Die Offenbarung des Johannes setzt sich (wie die Evangelien) mit der Situation nach der Katastrophe der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 auseinander. Sie beschreibt den bald erwarteten Sieg des Messias Jesus über die durch das Römische Reich verkörperte Weltordnung. Dann wird das neue Jerusalem zu den Menschen herabsteigen und ein Leben im Einklang mit Gott kann beginnen.

Die Offenbarung des Johannes

Gottesdienste zu Texten aus dem apokalyptischen Buch des Neuen Testaments. Apokalyse heißt wörtlich: Aufdeckung, Enthüllung, Offenarung. Apokalyptische Texte drücken in Zeiten der Bedrängnis die Wahrheit aus, dass über die scheinbar unüberwindlichen grausamen Mächte dieser Welt doch Gott das letzte Wort sprechen wird. Die Offenbarung wurde von einem frühchristlichen Propheten auf der Insel Patmos verfasst, wahrscheinlich während der Christenverfolgung unter Domitian

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Fliehen und wohnen – jubeln und still werden!

Die Landkarte des Geschehens im Sacharja-Buch ist mir im vergangenen Jahr näher gerückt. Das Land des Nordens liegt in der Richtung nach Syrien bis in den Irak; die herrschenden Völker in dieser Gegend wechselten häufig: damals die Assyrer, Babylonier, Perser, Griechen, Römer. Zuletzt die Osmanen, westliche Kolonisatoren, arabische Diktatoren bis hin zu Assad und zum selbst ernannten „Islamischen Staat“.

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Von Hornissen, Bienen und Skorpionen

Laut Vitus B. Dröscher konnte Israel tatsächlich Honig aus Felsen saugen. Der Einsatz von Hornissen war „eine zwar schrecken­verbreitende, aber doch vergleichsweise humane Waffe, wahrhaft würdig einer Armee Gottes.“ Schließlich lehren die Geschichten von Skorpionen in der Bibel, dass die Angst vor dem tödlichen Biss – bei zu wenig Gottvertrauen – eine tödlichere Gefahr sein kann als der Biss selbst.

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„Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer“

Silas, wie ich den Schreiber des Hebräerbriefs heute einmal nennen möchte, hatte dazu aufgerufen, Gottes Gnade nicht zu versäumen und Jesus nicht abzuweisen, wenn er zu uns redet. Und er will, dass wir dankbar leben und Gott ohne Angst, aber mit einem heiligen Respekt, dienen. Mir wird klar, dass Gott ein verzehrendes Feuer ist, eben weil er die Liebe ist.

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Die dritte Weihnachtsgeschichte

Lukas: Maria war gerade 13 Jahre alt. Wie passt das zu der Himmelskönigin, die mit der Sonne bekleidet ist? Johannes: Ich sehe die Wahrheit in der Seele der Menschen. Maria nahm ihr Kind an als ein heiliges Kind, das Gottes Liebe in die Welt bringen sollte. Ist das nicht genug, um sich Maria wie die wunderbarste Königin der Welt vorzustellen?

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Wachsam sein!

Zu jeder Zeit kann Gott auf seine Weise in diese Welt hineinregieren, und zwar genau dann, wenn wir ihn lassen. Wenn wir mit ihm rechnen. Wenn wir uns klarmachen, dass diese Welt und auch wir selbst von einem Gott geschaffen sind, der uns lieb hat, der Großes mit uns vor hat, der unser Glück will. Unser Leben ist kostbar.

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„Und der Tote fing an zu reden…“

Deutungsmöglichkeiten der Erzählung von der Auferweckung des Jünglings zu Nain. Kann der harte Satz „Weine nicht!“ Jesu auch eine Reaktion sein auf ein Selbstmitleid einer Mutter, die ihrem Sohn selbst, ohne es bewusst zu wollen, keinen Raum zum Leben gelassen hat? Jesus gibt ihr den Sohn zurück als einen, der in eigener Sache reden, sein eigenes Leben leben darf.

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Kein Ort wie jeder andere

Am „Tag des Friedhofs“ gehen wir über den Friedhof in dem Bewusstsein, dass dieser Ort uns an den Zusammenhang von Leben und Tod erinnert – nicht, um uns zu ängstigen, sondern zu trösten, nicht um uns in depressive Stimmung zu versetzen, sondern mit Dankbarkeit zu erfüllen. Denn an diesem Ort wird erkennbar, dass das Leben ein unendlich kostbares Geschenk ist.

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