Tipp für Friedenstifter: „Gebt Raum dem Zorn!“

Weihnachtliche Gedanken über Paulus und seine seltsame Friedensermahnung

Paulus ruft nicht zu einem Tun, sondern zu einem Lassen auf: „Gebt Raum dem Zorn!“ Was davor steht, erwartet er selbstverständlich von Menschen, die geliebt sind. Wozu er diese ermutigen will, an Stelle einer von ihnen selbst verübten Rache, ist keine Selbstverständlichkeit: dass sie dem Zorn Raum geben.

Bild: Clemens Ronnefeldt

„Ein Augenblick, und ihr werdet mich sehen“

Der zweite Augenblick von Johannes 16,16 ist die Überwindung der herrschenden Gewaltordnung durch die gewaltfrei liebende Solidarität des Messias Jesus. Um das begreifen zu können, war für mich die Entschlüsselung von sieben Indizien wichtig, die ich im biblischen Text und in einem Friedensinterview mit Clemens Ronnefeldt vom Internationalen Versöhnungsbund fand.

Bild: Helmut Schütz

Weihnachtsfreude für Bethlehems Kinder?

Wie kann Weihnachtsfreude von Bethlehem ausgehen, wenn König Herodes die kleinen Kinder dieser Stadt ermorden lässt? Der Evangelist Matthäus hält der Trostlosigkeit der Mütter Stand, versinkt aber nicht in abgrundtiefer Trauer. Er tut das, indem er Worte des Propheten Jeremia in Erinnerung ruft, die von Rama und den Kindern Rahels erzählen, vor allem von Gottes erstgeborenem Sohn Ephraim.

„Schwerter zu Pflugscharen!“ Oder umgekehrt?

„Bereitet euch zum heiligen Krieg!“ Wie gehen wir als Christen mit einem solchen Aufruf des Propheten Joel um? „Macht aus euren Pflugscharen Schwerter und aus euren Sicheln Spieße!“ Wie verträgt sich dieser Satz aus Joel 4 mit der bekannten Friedensvision aus Micha 4, in der „Schwerter zu Pflugscharen“ geschmiedet werden und niemand mehr das Kriegshandwerk erlernen wird?

Bild: Matthias Hartmann

Friedensgebet der Religionen

Interreligiöses Friedensgebet am 20. Dezember 2015 im Evangelischen Thomaszentrum Gießen.

Am 4. Adventssonntag, 20. Dezember 2015, lud die Evangelische Thomasgemeinde zum zweiten Mal zu einem Friedensgebet der Religionen ins Thomaszentrum ein. Beteiligt waren katholische und evangelische Christen, Muslime zweier Gemeinden und in besonders großer Anzahl Mitglieder der alevitischen Gemeinde.…

Bild: Familie Treblin/Ebling

Der Friedenskämpfer Pfarrer Heinrich Treblin

Pfarrer i. R. Heinrich Treblin ist mir, nachdem ich ihn 1998 durch die Veröffentlichung meines Aufsatzes „Marie, die reine Magd“ kennenlernte, so etwas wie ein väterlicher Kollege und Freund geworden, dessen Gedanken und Lebenswerk ich sehr schätze. Im gleichen Jahr geboren wie mein Vater, erreichte er im Jahr 2006 das Alter von 95 Jahren. Im Juli 2006 ist er gestorben.…