Geschichte: In dieser Kategorie der Bibelwelt befindet sich alles, was irgendwie mit dem Thema Geschichte zusammenhängt, sei es die verlorene Heimat meiner Mutter oder die Geschichte der Evangelischen Paulusgemeinde.

Giordano Bruno, der Golem und die Zellbiologie

Anmerkungen zu einem Buch von Nicolas Benzin. Verfügte der Wegbereiter des modernen astronomischen Weltbildes Giordano Bruno (1565-1600) mit seinem Interesse an der okkulten Philosophie der Renaissance und seinen Kontakten zu Girolamo Fracastoro, John Dee und Schülern des Paracelsus bereits über zellbiologische Einsichten, die sich auf die Erwähnung des Golems in Psalm 139 und seine kabbalistische Interpretation stützen konnten?

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Buchbesprechung: „Die Entdeckung der Urmatrix“

Ein über 1000seitiges Werk über Bibel und Kabbala, Alchimie und Hermetik, altägyptische Weisheit und Medizingeschichte versucht den Nachweis zu erbringen, dass es einen Bibelcode gibt, der Jahrtausende alte gentechnologische Erkenntnisse und Verfahren verschlüsselt, mit denen schon bald menschliche Organe geklont und menschliches Leben in erheblichem Ausmaß verlängert werden kann. Nichts davon ist beweisbar – trotzdem hat mich die Lektüre fasziniert!

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Was will die „Hamburger Neue Historische Schule“?

Ist Dr. Ralph Davidson „der vielleicht letzte große Universalgelehrte“, der durch seine „kulturrevolutionären Arbeiten … sehr mutig viele der bis dahin unumstößlichen historischen Wahrheiten in Frage gestellt“ hat (Wilhelm Kaltenstadler)? Er gehört wie Dr. Roman Landau und Hanna Eisler zur „Hamburger Neuen Historischen Schule“, die beweisen will, dass „unsere Bildungstradition eher in einer jüdischen als in einer lateinischen Tradition steht.“

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Die Namen der 12 Apostel und das christliche „Paschen“

Warum tragen die biblischen 12 Apostel (jedenfalls in den deutschen Bibelübersetzungen) deutsche Namen, und warum wurde das christliche Osterfest früher auch „Paschen“ genannt? Roman Landau zieht in seinem Buch „Christentum – die ungeschriebene Tragödie“, Band 4, aus einer kurzschlüssigen Antwort auf diese Fragen weitreichende, aber leider völlig falsche Schlüsse. Ich versuche, weniger kurzschlüssige, dafür aber korrekte Antworten zu geben.

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Ralph Davidson: „Desiderate der Forschung“

Wünschenswerte Forschungsgegenstände der Geschichtswissenschaft will Ralph Davidson zusammenstellen, wie der Titel seines Buches andeutet. Dabei stellt er nicht nur Fragen, sondern entwickelt auch eigene Forschungsansätze, wobei er zum Beispiel die Zahl seiner mittlerweile verfochtenen Hypothesen für Zeit und Ort der Entstehung des Judentums auf fünf erhöht. Seine Argumentation überzeugt mich an vielen Stellen nicht, so dass ich kritisch nachfrage.

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Roman Landau: „Fakten die jeder kennen sollte“

Dr. Roman Landau beansprucht, Fakten bereitzustellen, um aktuelle „Dämlichkeiten und Idiotismen“ besser verstehen zu können. Tatsächlich enthält sein Buch viele Zitate, vorwiegend aus Zeitschriften, die allerdings nur selten ein Faktum wirklich belegen können, sondern hauptsächlich ein Stimmungsbild der pauschalen Abwertung bestimmter Ideologien und ganzer Gruppen von Menschen erzeugen.

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Roman Landau: „Der Aufstieg Europas“

Der Journalist und Historiker Dr. Roman Landau will beweisen, dass das moderne Europa jüdisch-christlichen Impulsen mehr verdankt als Einflüssen der griechisch-römischen Antike. Leider tut er seinem Anliegen keinen Gefallen, indem er häufig fehlerhaft oder abwegig argumentiert (bis hin zu Spekulationen über einen blonden David) und der akademischen Wissenschaft pauschal Fachidiotie und Selbstüberschätzung vorwirft.

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Lucas Brasi: „Die erfundene Antike“

Lukas Brasi versucht nachzuweisen, dass die gesamte griechisch-römische Antike erfunden sei. Bei der Beweisführung unterlaufen ihm aber in der Beurteilung biblischer, theologischer und kirchengeschichtlicher Zusammenhänge derart krasse Fehler, dass sein Buch keineswegs das Zeug hat, ein Standardwerk zum kritischen Quellenstudium zu werden.

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Ralph Davidson: „Der Zivilisationsprozess“

Ralph Davidson versucht nachzuweisen, dass die Zivilisationsgeschichte Europas vom „jüdisch-christlichen Pazifismus“, nicht von der römischen Antike geprägt wurde. Insbesondere geht er von „urchristlichen, kommunitaristischen Gemeinschaften“ des frühen Mittelalters aus, die „auf viele Arten das Land entwickelt“ haben, und behauptet, dass das Deutsche enger mit dem Hebräischen verwandt ist als mit dem Lateinischen. Ich habe an vielen Stellen kritische Fragen.

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Ralph Davidson: „Sprachgeschichte“

Ralph Davidson versucht sprachgeschichtlich zu beweisen, dass die meisten kulturellen Errungenschaften der europäischen Zivilisation von den Juden nach Mitteleuropa gebracht wurden. Leider sind viele seiner Schlussfolgerungen, die ich fachlich beurteilen kann, fehlerhaft. Erfreulich ist, dass er an die fruchtbare Zusammenarbeit des Reformators Paulus Fagius mit dem jüdischen Rabbi und Philologen Elias Levita erinnert – leider eine interreligiöse Ausnahmeerscheinung der Reformationszeit!

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