Alte Dame Kirche

„Gnädige Frau, liebe Frau Kirche, wie haben Sie das gemacht, so alt zu werden?“ „Ich?“ fragt sie verwundert, „ich habe gar nichts gemacht.“ „Aber Sie können doch sicher viel erzählen, wie Sie es trotz allem immer noch geschafft haben, bis heute zu überleben.“ „Nein“, sagt sie da und schaut uns etwas streng an, „ich lebe doch, weil der Geist lebt.“

Geschenkter Gaul

Schade, wenn Menschen die Religion als lästige Pflichtübung ansehen. Gott will uns etwas Wertvolles schenken. Nämlich seinen Geist. Er will ganz nahe bei uns sein, ja in uns sein. In unserem Gefühl, unserem Geist, unserem Verhalten. Er will uns ein Herz schenken, das fühlt. Einen Verstand, der weiß, was gut und richtig ist, und einen Willen, der sich danach richtet.

Geistgeschichte

Wo wir zu träge zum Guten sind – der Sturm des Geistes fegt uns unsere Ausreden weg. Wo wir zu stolz auf unseren Charakter sind – wie weggeblasen ist der Hochmut, wenn der Geist darüberweht. Wir müssen uns über uns selber nicht belügen: Durch den Heiligen Geist sind wir von Gott beschenkt und vor Gott verantwortlich für unser Leben.

Freiheitstrainer

Aber wozu brauchen wir diesen Geist, diesen Stellvertreter Jesu, wenn wir doch selbst über uns frei entscheiden sollen? Vielleicht brauchen wir ihn gerade als Trainer für unsere christliche Freiheit – damit aus Freiheit nicht Gleichgültigkeit gegenüber allem wird, nicht Verantwortungslosigkeit, nicht die Langeweile der Unverbindlichkeit und Ziellosigkeit.

Begeistert

Ist der Heilige Geist wirklich nichts zum Greifen? Menschen, die frei geworden sind, Menschen, die sich darum bemühen, andere zu befreien – solche Menschen macht der Geist Gottes aus uns. Menschen, die der Geist angesteckt hat, begeisterte Menschen – die sind zum Greifen, die leben neben uns, das können auch wir selber sein.