Lebenslanges Lernen

Ja, ich möchte meinen bisherigen Lebensweg als Kette von Erziehungsmaßnahmen Gottes begreifen. Wobei ich von Gott weniger väterliche Strenge, sondern eher mütterlichen Trost erfahren habe. Leben in der Begleitung durch Gott bedeutet für mich also: Lebenslanges Lernen. Immer wieder im Vertrauen auf Gott von Altbekanntem Abschied nehmen. Sich auf Neues einlassen. Herausforderungen angehen und bewältigen. Manchmal auch an Grenzen stoßen.

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Berufen, Gottes Pfeil zu sein

Ein Schwert ohne Gewalt sollen wir benutzen. Ein Pfeil sollen wir sein, der niemanden tötet. Darum kriegen wir auch Gottes besonderen Schutz: er bedeckt unseren Mund mit dem Schatten seiner Hand, damit wir in der Hitze der Wortgefechte keinen Sonnenbrand kriegen; er verwahrt uns, seine menschlichen Pfeile, in seinem persönlichen Köcher, so dass wir uns keine unnötigen Sorgen machen müssen.

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Gott hat etwas mit uns vor

Gott wählt nicht perfekte Menschen für seine Pläne aus, sondern Menschen wie dich und mich. Als ich jung war, hätte ich auch nicht gedacht, später einmal predigen zu können. Als Schüler hatte ich in meinen Zeugnissen immer stehen: „zu zaghaft“, „mündliche Beteiligung zu gering“. Doch irgendwann wusste ich: Seelsorge und Predigt ist die Aufgabe, die Gott für mich bestimmt hat.

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Königswelle und Windrose

Eine ostfriesische Windmühle als Gleichnis für die christliche Gemeinde. Ohne Königswelle läuft in der Mühle nichts. Wir nennen Jesus unseren König; ohne Jesus wäre in der Kirche alles tot. Jesus überträgt Kraft, die er von Gott gewinnt, auf alle Menschen; Jesus hält die Menschen in der Gemeinde zusammen, macht uns stark zu Taten der Liebe und zum Ertragen unserer Lasten.

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„Dienet der Zeit“

Zeitgemäßheit ist keine Anpassung an den Zeitgeist. „Der Zeit dienen“ heißt: den Menschen in einer bestimmten Zeit dienen. Was brauchen wir? Klärung unserer Glaubens- und Lebensfragen, Stützung und Entscheidungshilfe in einer Krise, Trost in der Trauer? Oder einfach einen Ort, wo man sich trifft – im Tanzkreis, Frauenkreis, Bibelkreis, beim Seniorennachmittag, in Kinder- und Jugendgruppen?

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Abschied von der Klinikseelsorge in Alzey

Die Arbeit hier in der psychiatrischen Klinik hat tatsächlich „abgefärbt“ – und ich bin dankbar dafür. Ich habe gelernt, Menschen zu akzeptieren, vor denen ich früher eine Scheu gehabt hätte. Viele seelisch Kranke gehen normaler mit sich selbst und ihren Gefühlen um als manche sogenannte Gesunde in ihrer hektischen Betriebsamkeit. Unsere Gefühle, unser Aufeinandereingehen sind wichtiger als alles andere.

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Kapitel 13: Sexueller Missbrauch durch kirchliche Amtsträger

Sexueller Missbrauch als Herausforderung an Seelsorge, Kirche und Bibelauslegung. Im dreizehnten Kapitel seines Buches beschäftigt sich Pfarrer Helmut Schütz mit dem Thema, dass es sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche sexuellen Missbrauch durch kirchliche Amtsträger gibt. Dem müssen sich die Verantwortlichen stellen.

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Abwertung – nein danke!

Ich kenne eine Reihe von Alkoholikern, die nicht zur Kirche gehen, weil sie beim Abendmahl nicht bloßgestellt werden möchten, wenn sie den Wein nicht mittrinken. Wäre es nicht schön, wenn jeder Mensch mit seelischen Problemen in der Kirche eine Art Zuflucht finden könnte? Wenn er wüsste: da sind Menschen, die mich akzeptieren, auch mit meiner seelischen Krankheit?

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Menschen, die uns „anbefohlen“ sind

Jeder Führungspersönlichkeit, jeder Elternperson ist eine Herde Gottes „anbefohlen“! Da steckt so etwas wie ein Befehl dahinter. Es geht einfach nicht, keine Lust zu haben, Vater oder Mutter zu sein, weil mein Kind zu sehr nervt. Und als Seelsorger kann ich nicht nur auf die Stationen gehen, wo der Dienst nicht so anstrengend ist.

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