Abschiedsgruß und Heiliger Kuss

Paulus sagt: „Lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen!“ Zurechtbringen, dieses Wort kann im Griechischen auch bedeuten: „reparieren, flicken“. Lasst Gott zusammenflicken, was in euch kaputt ist. Damit meint Paulus: „Du bist zu mehr im Stande, als du denkst. Gerade wenn du ehrlich zu deiner Angst, deiner Schuld, deiner Schwachheit stehst, wird dir das bisschen Kraft geschenkt werden, das du brauchst.“

Kraft, Liebe, Besonnenheit

Gott sieht unsere Angst und Verzagtheit, unsere Unsicherheit, unsere schwachen Kräfte, sogar unsere Feigheit, und er gibt uns einen neuen Geist, der Verzagtheit überwindet, der uns mutig sein lässt. Denn mutig ist nicht, wer überhaupt keine Angst kennt, sondern der trotz seiner Angst mutig handelt. Das Gegenteil der Feigheit beschreibt der Apostel mit den Worten Kraft, Liebe, Besonnenheit.

Gottes sanfte Behutsamkeit

Was von Gott zu erwarten ist, beschreibt er selbst mit dem Wort „Recht“, nicht mit dem Wort „Liebe“. Menschen sollen nicht von oben herab gnädig mit ein bisschen Nettigkeit abgespeist werden. In Freiheit leben, unter menschen­würdigen Bedingungen arbeiten, satt werden, die Chance haben, liebevolle Beziehungen zu pflegen und Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen, das will Gott für alle Menschen.

Ich glaube an den Gott Israels

Heute geht es um einen fehlenden Teil im Glaubensbekenntnis: um die Rolle, die das Volk Israel und die Bibel der Juden für unseren christlichen Glauben spielen. Denn wir kennen Gott, den Vater und den Schöpfer, nicht nur aus dem Neuen Testament, und es gibt keine Seite im Neuen, die sich nicht in irgendeiner Weise auf das Alte Testament bezieht.