwischen verschiedenen Wegen wählen kann, brauchen wir Orientierung. Woran wollen wir uns ausrichten? Wir brauchen Orientierungen, Ziele und Leitbilder. Aber wir leben in einer Gesellschaft, in der es keine eindeutigen, selbstverständlichen Maßstäbe mehr gibt. Statt dessen gibt es eine große Konkurrenz unterschiedlicher Orientierungsangebote. Durch das Fernsehen und durch die Zeitungen sind wir einer verwirrenden Vielfalt von Meinungen und Lebensanschauungen ausgesetzt. Ja schon dadurch, dass die Schule nicht mehr im Dorf ist (ab dem vierten Schuljahr) und dass immer mehr Stadtbürger aufs Land ziehen, haben sich auch hier bei uns viele festgefügte Maßstäbe verändert oder sind zumindest nicht mehr die einzig gültigen. Man denke außerdem an die zum Teil sehr unterschiedliche Weltsicht der verschiedenen Parteien und an die Tatsache, dass inzwischen der Islam die drittstärkste Religionsgemeinschaft in der Bundesrepublik geworden ist. Es gibt nicht mehr unumstrittene Vorbilder und Leitbilder, nicht mehr selbstverständliche Werte und Maßstäbe, an denen sich der junge Mensch einfach auszurichten lernt und nach denen er später als Erwachsener selbst sein Leben ausrichtet. Viele unter den Jugendlichen heute sind der neuen Freiheit nicht gewachsen oder lernen erst langsam, dass zur Freiheit auch Verantwortungsbewusstsein den anderen gegenüber gehört. Auch viele Eltern sind überfordert, da es ja nicht mehr einfach gilt, Überkommenes weiterzugeben in der Erziehung, sondern neue, oft verschlungene Wege in der Beziehung zu den Kindern und Heranwachsenden zu gehen.

Was gilt denn für uns Christen? Welche Orientierung haben wir? Am Palmsonntag denken wir daran, wie eine jubelnde Menschenmenge Jesus begrüßt, als er in Jerusalem einzieht. Ihn wollen wir als den König, rufen sie, er soll uns befreien, er soll uns führen, an ihm wollen wir uns orientieren! Die wenigsten scheinen es zu wissen oder zu ahnen, vielleicht weiß es nur Jesus selbst, dass dieser Einzug in die Hauptstadt nur scheinbar der Weg zu einem strahlenden Sieg Jesu ist. Wir wissen mittlerweile, wohin Jesus dieser Weg geführt hat. Jedes Jahr schicken wir uns am Palmsonntag an, Jesus auf dem Weg in die Passion, ins Leiden, zu begleiten. Er nimmt eine Auseinandersetzung mit seinen Gegnern an, stellt sich ihnen in Jerusalem. Und er weiß auch schon, dass er das nicht tun wird, was manche seiner Anhänger von ihm erwarten: mit göttlichen Wunderkräften seine Feinde zu besiegen, die Herrschaft Gottes aufzurichten mit Gewalt.

Paulus nimmt in dem Text, den wir gehört haben, Stellung zu der Frage: woran können wir uns als Christen orientieren? „Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht“, sagt er, also denkt daran, was für einen Maßstab Jesus gesetzt hat. Paulus sagt der Gemeinde in Philippi: Orientiert euch in dem Alltag, in eurem Zusammenleben an dem, was Christus vorgelebt hat. Und um das zu erläutern, erinnert er sie an ein Lied, das sie gut kennen, an ein Christuslied, das sie im Gottesdienst oft gesungen haben. Er sagt: daran haltet euch! Und dann zitiert er dieses Lied, das wir als Predigttext gehört haben. Es schadet nichts, es noch einmal zu hören:

Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Manchmal hilft es zum Verstehen einer zunächst schwierigen Aussage, wenn man weiß, wogegen sie sich richtet. Dieses alte Christuslied ist als gesungenes Bekenntnis auch ein Protestlied. Es bekennt Christus den Gekreuzigten gegen die herrschende religiöse Orientierung der damaligen Zeit. Gegen ihre Vorstellungen von Freiheit und Erlösung, gegen ihre Sehnsüchte nach Größe, Aufstieg und Erhöhung. Wenn das stimmt: wie sah dann wohl ein Lied auf den Heilsbringer aus, gegen das die Gemeinde protestierte? Ich will einmal versuchen, mir so einen Hymnus auszudenken. Und damit wir gleich merken: das ist keine abgetane, vergangene Sache, sondern eine höchst aktuelle Auseinandersetzung, formuliere ich ihn mit heutigen Worten, so dass er unsere heutigen Wünsche zur Sprache bringt. Vielleicht heißt ein Gegenlied zu Jesus heute so:

Er war immer der Größte!
Er war wirklich göttlich, einsame Klasse.
Nicht wie die anderen.
Er verwirklichte sich selbst.
Er schaffte den Aufstieg, unaufhaltsam, von unten:
Weg aus dem Elend, aus der Enge, aus den Zwängen.
Weg von hier.
Endlich frei sein, sich von niemandem mehr etwas sagen lassen müssen.
Endlich sich alles leisten können, sein Leben richtig auskosten: Er schaffte es.
Ich möchte sein wie er.
Er nimmt mich hinauf, in den Glanz.
Ich bin wer, keine Nummer mehr.
Jeder weiß, wer ich hin, jeder kennt meinen Namen.
Sie sollen mich kennenlernen.
Dann müssen sie alle anerkennen:
Du bist wirklich der Größte!

Sicher, das klingt übertrieben. Aber ist das nicht wirklich weithin unser geheimes Leitbild: groß sein, frei sein, oben sein? Und bewundern oder beneiden wir nicht die, die es geschafft haben?

Wenn da etwas dran ist, dann bedeutet Orientierung an Christus für uns an der Schwelle zur Karwoche eine sehr grundsätzliche Infragestellung. Denn Christus durchkreuzt unseren Aufstiegswillen. Sein Weg, das zeigt unser Text, ist der umgekehrte, der Weg nach unten. Er hat nicht die Freiheit für sich behauptet, sondern die Gemeinschaft mit den Unfreien gelebt. Er hat nicht Fluchthilfe aus den Zwängen geleistet, sondern ist den Weg der Liebe gegangen, bis zur letzten Konsequenz.

Wenn Jesus heute unter uns lebte, würden wir da nicht auch erschrecken, wenn wir sähen, wohin ihn sein Weg führt? Würden wir nicht auch sagen: musste er unbedingt so weit gehen, den Zorn der angesehenen Leute auf sich ziehen, die Obrigkeit so sehr reizen, den religiösen Gefühlen der meisten Menschen so sehr ins Gesicht schlagen? Denn das tat Jesus doch. Er ließ sich lieber von einem verachteten Zolleinnehmer und Betrüger einladen als von einem angesehenen, geehrten Pharisäer. Er versammelte so viele Menschen der unteren Volksschichten um sich, dass die römische Obrigkeit Angst vor einem Aufruhr bekam. Er hielt es für wichtiger, Menschen zu helfen, als bestimmte Sabbatgebote einzuhalten. Er stieß die vor den Kopf, die besonders gut und anständig lebten, weil er meinte, dass die anderen, die Sünder, ihn nötiger brauchten als die, die sich für gerecht hielten.

Auch heute gibt es noch Menschen, die ein ähnliches Schicksal erleiden, wenn sie mit dem Weg Jesu nach unten Ernst machen. Vor kurzem war in den Zeitungen zu lesen, dass zwei südamerikanische Kirchenführer erschossen wurden, weil sie sich für die Gerechtigkeit für die armen Bevölkerungsschichten eingesetzt hatten. Der eine, ein Bischof, hatte sich immer gegen Gewalt ausgesprochen, obwohl er Verständnis dafür hatte, dass immer mehr junge Menschen, die keine Zukunftschancen hatten, ihr Schicksal gewaltsam zum Besseren wenden wollten. Er wurde während der Predigt in seiner Kirche von einer Maschinengewehrsalve getroffen.

So weit weg von uns geschieht das, denken wir, da unten in Südamerika ist eben alles anders. Hier bei uns herrschen Gottseidank friedlichere Zustände. Wir sollten aber nicht vergessen, dass unsere Welt enger zusammengerückt ist. Wir werden innerhalb von Stunden informiert über das, was in anderen Erdteilen geschieht. Es sind die gleichen Großunternehmen, die in unserem Land gute Löhne zahlen, in Südamerika aber von den viel billigeren Arbeitskräften profitieren. Durch den Welthandel sind wir verbunden mit den Ländern, in denen die Ärmsten der Armen wohnen, in denen Menschen verhungern. Und jeder von uns kann sich darüber informieren, dass dieser Handel nach Bedingungen abläuft, die die Reichen bestimmen, und dass trotz der ganzen Entwicklungshilfe die Armen immer noch ärmer werden, die Reichen immer reicher. Können wir denn noch sagen, das alles ginge uns nichts an? Wir schweigen meistens. Uns berührt wenig, wie es den Menschen in anderen Ländern geht. Wir kennen die ja nicht, die ganz unten sind. Wenn wir Jesus als Vorbild nähmen, dürften wir nicht schweigen. Wir müssten uns zusammentun und unsere Hilflosigkeit gegenüber den Elend in der Welt überwinden. Das ist für uns hier in der Bundesrepublik nicht einmal so gefährlich, wie es manchmal für die Christen in der Dritten Welt selbst ist. Uns kostet es andere Dinge: unsere kostbare Zeit, unseren Einsatz, die Überwindung von Vorurteilen, die Überwindung des Gefühls, wir könnten ja gar nichts machen.

„Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht.“ Das erwartet Paulus jedenfalls von uns, und wenn das uns auch unter den heutigen und hiesigen Bedingungen nicht ins Leiden führt, so ist das jedenfalls nicht immer ein bequemes Leben. Da heißt es oft, neu nachzudenken, neue Wege gehen, sich nicht daran stören, dass andere verständnislos mit dem Kopf schütteln, Zeit aufwenden, die man eigentlich gar nicht mehr übrig hätte.

Aber ist das nicht zu viel verlangt? Ist unser Leben nicht schon Mühe, Arbeit, Stress genug?

Wenn wir den Maßstab, den Jesus setzte, so an unser Leben anlegen, verstehen wir ihn vielleicht doch falsch. Denn Jesus wusste ja, in welcher Welt er lebte. Er wusste, dass die, die sich stark fühlten, in Wirklichkeit auch schwach waren, dass die, die meinten, gut zu sein, in Wirklichkeit auch Vergebung brauchten, dass die, die glaubten, oben zu sein, in Wirklichkeit auch unten waren. So ist die Aufforderung: „Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht“ – zunächst einmal eine große Entlastung. Entlastung von dem Druck, um jeden Preis vor den anderen stark zu erscheinen, ja keine Schwäche zu zeigen. Entlastung von der Anstrengung und vom Ehrgeiz, um jeden Preis aufzusteigen. Entlastung von dem Zwang, sich von jeder Schuld selbst reinwaschen zu müssen. Entlastung von der Angst, die anderen könnten auch auf mich einmal mit den Finger zeigen, auch ich selbst könnte einmal zu denen da unten gehören.

Wir sind doch oft auch selbst unten. Seelisch oder nervlich fertig, mutlos, enttäuscht von den anderen. Oder voller Scham, weil wir uns blamiert haben, oder etwas falsch gemacht haben, uns zu viel zugetraut haben. Überspielen wir das? Versuchen wir, so schnell wie möglich, wieder nach oben zu kommen? Oder kennen wir Menschen, die uns auch so akzeptieren, in unserer Schwäche? Die uns nicht auslachen, die Zeit für uns haben, wenn wir uns darüber aussprechen vollen? Jesus will bei uns sein, wenn wir ganz unten sind. Wir sollen so gesinnt sein wie er. Wir sollen Mut bekommen, anderen auch dann nahe zu sein, wenn sie unten sind, ganz gleich, wie sie sich uns gegenüber verhalten haben. Und wir sind wahrscheinlich den anderen gerade dann nahe, wenn wir nicht versuchen, überlegen zu wirken, unangreifbar zu sein, sondern wenn man uns anmerkt, dass Hilflosigkeit und Schwäche auch in uns steckt.

Wenn wir so auf dem Weg Jesu gehen, werden wir dem Frieden näherkommen in unserer Umgebung. Die Jesus begleiteten beim Einzug in Jerusalem, erwarteten, dass er Frieden schafft mit starker Hand. Jesus aber stürzte zwar die Tische der Geldwechsler um, doch ließ er keine Gewalt gegen Menschen zu. Er wird verspottet, gedemütigt, gehenkt werden. Was bedeutet es, wenn wir mit dem Predigtlied um Frieden bitten? Werden wir einmal in der Lage sein, Frieden zu schaffen ohne Waffen?

Wir brauchen Orientierung, wenn es verschiedene Wege gibt. Als Christen finden wir Orientierung bei Jesus. Aber dieser Wegweiser scheint uns, nach allem, was uns gewohnt ist, in die Irre zu führen, denn dieser Weg geht in eine Richtung, die wir uns nicht unbedingt wünschen: nach unten, ins Leiden, in ein unbequemes Leben, in immer neues Nachdenken, in immer neue Anfänge, etwas zu tun. Aber gerade bei Jesus finden wir einen Halt. Denn es ist nicht irgendwer, der diesen Leidensweg gegangen ist, es ist Gott selbst, der uns alle trägt. Wir machen uns etwas vor, wenn wir woanders einen Halt suchen. Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.
Lied EKG 185, 6-7 (EG 283):

6. Die Güt und Treue werden schön einander grüßen müssen; Gerechtigkeit wird einhergehn, und Friede wird sie küssen; die Treue wird mit Lust und Freud auf Erden blühn, Gerechtigkeit wird von dem Himmel schauen.

7. Der Herr wird uns viel Gutes tun, das Land wird Früchte geben, und die in seinem Schoße ruhn, die werden davon leben; Gerechtigkeit wird dennoch stehn und stets in vollem Schwange gehn zur Ehre seines Namens.

Fürbitten, Vaterunser, Abkündigungen und Segen
Lied EKG 188, 1 (EG 289):

1. Nun lob, mein Seel, den Herren, was in mir ist, den Namen sein. Sein Wohltat tut er mehren, vergiss es nicht, o Herze mein. Hat dir dein Sünd vergeben und heilt dein Schwachheit groß, errett’ dein armes Leben, nimmt dich in seinen Schoß, mit reichem Trost beschüttet, verjüngt, dem Adler gleich; der Herr schafft Recht, behütet, die leidn in seinem Reich.

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