Aufbruch ins Ungewisse

Im Konfi-Gottesdienst spielt die Jugendband die Songs „In deiner Hand“ und „Wer du bist“ der nur wenige Jahre nach diesem Auftritt verstorbenen Laura Klinkert. In der Predigt geht’s um Abrahams Aufbruch ins Ungewisse, den Pfarrer Helmut Schütz mit dem Aufbruch ins neue Konfi-Jahr vergleicht und mit der atheistischen Kritik des Buches „Wo bitte geht’s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel“ konfrontiert.

Die Jugendband MoDiMiDo mit Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin Laura Klinkert

Die Jugendband MoDiMiDo mit Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin Laura Klinkert

#predigtKonfi-Taufgottesdienst am Sonntag Reminiscere, den 17. Februar 2008, um 10.00 Uhr in der evangelischen Pauluskirche Gießen
Vorspiel Jugendband MoDiMiDo: „ROCK IM BLUT“

Guten Morgen, liebe Gemeinde!

Ich begrüße alle herzlich im Konfi-Taufgottesdienst der Paulusgemeinde mit dem Thema „Aufbruch ins Ungewisse“. Vor allem heiße ich die beiden Konfirmanden, die getauft werden, und ihre Familien herzlich willkommen!

Besonders freuen wir uns, dass unsere Jugendband mit dem Namen MoDiMiDo im Gottesdienst drei selbst verfasste und komponierte Songs spielt. Als Vorspiel hörten wir schon den Song „Rock im Blut“.

In der Predigt geht es um einen Mann, der die Stimme Gottes hört: Er soll ins Ungewisse aufbrechen, auswandern, eine 2000 Kilometer weite Reise antreten, ohne zu wissen, wo er hinkommen wird.

Sich taufen zu lassen, sich konfirmieren zu lassen, das kann ebenfalls ein Aufbruch ins Ungewisse sein. Wir wissen nicht, was aus unserem Leben wird, was unsere jungen Menschen aus ihrem Leben machen werden, welche Chancen sich ihnen bieten und welche sie wirklich nutzen werden. Wir wissen nicht, wie sich ihr Glaube entwickeln wird; auch wir Erwachsenen können nicht sagen, in welche Bewährungsproben unser Glaube noch geraten wird.

JugendbandAber wenn wir auch ins Ungewisse aufbrechen, müssen wir unseren Weg doch nicht allein gehen.

Lied 209: Ich möcht‘, dass einer mit mir geht
Wir feiern unseren Taufgottesdienst im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

Sich taufen lassen heißt: Ja sagen zum Glauben an Jesus. Getauftsein heißt: zur Gemeinde von Jesus, zur Kirche, gehören. Wer zu Jesus gehört und auf Gott vertraut, muss nicht allein ins Ungewisse gehen. Von Gott begleitet kann ein Christ sein Leben meistern, in allen Lebenslagen auf Jesus hoffen.

Als Konfirmanden habt ihr das Glaubensbekenntnis gelernt. Die meisten haben es schon aufgesagt. Sonntags in der Kirche sprechen wir es, um uns daran zu erinnern, dass wir an einen Gott glauben, der dreifach für uns da ist. Er macht sich viel Arbeit mit uns, er macht uns frei, er kümmert sich um uns, er will, dass wir auf dem richtigen Weg bleiben: der Vater im Himmel, sein Sohn Jesus auf Erden, sein Heiliger Geist in uns selber. Gemeinsam sprechen wir das Glaubensbekenntnis:

Glaubensbekenntnis

Jetzt kommen wir zu unseren beiden Konfirmanden, die noch nicht als Kind getauft worden sind, … und … . Das ist keine Kindertaufe, sondern eine Erwachsenentaufe, zu der ihr selber Ja sagt. Zwei junge Männer taufen wir heute, oder etwas bescheidener ausgedrückt: zwei Jungen auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Beide haben sich ihre Taufsprüche, die in zehn Wochen auch ihre Konfirmationssprüche sein werden, aus dem Römerbrief des Paulus ausgesucht (übersetzt in vereinfachter Sprache).

Lieber …, dein Taufspruch passt sehr gut zu dem Thema dieses Gottesdienstes (Römer 8, 31:

Wenn Gott auf unserer Seite ist, wer kann uns dann noch etwas anhaben?

Ein starker Spruch! Und er stimmt wirklich, du kannst dich wirklich darauf verlassen. Vergiss das nicht: Niemand kann dich umhauen, wenn Gott auf deiner Seite ist.

Aber was, wenn nicht?

Das wird eben nicht passieren. Gott ist immer auf unserer Seite, egal was passiert. Auch wenn Gott uns ins Ungewisse führt, wenn wir schwere Zeiten durchzustehen haben, sogar wenn Gott sauer auf uns ist, lässt er uns nicht allein. Unser Problem kann sein, dass wir das nicht glauben. Oder dass wir gar nicht wissen, was Gott für uns tun könnte.

Ich wünsche dir und auch dir, dass du im Lauf der Zeit merkst, was das heißt: „Wenn Gott auf deiner Seite ist, dann kann dir niemand etwas anhaben.“

Lieber …, dein Taufspruch lautet (Römer 12, 21):

Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch Gutes!

Dieser Spruch ist die beste Gebrauchsanweisung für den Spruch, den … bekommen hat. Wann spüren wir am besten, dass Gott auf unserer Seite ist? Wenn wir keine Verlierer, sondern Gewinner sind! Und in Gottes Augen ist nur der ein Loser, der sich vom Bösen besiegen lässt, der feige genug ist, um auf Schwächeren herumzuhacken und auf Kosten von anderen zu leben. Ein Sieger ist in Gottes Augen der, der so stark ist, dass er Gutes tut und Böses sein lässt. Ein Gewinner tritt mutig für andere ein, sogar wenn er dadurch scheinbar selber zum Verlierer wird.

Jetzt frage ich euch, … und …: Wollt ihr im Namen Gottes, des Vater und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft werden? Dann antwortet: „Ja.“

Taufen

Die Jugendband MoDiMiDo spielt das Lied von Yami:

„In deiner Hand“

Die Jugendband MoDiMiDoAlle Augen schau‘n auf dich.
Du weißt genau,
sie verlassen sich auf dich allein.
Spiel dein Spiel und warte nicht,
bis die Macht der Finsternis
sich gegen dich vereint.
Du musst jetzt durch ein Tal der Tränen.
Das Blut der Freiheit
fließt in deinen Venen.

Refrain: Es ist mehr als ein Spiel,
doch wer morgen gewinnt,
LIEGT IN DEINER HAND!
Ob deine Reise ein gutes Ende nimmt,
LIEGT IN DEINER HAND!
Ob die Zeit, die noch bleibt,
durch deine Finger rinnt,
LIEGT IN DEINER HAND!
Ob deine Träume
auch morgen noch am Leben sind,
LIEGT IN DEINER HAND!

Und alles, was uns bleibt,
ist die Hoffnung,
es ist nie aus und vorbei.
Wie ein nie gehörter Schrei
fegt ein Orkan durchs Sternenmeer
schnell wie ein Pfeil.

Du spürst die Last auf deinem Rücken,
doch du lässt dich nicht unterdrücken.
Du musst alles geben.
Denn es geht nicht nur um dein Leben.

Refrain

Wir hören aus dem 1. Buch Mose – Genesis 12, 15 und 17 einiges von dem, was Gott dem Abraham über seinen Aufbruch ins Ungewisse sagt:

1 Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will.

2 Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.

3 Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

5 Sieh gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? Und sprach zu ihm: So zahlreich sollen deine Nachkommen sein!

4 Siehe, ich habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater vieler Völker werden.

5 Darum sollst du nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Völker.

Lied 311: Abraham, Abraham, verlass dein Land und deinen Stamm!
Gott gebe uns ein Herz für sein Wort und Worte für unser Herz. Amen.

Jugendband und Bild "Abrahams Aufbruch" oben an der WandWir hören den Text zur Predigt aus dem Brief an die Hebräer 11, 8-10:

8 Durch den Glauben wurde Abraham gehorsam, als er berufen wurde, in ein Land zu ziehen, das er erben sollte; und er zog aus und wusste nicht, wo er hinkäme.

9 Durch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen in dem verheißenen Lande wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung.

10 Denn er wartete auf die Stadt, die einen festen Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist.

Liebe Gemeinde mit Erwachsenen und Konfis!

Wir haben Geschichten aus uralter Zeit von Abraham erzählt. Drei Weltreligionen, Juden, Christen und Muslime, sehen ihn als Stammvater ihres Glaubens. Warum ist es so wichtig, dass dieser Abraham auf Gott gehört hat und ins Ungewisse ausgewandert ist?

Kürzlich fiel mir ein atheistisches Kinderbuch in die Hände, das den Titel trägt: „Wo bitte geht’s zu Gott?, fragte das kleine Ferkel.“ In dieser Geschichte sehen Ferkel und Igel ein Plakat mit dem Text: „Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!“, und sie ziehen aus, um Gott zu suchen. Sie finden allerdings nicht Gott, sondern einen jüdischen Rabbi, einen katholischen Bischof und einen islamischen Mufti, die ihnen nur Angst machen. Die Autoren des Bilderbuches ziehen daraus den Schluss: „Wer Gott nicht kennt, dem fehlt nur die Angst.“

Ich denke, wer dieses Buch geschrieben hat, kennt Gott nicht wirklich. Manche wollen es verbieten wegen Antisemitismus und Verunglimpfung von Religionen, aber damit würde man das Buch interessanter machen, als es ist. Mich hat aber interessiert: Wie würden wir die Frage beantworten: „Wo bitte geht‘s zu Gott?“ Und würde uns ohne Gott etwas fehlen?

Vielleicht kennen Sie Bert Brechts Geschichten vom Herrn Keuner. Eine davon handelt von Gott:

Einer fragte Herrn K., ob es einen Gott gäbe. Herr K. sagte: „Ich rate dir, nachzudenken, ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde. Würde es sich nicht ändern, dann könnten wir die Frage fallenlassen. Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch so behilflich sein, dass ich dir sage, du hast dich schon entschieden: Du brauchst einen Gott.“

Brauchen wir Gott? Eltern, die ihre Kinder taufen lassen, scheinen davon überzeugt zu sein: Es ist gut, wenn Kinder in Kontakt mit Gott kommen, wenn sie zu seiner Kirche gehören. Ihr beiden, die ihr euch heute habt taufen lassen, habt dazu bewusst Ja gesagt. Ihr wollt zur Kirche gehören und mit den anderen Konfis in zehn Wochen konfirmiert werden. Aber wenn ich euch jetzt fragen würde: Warum genau wollt ihr das? Warum genau meint ihr Gott für euer Leben zu brauchen? Keine Angst, ich mach euch nicht diesen Stress. Es wäre gar nicht so leicht, das zu beantworten. Auch für uns Erwachsene nicht.

Jetzt schauen wir uns noch mal den Abraham an, von dem wir in mehreren Bibeltexten etwas gehört haben.

Der zieht weg aus seiner Heimat, nicht weil er vertrieben wurde, auch nicht, weil er Gott suchen wollte. Nein, da, wo er lebte, im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, da wo später die Assyrer und Babylonier und Perser herrschen und noch viel viel später die Länder Irak und Iran entstehen, da gab es zur Zeit Abrahams wahrlich genug Götter. Die Könige dieser Gegend bauten sogar riesige Tempeltürme für die Götter, um ihren Völkern zu zeigen, wie mächtig die Götter waren und dass es keine Chance gab, sich gegen sie und die von ihnen eingesetzten Könige aufzulehnen.

In einer niederländischen Kinderbibel las ich diese kleine Geschichte über Abraham:

Karel Eykman und Bert Bouman: Abrahams Aufbruch ins Ungewisse.

Abraham kann tatsächlich einer gewesen sein, der mit magischem Kram nichts am Hut hat, der sich über Götter lustig macht, die um ihre Macht kämpfen. Im Grunde so etwas wie ein Atheist: Er glaubt nicht an Götter.

In der Bibel steht noch nicht einmal, dass Abraham Gott sucht. Das Verrückte ist: Es ist genau umgekehrt. Gott sucht Abraham. Der einzig lebendige Gott glaubt an Abraham und spricht ihn an: „Abraham! Abraham!“ Abraham muss Gott gar nicht suchen. Wenn er seine Ohren nicht zumacht, wenn er nicht weghört, dann hat er Gott schon gefunden, besser gesagt, dann hat Abraham sich von Gott finden lassen. Braucht Abraham diesen Gott? Ich weiß es nicht. Danach fragt er nicht. Er hört auf ihn und packt die Koffer. Seine Frau geht mit, weil sie eben seine Frau ist, vielleicht auch, weil sie ihn liebt. Und sein Neffe Lot ist neugierig auf ein Abenteuer. Eine wahrhaft ungewisse Reise beginnt.

Die Reise war ein wenig weiter als der Weg, den ich am Donnerstag mit einigen Konfis von der Weststadt zu Fuß in die Nordstadt gegangen bin. Erst tausend Kilometer von Ur über Babylon bis nach Haran. Dann noch einmal viele Hundert Kilometer bis in das Land Kanaan, wo später das Volk Israel wohnen würde. Und selbst hier blieb Abraham nicht die ganze Zeit. Die Reise führte ihn bis nach Ägypten; da hatte er dann insgesamt 2000 km hinter sich gebracht. Und das Ganze ohne moderne Verkehrsmittel, ohne Auto, Eisenbahn oder Flugzeug.

Warum tut ein Mensch sich so etwas an? „Durch den Glauben“, heißt es im Hebräerbrief. Durch ein festes Vertrauen. Abraham glaubte einfach dem Versprechen Gottes: Ich habe mit dir etwas Besonderes vor. Hier hast du keine Zukunft. Hör auf mich, wandere aus, vertrau mir. Du wirst Nachkommen haben, so viele wie die Sterne am Himmel. Sie werden ein Land geschenkt bekommen. Sie werden ein besonderes Volk sein. Abraham glaubte das und zog einfach los.

Lied 584: Meine engen Grenzen

Liebe Konfis, was hat nun dieser Abraham mit euch zu tun? Ein bisschen seid ihr vielleicht wie dieser Lot, wie der Neffe von Abraham. Da lässt euch jemand taufen, da schickt euch jemand in den Konfi-Unterricht, ihr hofft auf eine schöne Konfirmation und auf Geschenke und irgendwie gehört die Sache mit Gott einfach dazu, wenn man erwachsen wird. Was aus dem wird, was ihr hier in der Kirche und im Unterricht hört, das wissen wir nicht. Tatsache ist: Ihr geht einen Weg mit Gott durch euer Leben. Ihr müsst Gott nicht suchen, um ihn zu finden. Er sucht euch schon lange, ist bei euch, und wenn ihr aufmerksam seid, dann wisst ihr, was er euch sagen will, auch wenn ihr seine Stimme nicht so hört wie Abraham. Er sagt euch ganz persönlich: Du bist ein wertvoller Mensch, ganz egal, was andere sagen. Ich zähle auf dich. Du sollst diese Welt ein bisschen friedlicher, ein bisschen freundlicher machen.

Ob ihr sonst etwas davon habt, wenn ihr an Gott glaubt – das weiß ich nicht. Das könnt nur ihr selber herausfinden. Der Abraham hat in seinem Leben nicht viel von dem erfahren, worauf er gewartet hat. Der Hebräerbrief sagt: Auf eine feste Stadt, die einen festen Grund hat, hat er gewartet. Feste Stadt heißt: in Sicherheit leben. Fester Grund heißt: da stehen Häuser nicht auf Sand. Feste Stadt mit festen Häusern auf festem Grund, damit meint die Bibel eine Welt, in der man im Frieden wohnen kann, in der es sich zu leben lohnt, in der Menschen nicht beraubt und umgebracht, nicht belogen und betrogen werden, in der keiner ein Kind vernachlässigt, misshandelt oder missbraucht. Aber was war mit Abraham? Er lebte sein Leben lang in Zelten. Er war ein Nomade. Er musste immer befürchten, dass ein Wüstensturm sein Zelt wegweht. Ihr Konfis habt im Bibelmuseum in Frankfurt etwas davon mitbekommen, wie das ist, immer im Zelt zu leben. Wie anstrengend es da ist, ein bisschen Mehl zu mahlen, Wasser im Ziegenschlauch vom Brunnen ins Zelt zu schleppen, sich vor Räubern zu schützen, die einen überfallen wollen. Trotzdem hat Abraham nicht aufgehört zu warten. Er gab sein Gottvertrauen nicht auf.

Wir leben zwar in einer Stadt, sogar in festen Häusern. Aber noch immer ist es in unserer Welt nicht überall gerecht und friedlich. Auf eine wirklich von allen Menschen im Frieden bewohnbare Welt müssen auch wir noch warten. Von Abraham dürfen wir lernen: Das lohnt sich. Denn die feste Stadt, die einen festen Grund hat, auf die wir warten, hat einen Baumeister, der auch der Schöpfer genannt wird. Er baut die Stadt durch uns. Mag sein, dass wir Gott brauchen, mag sein, dass wir meinen, wir brauchen Gott nicht. Aber Gott braucht uns. Wenn wir nicht auf Gott hören, ist die Welt an der Stelle, an der wir leben, nicht die sehr gute Schöpfung, die Gott im Sinn gehabt hat.

Hört auf Gottes Stimme, der zu euch sagt: „Ich kenne dich. Ich habe dich geschaffen. Du hast einen Wert, den dir niemand nehmen kann. Du bist kostbarer als du denkst. Vergeude nicht deine Lebenszeit. Wirf dein Leben nicht weg. Du darfst gut für dich sorgen. Du darfst dich mögen und lieben, wie du bist. Du hast es nicht nötig, andere herunterzumachen und ihnen zu schaden. Du kannst um Hilfe bitten und anderen helfen. So bist du für diese Welt ein Segen.“ Amen.

Der Gott Abrahams und Saras begleite euch mit seinem Frieden. Amen.

Wir hören jetzt einen weiteren Song von der Jugendband MoDiMiDo, ebenfalls getextet, komponiert und gesungen von Laura Klinkert:

Wer du bist

Jugendband MoDiMiDo mit Sängerin Laura KlinkertDu warst schon immer jemand ganz Spezielles
Etwas eigen in sich – das ist doch jeder
Du erwartest von dir etwas Originelles
Und zweifelst täglich an dir selber

Du denkst, niemand liebt dich,
niemand sieht dich
Niemand weiß,
was du wirklich fühlst
Du denkst, keiner glaubt dir,
keiner vertraut dir
Und keiner kennt das,
was du in dir spürst

Schlagzeuger der JugendbandRefrain:
Nicht nur der Wind weiß wirklich,
wer du bist
Es bläst ein Sturm,
wenn du in deinen Träumen versinkst
Dieser Strom, den du niemals vergisst
Erinnert dich daran,
dass du nie alleine schwimmst
Lass dich ziehen, lass dich treiben,
lass dich reißen, lass dich gehen
Lass dich viele Schritte schreiten
und nie untergehn

Nur ein geflügeltes Wort
kann die Zweifel zerbrechen
Die Melodie im Wind – hast du sie gehört?
Der Flügelschlag des Schmetterlings
kann so stark sein
Dass er am Ende der Welt
einen Orkan beschwört

Doch du denkst, alles hilft nicht,
alles zerbricht unter dir
Du machst dich selbst schlecht
und das weißt du auch
Du denkst, keiner glaubt dir
und keiner vertraut dir
Und keiner ist da, der auf dich baut

Refrain

Wir werden still und beten.

Guter Gott, wir bitten dich: segne und behüte die beiden Konfirmanden, die wir getauft haben. Lass sie nie vergessen, dass du sie liebst und dass ihr Leben kostbar ist. Wir wünschen ihnen Glück in ihrem Leben und dass sie ihren eigenen Weg im Gottvertrauen gehen. Gott, wir bitten dich auch für alle, die diese Jugendlichen begleiten, vor allem die Eltern und Paten und Geschwister in der Familie, und auch die Freundinnen und Freunde, die ihnen zur Seite stehen.

Wir bitten für die, denen es schwer fällt, zu glauben, denn der Glaube macht stark. Wir bitten, dass unser Glaube uns unterstützt in Situationen, wo wir zweifeln. Außerdem bitten wir für die, denen etwas sehr Schreckliches passiert ist und die dadurch ihren Glauben verloren haben. Sei besonders bei diesen Menschen, lieber Gott, dass sie merken, sie sind nicht allein. Wir hoffen, dass die Gemeinde denen hilft, die den Glauben verloren haben, deshalb stärke uns als Gemeinde, dass wir für sie da sind.

Lieber Gott, wir bitten auch dafür, dass Menschen, die eine wichtige Person in ihrem Leben verloren haben, wieder hoffen und glauben können. Besonders beten wir heute für … . Nimm ihn im Frieden auf in der festen Stadt, die im Himmel auf uns wartet, wenn wir die Städte hier auf Erden verlassen müssen. Und begleite die Angehörigen mit deinem Trost. Amen.

Was wir außerdem auf dem Herzen haben, sagen wir Gott in der Stille:

Gebetsstille und Vater unser
Lied 552: Einer ist unser Leben
Abkündigungen

Im Anschluss gibt‘s im Saal noch Kaffee, Tee, Wasser, Saft und ich glaube auch Plätzchen. Außerdem kann man noch die Ausstellung von Erich Dritsch anschauen: „Wie das Leben so strömt“. Zuvor empfangt Gottes Segen:

Der Herr segne euch und er behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch seinen Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

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