„Was schwach ist, das hat Gott erwählt“

Vor Gott braucht niemand etwas in der Hand zu haben, weil Gott unsere leeren Hände füllt. Vor Gott müssen wir nicht besonder stark, klug, berühmt sein. Wir sind wertvolle Menschen vor Gott, weil er uns liebhat. Es gibt Dinge, die wir von Christus lernen können, die in uns wachsen, wenn wir beginnen, auf ihn zu vertrauen: Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung, Erlösung.

Zwei leere, nach oben geöffnete Hände

Wir stehen mit leeren Händen vor Gott (Foto: pixabay.com)

direkt-predigtAbendmahlsgottesdienst am Sonntag nach Weihnachten, den 2. Januar 1994, um 9.30 Uhr in der Kapelle der Landesnervenklinik Alzey und am 1. Sonntag nach Epiphanias, den 9. Januar 1994, um 9.00 Uhr in Flomborn und um 10.00 Uhr in Ober-Flörsheim

Herzlich willkommen in der Kirche zu Flomborn. Gemeinsam feiern wir einen Gottesdienst am zweiten Sonntag dieses Neuen Jahres, und wir bitten Gott um seinen Segen für dieses Jahr 1994.

Mit dem Lied 45 beginnen wir unsere Feier:
Der du die Zeit in Händen hast, Herr, nimm auch dieses Jahres Last und wandle sie in Segen
Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

Wir beten mit Worten aus Psalm 89:

2 Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich und seine Treue verkünden mit meinem Munde für und für;

3 denn ich sage: Für ewig steht die Gnade fest; du gibst deiner Treue sicheren Grund im Himmel.

10 Du herrschest über das ungestüme Meer, du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben.

12 Himmel und Erde sind dein, du hast gegründet den Erdkreis und was darinnen ist.

13 Nord und Süd hast du geschaffen…

14 Du hast einen gewaltigen Arm, stark ist deine Hand…

15 Gerechtigkeit und Gericht sind deines Thrones Stütze, Gnade und Treue gehen vor dir einher.

16 Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HERR, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln;

17 sie werden über deinen Namen täglich fröhlich sein und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein.

18 Denn du bist der Ruhm ihrer Stärke, und durch deine Gnade wirst du unser Haupt erhöhen.

53 Gelobt sei der HERR ewiglich! Amen! Amen!

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Ein Neues Jahr liegt vor uns. Gott, du legst es uns zu Füßen, wir gehen hinein und tun unsere ersten Schritte. Lass uns nicht allein gehen, begleite uns, und schenke uns auch Menschen, die bei uns sind, wenn wir sie brauchen. Das erbitten wir von dir im Namen Jesu Christi, unseres Herrn. „Amen.“

Wir hören die Lesung aus Jesaja 42, 1-7. Die Christen sahen in diesem Text später den Weg von Jesus Christus vorgezeichnet:

1 Siehe, das ist mein Knecht – ich halte ihn – und mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er wird das Recht unter die Heiden bringen.

2 Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen.

3 Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus.

4 Er selbst wird nicht verlöschen und nicht zerbrechen, bis er auf Erden das Recht aufrichte; und die Inseln warten auf seine Weisung.

5 So spricht Gott, der HERR, der die Himmel schafft und ausbreitet, der die Erde macht und ihr Gewächs, der dem Volk auf ihr den Odem gibt und den Geist denen, die auf ihr gehen:

6 Ich, der HERR, habe dich gerufen in Gerechtigkeit und halte dich bei der Hand und behüte dich und mache dich zum Bund für das Volk, zum Licht der Heiden,

7 dass du die Augen der Blinden öffnen sollst und die Gefangenen aus dem Gefängnis führen und, die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker.

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja! „Halleluja, Halleluja, Halleluja!“

Wir singen aus dem Lied 41 die Strophen 1, 2 und 5:

1) Hilf, Herr, Jesu, lass gelingen, hilf, das neue Jahr geht an; lass es neue Kräfte bringen, dass aufs neu ich wandeln kann. Neues Glück und neues Leben wollest du aus Gnaden geben.

2) Was ich sinne, was ich mache, das gescheh in dir allein; wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, Herr, bei mir sein; geh ich aus, wollst du mich leiten; komm ich heim, so steh zur Seiten.

5) Jesus richte mein Beginnen, Jesus bleibe stets bei mir, Jesus zäume mir die Sinnen, Jesus sei nur mein Begier, Jesus sei mir in Gedanken, Jesus lasse nie mich wanken!

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Liebe Gemeinde!

Um Weihnachten herum und auch am Beginn eines Neuen Jahres werden mehr Briefe verschickt als sonst. Man wünscht sich frohe Weihnachten und ein gesegnetes Neues Jahr, oder man hat nach Weihnachten einfach etwas mehr Zeit als sonst, um lange liegen gebliebene Post zu beantworten.

Auch Paulus hat einen Brief geschrieben. Einen Brief an die christliche Gemeinde in Korinth. Das große Korinth, eine Hafenstadt in Griechenland, eine Stadt mit Armen und Reichen, mit vielen sozialen Problemen und auch einer Menge Spannungen innerhalb der Kirche.

Wie kam es zu diesen Spannungen? Zunächst einmal gab es soziale Unterschiede auch in der Gemeinde. Viele einfache Leute waren zur Gemeinde gestoßen, fühlten sich hier gut aufgehoben in einer Gemeinschaft, die sie nicht als Menschen zweiter Klasse abstempelte, auch Hafenarbeiter und Dirnen werden zur Gemeinde gehört haben. Andererseits gab es in Korinth auch einzelne Gemeindemitglieder der gehobenen Gesellschaftsschichten, die das Evangelium von Jesus Christus ganz anders hörten; für sie bedeutete es die höchste Form der Weisheit, sie dachten: Nun haben wir endlich herausgefunden, worin die wahre Freiheit besteht, sie fühlten sich befreit von aller Angst und Vergänglichkeit und waren froh, eine Weltanschauung gefunden zu haben, die allen fremden Religionen und Philosophien überlegen war. Wenn diese Leute in der Gemeinde mit den einfachen Gemeindegliedern zusammen waren, dann führten nur sie das große Wort. Die anderen blieben still. Oder sie schlossen sich dem an, der am überzeugendsten redete. Und so kam es schon damals zu Spaltungen in der Gemeinde. Schon damals kam die Frage auf: Wer verkündet das Evangelium am besten? Wer hat recht? Wer ist ein Christ, und wer darf sich nicht mehr so nennen? Die einen sagten z. B.: Ich bin von Paulus getauft, darum halte ich mich an das, was er sagt! Die anderen schworen auf Apollos, der hat mehr recht als Paulus. Wieder andere meinten: Petrus hat Jesus noch persönlich gekannt, also muss man nur auf Petrus hören. Das war so ähnlich wie heute mit den Evangelischen und den Katholischen: Die einen berufen sich auf Martin Luther, die anderen hören auf den Papst. Und es ist noch gar nicht so lange her, da sagten manche Eltern zu ihren Kindern: Dass du mir ja kein katholisches Mädchen heimbringst, dass du ja keinen evangelischen Mann heiratest, das gibt nur Probleme! Gottseidank gib es das ja heute kaum noch, wir können mittlerweile wieder gut miteinander auskommen. Aber immer noch gibt es in der christlichen Gemeinde Menschen, die unterschiedlich glauben. Es gibt Leute, die überprüfen ihre Mitchristen: Bist du auch wirklich ein Christ? Und mancher quält sich auch selbst mit der Frage: Bin ich ein Christ? Hat Gott mich wirklich lieb?

Der Brief, den Paulus an die korinthische Gemeinde geschrieben hat, steht in unserer Bibel, und heute ist ein Abschnitt daraus unser Predigttext. Denn der Brief ist auch für uns bestimmt. Er kann auch auf unsere Fragen Antwort geben. Auch wir hier in Flomborn bekommen Post von Paulus. Hören wir 1. Korinther 1, 26-31:

26 Seht doch, liebe [Geschwister], auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen.

27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist;

28 und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist,

29 damit sich kein Mensch vor Gott rühme.

30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung,

31 damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22.23): »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!«

Ja, so antwortet Paulus einer Gemeinde, in der man uneins ist über die Frage: Wer ist wirklich ein Christ? Welche Gruppe der Gemeinde sind die wahren Christen? Dreimal sagt Paulus: „Gott hat erwählt!“ Ja, auf wen fällt Gottes Wahl? Die Korinther sollen sich selber anschauen, sollen ihre eigenen Reihen betrachten, sie sollen auf ihre eigene Berufung sehen, d. h. sie sollen einmal genau wahrnehmen, welche Personen eigentlich offene Ohren gehabt haben, als Gott sie durch die Predigt der Apostel zu sich gerufen hat. Wenn sie das tun, dann werden sie ohne Weiteres feststellen: in der Gemeinde gibt es nicht viele Menschen von hoher Bildung, nicht viele Leute, die in der Politik eine Rolle spielen, nicht viele Stadtbewohner aus einer alteingesessenen vornehmen Familie. Stattdessen finden sich in der Gemeinde viele von denen, die sonst gerade nicht als Aushängeschild einer Vereinigung vorgezeigt werden. Was töricht ist vor der Welt, also alle die, die von anderen für dumm oder minderbegabt gehalten werden. Was schwach ist vor der Welt, also alle die, die sich nicht durchsetzen können, die empfindlich sind, denen aufgrund von Krankheit, Behinderung oder Alter ihr Platz im Leben streitig gemacht wird. Was gering und verachtet ist vor der Welt, Leute ohne Rang und Namen, auch solche, die auf die schiefe Bahn geraten sind, auch völlig gescheiterte Existenzen. Von solchen Menschen gibt es in der Gemeinde von Korinth sehr viele, und Paulus meint das nicht als Herabwürdigung, sondern er betont immer wieder: Nur vor der Welt gelten diese Menschen als dumm, als schwach, als verachtet – Gott hingegen ruft gerade sie in seine Gemeinde. Mit einem Wort: Was nichts ist vor der Welt, was nichts zählt, was keinen Wert hat vor der Welt, gerade das hat Gott erwählt.

An dieser Stelle unterbrechen wir die Predigt und singen das Lied 48 aus dem Liederheft:
Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit

Etwas stört mich bei Paulus immer so ein bisschen, liebe Gemeinde. Er hört sich immer so theoretisch, so gelehrt an. Dabei spricht er doch gerade in unserem Text heute selber von den einfachen Leuten, die von Gott gerufen werden und die auch kommen. Ich habe mir gedacht, um besser zu verstehen, was Paulus meint, sollten wir einfach mal eine Geschichte hören, die Geschichte vom „alten Sebastian“ von Gina Ruck-Pauquèt (Vorlesebuch 2, 315):

Der alte Sebastian

Auch wir singen an dieser Stelle ein nachweihnachtliches Lied – Nr. 62 im Liederheft:

Eine wundersame Zeit, eine Zeit im Winterkleid

Die drei Kinder Pit, Pat und Pet kriegen etwas von dem mit, was Paulus meint: Der alte Stadtstreicher Sebastian ist gering und verachtet vor der Welt. Doch gerade ihn hat Gott besonders lieb. Bei uns in der Klinik machen manche die harte Erfahrung: Wer einmal in Alzey war, der wird schief angeguckt. Und vielen fällt es ohnehin schwer, sich damit abzufinden, krank zu sein, schwächer zu sein, als man sich eingestehen wollte. Hat man nicht den meisten Menschen in unserer Gesellschaft eingetrichtert: Haste was, dann biste was? Nur Leistung zählt! Wenn du nicht mehr schaffen kannst, dann bist du nichts mehr wert? Doch diese Werte zerbrechen wie nichts vor Gott.

Und an dieser Stelle muss Paulus ganz hart werden: Wer sich selbst für weise hält und andere als dumm abstempelt, der stempelt sich selber ab als hartherzig, als ungerecht, er ist ein selbstgerechter Pharisäer. Wer immer nur stark sein will, wer alles im Leben immer unter Kontrolle halten will, wer nie auf fremde Hilfe angewiesen sein will, wer auch von anderen fordert: „Nun reiß dich doch zusammen, lass dich nicht gehen!“ – ja, der muss irgendwann einsehen, dass jede menschliche Stärke begrenzt ist, selbst die eigene. „Was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist“ – eine Wahrheit, die uns wehtut, weil niemand von uns gern schwach ist, eine Wahrheit aber auch, die uns gut tun kann, weil niemand von uns wirklich immer nur stark sein kann. Wahre Stärke besteht vielmehr gerade darin, manchmal auch zu spüren, dass man etwas nicht kann, dass man machtlos ist, dass man etwas loslassen muss, was man nicht selber in der Hand hat. Und so fängt für manchen Rentner wirklich das Leben neu an, obwohl er nicht mehr arbeiten kann: er findet einen anderen Lebenssinn als den, der von der Gesellschaft vorgezeichnet wird – z. B. in kleinen menschlichen Begegnungen, im Wahrnehmen dessen, was Gott uns jeden Tag schenkt, in den kleinen Aufgaben, die Gott für uns bereit hält.

Vor Gott hat niemand etwas in der Hand. Und vor Gott braucht niemand etwas in der Hand zu haben, weil Gott unsere leeren Hände füllt. Vor Gott müssen wir nicht stark, nicht besonders klug, nicht berühmt sein. Wir sind wertvolle Menschen vor Gott allein deswegen, weil er uns liebhat. Wir sind seine Kinder, und gute Eltern stehen zu ihren Kindern, ganz gleich, ob sie gesund oder krank, hochbegabt oder behindert, frech oder brav sind. „Gott erwählt, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist“, denn sonst könnte der Mensch ja denken, er hätte nicht alles von Gott geschenkt bekommen und er könnte stolz sein auf seine eigene Unabhängigkeit und Stärke.

Aber will Gott uns klein halten? Sollen wir geduckt umherlaufen, angepasste, von Gott abhängige, unselbständige Wesen? Nein, Kinder Gottes dürfen aufrecht gehen. „Ihr seid in Christus“, schreibt Paulus; ihr seid Christen, und Christen sind wahrhaft freie Menschen, sie lernen von Jesus Christus, was es bedeutet, das Vertrauen zum himmlischen Vater in sich wachsen zu lassen.

Woran erkennt man denn nun, ob jemand ein Christ ist oder nicht? Jedenfalls nicht daran, ob er nun zufällig evangelisch oder katholisch ist. Auch nicht daran, ob er jeden Sonntag in die Kirche geht oder nicht oder zusätzlich noch in den Bibelkreis oder in eine Gebetsstunde.

Paulus drückt es so aus: „Christus ist uns von Gott gemacht zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung, zur Erlösung“. Es gibt also Dinge, die wir von Christus lernen können, die in uns wachsen, wenn wir beginnen, auf ihn zu vertrauen: Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung, Erlösung.

Wer weise ist in Christus, der sieht nicht auf andere herab, sondern er weiß, was Menschen wirklich brauchen – ich selbst und auch die anderen. Er weiß auch, wann Menschen genug haben, wann sie an Grenzen stoßen, wann man etwas tun muss oder wann man nichts mehr tun kann.

Wer gerecht ist durch Christus, der weiß, dass er nicht besser ist als andere, sondern dass er Gott recht ist, so wie er ist – einfach weil Gott ihn lieb hat.

Aber können wir auch heilig sein? Nicht in dem Sinne, dass wir aus eigenen Kräften uns bei Gott gut anschreiben könnten. Sondern eher in dem Sinn, dass Gott uns jeden Tag neu zutraut, dass wir seinen Willen tun. Er will uns Kraft dazu geben, nicht egoistisch zu handeln, sondern unseren Nächsten zu lieben und dabei doch auch gut für uns selbst zu sorgen. Gott möchte, dass es heil wird in unserem Leben, dass wir aufhören, uns selber oder andere für böse zu halten. Er möchte, dass seine Liebe in unserem Leben immer mehr Raum gewinnt.

Erlösung – die ist da, wenn wir loskommen von allen Versuchen, uns selbst zu erlösen, wenn wir nicht mehr verzweifelt meinen, den Sinn unseres Lebens selber schaffen zu müssen. Gott macht uns los von allem, was uns fesselt – wir brauchen lediglich damit aufhören, dass wir uns für ihn zumachen. Wir dürfen immer wieder neu anfangen, auf ihn zu vertrauen.

Gerade wenn wir meinen, wir seien keine guten Christen, wenn wir meinen, wir hätten vor Gott nichts in der Hand, gerade dann sind wir in Gottes Hand geborgen. Und Christus schenkt uns alles, alles, was wir brauchen: er lässt uns weise sein, wissend über das, womit wir ihm recht sind, nämlich allein dadurch, dass er uns lieb hat. In seiner heiligen Nähe spüren wir, dass wir erlöst sind. Einfach so. Amen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.

Wir singen das Lied 53:

1) Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude; A und O, Anfang und Ende steht da. Gottheit und Menschheit vereinen sich beide; Schöpfer, wie kommst du uns Menschen so nah! Himmel und Erde, erzählets den Heiden: Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden.

2) Jesus ist kommen. Nun springen die Bande, Stricke des Todes, die reißen entzwei. Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden; er, der Sohn Gottes, der machet recht frei, bringet zu Ehren aus Sünde und Schande; Jesus ist kommen. Nun springen die Bande.

7) Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden: Komme, wen dürstet, und trinke, wer will! Holet für euren so giftigen Schaden Gnade aus dieser unendlichen Füll! Hier kann das Herze sich laben und baden. Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden.

8) Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben. Hochgelobt sei der erbarmende Gott, der uns den Ursprung des Segens gegeben; dieser verschlinget Fluch, Jammer und Tod. Selig, die ihm sich beständig ergeben! Jesus ist kommen, die Ursach zum Leben.

Barmherziger Gott, am Anfang eines Jahres rufen wir zu dir, so wie du uns gerufen hast! Wir vertrauen uns dir an, weil du uns leitest als ein guter Vater, weil du uns tröstest als eine gute Mutter. Wir legen alles in deine Hände, alles, was uns beschwert, alles was uns freut. Sei den Verzweifelten nahe, rüttle die Gleichgültigen auf, schenke einen neuen Anfang denen, die am Ende sind! Amen.

Alles, was uns heute bewegt, schließen wir im Gebet Jesu zusammen:

Vater unser

Zum Schluss singen wir aus dem Liederheft das Lied 94:

Von guten Mächten treu und still umgeben

Der Herr segne euch und er behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch seinen Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.