„Die Füße der Freudenboten“

Die Verbannten aus Babylon kehren nach Jerusalem zurück. Mädchen und Jungen springen über die Hügel und rufen: „Frieden!“ „Endlich wird alles gut, wie es in der Schöpfung sein soll!“ „Befreiung!“ „Jetzt ist nur Gott unser König!“ Tatsächlich konnten die heimgekehrten Juden an der langen Leine der persischen Oberherrschaft ein eigenes Staatswesen aufbauen – mit der Weisung Gottes als Grundgesetz.

Warten können

„Immer muss man warten, warten, das will ich nicht.“ Ich hatte den Eindruck, da steckt ein kindlicher Trotz dahinter, vielleicht auch ein Stück Verwöhnung. Man kriegt alles gleich, weil den Eltern die Kraft und auch die Geduld fehlt, übertriebenenen kindlichen Wünschen ein Stück Vernunft entgegenzusetzen – und so lernt man es nie, Geduld zu üben.

Besuch von ganz oben

Nicht jeder Besuch muss uns willkommen sein. Nicht einmal der Besuch des Lichtes aus der Höhe. Als ich Seelsorger in einer Nervenklinik war, sagte mir ein Patient: „Seien Sie mir nicht böse, dass ich nicht mehr in Ihre Gottesdienste komme. Ich weiß, dass mir die Predigt eigentlich gut tut. Aber ich muss dann jedes Mal heulen; das ist mir peinlich.“