Angefasst von Gott

„Ich kann nicht gut reden“, sagt Mose. Und Gott meint: „Trotzdem bist du der Richtige für meinen Auftrag.“ Das macht mir Mut für unser Konfi-Jahr. Vielleicht finde ich nicht immer die richtigen Worte, die ihr versteht. Trotzdem kommt etwas dabei heraus, wenn wir uns gemeinsam auf die Suche nach Gott machen. Ihr seid von Gott nicht weiter weg als ich.

Gottesdienst um halb 6 in Paulus mit der Einführung der neuen Konfirmanden am Sonntag Rogate, den 16. Mai 2004, um 17.30 Uhr in der evangelischen Pauluskirche Gießen

Guten Morgen, liebe Gemeinde!

Im Namen des „Teams halb 6“ begrüße ich alle herzlich im Gottesdienst zum Thema „Angefasst von Gott“. Besonders herzlich begrüße ich die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden in der Pauluskirche, die sich am Beginn des neuen Jahrgangs der Gemeinde vorstellen.

Außerdem freue ich mich, dass wir heute sieben Mitglieder in unserem neuen Konfi-Team offiziell mit ihrem ehrenamtlichen Dienst beauftragen können.

Die Musik kommt heute nicht von der Orgel, sondern von einer vierköpfigen Band, die Gitarre, Keyboard, Klavier, Schlagzeug und Trompete spielt.

Nun konzentrieren uns auf den, der uns hier begegnen will, der uns anfassen will, auf Gott, den Vater, auf Jesus Christus, seinen Sohn, und auf den Geist seiner Liebe.

Am Anfang betrachten wir ein Bild: Die berühmte „Erschaffung Adams“ von Michelangelo.

Michelangelo: Die Erschaffung des Menschen

Michelangelo: Die Erschaffung des Menschen (Bild: pixabay.com)

Wer fasst hier wen an? Wer will hier wen berühren?

Können wir Menschen Gott zu fassen bekommen? Erreichen wir ihn mit unseren Fingerspitzen, vielleicht mit viel Fingerspitzengefühl?

Oder will er uns anreden, anrühren, auf die Pelle rücken?

Im 2. Buch Mose – Exodus 3 wird erzählt, wie es Mose ganz unerwartet mit Gott zu tun bekommt. Mose hütet die Schafe seines Schwiegervaters, er treibt die Tiere am Berg Horeb vorbei, er denkt an gar nichts Aufregendes. Auf einmal fühlt er sich regelrecht angefasst von Gott:

2 Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde.

4 Als aber der HERR sah, dass er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich.

5 Gott sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!

6 Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.

7 Und der HERR sprach: Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen und ihr Geschrei über ihre Bedränger gehört; ich habe ihre Leiden erkannt.

10 So geh nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst.

Wir singen das Lied auf dem Liedblatt: „Als Israel in Ägypten war“. Den Kehrvers singen wir immer zwei Mal hintereinander.

1. Als Israel in Ägypten war: Lass mein Volk doch gehn! In Angst sie lebten Jahr um Jahr: Lass mein Volk doch gehn! Geh nun, Mose, geh nach Ägyptenland, sag dem Pharao: Lass mein Volk doch gehn!

2. Im Feuerbusch hört Mose Gott: Lass mein Volk doch gehn! Ich bin bei dir in Angst und Not: Lass mein Volk doch gehn! Geh nun, Mose, geh nach Ägyptenland, sag dem Pharao: Lass mein Volk doch gehn!

3. Zieh hin mit Frau und Mann und Kind: Lass mein Volk doch gehn! Ins Land, wo Milch und Honig sind: Lass mein Volk doch gehn! Geh nun, Mose, geh nach Ägyptenland, sag dem Pharao: Lass mein Volk doch gehn!

Liebe Konfis, liebe Eltern, liebe Konfi-Begleiter, liebe Gemeinde! So also fängt Gott eine Geschichte mit den Menschen an – mit einem Aufbruch in die Freiheit, mit einem Ausbruch aus einem Land, das wie ein Gefängnis war. Das Volk Israel bekommt es mit Gott zu tun, weil Gott es nicht mehr aushält. Er hat zu viel Ausbeutung gesehen auf den Baustellen der ägyptischen Paläste und Pyramiden, zu viele Schreie gehört von geprügelten Sklaven.

Aber wie greift Gott ein? Er fährt nicht von einer Wolke herunter auf die Erde. Er tut es, indem er einen Menschen beauftragt. Einen pickt er sich heraus, den Mose. Der fühlt sich innerlich angefasst von Gott. Er sieht diesen merkwürdigen Busch, der brennt lichterloh, aber er verbrennt nicht. Da weiß er: Hier ist heiliger Boden. Heute ist ein besonderer Tag. Hier und heute will Gott mir etwas sagen, mir ganz persönlich. „Geh Mose“, hört er Gottes Stimme, „führe mein Volk in die Freiheit!“

Und euer Konfi-Jahr, wie fängt das an? Ihr bekommt es mit Gott, mit der Kirche zu tun. Will Gott auch euch ganz persönlich etwas sagen? Ist die Konfi-Zeit für euch auch ein Aufbruch in die Freiheit – heraus aus der Kindheit, hinein ins Erwachsensein? Ist es die Chance, euren Kinderglauben zu überprüfen, und zu schauen, was ihr als Jugendliche glauben könnt, und was ihr braucht, um im Erwachsenwerden nicht all zu sehr ins Schleudern zu kommen? „Konfis auf Gottsuche“ steht als Motto über eurem Konfirmandenjahr. Wir machen uns mit euch auf, um Gott zu suchen – und ihr seid frei, das auf eure eigene Art zu tun.

Aber machen wir uns da nichts vor? Wollen Konfis wirklich Gott suchen? Gibt es nicht tausend andere Gründe, um sich konfirmieren zu lassen und Pflichten zu erfüllen, die euch Freizeit kosten? Dienstags Konfi, sonntags Gottesdienst, Regeln beachten, Lernstücke lernen…

Sicher doch. Es ist nicht immer zuerst die Sache mit Gott, für die gerade Jugendliche alles andere liegen lassen würden.

Aber das war damals bei Mose gar nicht anders. Der wollte eigentlich auch viel lieber von Gott in Ruhe gelassen werden.

11 Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten?

12 Er sprach: Ich will mit dir sein.

Mose sagt Nein, und Gott lässt nicht locker. Er geht auf Mose ein. „Ich bin mit dir, ich begleite dich“, sagt er. So wird es auch im Konfi-Jahr sein. Gott ist da. Er geht mit euch, mit uns, auch wenn wir das oft gar nicht merken.

Aber das genügt Mose nicht. Er soll die Leute aus seinem Volk überzeugen, dass sie auf Gott hören, ähnlich wie ein Pfarrer, ein Konfi-Begleiter, mit euch von Gott redet. Und er denkt: Die hören sowieso nicht zu, die glauben mir kein Wort.

13 Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Israeliten komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt! und sie mir sagen werden: „Wie ist sein Name?“, was soll ich ihnen sagen?

14 Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: „Ich werde sein“, der hat mich zu euch gesandt.

15 Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name auf ewig.

Mose stellt uralte Fragen, und zwar mit Recht. Wie sieht Gott aus? Hat Gott einen Namen? Wie isser denn wirklich? Gibt es ihn überhaupt? Wir werden uns in den Konfi-Stunden vor den Sommerferien genau mit diesen Fragen beschäftigen.

Eine komische Antwort bekommt Mose auf seine Frage, wie Gott heißt. Gott sagt nicht: „OK, ich heiße Karl oder Maria oder Isis oder Zeus“. Nein, so einen Namen hat Gott nicht. Ich bin der, der immer da ist, sagt Gott, darum heiße ich: „Ich werde sein“. Ich bin der, der schon eure Mütter und Väter begleitet hat, darum heiße ich „der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs“. Ich bin ein Gott und habe nicht nur einen Namen. Aber unter welchem Namen ihr Zugang zu mir findet, das müsst ihr selber herausfinden.

Lied 625: Wir strecken uns nach dir, in dir wohnt die Lebendigkeit

Mose ist immer noch nicht überzeugt. Er weiß zwar jetzt, was er dem Volk sagen soll. Aber er will es trotzdem nicht tun (2. Buch Mose – Exodus 4):

1 Mose antwortete und sprach: Siehe, sie werden mir nicht glauben und nicht auf mich hören, sondern werden sagen: Der Herr ist dir nicht erschienen.

Mose hat schlicht Angst.

Die Leute aus seinem Volk könnten sagen: „Du bist verrückt. Gott ist dir nicht erschienen. Lass dich lieber mal untersuchen, ob du im Kopf noch gesund bist.“ Und was würde der Pharao sagen, der mächtigste Mann der damaligen Welt, der König des uralten Reiches der Ägypter, wenn er, der kleine unbedeutende Schaf­hirte Mose, zu ihm käme und Forderungen stellte: „Lass die Israeliten frei!“

Im vor uns liegenden Konfi-Jahr kann es auch Sachen geben, die uns Angst machen.

Wie soll man es aushalten, ein Jahr lang mit jemand in einer Konfi-Gruppe zu sein, der einen tierisch nervt? Was ist, wenn einer immer die größte Klappe hat, und andere kommen kaum zu Wort? Wie geht man damit um, wenn man sich verletzt fühlt von dem, was ein anderer sagt?

Ich finde es spannend, wie Gott auf die Angst des Mose eingeht.

2 Der Herr sprach zu ihm: Was hast du da in deiner Hand? Er sprach: Einen Stab.

3 Der Herr sprach: Wirf ihn auf die Erde. Und er warf ihn auf die Erde; da ward er zur Schlange, und Mose floh vor ihr.

4 Aber der Herr sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus und erhasche sie beim Schwanz. Da streckte er seine Hand aus und ergriff sie, und sie ward zum Stab in seiner Hand.

5 Und der Herr sprach: Darum werden sie glauben, dass dir erschienen ist der Herr, der Gott ihrer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs.

Ist das ein simpler Zaubertrick, den Gott dem Mose verrät, um Eindruck bei seinen Zuhörern zu schinden? Ich glaube nicht.

Ich habe hier auch einen Stab, na ja, es ist ein Besenstiel, ihr erinnert euch vielleicht aus eurer ersten Konfi-Stunde. Ich habe behauptet: „Das ist ein … ?“ Im zweiten Spiel war es ein Krokodil und im ersten Spiel eine Schlange, wenn sie den Boden berührte, bevor sie jemand schnappte.

Ein ganz ähnliches Spiel spielt Gott mit Mose.

Als Gott den Mose fragt: „Was hast du da in der Hand?“, da weiß Mose: Er hat einen Stab, ein Zeichen der Stärke und des Mutes. Er mag Angst haben, aber er kann sie überwinden.

Als Gott zu Mose sagt: „Wirf den Stab auf die Erde!“, will er ihm zeigen, was passiert, wenn er die Flinte ins Korn wirft, wenn er den Mut sinken lässt, wenn er einfach aufgibt. Dann wird der Stab zur Schlange, der verlorene Mut wird zur Verzweiflung, die einen verschlingt, in der man untergeht, die Angst wird so übermächtig, dass man nur noch weglaufen kann.

Doch genau in dieser großen Angst verlangt Gott von Mose eine große Überwindung. Er soll die Schlange beim Schwanz packen. Gefährlich ist das und eklig außerdem. Aber er soll sich trauen. Angst wird durch Mut überwunden – und Mut gewinnt man, wenn einem einer Mut macht. Gott traut dem Mose zu, dass er kein Feigling ist. Er sagt nicht: „Du Angsthase!“ Er wirft ihm nicht seine Angst vor. Er traut ihm Mut zu.

Mose packt zu – und die Schlange verwandelt sich wieder in den Stab, seine Angst verwandelt sich in neuen Mut. So kann er seinem Volk gegenübertreten, so kann er die Herausforderung mutig meistern, vor der er am liebsten weggelaufen wäre.

Lied: Manchmal kennen wir Gottes Willen, manchmal kennen wir nichts

Mose findet immer noch Gründe, weshalb er nicht Gottes Auftrag erfüllen kann – mission impossible!

10 Mose aber sprach zu dem Herrn: Ach, mein Herr, ich konnte schon immer nicht gut reden, auch jetzt nicht, seitdem du mit deinem Knecht redest; denn ich hab eine schwere Sprache und eine schwere Zunge.

11 Der Herr sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich’s nicht getan, der Herr?

12 So geh nun hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst.

Ich glaube, Gott fühlt sich langsam genervt von Mose. „Ich kann nicht gut reden“, sagt der. Und Gott meint: „Das weiß ich doch. Ich habe dich doch geschaffen. Und ich weiß, dass gerade du der beste Mann für meinen Auftrag bist.“

Ich finde diese Sätze, die Gott sagt, auch sehr wichtig für unser Konfi-Jahr. Vielleicht finde ich als Pfarrer oder wir als Mitglieder im Konfi-Team nicht immer die richtigen Worte, die ihr versteht. Trotzdem kommt etwas dabei heraus, wenn wir uns gemeinsam auf die Suche nach Gott machen. Ihr spielt dabei die wichtigste Rolle. Ihr seid von Gott nicht weiter weg als ich. Ihr habt alle schon Erfahrungen mit Gott gemacht. Gott hat ja auch euch geschaffen, euch alle mit euren Stärken und euren Schwächen.

Ich hoffe also, dass wir einander mit Respekt begegnen und auch voneinander lernen. Immerhin, dass ihr am Konfi-Unterricht teilnehmen dürft, ist euch so wichtig, dass ihr ein Konfi-Ticket unterschrieben habt. Das gibt euch eine Menge Rechte, ihr übernehmt aber auch Pflichten. Ihr habt sogar gemeinsam mit uns weitere Regeln zusammengestellt, damit wir gut miteinander umgehen.

Wer weiß, wo wir am Ende ankommen? Ich hoffe, dass wir dann nicht auf Stress und Langeweile zurückblicken, sondern uns an vieles gerne erinnern. Bisher jedenfalls hat es mir Spaß gemacht im Unterricht mit euch. Wir haben gespielt und gelacht, geschwiegen und geredet, und wir werden noch vieles andere miteinander tun.

Wie stellen wir euch nun der Gemeinde vor? Im „Team halb 6“, das diesen Gottesdienst vorbereitet hat, haben wir diese Idee gehabt:

Auf diesem Tisch liegen 20 Blätter, auf denen Wörter stehen. Wir finden, es sind schöne Wörter für wertvolle Dinge und Eigenschaften, die in der Kirche – und nicht nur hier – wichtig sind:

Gerechtigkeit
Glaube
Toleranz
Hoffnung
Nächstenliebe
Wahrheit
Freiheit
Ehrlichkeit
Taktgefühl
Hilfsbereitschaft
Ausdauer
Freundschaft
Einsatz
Freude
Spaß
Ruhe
Respekt
Geborgenheit
Konzentration
Fairness

Jeder von euch nimmt sich jetzt nacheinander ein Blatt und hält es vor sich hin und präsentiert auf diese Weise etwas von dem, was im Konfi-Jahr wahr werden kann. Die ersten haben noch viel Auswahl, was ihnen am besten gefällt. Die letzten müssen nehmen, was übrig bleibt…

Lied 360: Die ganze Welt hast du uns überlassen

Wir sind immer noch nicht ganz fertig mit Mose. Einen Satz sagt er doch, der klingt sehr patzig:

13 Mose aber sprach: Mein Herr, sende, wen du senden willst.

14 Da wurde der Herr sehr zornig über Mose und sprach: Weiß ich denn nicht, dass dein Bruder Aaron aus dem Stamm Levi gut reden kann? Und siehe, er wird dir entgegenkommen, und wenn er dich sieht, wird er sich von Herzen freuen.

15 Du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen. Und ich will mit deinem und seinem Munde sein und euch lehren, was ihr tun sollt.

16 Und er soll für dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein, und du sollst für ihn Gott sein.

Drei Dinge finde ich toll an dieser Antwort Gottes.

Erstens: Gott wird zornig, aber dieser Zorn ist gut für Mose. Damit hilft er dem Mose, sich ernsthaft zu fra­gen: Sind meine Einwände wirklich echt – oder sind das alles nur Ausreden?

Zweitens: Gott braucht wirklich den Mose, obwohl er nicht gut reden kann. Sein Bruder Aaron kann besser reden, aber er kann nicht so gut zuhören wie Mose. Darum soll Mose in die Rolle von Gott schlüpfen. So viel traut Gott ihm zu! Er soll für seinen Bruder Gott sein – auf Mose hört Aaron eher als auf Gott selbst.

Drittens: Gott überfordert den Mose nicht. Er stellt ihm den Bruder als Begleiter und Helfer an die Seite.

Genau so geht es mir in diesem Konfi-Jahr. Gott hat mir ein ganzes Team zur Seite gestellt, das mir hilft, den Unterricht gut vorzubereiten und auf euch einzugehen.

Ich bitte jetzt Sie und euch vom Konfi-Team hier vorn zum Altar zu kommen.

Liebe Gemeinde! Ich freue mich, dass wir in diesem Gottesdienst folgende Personen in ihr Amt als Konfi-Begleiter einführen können. Es sind insgesamt vier Jugendliche und vier Erwachsene:

Dennis Horrer
Sandra Nowak
Christopher Sehrt
Kai Sehrt
Heidemarie Fremuth
Annemarie Rübsamen
Christoph von Weyhe

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konfi-Team! Seit vielen Jahren spielt die Konfirmandenarbeit in unserer Gemeinde eine wichtige Rolle. Besonders das Kurs-Modell hatte sich bewährt, als in der Paulusgemeinde mehrere Pfarrer diese Arbeit gemeinsam tragen konnten. In diesem Jahr starten wir ein neues Konfi-Modell, das den Jugendlichen viele Gelegenheiten gibt, eigene Überzeugungen zu entwickeln und der Wirklichkeit Gottes in dieser Welt nachzuspüren. Dieses Modell funktioniert nicht ohne den Einsatz ehrenamtlicher Kräfte, die den Jugendlichen ihre eigenen Überzeugungen von Gott und der Welt durch Zuhören, Fragen, Handeln und Reden zugänglich machen.

Wollen Sie und wollt ihr das für die Konfirmandinnen und Konfirmanden dieses Jahrgangs tun, so geben Sie und gebt zur Antwort: „Ja, mit Gottes Hilfe!“

Die Arbeit im Konfi-Unterricht tun Sie, tut ihr nicht allein, sondern als Teil eines Teams, in dem wir einander unterstützen. Eins dürfen wir wissen: Unsere gemeinsame Arbeit steht unter dem Segen Gottes. Gott wird dafür sorgen, dass Zuhören und Fragen, Handeln und Reden bei den Konfirmandinnen und Konfirmanden Gutes bewirken. Mit diesem Segen Gottes stärken wir Sie und euch jetzt für diese Arbeit:

Es segne und behüte euch Gott, der Allmächtige und der Barmherzige, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist! Amen.

Liebe Gemeinde! Konfirmandenarbeit macht Spaß und ist trotzdem nicht leicht. Diese neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen auch Ihre Unterstützung. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass andere für sie beten. Bitte vergessen Sie das nicht!

So geht nun im Frieden des Herrn! Der Herr ist mit euch! Amen.

Lasst uns nun aufstehen und beten. Wir werden still, vielleicht legen wir die Hände zusammen, damit wir ruhig werden.

Gott, wie nahe du uns bist, spüren wir manchmal im Gebet. Gott, du hörst uns. Gott, du redest zu uns. Kirche, das ist ein Ort, der speziell dafür gebaut wurde, mit dir zu reden, auf dich zu hören.

Gott, hast du uns berührt in diesem Gottesdienst? Mit einem Wort, mit einem Lied, mit einem Bild, mit diesem Raum? Dann ist dein Himmel nicht weit weg von uns und wir danken dir.

Gott, mach es mit uns wie mit Mose: lass nicht locker, fass uns an mit liebevollen Händen, leite uns, stärke uns den Rücken, wisch unsere Tränen ab.

Sei bei uns im Konfi-Jahr. Führe uns in die Freiheit. Behüte und begleite unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden: … . Begleite auch die Konfi-Begleiter, damit sie gut für die Konfis da sein können. Wir beten für …, die wir mit diesem Dienst beauftragt haben.

Was sollen, was können wir dir heute sonst noch sagen, Gott? Alles, was wir auf dem Herzen haben, was uns belastet und was uns Freude macht.

Wir sagen dir, was uns angestrengt und genervt hat in dieser Woche. Tausend Termine und jede Menge Pannen, zu viel Arbeit und zu wenig Schlaf. Lass uns wieder zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen!

Wir sagen dir, was uns aufgebaut hat in dieser Woche: Probleme, die doch noch behoben werden konnten, erfolgreich abgeschlossene Verhandlungen, Gesten der Liebe, freundschaftliche Hilfe und die musikalische Probe für diesen Gottesdienst, die Spaß gemacht hat. Dafür danken wir dir!

Wir sagen dir auch, was uns geschockt hat in dieser Woche. Der Mord an einem jungen Mann, keine 100 m von dieser Kirche entfernt. Der Unfalltod einer jungen Frau, die zur Verwandtschaft von zwei Mitgliedern unseres Konfi-Teams gehörte. Gott, wir begreifen es einfach nicht. Lass die verzweifelten Verwandten und Freunde nicht allein.

Gott, wir breiten alles vor dir aus, was uns beschäftigt. Wir danken dir für das Gute, für Erfolg und Glück und Bewahrung. Wir klagen dir das Böse, das Schreckliche, was wir nicht begreifen. Hilf uns, dass wir nicht verzweifeln. Hilf uns, das Richtige zu tun.

Namentlich schließen wir eine Verstorbene in unsere Fürbitte ein, die bis vor einigen Jahren in der Paulusgemeinde gewohnt hat … . Schenke ihr die ewige Ruhe in deinem Reich und behüte die Angehörigen, die um sie trauern, mit deiner Liebe.

In der Stille bringen wir vor dich, Gott, was wir heute ganz persönlich auf dem Herzen haben:

Gebetsstille und Vater unser

Wir singen das Lied 622 vom Himmel, der nahe ist.

Weißt du, wo der Himmel ist
Abkündigungen

Geht mit Gottes Segen:

Der Herr segne euch und er behüte euch. Er lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch seinen Frieden. „Amen, Amen, Amen!“

The Final Countdown

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