Evangelium heißt Frohe Botschaft. Die vier Bücher, die so heißen, sind verfasst worden, um nach der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 über das Vertrauen auf Jesus angesichts dieser Katastrophe neu nachzudenken. Johannes verfasst sein Evangelium, damit sich die zerstreuten Kinder Israels in eben dieser Diaspora (Zerstreuung) um den Messias Jesus neu zusammenfinden.

Johannes-Blog 3 – neu: Jesu Fußwaschung (Johannes 13,1ff.)

Bild: Helmut Schütz

Im dritten Teil meines Johannes-Blogs beschäftige ich mich mit den Kapiteln 13 bis 21 des Johannesevangeliums, wie ihn Hartwig Thyen und Klaus Wengst in ihren wissenschaftlichen Kommentaren und Ton Veerkamp in seiner befreiungstheologischen Lektüre betrachten. Auch weiterhin bleibt meine Kommentierung der drei Auslegungen des vierten Evangeliums ein Blog, den ich laufend ergänze – Ende offen!

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Johannes – antijüdischer oder jüdisch-messianischer Evangelist?

Seit dem Sommer 2020 beschäftige ich mich intensiv mit dem Johannesevangelium. Hier finden Sie eine Liste meiner Beiträge, die sich um die Frage drehen, ob das vierte Evangelium trotz seiner jüdischen Prägung zutiefst judenfeindlich ist. Ich sehe das anders: Der Evangelist Johannes streitet als Jude mit andersdenkenden Juden darüber, ob Jesus der Messias ist, der Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden herbeiführen […]

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Johannes-Blog 2: „Der verborgene Messias“ (5,1 – 12,50)

Bild: Helmut Schütz

Mit Kapitel 5 des Johannesevangeliums beginnt der zweite Teil meines Johannes-Blogs, in dem ich die wissenschaftlichen Kommentare von Hartwig Thyen und Klaus Wengst mit der befreiungstheologischen Lektüre Ton Veerkamps vergleiche. Auch weiterhin bleibt meine Kommentierung der drei Auslegungen ein Blog, den ich im dritten Teil laufend ergänze – Ende offen!

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Die Mutter Jesu als bittere Anklägerin der christlichen Erlösungsreligion

In Colm Tóibins Roman, „Marias Testament“, verbindet die Mutter Jesu die Trauer um ihren Sohn mit einer harten Anklage gegen diejenigen, die seinen Tod für ihre Zwecke instrumentalisieren. Das Buch fordert dazu heraus, über das Christentum als Erlösungsreligion nachzudenken, es verstört, stellt in Frage, mahnt zur Umkehr.

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Johannes-Blog 1: „Der offenbare Messias“ (1,1 – 4,54)

Bild: Helmut Schütz

An zwei wissenschaftliche Kommentare zum Johannesevangelium traue ich mich heran, um sie durchzuarbeiten und zu prüfen: Sind sie offen für eine befreiungstheologische Lektüre, wie Ton Veerkamp sie vorgelegt hat? Oder muss sich Veerkamps politisch geprägte Auslegung von Hartwig Thyen und Klaus Wengst her in Frage stellen lassen? Meine Kommentar-Kommentierung ist ein Blog in drei Teilen – mit noch offenem Ende!

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„Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt.“

Gedankensplitter zum Frieden Jesu Jesus weigert sich, das, was die „Welt“ gibt, „Frieden“ zu nennen. Aber was ist das für ein Friede, den Jesus uns „lässt“, den er uns „gibt“? Es gibt wohl nicht die eine Antwort auf diese Frage. Jede und jeder muss für sich selbst Antworten suchen, vielleicht auch auf sichere Antworten verzichten. Ich notiere nur einige Gedankensplitter.

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Augenzeuge – der Zeichen des Messias Jesus!

Dr. Günter Reim will auf Grund von Widersprüchen ältere Traditionen im Johannesevangelium nachweisen, durch die der Evangelist auch auf Augenzeugenberichte aus der Zeit Jesu zurückgreifen konnte. Ton Veerkamp dagegen sieht Johannes von der jüdischen Bibel her als Zeugen der befreienden Zeichen des Gottes Israels, die im Leben und Sterben des Messias Jesus sichtbar werden und die versklavende Weltordnung Roms überwinden.

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Wer ist Jesus nach dem Johannesevangelium?

Jesus wird im vierten Evangelium auf sehr unterschiedliche Weise benannt und charakterisiert, als Prophet und König, Wort und Brot, Menschensohn und Sohn Gottes. Sogar mit Gott selbst scheint Jesus sich gleichzusetzen. Günter Reims „Studien zum alttestamentlichen Hintergrund des Johannesevangeliums“ verwende ich, um der Frage nachzugehen, wie eine ganze Reihe dieser Hoheitstitel Jesu zu verstehen sind.

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Ironische Glaubensgewissheit im Johannesevangelium?

Jesu Gesprächspartner im vierten Evangelium reagieren oft mit Missverständnissen auf seine Worte. Liegt das an einer Ironie, mit der Jesus ihr irdisches Denken und ihre Blindheit für seine Herkunft von Gott kritisiert? Dürfen Christen, weil sie ja schon wissen, dass Jesus auferstanden und zum Vater im Himmel aufgefahren ist, ironisch auf Menschen herabblicken, die nicht an Jesus glauben können?

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Welche Nachtigall singt im Johannesevangelium?

Der neuseeländische Theologe Edmund Little versteht die Hochzeit zu Kana und die Speisung der Fünftausend vom Alten Testament her als Anlässe der Einsetzung der Eucharistie mit Wein und Brot, ohne deren Genuss kein Mensch in den Himmel kommen kann. Nach Ton Veerkamp ist Jesus im Johannesevangelium jedoch der Messias, der Israel inmitten der Völker aus der weltweit herrschenden Sklaverei befreit.

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