Politik: In dieser Kategorie der Bibelwelt sind Beiträge zusammengefasst, die in einem weiten Sinn mit Politik zu tun haben, insbesondere mit den Themen Gerechtigkeit, Krieg und Frieden und Verantwortung für die Umwelt.

Kaiphas, dem Hohenpriester, gerecht werden

Kaiphas spielt in der christlichen Passionsgeschichte eine wichtige Rolle als der Hohepriester, der Jesus dem römischen Statthalter Pontius Pilatus zur Kreuzigung ausliefert. Adele Reinhartz analysiert, wie sein Charakter durch die Jahrhunderte hindurch als das abstoßende Zerrbild eines Juden dargestellt wurde, weit über die Aussagen der Evangelien hinaus. Ich frage, ob ihm die Auslegung des Johannesevangeliums von Ton Veerkamp gerechter wird.

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Jenseitskosmologie oder Überwindung der Weltordnung?

Besprechung des Buches von Adele Reinhartz „Das Wort in der Welt“ über die kosmologische Erzählung im vierten Evangelium. Die in diesem Buch vertretene Lektüre des Johannesevangeliums entspricht dessen seit dem 2. Jahrhundert üblichen heidenchristlichen, jenseitsorientierten Verständnis. Aber war nicht Johannes fest verwurzelt in den Heiligen Schriften der Juden und verkündete einen Messias Jesus, der durch Solidarität die Römische Weltordnung überwindet?

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Jesu Fleisch kauen – wie beim Gott Dionysos?

Jesus fordert im Johannesevangelium von den ihm Nachfolgenden, sein Fleisch zu kauen und sein Blut zu trinken. Die Exegetin Esther Kobel sieht dazu Parallelen in dionysischen Riten und in verschwörerischen Verbindungen, die mit dem Verzehr von menschlichem Fleisch und Blut besiegelt werden. Allerdings setzt der johanneische Jesus nicht einmal das Abendmahl ein. Worum geht es Johannes als jüdischem Messianisten tatsächlich?

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Johannes – Evangelium einer neuen Schöpfung

Erich Dorns Artikel „Welt oder Schöpfung: KOSMOS – ein Schlüsselbegriff im johanneischen Schrifttum“ nehme ich zum Anlass, um eine Auslegung des Johannesevangeliums in die Diskussion zu bringen, die in Kirche und Hochschule bisher weitgehend unbeachtet geblieben ist, nämlich die jüdisch-messianische Lektüre des biblischen Theologen der Amsterdamer Schule, Ton Veerkamp.

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Jesu Busenfreund: Freundschaft mit Adele Reinhartz

Die kanadische Professorin Adele Reinhartz hat versucht, mit dem impliziten Autor des vierten Evangeliums Freundschaft zu schließen. Hier geht der Busenfreund des Messias (indem ich seine Feder führe) auf ihr Freundschaftangebot ein, indem er darum wirbt, ihn als jüdisch-messianischen Kämpfer für die Befreiung Israels von der römischen Weltordnung ernstzunehmen.

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Solidarität gegen die Weltordnung

Eine politische Lektüre des Johannesevangeliums über Jeschua Messias von ganz Israel. Ton Veerkamp veröffentlichte seine Auslegung ursprünglich unter dem Titel „Der Abschied des Messias“ in der exegetischen Zeitschrift Texte & Kontexte (2006/2007). Hinzugefügt wurden hier seine Übersetzung des Johannesevangeliums aus dem Jahr 2015 und weitere Auszüge aus anderen Heften dieser Zeitschrift.

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Ton Veerkamp: Politische Exegese

Bild: Helmut Schütz

Ton Veerkamp ist auf der Bibelwelt mit seiner Auslegung des Johannesevangeliums unter dem Titel „Solidarität gegen die Weltordnung“ vertreten, außerdem mit dem Beitrag „Gott – nur Stimme“. Weiterhin habe ich hier eine Zusammenfassung seines Buches „Die Welt anders“ veröffentlicht und mich unter dem Titel „Bibelauslegung – politisch UND fromm“ unter anderem auch mit Ton Veerkamps politischer Theologie und Exegese auseinandergesetzt.

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Berufung auf den radikalen Weg der Liebe

Nachdem Frank-Tilo Becher am 28. Oktober 2018 als Direktkandidat der SPD in den Hessischen Landtag gewählt und von seinen Pflichten im kirchlichen Dienst entbunden wurde, gab er in seiner Abschiedspredigt als Dekan des Evangelisches Dekanats Gießen eine spannende Antwort auf die Frage, ob er damit seiner Berufung zum Pfarrer untreu werde oder einer neuen Berufung folge.

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Weihnachtsfreude für Bethlehems Kinder?

Bild: Helmut Schütz

Wie kann Weihnachtsfreude von Bethlehem ausgehen, wenn König Herodes die kleinen Kinder dieser Stadt ermorden lässt? Der Evangelist Matthäus hält der Trostlosigkeit der Mütter Stand, versinkt aber nicht in abgrundtiefer Trauer. Er tut das, indem er Worte des Propheten Jeremia in Erinnerung ruft, die von Rama und den Kindern Rahels erzählen, vor allem von Gottes erstgeborenem Sohn Ephraim.

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