Drei schöne Namen Gottes

„Gott der HERR ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil“.

Jesaja war überzeugt: Gott ist nicht schwach, weil uns die Babylonier in die Verbannung geführt haben. Wo Ausbeutung und Unfrieden im Gottesvolk um sich greifen, bleiben böse Folgen nicht aus. Aber Gott kündigt seinem Volk die Treue nicht auf; er straft es, damit es umkehrt, sich ändert.

Sprühende Wassertropfen aus einem Brunnen

„Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus dem Heilsbrunnen.“

#predigtAbendmahlsgottesdienst zur Goldenen Konfirmation am Sonntag Kantate, 28. April 2013, um 10.00 Uhr in der evangelischen Pauluskirche Gießen

Guten Morgen, liebe Gemeinde!

Am Sonntag Kantate, dem Singesonntag, begrüße ich alle herzlich zur Goldenen Konfirmation, die in unserer evangelischen Pauluskirche Gießen in diesem Jahr zum 5. Mal stattfindet! Im Jahr 1963 sind 23 Mädchen und 22 Jungen von Herrn Pfarrer Konopka eingesegnet worden. Von diesen insgesamt 45 Konfirmierten haben sich zur Feier der Goldenen Konfirmation 6 Personen angemeldet. Zusammen mit Ihnen heißen wir außerdem besonders herzlich Frau Elisabeth Günther willkommen, die vor 70 Jahren in Dutenhofen konfirmiert wurde und heute gemeinsam mit Ihnen ihre Gnadenkonfirmation feiert.

Lied 286, 1-3:

1) Singt, singt dem Herren neue Lieder, er ist’s allein, der Wunder tut. Seht, seine Rechte sieget wieder, sein heilger Arm gibt Kraft und Mut. Wo sind nun alle unsre Leiden? Der Herr schafft Ruh und Sicherheit; er selber offenbart den Heiden sein Recht und seine Herrlichkeit.

2) Der Herr gedenkt an sein Erbarmen, und seine Wahrheit stehet fest; er trägt sein Volk auf seinen Armen und hilft, wenn alles uns verlässt. Bald schaut der ganze Kreis der Erde, wie unsers Gottes Huld erfreut. Gott will, dass sie ein Eden werde; rühm, Erde, Gottes Herrlichkeit!

3) Frohlocket, jauchzet, rühmet alle, erhebet ihn mit Lobgesang! Sein Lob tön im Posaunenschalle, in Psalter- und in Harfenklang! Auf, alle Völker, jauchzt zusammen, Gott macht, dass jeder jauchzen kann; sein Ruhm, sein Lob muss euch entflammen, kommt, betet euren König an!

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. „Amen.“

Wir beten mit Worten aus Psalm 98. Sie stehen im Gesangbuch unter der Nummer 739. Lesen Sie bitte die nach rechts eingerückten Verse, ich lese die linksbündigen Teile:

1 Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder. Er schafft Heil mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm.

2 Der HERR lässt sein Heil kundwerden; vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar.

3 Er gedenkt an seine Gnade und Treue für das Haus Israel, aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.

4 Jauchzet dem HERRN, alle Welt, singet, rühmet und lobet!

5 Lobet den HERRN mit Harfen, mit Harfen und mit Saitenspiel!

6 Mit Trompeten und Posaunen jauchzet vor dem HERRN, dem König!

7 Das Meer brause und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen.

8 Die Ströme sollen frohlocken, und alle Berge seien fröhlich

9 vor dem HERRN; denn er kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker, wie es recht ist.

Kommt, lasst uns anbeten! „Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

Großer Gott, wenn du mit Gerechtigkeit richtest, können wir dann vor dir bestehen? Ja, denn dein Richten ist ein Aufrichten. Dein Gericht ist barmherzig. Du willst zurechtrücken, was in unserem Leben aus dem Takt gekommen ist. Mach uns bereit, dass wir uns einlassen auf deine gnädige Gerechtigkeit, so dass uns deine Liebe anrühren und verwandeln kann. Wir rufen zu dir:

Herr, erbarme dich! „Herr, erbarme dich, Christe, erbarme dich, Herr, erbarm dich über uns!“

Gott, wir loben dich, wir danken dir, wir beten dich an! Wir loben dich, denn du bist nicht nur hoch oben im Himmel, sondern ganz nahe bei uns. Wir danken dir, denn du lässt uns nicht allein, nicht einmal, wenn wir verzweifelt sind. Wir beten dich an, denn du lässt uns nicht herausfallen aus deiner starken Hand.

Lasst uns Gott lobsingen! „Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen. Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade, darum dass nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist gross Fried ohn Unterlass, all Fehd hat nun ein Ende“.

Der Herr sei mit euch „und mit deinem Geist.“

Großer Gott, Vater Jesu Christi, erfülle und stärke uns heute mit deinem Wort. Lass uns verstehen, was du uns sagst. Lass uns durch deinen Heiligen Geist der Liebe unser Leben in Zufriedenheit und Dankbarkeit führen, so dass wir auch für unsere Mitmenschen ein Segen sind. Das erbitten wir von dir im Namen Jesu Christi, unseres Herrn. „Amen.“

Wir hören die Schriftlesung aus dem Brief an die Kolosser 3, 14-17:

14 Über alles zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.

15 Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar.

16 Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.

17 Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Halleluja! „Halleluja, Halleluja, Halleluja!“

Lied 326, 1+5+6:

1) Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der alle Wunder tut, dem Gott, der mein Gemüte mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt. gebt unserm Gott die Ehre!

5) Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre!

6) Wenn Trost und Hilf ermangeln muss, die alle Welt erzeiget, so kommt, so hilft der Überfluss, der Schöpfer selbst, und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre!

Gott gebe uns ein Herz für sein Wort und Worte für unser Herz. Amen.

Wir hören den Predigttext aus dem Propheten Jesaja 12, 1-6:

1 Zu der Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, HERR, dass du bist zornig gewesen über mich und dein Zorn sich gewendet hat und du mich tröstet.

2 Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott der HERR ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil.

3 Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus dem Heilsbrunnen.

4 Und ihr werdet sagen zu der Zeit: Danket dem HERRN, rufet an seinen Namen! Machet kund unter den Völkern sein Tun, verkündiget, wie sein Name so hoch ist!

5 Lobsinget dem HERRN, denn er hat sich herrlich bewiesen. Solches sei kund in allen Landen!

6 Jauchze und rühme, du Tochter Zion; denn der Heilige Israels ist groß bei dir!

Liebe Gemeinde, wie kann man dankbar sein für Zorn?

1 Ich danke dir, HERR, dass du bist zornig gewesen über mich und dein Zorn sich gewendet hat und du mich tröstet.

Kann man dafür danken, dass Gott einem Schicksalsschläge auferlegt, dass er straft? Immerhin wird dieser Satz erst im Nachhinein gesagt. Inzwischen hat sich Gottes Zorn wieder gewendet, Gott ist wieder erkennbar geworden als einer, der tröstet.

Trotzdem bleibt die Frage: Muss Gott Menschen seinen Zorn spüren lassen, bevor er wieder gnädig ist? Ist Gott unberechenbar, so dass wir nie wissen können, woran wir mit ihm sind? Spielen unsere Gefühle in den Augen eines allmächtigen Gottes keine Rolle?

In der Bibel steht: Gott ist weder berechenbar noch unberechenbar. Er ist treu. Er kann mit guten Gründen zornig sein. Und der gleiche Gott kann trösten. Er gibt in seinem Zorn seine Liebe zu uns nicht auf. Allerdings sind wir Gott so wichtig, dass es ihm nicht egal ist, was wir tun. Und es ist kein Zufall, dass wir Gott so oft mit einem guten Vater vergleichen.

Wie ist das denn bei Eltern, wenn ihre Kinder Dinge tun, die gefährlich sind, wenn sie anderen weh tun oder einfach Sachen kaputt machen? Haut ein Mädchen dem kleinen Bruder mit dem Bauklotz auf den Kopf, müssen die Eltern das stoppen. Wenn ein Junge bis in die tiefe Nacht hinein am Computer sitzt oder mit seinem Smartphone auf Facebook unterwegs ist, müssen Eltern ein klares Nein fertig bringen.

Es bleibt aber die Frage: Wie greifen Eltern ein? Müssen sie notfalls auch strafen? Und wie sehen solche Strafen aus? Es ist eine gute Einsicht der modernen Pädagogik, dass Schläge oder gar Prügel als Erziehungsmittel nicht geeignet sind. Auch Druck und Drohungen, die sich auf Gott berufen, dienen nicht dazu, dass ein Kind oder ein Jugendlicher wirklich zu unterscheiden lernt, was gut und böse ist. Sie verängstigen manche Kinder, machen andere rebellisch und führen allenfalls zu einer oberflächlichen Anpassung an das, was die Eltern fordern.

Gute Eltern werden konsequent sein, indem bestimmte Dinge unangenehme Folgen für die Kinder haben. Zu viel Facebook – und das Smartphone wird einkassiert. Wenn kleine Kinder hauen, wird vielleicht die Hand festgehalten, oder das Kind darf das Spiel mit dem anderen Kind nicht weiterspielen. Als unsere Kinder klein waren, hatten wir manchmal einen Klaps auf die Finger für nötig gehalten. Inzwischen denken wir: Es muss möglich sein, Kinder zu erziehen, ohne selber das zu tun, was wir von unseren Kindern nicht wollen. Dazu gehört viel Phantasie, sehr viel Reden mit den Kindern, viel Erklären, hin und wieder auch in erhobener Lautstärke. Kinder müssen Klarheit darüber bekommen, dass Eltern oder Großeltern manche Dinge nicht tolerieren. Wenn Kinder lernen sollen, dass man Ärger und Zorn ausdrücken kann, ohne dass jemand verletzt wird oder alles in Scherben geht, dann müssen Eltern ihnen das auch vorleben. Wenn Kinder ihre Eltern ehren sollen, haben sie ein Recht darauf, selber von den Eltern respektvoll behandelt zu werden.

Ich denke, dass die meisten Kinder wissen: Papa oder Mama haben mich auch dann noch lieb, wenn sie die Bauklötze weggepackt haben, mit denen ich im Wohnzimmer Weitwurf geübt oder den Bruder gehauen habe. Das war auch früher so, als die meisten Eltern gemeint haben, dass ein Klaps auf die Finger oder auf den Po zur rechten Zeit noch keinem Kind geschadet habe. Entscheidend war immer das Vertrauen zwischen Eltern und Kind. Ein Kind muss sich darauf verlassen können: Auch wenn die Eltern mich strafen, hören sie nicht auf, mich liebzuhaben.

So ähnlich ist es auch mit Gott und seinem Zorn. Sein Zorn ist eine besondere Gestalt seiner Liebe. Es bekümmert ihn, wenn wir uns oder anderen Menschen Schaden zufügen. Natürlich ist nicht alles Unglück und nicht jede Krankheit eine Strafe Gottes. Nein, ganz gewiss nicht. Es gibt viel unverschuldetes Leid, das kann auch die rechtschaffensten Menschen treffen. Aber manchmal müssen Menschen auch die bösen Folgen ihres eigenen Verhaltens tragen – oder sie leiden mit unter dem Versagen anderer Menschen.

Der Prophet Jesaja war davon überzeugt: Unser Gott ist nicht etwa schwach, weil uns die Babylonier in die Verbannung geführt haben. Was uns passiert ist, ist ein Denkzettel Gottes. Wo Ausbeutung und Unfrieden im Gottesvolk um sich greifen, bleiben böse Folgen nicht aus. Aber Gott kündigt seinem Volk die Treue nicht auf; er straft es, damit es umkehrt und sich ändert.

Nicht aus Hass also ist Gott auf die Menschen zornig, sondern aus Liebe. Darum kann gerade der zornige Gott auch trösten. Diesen Gott lobt Jesaja in überschwenglichen Worten:

2 Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott der HERR ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil.

Drei schöne Namen gibt der Prophet seinem Gott: Heil, Stärke, Psalm.

Gott ist mein Heil: Von ihm kommt meine Gesundheit. Er lässt meine Wunden heilen. Er hilft, Krankheit auszuhalten. Er schenkt manchmal sogar Freude mitten im Leid.

Gott ist meine Stärke: Wo ich schwach bin, ist immer noch Gott da, wie ein großer Bruder oder wie eine Mutter, die mich vor Gefahren schützt. Ist Gott meine Stärke, dann brauche ich mich selber nicht stärker zu machen, als ich bin. Ich muss mich aber auch nicht kleiner machen. Bei Gott darf ich so sein, wie ich bin.

Schließlich: Gott ist mein Psalm. Gott ist schön wie ein Lied, das uns nicht aus dem Ohr geht. Wo wir fröhliche Loblieder singen, ist Gott mitten unter uns.

Unerschöpflich ist die Liebe, die aus Gott herausströmt wie aus einem Zauberbrunnen, so dass wir bei ihm immer wieder auftanken können, was wir brauchen: Kraft und Freude und neuen Mut.

3 Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus dem Heilsbrunnen.

Jeder Gottesdienst, den wir hier feiern, ist eine Gelegenheit, aus diesem Heilsbrunnen zu schöpfen. Wir haben von Gott viel zu erwarten. Darum ist Gottesdienst ein Dienst, den Gott an uns tut. Wir missverstehen den Gottesdienst, wenn wir meinen, er sei unsere Pflicht Gott gegenüber, die wir widerwillig auf uns nehmen. Auf so etwas legt Gott keinen Wert. Er möchte uns dienen, er möchte, dass wir etwas davon haben, wenn wir ihm hier in der Kirche begegnen.

Da will einer Ruhe finden für seine gequälte Seele. Da ist jemand durcheinander und sucht Orientierung und Halt. Eine andere will getröstet und ermutigt werden. Und es gibt auch die, die gemeinsam mit anderen Menschen einfach singen und beten und etwas Neues von Gott hören wollen. Das alles kann man hier tun und erfahren, gemeinsam mit den andern und auch ganz allein für sich in der Stille der eigenen Gedanken und Gefühle. Und wenn wir spüren, dass Gott wirklich hilft, dass sein Trost wirklich da ist, dass er vielleicht zornig war und uns auf einen guten Weg geführt hat, dann ist hier in der Kirche auch ein Ort, um Gott zu danken. Durch den Propheten Jesaja können wir uns dazu anleiten lassen:

4 Und ihr werdet sagen zu der Zeit: Danket dem HERRN, rufet an seinen Namen! Machet kund unter den Völkern sein Tun, verkündiget, wie sein Name so hoch ist!

5 Lobsinget dem HERRN, denn er hat sich herrlich bewiesen. Solches sei kund in allen Landen!

6 Jauchze und rühme, du Tochter Zion; denn der Heilige Israels ist groß bei dir!

Ja, Gott ist mein Heil. Er steht dafür, dass auch mein Leben heil werden und bleiben kann, selbst wenn ich einmal sterben muss.

Ja, Gott ist meine Stärke. Ich bin nicht unrettbar verloren, wenn ich mir klein und schwach vorkomme.

Ja, Gott ist mein Psalm und mein Lied. Es macht Freude, ihn zu loben, weil er gut zu uns Menschen ist und uns niemals enttäuschen wird. Amen.

Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben. Amen.
Lied 502:

1. Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit! Lob ihn mit Schalle, werteste Christenheit! Er lässt dich freundlich zu sich laden; freue dich, Israel, seiner Gnaden, freue dich, Israel, seiner Gnaden!

2. Der Herr regieret über die ganze Welt; was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt; viel tausend Engel um ihn schweben, Psalter und Harfe ihm Ehre geben, Psalter und Harfe ihm Ehre geben.

3. Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein, zur grünen Weiden stellet euch willig ein; da lässt er uns sein Wort verkünden, machet uns ledig von allen Sünden, machet uns ledig von allen Sünden.

4. Er gibet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise sättigt er allzumal; er schaffet frühn und späten Regen, füllet uns alle mit seinem Segen, füllet uns alle mit seinem Segen.

5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit; sein Lob vermehre, werteste Christenheit! Uns soll hinfort kein Unfall schaden; freue dich, Israel, seiner Gnaden, freue dich, Israel, seiner Gnaden!

Liebe Goldene Konfirmandinnen und Konfirmanden! Bei Ihrer Konfirmation haben Sie mit dem Glaubensbekenntnis Ja gesagt zu Gott, zu Jesus, zur Kirche. Sie haben zu Gott gebetet, dass er Sie im Glauben wirklich „kon-firmiert“, also fest-macht. Seitdem sind Sie unterschiedliche Wege geführt worden, und Sie haben sicher erfahren, dass Glaube in Bewegung bleibt und sich verändert. Nur so kann er tragfähig bleiben für ein ganzes Leben und auch Schicksalsschlägen standhalten. Heute sprechen Sie gemeinsam mit allen Gottesdienstteilnehmern erneut das Glaubensbekenntnis, und zwar als Bitte zu Gott um sein Heil, seine Stärke und seine Liebe:

Glaubensbekenntnis

Nun bitte ich die Goldenen Konfirmanden und die Gnadenkonfirmandin nach vorn zu kommen, ähnlich wie damals bei der Einsegnung, nur dass Sie heute als Gruppe vor den Altar treten. Es tut gut, sich noch einmal des Segens Gottes ganz persönlich zu vergewissern. So spreche ich Ihnen nach 50 bzw. nach 70 Jahren erneut Ihren Konfirmationsspruch zu.

Erneute Einsegnung von sechs Goldkonfirmanden und einer Gnadenkonfirmandin

Wir denken in dieser feierlichen Stunde auch an Ihre Kameradinnen und Kameraden, die nicht hier sind, aus gesundheitlichen oder anderen Gründen. Besonders denken wir an diejenigen, die aus dem Kreis Ihres Konfirmandenjahrgangs bereits verstorben sind.

Gottes Segen sei mit Ihnen in Gesundheit und Krankheit, in Freude und Trauer, im Leben und im Sterben. Gottes Friede erfülle Ihr Herz, regiere Ihre Gedanken und bestimme Ihr Tun. Gottes Angesicht leuchte über Ihnen auf allen Ihren Wegen. Amen.

Herzlichen Glückwunsch zur Goldenen Konfirmation!

Loblied 331, 1+5+11:

1. Großer Gott, wir loben dich; Herr, wir preisen deine Stärke. Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke. Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit.

5. Dich, Gott Vater auf dem Thron, loben Große, loben Kleine, Deinem eingebornen Sohn singt die heilige Gemeinde, und sie ehrt den Heilgen Geist, der uns seinen Trost erweist.

11. Herr, erbarm, erbarme dich. Lass uns deine Güte schauen; deine Treue zeige sich, wie wir fest auf dich vertrauen. Auf dich hoffen wir allein: lass uns nicht verloren sein.

Wir feiern das Abendmahl miteinander, zu dem Sie alle herzlich eingeladen sind.

Barmherziger Gott, du beschenkst uns mit Liebe und ermahnst uns zum Frieden. Vergib uns, wenn wir uns in unseren Sorgen einschließen und zu wenig auf deine Hilfe vertrauen. In der Stille bringen wir vor dich, was wir persönlich als Last auf dem Herzen haben:

Beichtstille

Wollt Ihr Gottes Treue und Vergebung annehmen, so sagt laut oder leise oder auch still im Herzen: Ja!

Auf euer aufrichtiges Bekenntnis spreche ich euch die Vergebung eurer Sünden zu – im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Der Herr sei mit euch. „Und mit deinem Geiste.“

Erhebet eure Herzen! „Wir erheben sie zum Herren.“

Lasset uns Dank sagen dem Herrn, unserem Gott. „Das ist würdig und recht.“

Würdig und recht ist es, Gott ernst zu nehmen als den der groß ist in seiner Güte und Freundlichkeit zu uns Menschen. Würdig und recht ist es, uns selber anzunehmen als Menschen mit aufrechtem Gang, von Gott geliebt und verantwortlich für unser Leben. Zu dir rufen wir und preisen dich, Heiliger Gott:

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. Hosianna in der Höhe. Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosianna in der Höhe.

Vater unser und Abendmahl

Lasst uns beten.

Gott im Himmel, wir danken dir für den Feiertag, den du uns schenkst, für diesen Sonntag, den wir nutzen, um das Konfirmationsjubiläum zu begehen oder um einfach mit dir zusammen Gottesdienst zu feiern. Als Mitglieder der Goldkonfirmandengruppe danken wir für Wiedersehensfreude und für all die wertvollen Erinnerungen, die in uns lebendig sind. Wir alle danken dir für eine gnädige Führung, die wir unser Leben hindurch erfahren durften. Wir danken dir für dein Abendmahl, in dem du uns zeigst, dass deine Liebe zu uns so wirklich ist wie Essen und Trinken. Aber wir denken auch an diejenigen, die es schwer hatten im Leben, an diejenigen, die auf Grund von Krankheit nicht hier sein können, und an diejenigen, die bereits verstorben sind.

Barmherziger Vater, mit Liedern und Gebeten danken wir dir für deine Liebe und deinen Trost, für Bewahrung, wenn wir uns selbst nicht mehr sicher waren; für Geleit, wenn niemand mehr da war, der mit uns ging; für die Kraft, die wir uns selbst nicht geben konnten; für die Freude und Erleichterung, die uns plötzlich erfüllte, wenn wir unser Herz ausschütten konnten; für die Geborgenheit, die wir trotz mancher Bedrängnisse erfuhren.

Auch für die Zukunft bitten wir dich: beschenke uns mit all deinen Gaben. Mach unsere Seele reich vor allem an Liebe. Und wenn andere Menschen in unserer Nähe es nötig haben, dann hilf uns, dass wir sie trösten und ermutigen mit den Gaben, die wir selber bekommen haben. Amen.

Lied 321:

1. Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge tut an uns und allen Enden, der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an unzählig viel zugut bis hierher hat getan.

2. Der ewigreiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort.

3. Lob, Ehr und Preis sei Gott dem Vater und dem Sohne und Gott dem Heilgen Geist im höchsten Himmelsthrone, ihm, dem dreiein’gen Gott, wie es im Anfang war und ist und bleiben wird so jetzt und immerdar.

Abkündigungen

Geht mit Gottes Segen:

Der Herr segne euch und er behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch seinen Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.