Wettchance 1 zu 99

Jesus bevorzugt die, die sonst keine Chance haben, ruft gerade sie zurück ins Leben. Gott freut sich, wenn ein Mensch Vertrauen fasst, der hart und verbittert war. Gott freut sich, wenn ein Alkoholiker trocken wird und sein Leben in den Griff kriegt. Gott freut sich, wenn ein Mann als Stiefvater für das Kind der Freundin seine Mitverantwortung trägt.

„Gott will nicht den Tod des Sterbenden“

Menschen können äußerlich stark und gesund sein, aber sie leben ohne Rücksicht auf andere Menschen. Solche Menschen sind, bildlich gesprochen, tot – das, was einen Menschen zu einer fühlenden, lebendigen Seele macht, ist in ihnen abgestorben. Wenn diese Menschen im buchstäblichen Sinn sterben, was bleibt ihnen dann? Von ihrer Seele bleibt nichts übrig, wenn sie nur aus Sünde bestanden hat.

Wegwerfmenschen?

Wenn Gott überhaupt Unterschiede macht, dann gerade umgekehrt: Er kümmert sich zuerst um die Verlorenen. Ihm sind die Mühseligen wichtiger als die Sorglosen, die Beladenen wichtiger als die Unbelasteten, die Behinderten wichtiger als die Nicht-Behinderten, die Kranken wichtiger als die Gesunden, die Sünder wichtiger als die Frommen. Nicht weil es bessere Menschen wären, sondern weil sie ihn einfach mehr brauchen.