Warten können

„Immer muss man warten, warten, das will ich nicht.“ Ich hatte den Eindruck, da steckt ein kindlicher Trotz dahinter, vielleicht auch ein Stück Verwöhnung. Man kriegt alles gleich, weil den Eltern die Kraft und auch die Geduld fehlt, übertriebenenen kindlichen Wünschen ein Stück Vernunft entgegenzusetzen – und so lernt man es nie, Geduld zu üben.

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Besuch von ganz oben

Nicht jeder Besuch muss uns willkommen sein. Nicht einmal der Besuch des Lichtes aus der Höhe. Als ich Seelsorger in einer Nervenklinik war, sagte mir ein Patient: „Seien Sie mir nicht böse, dass ich nicht mehr in Ihre Gottesdienste komme. Ich weiß, dass mir die Predigt eigentlich gut tut. Aber ich muss dann jedes Mal heulen; das ist mir peinlich.“

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Was ist eigentlich gut?

„Recht tun“ hat für Micha eine klare soziale Zielsetzung. Gott will, dass niemand um die Früchte seiner Arbeit betrogen wird. „Liebe üben“ ist eine Lebenshaltung, die in einzelnen Taten ausgeübt wird – und vielleicht auch eingeübt werden muss. „Demütig sein im Gehen mit deinem Gott“ heißt, dass wir Gott nachfolgen auf dem Weg zu den Menschen, denen er helfen will.

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